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Indie Review: The Collider 2

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Indiegames sprießen an jeder Ecke aus dem Boden! Steam, Kickstarterprojekte, oder Publisher unterstützen diesen Trend, um Kleinentwicklern die Möglichkeit zu bieten, ihre Spiele an uns Zocker zu bringen.

Damit ihr euch nicht in dem Indie-Dschungel verlauft, präsentieren wir euch regelmäßig Indiegames, welche ihr vielleicht im Auge behalten solltet!

 

The Collider 2
Action, Arcade, SciFi

The Collider 2 ist ein typisches Arcade, in dem es nur um eines geht: Auweichen!

Eure Aufgabe ist es genau genommen, den Angriff eines Raumschiffes zu vereiteln. Dafür fliegt ihr in dieses hinein und weicht Hindernissen aus. Im Prinzip war es das auch schon. Was sich zunächst öde anhört, braucht aber eine Menge an Geschick, um gemeistert zu werden. Schnelle Reaktionen, ein gutes Auge für den richtigen Weg und eine Menge an Feingefühl bedarf es nämlich um die Röhre zu durchfliegen. Dabei muss man zwangsläufig immer wieder an die StarWars Szene mit dem Todesstern denken.

Die Kampagne bietet 54 Herausforderungen und wem das nicht genug ist, der darf sich mit der weltweiten Punktetafel messen. Hier heißt es durchbeißen. Denn nur wer lange überlebt und den Turbo rein haut, kann ordentlich Punkte absahnen.
Mit dem Missionseditor können wir sogar unsere eigenen Aufgaben erstellen und diese mit der Internet-Community teilen. Dadurch entstehen stetig neue, herausfordernde Aufgaben, welche es zu meistern gilt.


Wer auf Arcade steht, der wird hier fündig!

The Collider 2 ist auf Steam für 9,99€ erhältlich.


Fazit:
The Collider 2 bietet schnelle Action, ohne große Story. Persönlich kann ich mit solchen Geschicklichkeitsspielen immer recht wenig anfangen, aber dennoch hat es mich einige Stunden in den Bann gezogen. Der Drang sich selbst zu verbessern und das Spiel zu meistern bringt einen hohen Wiederspielwert zu Stande. Dazu kommt eine überraschend gute Grafik, welche das Spielerlebnis auch optisch in das Jahr 2016 verfrachtet. Wer also die Herausforderung annehmen will, kann dies gerne tun, ohne Angst zu haben, enttäuscht zu werden.

Entwickler: Shortbreak Studios s.c.
Publisher: Shortbreak Studios s.c.
Preis: € 9,99
Aktueller Status: Released
Sprache: Englisch

Battlefleet Gothic: Armada

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Frisch aus dem Warhammer Universum kommt das Battlefleet Gothic: Armada und ist wohl eines der besten Spiele der Serie. Was aber nicht heißen soll, dass die Weltraum-Simulation nicht ihre Tücken und Probleme hätte.

Fette Raumschiffe, actionreiche Schlachten und viele Explosionen. So ist der erste Eindruck von Battlefleet Gothic: Armada. Und so bleibt der Eindruck auch, denn die taktische Weltraum-Schlacht-Simulation bringt einen netten Mix aus Strategie, Warhammer und Action. Hinter dem Spiel steckt eine lange Entwicklungszeit. Genau genommen arbeiteten die Entwickler von Tindalos Interactive satte 6 Jahre an diesem Titel. Fehlende Ressourcen und Probleme mit der Warhammer-Lizenz haben zwar kleinere Stolpersteine in den Weg gelegt, aber diese wurde nun endgültig gemeistert.

battlefleet_gothic_armada-01Doch worum geht es überhaupt? Der Gothic Sektor, welcher von den Menschen besiedelt ist, wird von Ork- und Eldar-Piraten heimgesucht. Gleichzeitig rüstet der Kriegsfürst Abaddon zum schwarzen Kreuzzug. Als neuer, imperialer Admiral bilden wir nun die Verteidigungslinie der Menschheit. Keine leichte Aufgabe.

Die Story ist dennoch etwas flach gehalten und kommt trotz netter Animationen und vertonter Textzeilen leider nicht wirklich in Fahrt. Doch Fans der Serie werden sich mithilfe ihres Hintergrundwissens und ihren Erwartungen schon den Rest an Spannung daraus hervor kitzeln. Hier wird nicht lange geredet, sondern gleich auf den Tisch gehauen.

Linear ist die Geschichte dabei aber nicht. Neben den eher unwichtigen Einsätzen können wir auch elementare Story-Missionen verlieren. Die Auswirkungen davon werden wir aber früher oder später am eigenen Leib erfahren. Auch Entscheidungen in einigen Missionen wirken sich später auf das Spielgeschehen aus, was das ganze frisch und dynamisch hält. Diese Entscheidungen fällen wir auf der Sektorenkarte, an welche man sich zu Beginn erst einmal gewöhnen muss.

battlefleet_gothic_armada-05Doch das Hauptelement sind ja auch die Schlachten. Unser Weltraum ist hierbei Zweidimensional, also flach, ohne Höhenunterschiede. Dies ist zur Vereinfachung der sowieso schon fordernden Echtzeitkämpfe. Die Schiffe schicken wir per Mausklick über die Karte und versuchen durch taktische Positionierung und Ausrichtung den Gegner so richtig ein zu heizen. Was sehr simpel klingt erfordert aber doch recht viel Feingefühl und Können. Wer seine seitlich angebrachten Kanonen richtig nutzen will muss vorausschauend denken und wer will, kann die Zeit verlangsamen, was in vielen Situationen sehr hilfreich ist.

Die verschiedenen Schiffsklassen haben je nach Bauweise, welche wir vorher selbst bestimmen können, unterschiedliche Fähigkeiten. So können Torpedos und Jägerstaffeln ordentlich Schaden verursachen. Doch es kommt immer auf den Gegner an, denn die Orks fackeln meist nicht lange herum, sondern rammen gegnerische Schiffe gleich direkt. Ausweichen ist also lebensnotwendig. Aber bündeln wir unsere Angriffe auf die Triebwerke der Orks, so sind diese nicht mehr ganz so furchteinflößend. Ähnlich ist es bei den Eldar, welche ganz auf ihre Schildgeneratoren setzen.

battlefleet_gothic_armada-10Hat man das Grundprinzip ergründet und verstanden, fällt einem schon bald die größte Schwäche des Spiels auf. Die Missionen ähneln sich meist, oder wiederholen sich einfach. Schiffe verteidigen, Daten klauen, Gegner eliminieren… Schon bald hat man alles einmal gemacht und wiederholt es wieder. Die wenigen Hauptstorymissionen, welche sich vom Rest unterscheiden, bringen dafür aber wieder mächtig Leben in die Bude. Leider ist deren Anzahl aber sehr überschaubar.

Doch was an der Spielmechanik verloren geht, macht das Aufleveln der Schiffe wieder wett. Kommt ein Raumschiff aus einer Schlacht wieder in den Hafen, so können wir dieses so richtig aufmotzen. Upgrades und Fähigkeiten machen sie besser und lassen sie auch optisch anders wirken. Auch einzelne Crewmitglieder lassen sich verbessern, was alles zusammen die Bastlerfreuden aufleben lässt.

Wer die Kampagne beendet hat, kann in Schlachten gegen die KI antreten, oder im Mehrspielermodus das Weltall zum Beben bringen. Dabei sind alle Fraktionen wählbar und aufrüstbar. Die Entwickler haben hier aber noch versprochen so einiges nach zu liefern, wir sind gespannt.

 

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Battlefleet Gothic: Armada
365482215 Wertung der Redaktion:

79/100

  • Publisher: Focus Home Interactive
  • Getestet auf: PC
  • auch für:
  • Preis: 39,99€

 

 

24/30 Technik + Detailreiche Schiffe
+ Imposanter Soundtrack
+ Eindrucksvolle Sprachsynchro (Nur Englisch)
+ Imposante Effekte
- Zu ähnliches Schiffsdesign
- Textfenster
23/30 Umfang + 12 Stunden Kampagne
+ 4 unterschiedliche Fraktionen
+ Dynamische Kampagne
+ Multiplayermodus
- Teils eintönige Missionen
- Kampagne nur für eine Fraktion
24/30 Gameplay + Guter Wiederspielwert
+ Definitiv Warhammer!
+ 4 Schwierigkeitsgrade
+ Faires Gameplay
- Eingeschränkter Gefechtsmodus
- Wackelige Balance
8/10 Spezifisch + Warhammer Atmosphäre
+ Viele Schiffsupgrades
+ Sehr detailreiche Schiffe
- Schwammige Kampagnenstory

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Battlefleet Gothic: Armada“ rating=“79″ reviewer=“Roman Völkel“ dtreviewed=“08.05.2016″ best=“100″ worst=“0″]

Battlefleet Gothic: Armada hat zwar seine Schwächen, bietet dennoch eine gute Weltraumschlacht-Simulation im Warhammer Universum. Beeindruckend sind die Schiffe und das ausbauen genau dieser. Auch die Schlachten sind gut inszeniert, auch wenn auf die Dauer recht eintönig, dennoch kommen Strategen hier auf ihre Kosten!

Wer also mal wieder eine fordernde Weltraumschlacht erleben möchte, welche dazu noch den Charme vom Warhammer sehr gut einfängt, der kann hier gerne zugreifen. Dazu kommt noch, dass die Entwickler noch brav am Multiplayer-Modus schrauben wollen. Wer weiß also, was hier noch auf uns zu kommt. Daumen hoch!

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So testen Wir

 

Fire Emblem Fates

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Von vielen Nintendo-Fans lange erwartet und nun endlich erhältlich: Fire Emblem Fates. Oder besser gesagt: Fire Emblem Fates Herrschaft und Fire Emblem Fates Vermächtnis. Der neuste Ableger der beliebten Strategie-Rollenspiels kommt nämlich diesmal in zwei unterschiedlichen Teilen daher. Wir haben beide Spiele getestet und sagen euch in diesem Review, wie unser Gesamteindruck für Fire Emblem Fates ist.

Die Spiele der Fire Emblem Serie sind sogenannte Strategie-Rollenspiele. Das heißt, dass im Zentrum der Aufmerksamkeit eine interessante Story mit rundenbasiertem Kampfsystem steht. Jede Runde dürfen die eigenen Einheiten agieren, bevor dann die Gegner an der Reihe sind. So muss man in Fire Emblem strategisch die Schwächen der Gegner ausnutzen und die Stärken zum eigenen Vorteil einsetzen um am Ende die Schlacht zu gewinnen. Auch der neuste Ableger der Serie Fire Emblem Fates macht hier keine Ausnahme und bleibt bei dem altbekannten Gameplay. Ein paar Änderungen sind allerdings doch dabei. Diese sind hauptsächlich bei der Verbesserung des Gameplays vorgenommen worden. Ein ganz besonderes Augenmerk darf man aber auf die neue Einteilung in die zwei verschiedenen Story-Stränge Herrschaft und Vermächtnis legen.

