Schlank, schwarz und eine gute Klangqualität? Das HyperX Flipcast verspricht eine professionelle Audioqualität im kleinen Format. Mit praktischen Features wie der kapazitiven Stummschaltung und einer einfachen USB-C-Anbindung tritt es gegen eine Vielzahl an Konkurrenten an. Ob das HyperX Flipcast im Alltagstest überzeugt oder doch nur QuadCast Light ist, erfahrt ihr in unserem Review.
Verpackung und der erste Eindruck
Schon beim Auspacken des HyperX Flipcast wird klar, dass man auf ein funktionales und zugleich ansprechendes Design setzt. Die Verpackung ist schlicht gehalten und es wird auf unnötigen Plastikmüll verzichtet, was ich sehr begrüße. Dabei wird selbstverständlich nicht der Schutz des Mikrofons vernachlässigt. Im Inneren findet man alles, was für den sofortigen Start (Plug-and-Play) nötig ist. Neben dem Mikrofon selbst, liegt ein ausreichend langes USB-C auf USB-C Kabel, ein Adapter von USB-C auf USB-A und eine Stofftasche, bei. Des Weiteren ist ein Montage-Adapter (3/8 Zoll auf 5/8 Zoll) für gängige Mikrofonarme enthalten ist, was nicht immer selbstverständlich ist. Die Kurzanleitung ist präzise und führt einen in wenigen Schritten durch die Einrichtung, sodass man innerhalb von ein paar Minuten aufnahmebereit ist, sofern man einen Standfuß oder einen Mikrofonarm besitzt. Da ich beides noch nicht besaß, bestellte ich mir einen flexiblen Arm mit einer Tischklemme. Ein simpler Standfuß, um gleich loslegen zu können, wäre schon angenehm gewesen.
Das HyperX Flipcast hat mich überrascht
Seid ihr auf der Suche nach einem Mikrofon, welches den Spagat zwischen unkomplizierter USB-Nutzung und einem professionellem XLR-Setup meistert, dann solltet ihr hier genauer hinsehen. Mit einem Gewicht von stolzen 575 Gramm, fühlt sich das Mikrofon bereits beim Auspacken massiv und hochwertig an. Die Inbetriebnahme war einfach und schnell. Dank USB-C ist es ein echtes Plug-and-Play-Gerät für den PC, was ideal für schnelles Podcasting oder spontane Gaming-Sessions ist. Wer später dennoch sein Setup upgraden möchte, muss kein neues Mikrofon kaufen. Über den 3-poligen XLR-Anschluss lässt es sich jederzeit problemlos in professionelle Ketten mit Audio-Interfaces und Mischpulten integrieren.
Technisch spielt das Mikrofon ganz oben mit und kann überzeugen. Im USB-Modus liefert es eine beeindruckende Auflösung von 32-Bit / 192 kHz. Das ist definitiv weit mehr, als für die meisten Standard-Anwendungen nötig wäre. Dadurch bietet das Mikrofon enorme Reserven für die Nachbearbeitung. Mit einem Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz werden sowohl das tiefere Stimmen als auch die feinen Details in den Höhen präzise eingefangen. Das Signal-Rausch-Verhältnis von 110 dB sorgt dafür, dass die Aufnahmen glasklar bleiben, ohne ein störendes Eigenrauschen des Mikrofons.
Da es sich um ein dynamisches Mikrofon mit Nierencharakteristik (Kardioid) handelt, ist es wie für Home-Offices oder Gaming-Zimmer geschaffen, welche akustisch nicht perfekt optimiert sind. Es fokussiert sich auf die Schallquelle direkt vor der Kapsel und blendet dabei störende Hintergrundgeräusche, wie zum Beispiel Tastaturgeklapper, Lüftergeräusche, Stimmen oder TV-Geräusche effektiv aus. Mein Gaming-Bereich befindet sich auf einem Schreibtisch im Wohnzimmer, wo meine Frau im Hintergrund TV schaut. Der größte Teil der Hintergrundgeräusche könnte das HyperX Flipcast sehr gut herausfiltern, welche nicht in TeamSpeak zu hören waren.
Zusätzliche Funktionen und Design
Das Highlight des FlipCast ist die namensgebende Flip-to-Mute-Funktion, beziehungsweise die Tap-to-Mute-Taste, welche ein blitzschnelles Stummschalten ermöglicht. Das ist ideal für hitzige Gaming-Sessions, Live-Streams oder wenn die Ehefrau etwas von einem möchte. Das zentrale Element an der Hardware ist der praktische Multifunktionsregler. Mit ihm lassen sich die Mikrofonverstärkung, die Kopfhörerlautstärke sowie der Monitor-Mix direkt am Gerät steuern. So muss ich nicht erst mühsam in die Windows-Einstellungen gehen und nach irgendwelchen Option suchen. Besonders praktisch für die visuelle Kontrolle ist der eingebaute LED-Pegelmeter. Zusammen mit der anpassbaren RGB-Beleuchtung und einer integrierten Clip-Warnung, die sofort signalisiert, wenn das Signal übersteuert, behält man die Audioqualität jederzeit im Blick.
Im Inneren arbeitet eine dynamische Kapsel, welche von Haus aus auf eine klare Stimmwiedergabe getrimmt ist. Um störende Nebengeräusche zu minimieren, verfügt das Mikrofon über:
- eine interne Stoßdämpfung, welche Erschütterungen am Schreibtisch abfängt
- einen integrierten Schaumstoff-Windschutz, der Plosivlaute (wie „P“- oder „B“-Geräusche) effektiv dämpft
Das volle Potenzial entfaltet das FlipCast, wie jedes der HyperX-Produkte, in Kombination mit der HyperX NGENUITY 3 Software. Hier finden sowohl Profis als auch Einsteiger gleichermaßen nützliche Werkzeuge. Zum Beispiel verbindet ein integrierter Limiter Clipping, während der automatische Pegelmodus die Lautstärke konstant hält. Mit anpassbaren EQ-Filtern, einem Hochpassfilter (gegen tiefes Brummen) und einem Presence Boost hingegen, lässt sich die Stimme für maximale Verständlichkeit nach Lust und Laune optimieren.