 

Fire Emblem Fates Cutscene König GaronHoshiden gegen Nohren
Als wohlbehüteter Adeliger wächst Corrin (das ist der Hauptcharakter) bei seiner nohrischen Adelsfamilie auf. Während euer Vater, König Garon, euch fernab jeglicher Zivilisation gehalten hat, ist nun die Zeit gekommen, um euch zu beweisen. Zusammen mit deinen nohrischen Geschwistern, rund um Bruder Xander geht es in die erste Schlacht gegen das benachbarte Land Hoshido. Der Schreck ist groß, als Corrin aufeinmal gefangen genommen wird und sich eine unglaubliche Geschichte entfaltet: Eigentlich bist du nämlich ein Sohn (oder eine Tochter, jenachdem für welches Geschlecht du dich am Anfang entscheidest) des hoshidischen Adelshauses, wurdest aber als kleines Kind von den Nohren entführt. Nachdem du in den ersten sechs Kapiteln des Spiels nun deine Leibliche-, so wie deine Adoptiv-Familie kennengelernt hast musst du eine Entscheidung fällen: Lieber zu den Hoshiden oder zu den Nohren?

Fire Emblem Fates Doppelkampf AnimationBesitzer der Special Edition von Fire Emblem Fates, auf der beide Story-Stränge vorhanden sind, müssen sich hier entscheiden. Wer sich Herrschaft oder Vermächtnis als Retail-Version gekauft hat, hat die Wahl bereits im Vorfeld getroffen. Spieler der Vermächtnis-Version schließen sich Hoshido an, Spieler der Herrschafts-Version verbünden sich mit Nohr. Der Herrschafts-Strang soll demnach eher schwieriger sein und sich auf das Gameplay fokussieren und der Vermächtnisstrang ist einfacher und setzt mehr auf die Story. Einen genauen Überblick über die Unterschiede in Story und Gameplay zwischen den beiden Versionen erhaltet ihr in unserem Special zu Fire Emblem Fates Herrschaft vs. Vermächtnis.

 

Fire Emblem Fates Gameplay Corrin DracheNeuerungen in Sachen Gameplay
Ein wichtiger Teil der Fire Emblem Serie macht definitiv das strategische Gameplay aus. Mit der Zeit schafft Nintendo es, die Fire Emblem Spiele immer besser zu Balancen und Neuerungen einzubauen, die das Spielgeschehen verbessern. So auch in Fire Emblem Fates. Vom Grundprinzip her bleibt natürlich alles gleich. Dafür wurden viele kleine Verbesserungen eingebaut, die ein sehr gutes Spielgefühl hinterlassen. In Fire Emblem Awakening wurde bereits der Doppelangriff eingeführt. Stehen zwei Einheiten nebeneinander, so unterstützt die benachbarte Einheit den Angreifer. In Fates kann man nun endlich sehen, wieviel Schaden die unterstützende Einheit macht und damit um einiges besser planen. Es wird nun auch mehr Fokus auf die Kombi-Einheiten gelegt. Man kann zwei Einheiten zusammenstellen, so dass die zweite Einheit im Falle eines Angriffs den zweiten Angriff sicher pariert. Diese Kombination ermöglicht eine bessere Defensive, besonders für schwache Einheiten.

Eine weitere große Neuerung betrifft die Waffen. Dank neuer Klassen, wie z.B. Ninjas, gibt es nun auch neue Waffentypen, wie die Shuriken. Auch die klassischen Bücher, Stäbe, Lanzen, Äxte, Schwerter und Bögen haben neue Versionen bekommen. Die größte Neuerung ist aber, dass sich die Waffen, abgesehen von den Stäben, nicht mehr verbrauchen. So kann man nun eine Waffe kaufen und sie ewig einsetzen. Natürlich wurden auch die Preise der Waffen angepasst. Alles in allem gibt es nun auch ein sehr gutes Klassen-Balancing. In älteren Fire Emblem Teilen gab es zum Beispiel oft eine Tänzerin, die durch ihren Tanz ihren Mitstreitern einen weiteren Zug bescheren konnte. In den alten Teilen war es allerdings immer so, dass diese Einheit relativ schwach und schutzlos war. In Fates sind Tänzerinnen (bzw. hier sind es Skaldinnen) nun auch mit offensiven Angriffsmöglichkeiten ausgestattet. Ein großer Pluspunkt fürs Balancing.

Fire Emblem Fates Azura singtAber nicht alles ist besser… Es gibt wie immer einen, oder eher zwei kleine Dornen im Auge. Erstens, werden die Statuswerte beim Level-Up weiterhin zufällig vergeben. Gefühlt werden öfter weniger Statuswerte vergeben, was besonders nervig auf höheren Schwierigkeitsgraden ist. Zum einen merkt man später im Spiel sehr deutlich, wenn man oft Pech beim Level-Up hatte, da die Charaktere dann schlechte Werte haben und zum anderen sind ist es auch anstrengend, nur wegen einem schlechten Level-Up die Mission abzubrechen, besonders wenn sie sehr schwer ist und man dadurch sehr viel Fortschritt einbüßen muss. Man muss es Fire Emblem Fates schon lassen. Die Missionen sind knackig und auch wenn man in einem perfekten Run „nur“ eine halbe Stunde pro Mission einrechnen muss, so kann man unter Umständen, mit ein wenig Pech und sehr viel Selbstverschulden auch mal den ganzen Tag an einer Mission hängen. Oft wird man durch die irreführenden Prozentangaben für Treffgenauigkeit und kritische Treffer frustriert. Während sie eigentlich ein leichtes Maß sein sollen, an dem man seine Chancen einschätzen können sollte, so scheinen sich die Werte leider nicht dem Prinzip der Prozentangaben zu fügen. Bei einem Prozentwert von 5% für einen kritischen Treffer liegen die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten deutlich über der 5%-Chance. Man sollte sich also nicht auf diese Wertangaben verlassen und lieber von dem Worst-Case-Szenario ausgehen. Hier hätte man definitiv besser balancen können.

 

Fire Emblem Fates Cutscene Corrin DracheDer Drache in dir
Corrin entspringt nicht nur einer Adelsfamilie, sondern trägt in sich auch das Blut der Drachen. So kann man sich im Kampf in einen Drachen verwandeln, hat aber auch eine Spezialfähigkeit, die auf dem Schlachtfeld zu tragen kommt. Auf vielen Maps findet man sogenannte Drachenadern. Corrin kann sie aktivieren und somit eine Veränderung der Umgebung beeinflussen. So können Schneeberge geschmolzen, Flüsse ausgetrocknet und spezielle Magie-Felder aktiviert werden. Das Prinzip der Drachenadern hätte durchaus sehr viel strategisches Potential gehabt. Praktisch ist es allerdings so, dass die Drachenadern meistens so schnell wie möglich aktiviert werden sollten oder auch einfach gar nicht notwendig sind. Trotzdem sind die einzelnen Kämpfe sehr vielseitig und unterscheiden sich nicht nur vom Setting, sondern auch von den Missionszielen und Besonderheiten erheblich.

Fire Emblem Fates Kampfanimation DracheIn Fire Emblem Fates wird auch definitiv mehr Fokus auf die Fähigkeiten und Statuswerte der Charaktere gelegt. Besonders Fähigkeiten, die Statuswerte beeinflussen, sind besonders präsent. Als Beispiel kann man eine Fähigkeit anführen, die nach einem Angriff die Resistenz des Angegriffenen senkt. Mit einer verminderten Resistenz sind Einheiten anfälliger für magische Angriffe. Dadurch, dass nun Status und Wertänderungen mehr zum Tragen kommen, bietet Fates ein tieferes Eintauchen in die Welt der Strategie. Als letzten interessanten Gameplay-Punkt ist das Rekrutieren neuer Einheiten auf dem Schlachtfeld anzumerken. In früheren Teilen war es oft so, dass spezielle Personen auf dem Schlachtfeld angesprochen werden konnten um sie zu rekrutieren. Damals waren es oft Feinde, die die eigenen Einheiten angriffen und versehentlich umgebracht werden konnten, bevor man sie ins Team holt und sich somit die Chance verspielte, einen neuen Charakter zu bekommen. Das kann nun nicht mehr so einfach passieren. Rekrutierbare Charaktere sind sehr deutlich markiert und können nicht umgebracht werden oder schließen sich, nachdem man sie besiegt hat, automatisch dem Team an. Eine kleine aber feine Neuerung.

 

Fire Emblem Fates UnterhaltungDein Schloss in der Astralebene
Neben den wohlbekannten Missionen, gibt es nun einen ganz besonderen Rückzugsort. In der Astralebene, die durch die Kraft der Drachen betretbar ist, kann man sein eigenes Schloss aufbauen. Nach einem abgeschlossenen Kampf bekommt man sogenannte Drachenaderpunkte mit denen man neue Gebäude errichten kann. Die Gebäude sind ganz unterschiedlich und ranken zwischen Arsenalen, in denen man neue Waffen kauen kann, bis hin zu Gebäuden die Rohstoffe liefern oder die Beziehung zwischen Charakteren verbessern. So kann man in Corrins Privatgemächern verbündete Einheiten einladen um die Beziehung zu ihnen zu verbessern oder man kann in der Lotterie Items gewinnen oder in der Arena Rohstoffe erspielen. Mit Rohstoffen wie Milch, Beeren oder Fleisch kann man entweder Items für die Charaktere kaufen, die in Schlosskämpfen Boni bringen oder Lilith, den Astraldrachen füttern und aufleveln.

Fire Emblem Fates Gameplay DrachenaderHabe ich Schlosskämpfe gesagt? – Ja! Das ist auch ein nettes neues Feature. Das eigene Schloss mit seinen Einheiten muss nämlich strategisch gut aufgebaut werden um feindliche Angriffe abzuwehren. Per Streetpass kann man die Schlösser anderer Spieler erhalten und muss sein eigenes Schloss zudem auch verteidigen. Dies sorgt definitiv für Langzeitmotivation zum Streetpassen. Die regulären Schlosskämpfe, die, so wie Nebenmissionen, im Laufe der Hauptstory auftreten, sind allerdings recht rar und könnten ruhig öfter auftreten.

 

Fire Emblem Fates KampfübersichtWas gibt es zu entdecken?
Neben der Hauptstory, die in jedem der Fates-Spiele nicht ganz 30 Missionen umfasst, gibt es auch wieder Nebenmissionen, bei denen man neue Leute rekrutieren kann. Die meisten der Nebenmissionen treten dann auf, wenn man zwei Charaktere miteinander verkuppelt hat und diese dann ein Kind bekommen. Das erreicht man, indem man im Kampf häufig nebeneinander Kämpft und somit die Unterstützung pusht. Die Unterstüzungsgespräche sind leider allesamt sehr oberflächlich und ranken sich um Themen wie „Tee kochen“, „Trainieren“ oder „Schwestern-Tag“. Die Liebeserklärungen kommen dann auf dem S-Rank eher plötzlich und ein wenig aus dem Kontext gerissen. Da hätte man sich ruhig ein wenig mehr Mühe geben können. Auch die Hauptstory, oder bessergesagt die Hauptstories kommen recht schwer in Gang. Die ersten sechs Missionen ranken sich noch um das Kennenlernen und die Entscheidung zwischen den beiden Familien. Danach gehen beide Stories unterschiedliche Wege, schaffen es aber nicht richtig Spannung aufzubauen. Die Hoffnung auf eine mitreißende Story setzten wir auf das dritte Spiel: Fire Emblem Fates Offenbarung.

 

Fire Emblem Fates Charaktere RekrutierenVoll ausgereizt!
Kommen wir zum letzten Punkt: Grafik, Sound und Technik. Grafisch sieht Fates in etwa aus wie Awakening, hat aber ein wenig schönere Kampfanimationen (die man im Übrigen für ein schnelleres Spiel auch ausschalten oder vorspulen kann). In den Kampfanimationen gibt es zudem auch viele Anzeigemöglichkeiten, zwischen 3th-Person, Seitenansicht und Egoperspektive sind Pausen- und Spultasten angebracht. Wer sich also gerne alles genau anschaut, für den ist gesorgt. Fates kommt mit englischer Sprache aber deutschem Bildschirmtext und hat regulär drei Speicherstände. Wer auch eine zweite Version erworben hat, darf sogar sechsmal speichern. Die 3D-Animationen laufen sehr flüssig und holen Grafisch alles aus dem 3DS heraus. Auch der 3D-Effekt kann sich sehen lassen. Den Schwierigkeitsgrad kann man jederzeit leichter stellen, allerdings nicht wieder schwerer machen. Je leichter der Schwierigkeitsgrad, desto weniger Gegner müssen pro Mission besiegt werden und desto weniger Schaden stecken die Gegner ein. Man kann zwar mit der Lesezeichenfunktion zurück ins Hauptmenü, einen einfachen „Mission neu starten“-Button hätten wir uns aber definitiv gewünscht. Schließlich will man ja nicht, dass einer der Einheiten dauerhaft das Spiel verlässt.

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Fire Emblem Fates
Fire Emblem Fates Cover Klein Wertung der Redaktion:

88/100

  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: New 3DS XL
  • auch für: 2DS, 3DS
  • Preis: 39,99€

 

 

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29/30 Technik + Sehr schöne Grafik
+ Sehr guter 3D-Effekt
+ Genügend Speicherstände
+ Umfangreiche Kampfanimation
- Einfacher „Mission neu Starten“-Button fehlt
26/30 Umfang + Fast 30 Missionen
+ Eigenes Schloss
+ Gute Streetpass-Features
+ Zwei unterschiedliche Spiele
- Reguläre Schlosskämpfe und Nebenmissionen eher rar
- Story kommt nicht recht in fahrt
27/30 Gameplay + Gute Schwierigkeitsgrade
+ Viele neue, verbesserte Gameplay-Elemente
+ Klassen wurden gut Gebalanced
+ Mehr Fokus auf Statusveränderungen und Fähigkeiten
+ Waffen nutzen sich nicht mehr ab
- Zufallswerte bei Level-Up
- Unzuverlässige Wahrscheinlichkeiten
- Verschenktes Potential bei Drachenadern
6/10 Spezifisch + Sehr unterschiedliche Maps und Charaktere
- Unterstützungsgespräche extrem flach

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Fire Emblem Fates“ rating=“88″ reviewer=“Nina van Aken“ dtreviewed=“04.05.2016″ best=“100″ worst=“0″]

Das Strategie-Rollenspiel Fire Emblem Fates kommt diesmal in zwei Versionen daher. In Herrschaft entscheidet man sich für seine nohrische Familie und in Vermächtnis kämpft man gemeinsam mit den Hoshiden. Beide Spiele haben ab Kapitel 6 eine andere Story und unterscheiden sich deshalb. Leider kommt in beiden Strängen die Story nicht so recht in fahrt. Dafür wurden in Sachen Gameplay einige Neuerungen und Verbesserungen eingeführt. Fähigkeiten und Statusänderungen haben nun einen größeren Einfluss auf das Gameplay. Die Klassen wurden besser gebalanced und der Schaden von Partnerangriffen wird bereits vor dem Angriff angezeigt. Über Kleinigkeiten wie einen fehlenden „Mission Neu Starten“-Button oder Zufallswerte beim Level-Up ärgern wir uns allerdings immer noch. Grafisch holt Fates alles aus dem 3DS heraus, was möglich ist und sieht dabei verdammt gut aus. Auch das Ausbauen und Managen des eigenen Schlosses mit praktischen Gebäuden ist eine tolle Neuerung. Schlosskämpfe und Streetpass-Features runden das Ganze noch ab. Die fast 30 Missionen der Hauptstory sind definitiv recht umfangreich. Wir hätten uns aber noch ein paar mehr Nebenmissionen und Schlosskämpfe abseits des „Kinder-Rekrutierens“ gewünscht.

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So testen Wir

 

Angespielt: Grand Kingdom

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Am 17. Juni erscheint Grand Kingdom für die PS 4 und die PS Vita. Wir haben die Mischung aus Strategie und Rollenspiel schon mal angespielt.

So richtig gut kommen Landerth, Valkyr, Fiel und Magion nicht miteinander aus. Darum führen die vier Königreiche auch schon seit vielen, vielen Jahren Krieg um Territorium, Einfluss und natürlich Macht. Damit das mit dem Krieg aber auch gut funktioniert, braucht es natürlich auch Leute, die diese Kriege ausführen und für die vier Reiche kämpfen. Das wiederum erledigen Söldnertruppen, die sich für eine Seite entscheiden und dann im Auftrag dieser um besagtes Territorium in die Schlacht ziehen.

Grand_Kingdom_KampfGrand Kingdom nutzt Elemente aus Strategie, Rollenspiel und würzt das Ganze noch mit einer Portion Fraktionenkampf. Der Kern des Spiels besteht dann auch aus ebendiesem Fraktionenkampf. Ihr schließt euch einem der vier Königreiche an und zieht im Online Multiplayer für dieses in den Krieg.  Dabei gilt es, die eigenen Söldnertruppen möglichst strategisch einzusetzen und beispielsweise wichtige, als „Objective“ markierte Gebiete zu erobern und halten oder eigene Stützpunkte zu verteidigen. Ihr zieht mit dem ausgewählten Söldnertrupp auf einer Übersichtskarte über das Schlachtfeld, bei Feindkontakt oder wenn ihr eine Befestigung angreift/verteidigt kommt es zum Kampf.

Das Kampfsystem erinnert dabei entfernt an Valkyria Chronicles: jede Einheit (bis zu vier davon bilden einen Söldnertrupp) hat eine Bewegungsleiste und eine Aktionsleiste. Bewegung verbraucht -Überraschung- die Bewegungsleiste und Aktionen -größere Überraschung- die Aktionsleiste. Es gibt drei „Ebenen“ (vorne, mittig und hinten), auf denen sich die Einheiten bewegen können, auf diesen allerdings nur nach links und rechts.Grand_Kingdom_Kampf Das verlangt strategisches Platzieren der eigenen Truppen. Stelle ich beispielsweise eine Figur rechts auf die vordere Ebene, muss ein Gegner, will er meine Einheiten links auf dieser Ebene angreifen, zuerst auf die mittlere Ebene wechseln und an meiner Einheit vorbeilaufen. Habe ich nun einen Giftnebel auf der mittleren Ebene platziert, muss er auf die hintere Ebene ausweichen. All das verbraucht natürlich Bewegungspunkte. Ihr seht also, es kann schon sehr taktisch werden.

In der Beta stehen 4 Klassen (Witch, Hunter, Fighter und Medic) zu Verfügung, im Hauptspiel sollen es dann deutlich mehr sein. Ein guter Mix aus den Klassen ist wichtig, damit euer Trupp erfolgreich ist. Eine Gruppe, die nur aus Witches besteht, wird aufgrund von fehlendem Schutz nur sehr kurz überleben. Die Klassen werden durch die Teilnahme an Kämpfen und Kriegen dank gewonnener Erfahrungspunkte stärker, lernen neue Fähigkeiten und werden so im nächsten Kampf noch besser für euer gewähltes Reich kämpfen.Grand_Kingdom_Weltkarte

Zusätzlich zum Online Multiplayer gibt es auch eine Offline-Kampagne und Quests. Von diesen gab es aber in der Beta bisher nur zwei zu sehen, darum kann ich dazu noch nichts schreiben.

Ein Aspekt, der für mich ein wenig merkwürdig anmutete, ist die Ähnlichkeit zu F2P Titeln. Es gibt zwei Währungen im Spiel, Royals und Gold, welche für die verschiedenen Shops zum Aufrüsten eurer Charaktere gebraucht werden. Außerdem wurde ich für jeden Tag, den ich mich ins Spiel einloggte, mit einem Stempel belohnt, ab einer gewissen Anzahl gibt es dann Items. Wie sich das Ganze dann im fertigen Spiel anfühlt, wird sich noch zeigen.

Mir hat das Spiel bisher auf jeden Fall Spaß gemacht und ich werde mir sicherlich auch das fertige Produkt anschauen, wenn es im Sommer hierzulande erscheint.

Grand Kingdom erscheint am 17. Juni für PS4 und PS Vita. Getestet wurde an dieser Stelle die PS 4 Version des Spiels. Wer sich selbst einen Eindruck von Grand Kingdom verschaffen möchte, kann das ab dem 3. Mai im Rahmen der Closed Beta tun.

Indie Review: Bridge! 2

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Indiegames sprießen an jeder Ecke aus dem Boden! Steam, Kickstarterprojekte, oder Publisher unterstützen diesen Trend, um Kleinentwicklern die Möglichkeit zu bieten, ihre Spiele an uns Zocker zu bringen.

Damit ihr euch nicht in dem Indie-Dschungel verlauft, präsentieren wir euch regelmäßig Indiegames, welche ihr vielleicht im Auge behalten solltet!

 

Bridge! 2
Brückenbau, Simulation, Rätsel

Schon mal eine Brücke gebaut? Nein? Willst du es versuchen? Ja? Dann schnapp dir doch Bridge! 2.

Der zweite Teil von „Bridge!“ ist vom Prinzip her wie der Vorgänger, denn es geht im Grunde immer noch um den Brückenbau. In 50 Missionen und 4 Schwierigkeitsgraden, müssen wir jeweils eine stabile Konstruktion erschaffen, welche den Vorgaben entspricht. So müssen Autos und Züge oben drüber und Schiffe unten drunter fahren können. Mit Gewichten und Hydrauliksystemen erschaffen wir auch Hubbrücken.


Mit dem Missionseditor können wir sogar unsere eigenen Aufgaben erstellen und diese mit der Internet-Community teilen. Dadurch entstehen stetig neue, herausfordernde Aufgaben, welche es zu meistern gilt.

Bridge! 2 zeichnet sich durch realitätsnahe Physik und authentischen Bezeichnungen der Baumaterialien aus. Perfekt für jeden Hobby-Architekten. Eine spaßige Rätsel-Simulation für zwischendurch.
Brigde! 2 ist auf Steam für 9,99€ erhältlich.


Fazit:
Bridge! 2 ist eine spaßige Simulation für zwischendurch. Für knapp € 10,- haben wir hier einen tollen Arcade, der uns zwar nicht aus den Socken haut, aber einen guten Nachfolger an den Tag legt. Persönlich finde ich es etwas schade, dass die Fahrzeuge „realistischer“ reagieren und stehenbleiben, als episch katastrophal in den Abgrund zu stürzen. Aber darum geht es bei dem Game ja auch nicht.
Generell werden uns hier aber einige Stunden an Spaß geboten, wo wir bauen, scheitern und optimieren können. Meinerseits gibt es eine klare Kaufempfehlung.

Entwickler: toxtronyx interactive GmbH
Publisher: Aerosoft GmbH
Preis: € 9,99
Aktueller Status: Released
Sprache: Deutsch/Eng

Severed

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Gute Spiele sind rare Ware auf der PS Vita. Umso besser, dass mit Severed jetzt endlich mal ein Titel kommt, der ordentlich abschneidet und zwar in zweierlei Hinsicht. Auf der vergangenen Gamescom haben wir den Titel bereits kurz anspielen können. Im ausführlichen Test erfahrt ihr nun, was es mit dem Abschneiden tatsächlich auf sich hat.

Severed ist ein Spiel des kanadischen Entwicklerteams DrinkBox Studios, welches durch Guacamelee wohl bekannt ist. In Severed wird aber ein komplett anderer Weg eingeschlagen also bei dem humorvollen Action-Platformer. Stattdessen handelt es sich bei Severed um einen extrem düsteren Dungeon Crawler der mit seiner Touch-Steuerung ein neues Gameplay im Genre bietet.

Severed Sashas FamilieLa Familia
Man selbst schlüpft in die Haut von Sasha, einem Mädchen, welches sich auf einmal in einer obskuren Parallelwelt wiederfindet. Das Elternhaus ist zwar noch da, aber vollkommen zerstört. Auch von Vater, Mutter und Bruder fehlt jede Spur. Und zu allem Überfluss fehlt Sasha der linke Arm. Körperlich verstümmelt begibt sie sich auf die Suche nach ihrer Familie und hat dabei vorerst nur ein Schwert und ihre Hoffnung auf Rettung. Im Laufe des Spiels trifft man Severed Domain of the Crowsimmer wieder auf verschiedene Figuren, bei denen man sich nicht sicher sein kann, ob sie Freund oder Feind sind. Am Ende gilt aber: Besiege das Böse und Rette deine Familie! Hoffentlich… Der komplette Spielstil ist zwar mit kräftigen Farben ausgestattet, allerdings ist die Atmosphäre alles andere als farbenfroh. Die Musik, die künstlerische Grafik und das Design der zerrütteten Welt schaffen eine bedrückende und spannende Umgebungswelt in der man sich am liebsten verlieren möchte. Es ist schwierig sich durch diese Aufmachung nicht ins Spielgeschehen reißen zu lassen.

 

Nicht Reißfest
Im Gegensatz zu herkömmlichen Dungeon Crawlern gibt es bei Severed keine klassischen RPG-Kämpfe, sondern actionreiches Gameplay vom feinsten. Der Touchscreen der PS Vita wird dabei zur Genüge eingesetzt. Während man die Welt und ihre Dungeons per Pad erkundet, trifft Severed Screenshot Enemy 3man immer wieder auf Gegner, die per Touch-Steuerung bezwungen werden müssen. Diese Gegner sind mit Schwachpunkten ausgestattet, die man im richtigen Winkel treffen muss. Verschiedene Angriffstechniken wie ein aufgeladener Slash, der Long Slash und schnelle kleine Slashs müssen passend eingesetzt werden. Oft muss man auch warten, bis die Gegner ihre Schwachpunkte entblößen oder den Weg dorthin freibrechen. Dann geht es daran möglichst viel Schaden zuzufügen indem man über den Touchscreen streicht. Wieviel Schaden ein Gegner erlitten hat, kann man praktischerweise gleich sehen. In der Regel greifen mehrere Gegner gleichzeitig an, so dass man im Kampf immer schnell zwischen den Bösen hin und her schalten muss. Je mehr Schaden man im Kampf hinzugefügt hat, desto schneller füllt sich die „Sever-Leiste“. Trifft man auf einen blockenden Gegner oder nimmt schaden, wird die Leiste wieder geleert. Bei einer vollen Severed Screenshot EnemyLeiste kann man nun bei einem besiegten Monster die Körperteile abschneiden (oder abreißen, auf Englisch to sever, so wie der Titel des Spiels) und sie künftig für Fähigkeitsupgrades nutzen. Das Gameplay ist überraschend simpel und dank Buttonbelegung ist Severed auch für Linkshänder kein Problem.

 

Fokus auf Gameplay
Fokus wurde hier nicht umbedingt auf die Story, welche trotzdem sehr passend ist, gelegt, sondern auf das Gameplay. Auch wenn es anfänglich recht simpel ist, sollte man sich davon nicht täuschen lassen. Das Gegner-Repertoire ist zwar eher gering, allerdings lässt sich durch die Kombination Severed Erster Dungeoneinzelner Gegnertypen sehr leicht viel Abwechslung in jeden Kampf bringen. Zum einen können Gegner mit bestimmten harten Schutzausrüstungen umgeben sein, die erst durchbrochen werden müssen. Da das Timing der Monster unterschiedlich ist, muss man sich selbst anpassen und unter Umständen auch schnell handeln um keinen Schaden zu nehmen. Im späteren Spielverlauf sind die Feinde sogar mit Buffs ausgestattet, die ihnen Lebensregenerierung, mehr Schaden, Verteidigung oder ein schnelleres Tempo verleihen. Durch Fähigkeiten, die man im Laufe des Spiels lernt, wie Feidne kurz zu paralysieren oder ihnen ihre Buffs zu klauen, kann man also gut taktieren und den richtigen Rhythmus finden um die Gegner besiegen zu können. Der Schwierigkeitsgrad steigert sich dabei selbstverständlich immer mit und man kann behaupten, dass jeder Severed Sasha im SpiegelKampf spannend ist und die eigenen Fähigkeiten herausfordert. Man muss oft erst einmal herausfinden, mit welcher Taktik man den Kampf am besten bezwingt und muss dementsprechend die Kämpfe öfter probieren. Frustrierend wird es aber nicht, da man jeden Kampf früher oder später irgendwie schafft. Es kann aber durchaus passieren, dass man nach längeren Spielsessions schon ein wenig schmerzhafte Finger bekommt. Also nicht übertreiben!

 

Eine mysteriöse Welt
Auf Sashas Suche nach ihrer Familie findet sie sich in drei verschiedenen Dungeons wieder. Ganz im Gegensatz zu den klassischen Dungeons sind diejenigen aus Severed sehr komplex und fordern sämtliche im Spiel erlangte Fähigkeiten immer wieder heraus. Die Karte ist ein Severed Screenshot Crowsunerlässliches Handwerkszeug um sich in den Dungeons zurechtzufinden. Neben Türen, Schaltern und anderen wichtigen Gegenständen sind dort auch die zahlreichen Rätsel mit einem kleinen Fragezeichen markiert. Während man von Dungeons normalerweise erwartet, dass man sie einmal betritt, durchspielt und dann vielleicht einmal wiederkommt um noch etwas zu holen, bewegt man sich in Severed immer wieder durch die Dungeons, die auch geschickt miteinander verknüpft sind. Man stößt auf immer neue Rätsel und Spielideen, die so vielseitig sind, dass man sich immer wieder neu auf diese einstellen muss.

Severed Screenshot Enemy 2Auch das Skill-System ist simpel aber interessant. Die abgerissenen Körperteile der Gegner können für Upgrades der eigenen Fähigkeiten eingesetzt werden. Überall in den Dungeons kann man zusätzlich kleine Körperteile finden, die man gegen jene eintauschen kann, die man derzeit für ein Upgrade benötigt. Die Upgrades ranken zwischen klassischen „mehr Schaden“ und „weniger Aufladezeit“ bis zum „Vernichte Buffs mit deiner Blind-Fähigkeit“. Das System ist dabei so aufgebaut, dass man zum einen den wachsenden Spielanforderungen entgegentreten kann, zum anderen aber auch seine eigenen Schwächen ausgleichen kann. Während des Spielens merkt man relativ schnell, wo die eigenen Schwächen im Kampf liegen, sodass man gezielt durch das Ausbauen der Fähigkeiten kompensieren kann.

Insgesamt bietet Severed etwa 10 bis 12 Stunden Spielzeit, was für ein Spiel der Preiskategorie vollkommen angemessen ist. Technisch gibt es nichts zu bemängeln. Das Spiel ist allerdings nur in englischer Sprache erhältlich, was prinzipiell aber nicht schlimm ist, da es auch ohne Englischkenntnisse gut spielbar ist. Alles in allem ist Severed ein sehr gelungenes Gesamtpaket, welches Spieler mit den unterschiedlichsten Präferenzen ansprechen wird.

 
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Severed
Severed Title Wertung der Redaktion:

94/100

  • Publisher: DrinkBox Studios
  • Getestet auf: PS Vita
  • auch für:
  • Preis: 14,99€

 

 

29/30 Technik + Stimmiger Soundtrack
+ Malerische, düstere Grafik
+ Flüssiges und präzises Spielen
- Nur Englisch
27/30 Umfang + Komplexe Dungeons
+ Viel zu entdecken
+ Unterschiedliche Rätsel
- Ein bisschen mehr Stroy hätte nicht geschadet
30/30 Gameplay + Neuartiges Gameplay
+ Herausfordernde Kämpfe
+ Perfekter Schwierigkeitsgrad
+ Skillsystem
8/10 Spezifisch + Paradebeispiel für gutes Gamedesign
- Finger können bei längeren Sessions wehtun

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Severed“ rating=“94″ reviewer=“Nina van Aken“ dtreviewed=“26.04.2016″ best=“100″ worst=“0″]

Severed ist ein Paradebeispiel für gutes Game-Design. Sämtliche Elemente wie Musik, Grafik, Gameplay und Story fügen sich zu einem Spiel zusammen, das stimmiger nicht sein könnte. Sasha ist in eine düstere Parallelwelt gelangt und muss ihre Familie suchen. Während man per Button-Steuerung durch komplexe Dungeons steuert und jede Menge unterschiedliche Rästel löst, die immer wieder neu sind, stellt man sich im Kampf gegen fiese Monster. Diese werden per Swipe-, also Touch-Steuerung besiegt. Die Gegner blocken, so dass man den richtigen Rhythmus zum Durchbrechen der Verteidigung finden muss. Oft greifen mehrere Monster auf einmal an und man muss seine Fähigkeiten geschickt einsetzten und die beste Taktik finden, um den Kampf zu gewinnen. Am Ende kann man den Gegnern ihre Gliedmaßen abschneiden (im englischen „to sever“) und damit seine eigenen Fähigkeiten upgraden. Sowohl Dungeons als auch Kämpfe sind extrem vielseitig und fordern immer wieder die Fähigkeiten des Spielers heraus. Es wird also nie langweilig. Insgesamt ist Severed definitiv ein Spiel, das die verschiedensten Spielertypen anspricht.

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So testen Wir

 

Gears of War 4 Beta angespielt

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Am 11. Oktober erscheint der exklusive Deckungs-Shooter „Gears of War 4“ für die Xbox One. Circa ein halbes Jahr vorher starten Microsoft und der Entwickler „The Coalition“ die Beta-Phase für alle interessierten Spieler. Wir haben den Multiplayer des kommenden Blockbusters angespielt und berichten euch hier unsere gesammelten Erfahrungen.

Alle Infos auf einen Blick

Seit dem 18. April ist die Beta von Gears of War 4 bereits über Early-Access-Zugänge erreichbar. Die offene Beta startet am 25. April und geht voraussichtlich bis zum 1. Mai (eine Verlängerung seitens der Entwickler kann nicht ausgeschlossen werden). Die Größe des Clients beträgt circa 7 Gigabyte und ab dem 25. April kann jeder der mindestens 18 ist, sowie eine Gold-Mitgliedschaft besitzt, selbst an der Beta teilnehmen.

Die Beta bietet euch folgenden Inhalt:

  • Modi: Team-Deathmatch (TDM) und Dodgeball
  • Karten: Dam, Foundation und Harbor
  • Waffen: Lancer, Gnasher, Snub, Hammerburst, Torque Bow, Longshot, Boomshot, Dropshot, Boltok und zwei Granattypen (Smoke & Frag Granaten)

Jeder der die Beta von Gears of War 4 fleißig spielt und dabei Level 20 erreicht, bekommt Belohnungen wie eine Bounty Card, zwei Skins und ein Emblem für das fertige Spiel.

Wie in der guten alten Zeit

Gears of War 4 ExekutionDer Entwickler „The Coalition“ nimmt sich den dritten Teil der Spielserie als Vorbild und blendet dessen Neuerungen aus, da diese in der Fangemeinde recht unbeliebt waren. Das Gameplay sollte dabei den Wurzeln treu bleiben. Man will mit dem vierten Teil den Fokus auf taktische Deckungskämpfe legen und das Ganze mit der gewohnten Brutalität untermalen. Das ist „The Coalition“ auch sehr gut gelungen.

Zwar benötigt man eine gewisse Zeit, bis man das bekannte Spielprinzip erneut verinnerlicht hat, aber danach läuft es wieder wie in der guten alten Zeit. Viele heutigen Shooter werden immer schneller, doch Gears of War bleibt stets gemütlich. Der eigene Charakter steuert sich, vor allem beim Sprinten, wie ein Panzer.  Deshalb sollte man immer nur von einer Deckung zur anderen Deckung hechten und im Team zusammenbleiben. Alleine hat man selten eine Chance – diese Erkenntnis musste ich auf schmerzhafte Weise herausfinden. Eine kleine Unachtsamkeit, sowie ein versteckter Gegner hinter einer Kiste und man ist einen Kopf kürzer.

Solltet ihr mit eurem Team einen Gegner hinter einer Kiste erspähen, dann gibt esGears of War 4 mehrere Möglichkeiten diesen auszuschalten. Entweder ihr stürmt vor und riskiert einen Kameraden zu verlieren, oder ihr versucht den Feind zu flankieren. Ihr könnt auch Gegner, die feige hinter ihrer Deckung sitzen bleiben, einfach am Kragen packen und zu sich herüberziehen, oder ihr springt über die Deckung und verpasst dem Feind einen kräftigen Fußtritt. Egal wie ihr vorgeht, die Entwickler haben den Nahkampf zwar radikal überarbeitet, aber trotzdem zum positiven verbessert.

Völkerball in Gears of War?

Völkerball in Gears of War? Ist so etwas überhaupt möglich? Ja, denn der neue Modus nennt sich „Dodgeball“ und vereint die bekannten Regeln des Sports mit dem Modus „Team-Deathmatch“. Abschüsse nehmen hier nicht nur einen Gegner aus dem Spiel, sondern bringen gleichzeitig einen gefallenen Kameraden wieder zurück. Ohne Zeitlimit könnten diese Partien rein theoretisch tagelang dauern. Diese banale Idee passt sehr gut in den Multiplayer und selbst ein einziger Spieler kann das Blatt wenden.

Jeder abgeschossene Spieler muss das Feld verlassen und zuschauen, bis man erneut in Gears of War 4 Nahkampfdas Spiel einsteigen kann. Wer in der Respawn-Liste an welcher Position steht, zeigt eine Liste, die man mit der neuen „Com-Ansicht“ einsehen kann. Bei fünf Spielern in jedem Team entsteht dabei eine unglaubliche Dynamik. Bei einem Stand von 5 gegen 2 Spielern denkt man, dass das Match bereits entschieden sei. Plötzlich gibt es einen Kill und schon sieht es ganz anders aus – 4 gegen 3 Spieler. Das sind schon fast wieder ausgeglichene Zustände und diese Dynamik macht den neuen Modus sehr spannend.

Fazit zur Beta

Die Beta zeigt, dass der Entwickler „The Coalition“ auf einem guten Weg ist. Die Schwächen des Vorgängers wurden ausgemerzt und durch altbewährte Mechaniken ersetzt. Damit findet die Serie nun wieder zur alten Stärke zurück. Der Nahkampf wurde gekonnt verbessert und bietet dadurch zahlreiche neue Möglichkeiten für den Spieler. Das Gameplay und der Spielablauf fühlen sich wie in den guten alten Zeiten an, benötigt aber etwas Eingewöhnungszeit. Die Grafik ist dank der 1080p-Optik ansehnlich, sieht aber nicht unbedingt spektakulär aus. Hier könnten die Entwickler bis zum Release am 11. Oktober noch optimieren und nachbessern. Die Karten sind einfach und übersichtlich gestaltet, aber etwas mehr Kreativität wäre sicher nicht falsch gewesen. Von allen Modi, war für mich der Modus „Dodgeball“ eine kleine Überraschung. Team-Deathmatch gekreuzt mit den Regeln des Völkerballs funktioniert nicht nur gut, sondern ist zugleich enorm spannend. Bleibt nur zu hoffen das die Kampagne eine spannende und interessante Geschichte bietet, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Star Fox Zero

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Im letzten Jahr zur E3 sorgte ein spezieller Titel beim Nintendo Direct-Stream für viel Verwunderung – Star Fox Zero für die Wii U. Der April war vorüber und somit konnte dies kein Aprilscherz mehr sein. Sollte so tatsächlich die Grafik des kommenden Star Fox Zero aussehen? In der Präsentation wirkten die platten Wiesen und eckigen Gebäude reichlich karg und viele dachten, dies sei lediglich eine aufgehübschte Version des Nintendo 64-Ablegers. Die Entwickler nahmen sich mehr Zeit und verschoben den Release um einige Monate, damit diese Überarbeitungen vornehmen konnten. Hat die Zeit gereicht, oder wird Fox McCloud und sein Team alleine gegen Andross kämpfen müssen?

Andross ist wieder da!

Das Lylat-System ist erneut in Gefahr! Andross, ein irrer cornerischer Wissenschaftler, sowie seine Schergen, bedrohen erneut die gesamte Galaxie und nur einer ist dieser Sache Star Fox Zero 5gewachsen – Fox McCloud. Natürlich muss sich unser beliebter Held nicht alleine der Gefahr stellen, denn Falco Lombardi (teuflisch guter Pilot), Slippy Toad (begnadeter Mechaniker) und Peppy Hare (Profi, welcher das Team zusammenhält) sind mit von der Partie. Pepper, der General der cornerischen Armee, haltet stets neue Missionen parat und informiert uns über die momentane Lage im Krisengebiet. Des Weiteren steht uns Rob (ein nützlicher Roboter) zur Seite, welcher die Missionsziele aktualisiert und uns Vorräte zukommen lässt. Also übernehmen wir das Kommando des Star-Fox-Geschwaders und hindern Andross dabei, Chaos im Lylat-System zu verbreiten.

Die neue Art zu fliegen

Die Entwickler nutzen die zusätzliche Zeit nicht nur um die Grafik zu überarbeiten (dazu später mehr), aber auch um eine ganz neue Steuerung zu implementieren. Auf dem Fernseher wird die typische Third Person-Ansicht gezeigt und auf dem Gamepad wiederum die Sicht in der Ego-Perspektive aus dem Cockpit. Das faszinierende ist, beides funktioniert unabhängig voneinander sehr gut. Wir steuern den Arwing mit dem linken Analogstick und nutzen den rechten für die Beschleunigung sowie das Bremsen. Dank der Bewegungssteuerung im Gamepad können wir uns in einem bestimmten Radius um uns herum umschauen, ohne den Kurs wechseln zu müssen (kann auf Dauer etwas anstrengend werden).

Die Bewegungssensoren im Gamepad werden stets abgefragt und können somit für Zielkorrekturen genutzt werden. Sitzt das Fadenkreuz beispielsweise nicht ganz über derStar Fox Zero 2 empfindlichen Stelle eines Bosses, bewegt man es durch leichtes Kippen in die entsprechende Richtung. Komischerweise geht in speziellen Situationen das Zielen dadurch präziser als mit dem Stick. Ich würde die Kämpfe nicht immer am Bildschirm des Gamepads spielen wollen, aber in kniffligen Situationen war ich doch glücklich, dass die Entwickler mir diese Möglichkeit gegeben haben. Ruht der Controller wiederum, spielt man Star Fox dagegen ganz klassisch. Die neue Art der Bewegung benötigt etwas Eingewöhnungszeit, aber hat man diese verinnerlicht, dann möchte man nicht mehr anders spielen wollen.

Diese Art der Steuerung funktioniert in Star Fox Zero sehr gut bei allen Flug- und Fahrzeugtypen. Die Anzahl der spielbaren Fahrzeuge ist nicht gerade hoch, aber es reicht um die Missionen erfolgreich abschließen zu können. Folgende Vehikel sind im Spiel vorhanden:

  • Arwing – Das Standard-Raumschiff in Star Fox ist wendig und für Luft- und Weltraumschlachten geeignet. Bei Bedarf verwandelt sich dieser in einen Walker – ein Kampfläufer, mit dem ihr Schiffe betreten könnt, oder Bodentruppen ausschaltet.
  • Gyrowing – ein Luftfahrzeug, welches sich für Tarneinsätze eignet, die mehrStar Fox Zero 4 Präzision erfordern. Zusätzlich können wir einen kleinen Roboter namens Direct-i abseilen und dann über das Wii U GamePad in Terminals eindringen, Türen deaktivieren sowie Granaten aufnehmen und auf den Gegner werfen.
  • Landmaster – ein Boden-Luft-Artilleriepanzer der mit einer gewaltigen Kanone ausgerüstet ist, mit der man großen Schaden anrichten kann. Sollten wir einmal schnell das Weite suchen müssen, dann können wir uns per Knopfdruck in einen Gravmaster verwandeln und so lange fliegen, wie es uns die Turbo-Leiste erlaubt.

Bei Star Fox Zero könnt ihr das Abenteuer von Fox McCloud und seiner Crew gemeinsam im Teammodus meistern. In diesem Mehrspielermodus (Coop) steuert der erste Spieler über den Pro Controller oder die Wii-Fernbedienung (plus Nunchuk) am Fernseher das Fahrzeug, während der zweite über die Cockpit-Ansicht auf dem Wii U GamePad die Waffen kontrolliert. In diesem Modus ist Teamplay gefragt, denn nur als eingespieltes Team könnt ihr unbeschadet an euer Ziel gelangen. Der Aufbau der Level ist immer unterschiedlich und abwechslungsreich. Ihr müsst vorgegebene Strecken entlangfliegen, dabei Gegner vernichten, oder in einem bestimmten Areal Objekte beschützen sowie Schiffe und Riesenroboter angreifen. Diese Mechanismen wechseln sich in passenden Abständen ab, sodass es nie eintönig wird. 

Ist das nicht Star Fox 64?

Entwickelt wird Star Fox Zero von Platinum Games, welches auch für Bayonetta, oder das kommende Xbox One-Spiel Scalebound verantwortlich ist. Man gab in einem Interview bekannt, dass die Entwickler sehr wohl um die bescheidene Grafik wissen und das Star Fox Zero 1es absichtlich so aussieht wie es der Fall ist. Der damalige Nintendo 64-Ableger (auch bekannt als Lylat Wars) diente bei der Entwicklung für das Studio sehr stark als Vorlage und Orientierungshilfe. Letztendlich sieht die finale Version aus wie der direkte Nachfolger von Star Fox 64, nur halt hübscher. Das positive an der Grafik ist, dass es mit stabilen 60 Bildern pro Sekunde läuft und auf zwei Bildschirmen angezeigt werden kann (bzw. werden muss). Der negative Aspekte der Engine ist wiederum die stellenweise Detailarmut, die klobigeren Modelle und die schwächeren Effekte. Aber das ist eher etwas, das man feststellt und letztendlich so akzeptiert. Warum? Ich nehme lieber die detailärmere Optik und stabile 60 FPS, als eine detailliertere Grafik, die die Bildrate ständig in die Knie zwingt.

Spaßiger Arcade-Shooter mit hohem Wiederspielwert

Der Umfang von Star Fox Zero für die Wii U ist nicht gerade riesig, was ein relativ schnelles durchspielen ermöglicht. Ich benötigte ungefähr sechs bis sieben Stunden fürStar Fox Zero 3 den ersten Durchlauf. Die 11 Missionen auf der Galaxiekarte hören sich nicht nach viel Inhalt an, aber zur Motivation gibt es weitere Bonusmissionen, geheime Level, Medaillen, Ringe und natürlich den Highscore. Durch diesen zusätzlichen Inhalt steigt die Spielzeit deutlich an, sofern man sich dafür interessiert. Dennoch ist es der Wiederspielwert womit die Entwickler bei Star Fox Zero punkten wollen.  Alle Medaillen sowie Ringe einsammeln, den besten Highscore haben, und alle geheimen Level finden. Gehört ihr zu dieser Gruppe, die das soeben genannte erreichen muss, dann ist der neue Ableger ein vollwertiger Titel für euch. Andernfalls müsst ihr euch mit den 11 Missionen und dem Coop zufrieden geben.

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Star Fox Zero
Star Fox Zero Packshot Wertung der Redaktion:

75/100

  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: Wii U
  • auch für: /
  • Preis: 44,99 €

 

 

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18/30 Technik + Soundtrack
+ Darstellung am TV und Gamepad
+ 60 Bilder pro Sekunde
+ Design wie Star Fox 64
- detailarme Grafik
- geringe Effekte
- Polygonarme Modelle
- schlechte Animationen
20/30 Umfang + hoher Wiederspielwert
+ geheime Level
+ Zusatzmissionen
+ akzeptables Preis /Leistung
- zusätzliche Fahrzeuge wären nett gewesen
- kurze Kampagne
27/30 Gameplay + Steuerung gut umgesetzt
+ Gute Fairness
+ Third Person-Ansicht am TV
+ Ego-Perspektive aus dem Cockpit am Gamepad
- gewöhnungsbedürftige Steuerung
- Bewegungssteuerung auf Dauer anstrengend
10/10 Spezifisch + Fahrzeuge verwandeln sich 
+ abwechslungsreiche Level

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Star Fox Zero“ rating=“75″ reviewer=“Philipp Ondracek“ dtreviewed=“22.04.2016″ best=“100″ worst=“0″]

Das Durchspielen von „Star Fox Zero“ auf der Nintendo Wii U hat definitiv Spaß gemacht, obwohl es nicht gerade das hübscheste Entlein im Teich ist. Der damalige Nintendo 64-Ableger diente für das Studio bei der Entwicklung als Vorlage und Orientierungshilfe. Das merkt man auch. Star Fox Zero sieht vom Design aus wie Star Fox 64, nur halt etwas hübscher. Stellenweise bemerkt man die geringeren Effekte, die polygonärmeren Modelle und die detailärmere Umgebung. Lasst euch aber von der Optik nicht täuschen, denn der neue Ableger der Serie macht spielerisch umso mehr Spaß. Platinum Games hat das Gamepad, samt seiner Vorzüge, hervorragend in das Gameplay implementiert und genau das geschafft, was viele Spiele davor nicht geschafft haben – die Stärken des Gamepads voll zu entfalten. Für Standardgegner kann man klassisch am TV spielen, aber bei den Endbossen sollte man das Gamepad mit der präziseren Bewegungssteuerung verwenden. Star Fox Zero ist zwar schnell durchgespielt, aber durch die Zusatzmissionen, die geheimen Level, oder den Drang zu haben seinen Highscore verbessern zu wollen, erhöht den Wiederspielwert um ein vielfaches. Wem das noch immer nicht ausreichen sollte, der kann sich noch zusätzlich Star Fox Guard zulegen.

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So testen Wir

 

Dark Souls III

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Das fröhliche Sterben geht weiter!
Das ist wohl einer der Gedanken, die einem durch den Kopf schießen, wenn man an Dark Souls III aus dem Hause FROMSOFTWARE denkt. Nachdem Dark Souls II mit ein paar neuen Spielmechaniken aufgewartet und Bloodborne eine neue Herangehensweise an die Kampfthematik gewählt hat, stellt sich nun die Frage wie viel davon in Dark Souls III wieder zu finden ist. Ob der inzwischen vierte Teil der Souls Reihe die von vielen erhoffte Herausforderung à la Demon Souls oder Dark Souls I zurück bringt, erfahrt ihr in unserem Review!

Zuerst benötigt man jedoch einen Charakter. Wie gewohnt wählt man bei der Erstellung seines Spielercharakters von mehreren Klassen aus. Davon stehen zehn Möglichkeiten zur Verfügung. Wie schon in den Vorgängern wird jede Klasse durch ihre Werte beschrieben, die sich in Vitalität, Zauberei, Kondition, Belastung, Stärke, Geschicklichkeit, Intelligenz, Glaube, und Glück unterteilen. Diese Werte beeinflussen maßgeblich das Gameplay, da Dark Souls III – wie sollte es anders sein? – sehr kampflastig ist und dafür sorgt, dass man auch regelmäßig über Bosskämpfe stolpert.

Die ersten Werte des Charakters beeinflussen außerdem die Anzahl der Lebenspunke (Vitalität), Fokuspunkte (Zauberei), und die Stamina Leiste(Kondition). Hier greift Dark Souls III – anders als seine beiden Vorgänger – auf die ursprüngliche Mechanik aus Demon Souls zurück. Während die Anzahl der Verwendungen für Zauber, Wunder, und pyromanische Fähigkeiten von je nach Art der Fähigkeit auf einen gewissen Nutzungswert limitiert waren, richtet sich die Anzahl der Anwendungen nun nach der Fokusleiste.

Bossfight Dancer of Boreal Valley 2

Allerdings können auch Waffen die Fokusleiste nutzen. Nun besitzt jede Waffe eine spezielle Eigenschaft, die sich ausführen lässt, solange der Charakter in der linken Hand keinen Gegenstand hält. Die Nutzung dieser besonderen Waffenfertigkeiten verbraucht ebenfalls Fokuspunkte. Wie der Spieler mit dem Verbrauch der Fokuspunkte umgehen möchte, ist jedem selbst überlassen. Um sie wieder aufzufüllen, braucht man eine Ashen Estus Flask. Tatsächlich stellt das Spiel diesen Gegenstand schon zu Beginn zum Aufsammeln bereit. Benötigt man jedoch keinen Ashen Estus, so kann man ihn in einen regulären Estus umwandeln lassen. Dieser Prozess funktioniert in beide Richtungen, kann aber nur von einer Person durchgeführt werden. Bei einem Bonfire etwa klappt diese Umstellung nicht.

Die Mechanik des Bonfire ist nach wie vor unverändert: stirbt man, so startet man bei dem letzten aktiven Bonfire wieder und darf sich von dort aus auf den Weg zu seinen verlorenen Seelen machen. Allerdings spart Dark Souls III nicht mit den Platzierungen dieser Bonfire. Oft sind sie doch ungewöhnlich nahe beisammen. Damit soll vermutlich Neueinsteigern die Spielweise erleichtert werden.

Changing Estus and Ashen EstusDoch zurück zu Estus und Ashen Estus. Zur Umwandlung hat man seinen zentralen Ausgangspunkt. In Dark Souls II war es der Ort Majoula, aber wie auch schon in Dark Souls I gibt es nun wieder einen Firelink Shrine, der jedoch eher an den Nexus von Demon Souls erinnert. Hier finden sich sämtliche NPCs ein, die man auf seiner Reise antrifft. Manche bleiben und stellen ihre Dienste zur Verfügung, andere verschwinden je nach Spiel- und Questverlauf wieder. Es zahlt sich aus, regelmäßig mit den Leuten zu reden, um Items zu erhalten oder bei Questverläufen weiter zu kommen.

 

Neue Spielmechaniken, neue Bosse

Shrine Keeper - Level Up NPCAbgesehen vom Einkaufen von Gegenständen, Verbessern von Waffen, Stärkung von Estus oder gemütliches Geplaudere mit den NPCs levelt man im Firelink Shrine auch auf. Das Prinzip dahinter ist nach wie vor unverändert: Je mehr Seelen, desto mehr Level. Nach wie vor ist es so, dass sämtliche Seelen beim Tod des Charakters verloren gehen. Dann darf man an den Ort des Todes zurück kehren und brav wieder alles aufsammeln.

Ganz genau so wie in den vorherigen Teilen verhält es sich jedoch nicht. Während Leben und Tod gerade bei Dark Souls I und Dark Souls II sowohl für die Geschichte als auch für das Gameplay noch eine essenzielle Rolle gespielt haben, ist es nun etwas anders.

Durch eine Quest lässt sich allerdings auch das so genannte „Hollowing“ – der Prozess des Untot-Werdens – wieder auf den Charakter zurück bringen. Das dürfte jedoch hauptsächlich einen kosmetischen Effekt am Charakter zeigen.

Dark Souls III nutzt hier jedoch grundsätzlich eine neue „Ember-Technik“. Im Gegensatz zu Humanities oder Human Effigies, die dazu da waren den Status des Charakters wieder herzustellen, nutzt man nun eine Ember, um seinen Status zu verbessern. Durch Verbrauch einer Ember gelangt man in den Cinder Status und erhält zusätzliche 20% der Lebensleiste. Die Ember bleibt aktiv bis zum Tod des Charakters. Danach muss man, um erneut in den besseren Status des Cinder zu wechseln, eine weitere Ember verbrauchen. Strebt man nach etwas mehr Herausforderung, so kann man durchaus auf den Gebrauch von Embers verzichten. Allerdings verzichtet man somit auch auf sämtliche Summonings, sowohl was andere Spieler als auch NPCs betrifft.

Dancer of Boreal Valley - Dark Souls III Boss

Und an Bossen spart Dark Souls III nicht, wer jedoch auf Gegner mit einem hohen Schwierigkeitslevel hofft, kann hier mitunter auch enttäuscht werden. Ein Großteil der Bosse ist einfach durchschaubar, und selbst wenn einige von ihnen mit wirklich tollen Bewegungsabläufe aufwarten, kann man selbst mit wenig Dark Souls Erfahrung auch diesen Gegnern die Stirn bieten.

Gerade auch bei Bosskämpfen wirkt es, als würde Dark Souls III eher zu einem aggressiven Spielstil, ähnlich wie in Bloodborne, ermutigen wollen. Für erfahrene Dark Souls Spieler kann das den Schwierigkeitsgrad der Bosskämpfe drastisch nach unten senken. Für viele langjährige Fans der Serie wohl ein klarer Minuspunkt in der Bewertung.

Wer hier nach Herausforderungen sucht, hat möglicher Weise mehr Freude daran, sich im Kampf mit anderen Spielern zu messen.

 

Oh, Shortcut!

Kämpfe sind in Dark Souls zwar essentiell, jedoch bei weitem nicht alles. Gerade bei Dark Souls III merkt man recht schnell wie viel Arbeit in das Design der Welt gesteckt wurde. Die Aufteilung der einzelnen Gebiete ist gut überlegt und erinnert von der Pfadgestaltung her sehr stark an Bloodborne. Auch das Design weißt eine gewisse Ähnlichkeit auf.

Das bedeutet in diesem Fall, dass die Art und Weise wie Abkürzungen zugänglich gemacht werden, Bonfire gefunden werden oder ein Wegverlauf konzipiert ist, durchwegs mit viel Überlegung gestaltet wurde.

High Wall of Lothric - Exploring

Dennoch ist klar, Dark Souls III ist etwas Neues. Die Palette reicht von düsteren sumpfigen Ruinen über hell erleuchtete, fast schon idyllisch erscheinende im Wasser schwimmenden Gemäuer bis hin zu kahlen aber imposanten Schlössern. Die Welt von Dark Souls III zu erforschen ist allein schon aufgrund ihres Designs etwas, auf das man nicht verzichten sollte. Weiters natürlich, um versteckte Items oder NPCs ausfindig zu machen.

Ein weiterer Pluspunkt für das Design des Spiels ist die Verwendung bekannter Symbole im Spielverlauf, die besonders für Dark Souls Lore Liebhaber von Interesse sein werden. Vieles erkennt man vor allem aus Dark Souls I wieder. Und nicht nur das, man kehrt auch an einen ganz besonderen Ort zurück!

Abgesehen von der Lore trägt auch die Interaktion mit verschiedenen Charakteren zu einer positiven Spielerfahrung bei. Sie weckt zusätzliches Interesse an der Geschichte und der Welt von Dark Souls III. Außerdem entsteht somit ein höherer Wiederspielwert, falls man doch die ein oder andere Quest in einem Durchgang nicht beenden konnte. So ermutigt das Spiel auch Neueinsteiger zum Durchforschen der Welt.

Ein weiterer Grund, das Spiel mehrmals durchzuspielen, sind die verschiedenen Enden. Dieses Mal sind es drei unterschiedliche Ausgänge, die man für die Geschichte erreichen kann, abhängig von den Quests und getroffenen Entscheidungen.

Mit etwas Übung und Erfahrung in Dark Souls lässt sich ein Durchlauf auf nicht allzu viele Stunden reduzieren, sofern man sich rein auf die Verfolgung des Hauptziels konzentriert.

Von der Größe der Gebiete her ist Dark Souls III bedauerlicher Weise nicht ganz so weit gefächert wie seine Vorgänger und somit lassen sich einige Regionen recht schnell durchqueren. Manche optionalen Stellen können auch gänzlich übersprungen werden. Gerade für eine derart schön gestaltete Landschaft hätten wir uns mehr Spielwelt erhofft.

Dafür läuft Dark Souls III trotz anfänglichen Problemen mit der Framerate nun doch recht flüssig, wenn auch nur mit 30 fps auf PS4. Am PC schaut das mit 60 fps jedoch weitaus besser aus.
Doch auch das Fernbleiben von Bugs und Gitches auf dem PS4 System gehört einmal mehr gelobt. Eine durchwegs gute Programmierung sorgt für einen angenehmen, ununterbrochenen Spielverlauf. Einzig mit den Ladezeiten muss man sich ein klein wenig gedulden.

 

So klingt „episch“

Vordt of Boreal ValleyEtwas, das man ebenfalls auf keinen Fall unerwähnt lassen darf, ist die treffende musikalische Untermalung. Vor allem während der Bosskämpfe haben es die Kompositionen richtig in sich und sind perfekt mit den Verhaltensmustern der Gegner abgestimmt, um dem Spieler ein möglichst aufregendes Erlebnis zu bieten. Doch auch wenn man nicht gerade damit beschäftigt ist, einen der zahlreichen Bosse nieder zu knüppeln, kann sich die Musik hören lassen und trägt wesentlich zur Atmosphäre spezieller Orte, wie etwa dem Firelink Shrine bei: eine wirklich gut orchestrierte Untermalung, die die Spielerfahrung zusammen fasst, wenngleich die Erfolgserlebnisse durch die Bosskämpfe oft eher nüchtern bleiben.

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Dark Souls III
Dark Souls III Packshot Wertung der Redaktion: 

81/100

  • Publisher: Bandai Namco
  • Getestet auf: PS4
  • auch für: XBox One, PC
  • Preis: 64,99 €

 

 

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25/30 Technik + Grafik
+ Umgebung
+ Designdetails
+ Soundtrack
+ Lichteffekte
- auf PS4 nur 30 fps
- Ladezeiten
28/30 Umfang + gut durchdachte Pfadgestaltung
+ bekannte Items und Waffen
+ viele Bosse
+ hoher Wiederspielwert
+ viele NPCs und Quests
- Spielwelt könnte umfangreicher sein
24/30 Gameplay + neue Spielmechaniken
+ bekannte Gameplaymechaniken
+ verschiedene Gameplaymöglichkeiten
durch Klassen
- offensive Kampfweise wird stark gefördert
- Bosskämpfe zu einfach
4/10 Spezifisch + viel Dark Souls Lore zu entdecken
+ neue Covenants & Koop Unterstützung
- zu viele Bonfire in kurzen Abständen
- hoher Schwierigkeitsgrad an Herausforderungen fehlt

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Dark Souls III“ rating=“81″ reviewer=“Anna Weixelbaum“ dtreviewed=“13.04.2016″ best=“100″ worst=“0″]

Dark Souls III ist ein durchaus ansprechendes Spiel mit vielen bekannten und einigen neuen Spielmechaniken. Die Gestaltung der Welt und die musikalische Untermalung sind eindeutig die stärksten Pluspunkte für Dark Souls III. Die Welt hätte ohne Weiters noch größer und umfangreicher gestaltet werden können. Auch bei den Bosskämpfen gibt es Verbesserungspotential, denn so eindrucksvoll viele Bosse auch wirken, sie erreichen nicht mehr den Herausforderungsgrad von Dark Souls I oder Dark Souls II.
Dennoch handelt es sich um ein gelungenes Spiel, das man als Fan der Souls Reihe nicht liegen lassen sollte!

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 ►So testen Wir

 

Black Desert Online

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Black Desert Online ist das viel gehypte MMO aus dem koreanischen Hause Pearl Abyss und möchte vor allem mit seiner Grafik punkten. Seit 2014 in Korea, seit 2015 in Japan und Russland, dürfen wir seit kurzen das Spiel auch in Nordamerika und Europa genießen. Während es sich in Korea um ein Free-to-Play Titel handelt, müssen wir Europäer zumindest einmalig in die Taschen greifen, ein Abo-System existiert nicht.

 

Der Markt für MMO’s ist momentan ja überflutet mit allen möglichen Produkten. Angefangen vom alt eingesessenen „World of WarCraft“, bis hin zu alternativen, wie zum Beispiel „The Division“, ist jedes Genre, Bezahlmodell und jede Plattform damit vertreten. Also warum zu Black Desert Online greifen?

2016-04-11_89970397Black Desert Online macht eines ganz richtig: Es passt die Grafik der aktuellen Systeme an. Schon bei der Charaktererstellung merkt man, dass man da ein mächtiges Tool in die Hand gedrückt bekommt. Angefangen von der Augenfarbe, über Gesichtsstruktur, bis hin zur Länge und Welligkeit der Haare kann alles individualisiert werden. So eine Detailvielfalt sind wir von einem MMO eigentlich gar nicht gewohnt, erinnert mehr an die Charakteranpassung von Sims 4, oder Fallout 4.

Auch verschiedene Klassen sind wählbar, wobei allerdings die Klasse dem Geschlecht zugewiesen ist und nicht geändert werden kann. Wählt man sich also eine der 6 Klassen aus, ist man an das vorbestimmte Geschlecht gebunden. So ist der Krieger immer männlich, während die Waldläuferin immer weiblich ist. Einzige Ausnahme bildet hier der Magier, welcher auch eine Magierin sein kann.

2016-04-11_90120577Hat man das Aussehen seines Charakters eingestellt, ein Sternzeichen zugewiesen und noch etliche andere Einstellungen vorgenommen, so kann man auch schon in den Genuss der MMO Welt kommen. Auch hier merkt man, dass die Grafik-Engine genutzt wurde. Die Wälder sind dicht, das Gras wächst hoch, die Charaktere schauen schön und realistisch aus. Ein ständiger Wechsel zwischen Tag und Nacht setzt dem ganzen noch die Krone auf. Sogar wenn wir durch andere Spieler, oder NPC’s hindurch gehen, rempeln wir diese an, was eine zunächst schöne, auf die Dauer aber eher nervige Animation ist, denn in andere Charaktere laufen wir oft. Die Welt ist nämlich sehr belebt, auch außerhalb der Städte treffen wir ständig auf wandernde NPC’s.

2016-04-11_90150526Das Kampfsystem ist durch Tastenkombinationen geprägt. Die linke und rechte Maustaste in Kombination mit einer Richtungstaste, oder eine der wenigen Zusatztasten lösen eine Fähigkeit aus. Wollen wir also einen Spezialangriff durchführen, drücken wir nicht wie gewohnt die Taste „1“, sondern drücken zum Beispiel die linke Maustaste in Kombination mit der Bewegungstaste „W“. So springt unser Krieger mit einem Angriffsschritt auf seinen Gegner zu und verpasst ihm einen heftigen Hieb. So ist das Kampfsystem recht individuell gestaltet, allerdings gab es den einen oder anderen Moment, wo ich wegen der dichten Wälder und hohen Wiesen gar nicht genau wusste, welche Art von Gegner ich eigentlich attackiere.

Die Quests, welche uns das Spiel durch begleiten, sind auf englisch synchronisiert, wir bekommen aber einen deutschen Untertitel zur Unterstützung. Gegenstände sammeln, Tafeln lesen, Feinde töten, sind das Standard-Repertoire eines jeden MMO’s. Unterstützt werden wir bei den Quests durch die „Autorun-Funktion“, also, dass unser Charakter selbstständig zum End-, oder Startpunkt läuft, beziehungsweise auch zu manuell gesetzten Wegpunkten auf der Karte.

2016-04-11_90311083Haben wir einige Quests erledigt, stellen wir uns mit den NPC’s vor Ort besser und schalten neue Gespräche und Aufgaben frei. Im Grunde geht es aber überall um „Knowledge“ von Rezepten, Orten, Menschen und zich anderen Sachen. Dieses erhält man, wenn man mit jemanden spricht, oder einfach wo vorbei geht.

Neben den besagten Eigenheiten, wie dem Kampfsystem und der hervorstechend guten Grafik, unterscheidet es sich im Grunde aber nicht viel von anderen MMO’s. Laufen von A nach B, Monster töten, mit NPC’s reden, einer Gilde beitreten und mit Freunden zusammen losziehen… Der übliche Tag eines MMO-Spielers eben. Dennoch machen diese kleinen, dezenten Unterschiede Black Desert Online zu einem Online-Spiel der erfrischenden anderen Art.

 

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Black Desert Online
Black Desert Online Wertung der Redaktion:

74/100

  • Publisher: Daum Games Europe
  • Getestet auf: PC
  • auch für:
  • Preis: 29,99€/49,99€

 

 

26/30 Technik + Sehr gute MMO-Grafik
+ Viele Details
+ Guter Soundtrack im Menü
+ Umfangreicher Charaktereditor
+ Gute Effekte
- Monotoner Soundtrack im Spiel
23/30 Umfang + Große Spielewelt
+ Acht unterschiedliche Klassen
+ Komplexes Wirtschaftssystem
+ Craftingsystem
+ Gute Preis/Leistung
- Einige kleinere Fehler
- Pets und Kostüme nur mit Echtgeld kaufbar
18/30 Gameplay + Mittlerer Spaßfaktor
+ Viele Skills
+ Wettersystem
+ Tag/Nacht-Rythmus
+ Viele Kombo-Moves
- Kein leichter Einstieg
- Überschaubare Innovationen
- Main-Story eher belanglos
7/10 Spezifisch + Viele Klassen
+ Sehr gute Grafik für MMO
- Spiel fesselt kaum

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Black Desert Oline“ rating=“74″ reviewer=“Roman Völkel“ dtreviewed=“11.04.2016″ best=“100″ worst=“0″]

Black Desert Online zeigt, was man grafisch aus einem MMO heraus holen kann. Mit viel Details und liebe und sagenhaften Effekten peitscht es dabei andere Spiele nieder, zumindest was die Optik angeht. Denn das Game selber ist weniger innovativ. Alle Elemente kennt man, die Story ist eher belanglos und die PvE und PvP Kämpfe sind auch so, wie man sie eigentlich kennt.
Dennoch kann das Spiel mit einigen Kleinigkeiten punkten, wie den vielen Skills und den Kombo-Move-System. Wer die Nase voll hat von öden streifen durch pixelige Welten, der sollte sich einmal an Black Desert Online wagen. Ihr erlebt zwar nicht viel Neues, könnt aber die wunderschöne Welt beim altgewöhnten Monster kloppen in MMO-Style genießen.

[/rating]

So testen Wir

 

Shantae: Risky’s Revenge – Director’s Cut

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Shantae: Risky’s Revenge, ist der zweite Teil der Shantae-Serie. Wir haben die kürzlich auf der WiiU erschienene Director’s Cut-Edition getestet. Ursprünglich erschien der Titel als DSi-Download. Umso besser, dass das Spiel nun auch auf verschiedenen anderen Platformen erhältlich ist.

Auch der zweite Teil der Serie dreht sich um den Halb-Djin Shantae, die als Schutzpatronin Ärger aus Scuttle Town fernhält. Leider kommt es zum Diebstahl eines wertvollen Artefakts. Eine magische Lampe wird aus dem Besitz von Shantaes Onkel entwendet. Der Dieb ist kein anderer als die berüchtigte Piratin Risky. Selbstverständlich macht sich Shantae sofort auf, um die Lampe zurückzugewinnen. Der Humor ist wie gewohnt exzellent, auch wenn man storymäßig wieder ins kalte Wasser geworfen wird und Charaktere und Ereignisse wenige bis keine Einführung bekommen.

Shantae CharaktereWie auch die anderen Teile der Shantae-Serie handelt es sich hierbei um einen Action-Platformer. Hauptelemente des Gameplays sind als das Springen und Kämpfen. Shantae kann mit ihren Haaren Gegner vernichten und zusätzlich, durch das Sammeln der Versteckten Marmeladengläser auch Items freischalten, die zum Beispiel Feuerbälle schießen oder Eisenkugeln um Shantae rotieren lassen können. Im Gegensatz zum Nachfolge-Titel Shantae and the Pirate’s Curse (das Review hierzu könnt ihr selbstverständlich bei uns lesen) sind Shantaes Fähigkeiten aber um einiges Shantae Squid Baroneingeschränkter. Mittels Bauchtanz und erlernbaren Djin-Techniken kann sich unser Hauptcharakter in bis zu drei unterschiedliche Formen verwandeln, die alle ihre eigenen Fähigkeiten haben. Als Äffchen kann man so an Wänden klettern, als Elefant Steinblöcke zertrümmern und als Meerjungfrau durch Gewässer schwimmen.

 

 

Shantae BrunnenIn Sachen Aufbau der Welt gibt es auch einige ungewöhnliche Dinge. So ist die Welt in mehrere Ebenen geschichtet. Mit Hilfe von Sprungplatten kann man von einer Ebene zur Nächsten gelangen. Das gibt dem Spiel einiges an Komplexität. Um sich nicht zu verlaufen, gibt es auch eine Karte, an dessen Bedienung man sich allerdings erstmal gewöhnen muss. Leider ist die Karte auch recht mühselig aufzurufen. Anstatt das Menü gemütlich aufs Gamepad zu packen muss man vergleichsweise umständlich durchs Menü browsen. In Sachen Bequemlichkeit wurde das Spiel leider nicht an die Hardwaremöglichkeiten angepasst. Was ein wenig schade ist. Die Welt ist prinzipiell zusammenhängend und wird durch Warppunkte leicht passierbar. Großer Minuspunkt ist allerdings die Undurchsichtigkeit, wo man als nächstes hin muss. Dadurch entsteht viel Backtracking und Frust. Auch sind eher relativ wenige Items und GegenShantae Humorstände im Spielverlauf zu finden. Man trifft zwar immer wieder auf kleine Höhlen, in denen ein wenig Geschicklichkeit oder bestimmte Fähigkeiten gefragt sind, prinzipiell ist aber nicht viel los in der Welt von Shantae. Auch die magere Anzahl an Dungeons, drei an der Zahl, hinterlässt einen etwas bitteren Nachgeschmack.

 

Shantae Magic ModeMit etwa 6 Stunden Spielzeit ist der Preis von 9,99€ doch etwas zu hoch angesetzt. Ein nettes Feature ist aber definitiv die deutsche Lokalisierung und der Magische Modus, den man nach dem ersten Durchspielen freischaltet und in dem man doppelten Schaden nimmt und der für ein wenig Herausforderung sorgt. Das Hauptspiel an sich ist eher einfach. Dieses letzte Feature wurde mit der iOS-Portierung eingeführt. Den Director’s Cut zu Risky’s Revenge gibt es nämlich bereits für iOS, PS4 und Windows PCs. Wer die Shantae-Spiele gerne hat, kann hier auf jeden Fall nichts falsch machen. Ich persönlich würde als Einstieg aber das weitaus komplexere und interessantere Nachfolger-Spiel Shantae and the Pirate’s Curse empfehlen.

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Shantae: Risky’s Revenge – Director’s Cut
Shantae Risky's Revenge Coverfoto Wertung der Redaktion:

76/100

  • Publisher: WayForward
  • Getestet auf: WiiU
  • auch für: iOS, PS4, PC
  • Preis: 9,99 €

 

 

27/30 Technik + Schöne Grafik
+ Läuft einwandfrei
+ Deutsche Lokalisierung
+ Off-TV-Play möglich
- Menüführung nicht auf Gamepad angepasst
15/30 Umfang + Ebenen fügen der Welt Komplexität hinzu
+ Magic-Mode nach erstem Durchspielen
- Sehr wenig Umfang
- Schlechte Preis/Leistung
- Wenig Sammelbares
24/30 Gameplay + Spielt sich intuitiv und flüssig
+ Verschiedene Fähigkeiten

- Viel Backtracking
- Recht unübersichtlich
10/10 Spezifisch + Grandioser Humor

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Shantae: Risky’s Revenge Director’s Cut“ rating=“76″ reviewer=“Nina van Aken“ dtreviewed=“10.04.2016″ best=“100″ worst=“0″]

Mit Shantae: Risky’s Revenge Director’s Cut kommt nun das ursprüngliche Spiel vom DSi auf die WiiU. Der Action-Platformer rund um den Halb-Djin Shantae und jede Menge lustige Textpassagen macht definitiv Spaß und lässt Shantae in diverse Tierkörper schlüpfen, die alle verschiedene Fähigkeiten haben. Leider ist das Spiel doch relativ kurz und bietet rund 6 Stunden, viel Backtracking, wenig sammelbare Items und lediglich drei Dungeons. Mit der Director’s Cut Edition wurden Warppunkte und der Magic-Mode eingeführt. Beides wird die globalen Mängel zwar nicht wettmachen, sorgt aber für mehr Spielspaß. Shantae-Fans werden definitiv nicht enttäuscht werden. Prinzipiell würde ich aber eher den Nachfolgetitel Shantae and the Pirate’s Curse empfehlen.

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So testen Wir

 

Indie Review: Villagers

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Indiegames sprießen an jeder Ecke aus dem Boden! Steam, Kickstarterprojekte, oder Publisher unterstützen diesen Trend, um Kleinentwicklern die Möglichkeit zu bieten, ihre Spiele an uns Zocker zu bringen.

Damit ihr euch nicht in dem Indie-Dschungel verlauft, präsentieren wir euch regelmäßig Indiegames, welche ihr vielleicht im Auge behalten solltet!

 

Villagers
Aufbau, Simulation, Survival

Ein Dorf errichten kann doch jeder, oder? Na, beweise es.

In Villagers ist nämlich genau dies eure Aufgabe. Ihr startet mit einer kleinen Gruppe von Menschen und müsst eure eigene Siedlung aus dem Nichts erbauen. Nahrung, Wasser, Häuser und alles was dazu gehört, muss von euch geplant und aufgebaut werden.

Dabei erinnert das Konzept sehr stark an das Spiel „Banished“, wo ihr genau die selben Aufgaben habt. Trotzdem hat Villagers seinen eigenen Charme und erinnert grafisch ein wenig mehr an „Die Siedler“. Baut eurer mittelalterliches Dorf auf und versucht zu überleben.

Villagers ist auf Steam für 19,99€ erhältlich.


Fazit:
Villagers erinnert mich wirklich sehr stark an „Banished“. Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen, es kommen ständig Updates, somit bleibt ab zu warten, wie sich das Game entwickelt. Im direkten Vergleich zur Konkurrenz zieht Villagers meiner Meinung nach aber leider den Kürzeren. Es spielt sich etwas ruppig, die Karten sind überschaubar, wirken aber leider nicht so lebendig, wie man es sich gern vorstellen würden. Wem „Banished“ nicht so zugesagt hat, könnte sich aber einmal an Villagers versuchen. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Entwickler: bumblebee.
Publisher: Avanquest Software Publishing Ltd
Preis: € 19,99
Aktueller Status: Released
Sprache: Deutsch/Eng/Fra/Ita/Spa

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