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Battlefield Hardline

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Dass Battlefield Hardline ein sboluter must-have Titel wird konnte man von Anfang an bezweifeln. Ob es der neue Shooter aber schafft, das Räuber und Gendarm Szenario vernünftig umzusetzen und mit Battlefield Hardline einen würdigen Battlefield Nachfolger auf den Markt zu bringen haben wir uns in aller Ruhe im Test angesehen. Wir beleuchten Einzelspieler, Multiplayer und hoffen all den unentschlossenen Gaming Seelen mit diesem Test die Kaufentscheidung leichter machen zu können.

Singleplayer

Wozu man in Spielen wie Battlefield und Call of Duty überhaupt noch eine Singleplayer Kampagne einbaut frage ich mich ja schon seit Jahren. Spätestens mit Battlefield 4 hätte ich mir als Spieler aber geschworen (müsste ich sie aus beruflichen Gründen nicht trotzdem spielen) die Einzelspielermodi solcher Games in Zukunft gänzlich zu meiden.

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Diese Vorahnung hat sich mit Battlefield Hardline nun wiedermal bewahrheitet. Eine aufgesetzte und obendrein unrealistische Handlung sorgen für geminderten Spielspaß. Würde es nicht Battlepacks für den Multiplayer als Belohnung geben könnte man hier drauf meiner Meinung nach Verzichten. Was man allerdings positiv hervorheben kann, sind die Charaktere, die von echten mehr oder weniger bekannten Schauspielern verkörpert werden. Die Grafik ist, vor allem auf dem PC, sehr hübsch anzusehen. Mehr zur Technik von Battlefield Hardline gibt es allerdings weiter unten zu lesen. Zur Story braucht man eigentlich auch nicht mehr sagen, als dass zwei Polizisten in den dunklen Gassen von Miami auf Verbrecherjagd gehen. Die Action beschränkt sich aber auf irgendwo reinlaufen und Leute verräumen, oder irgendwo rauslaufen und versuchen zu verhindern, dass man selbst verräumt wird. Nach 8-10 Stunden Spielzeit sind wir auch froh, dass wir endlich in den Multiplayer dürfen.

BFHardlineVidLk-610Multiplayer – Die Unterschiede

Im Multiplayer angekommen, müssen wir feststellen – soviel hat sich seit Battlefield 4 gar nicht verändert. Auf der einen Seite versucht man einem alt bewährten System treu zu bleiben. Zwei große Fraktionen kämpfen auf dem Schlachtfeld gegeneinander, nur sind es eben keine Großmächte mehr sondern Polizei und Verbrecher. Es gibt verschiedene Klassen (Operator, Enforcer, Mechaniker und Profi) mit verschiedenen Waffen und Ausrüstungen. Es gibt die unterschiedlichsten Maps die mal besser, mal schlechter auf die unterschiedlichsten Spielmodi zugeschnitten sind und natürlich gibt es den guten alten Conquest Modus. Auf der anderen Seite gehen die Entwickler neue Wege beziehungsweise mit der Entscheidung nicht jede Klasse mit jeder Waffe spielen zu lassen, wieder einen Schritt zurück. Neue Waffen und Aufsätze müssen nicht mehr freigespielt werden, sondern können freigekauft werden, durch Geld, dass man sich durch gute spielerische Leistungen (wie früher eben Erfahrungspunkte) verdienen muss. Ein Schritt in Richtung Counter Strike. Die Karten wurden kleiner, überschaubarer und Jets, sowie Panzer wurden aus dem Spiel verbannt. Ein Schritt in Richtung Call of Duty. Das Spiel wirkt generell etwas schneller als Battlefield Vorgänger.

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Die Maps

Die Karten in Battlefield Hardline wirken im großen und ganzen etwas lieblos gefertigt. Auf das hochpropagierte Levolution aus dem Vorgänger wird hier bis auf eine Ausnahme verzichtet. Zerstörbar sind viele Elemente der Levels trotzdem. Ein richtiger Wow Moment kommt allerdings selten auf. Wir wollen euch alle neun Karten kurz vorstellen:

Der Block – Ist eine kleine Karte, die vor allem bei 64 Spieler Gefechten sehr unübersichtlich werden kann. Da wird taktisches Teamplay nahezu unmöglich, andauernd läuft man Feinden über den Weg. Sogar die Spawnpunkte sind teils unfair gewählt uns sorgen für zahlreiche frustrierende Spawnkills. Der Spielmodus Team Deathmatch macht hier allerdings großen Spaß.

Downtown – Hier kämpft man Mitten in der Innenstadt von rieseigen Wolkenkratzern umrundet um die Flaggenpunkte. Den wichtigsten bildet dabei der zentralste Punkt C, der sich im obersten Stock eines Hochhauses befindet. Leider kommt es nicht selten dazu, dass sich ein Team dort verbarrikadiert und Treppen sowie Aufzüge mit C4 zukleistert.

Banküberfall – Wer hätte es gedacht, hier steht eine große Bank in Miamis Innenstadt im Zentrum. Fahrzeuge gibt es hier keine. Perfekt geeignet um seine Infanterie Skills etwas aufzubessern. Je mehr Spieler desto enger kann es auf der Karte werden. Früher oder später will nämlich jeder in das Innere der Bank und an den begränzten Eingängen kommt es vermehrt zu spannenden Kämpfen.

Staubwüste – Hier gibt es viel Staub und Sand. Der Aufziehende Sturm gegen Ende des Spiels erschwert den Spielern die Sicht und spotten wird enorm wichtig. Die Karte ist eher flach, mit Ausnahme eines kleinen Hügels, der Sniper magisch anlockt. Als Infanterie kann man sich aber in den vielen Häusern gut vor den Scharfschützen verstecken.

Hollywood Heigths – Die Stimmung auf der Karte ist mit Abstand die bemerkenswerteste im ganzen Spiel. In der ferne lodert eine riesiger Waldbrand, es ist dunkel und Spannung ab dem ersten Moment garantiert. Die Karte ist nicht sehr weitläufig, bietet aber dennoch eine gute Mischung aus offenen Schlachtfeldern und Häuserkampf.

Drogenlabor – Auch hier liegt der Schwerpunkt auf Infanteriegefechte. Ganz besonders wichtig, dass man in dem zentralen Gebäude, in dessen Keller sich das namensgebende Drogenlabor befindet die unterschiedlichen Höhenstufen geschickt ausnutzt. Generell gilt die Regel von oben nach unten kämpft es sich leichter als von unten nach oben.

Brandung – Die meiste Action spielt sich hier in dem zentralen mehrstöckigen Hauses auf der Insel in der Kartenmitte ab. Hubschrauber (davon gibt es in BF Hardline zwei verschiedene – den Transport Heli und den Angriffshelikopter, der mit einem MG für den Piloten ausgestattet ist) bieten die schnellste Methode von einer Insel und damit von einem Checkpoint zum nächsten zu kommen. Hinzu kommen noch Speedboote und andere Fahrzeuge. Geübte Sniper haben auf der Map großen Spaß.

Everglades – Auf dieser sehr weitläufigen Karte kommen nicht nur Airboote sondern auch gepanzerte und mit Rauchgranaten und MGs ausgestattete Fahrzeuge ein. Die wirken aber bedrohlicher sie sind, halten nämlich nur recht wenig aus. Zentrales Element ist eine Frackinganlage mit drei Bohrtürmen und einer dichten Dschungellandschaft drumherum.

Entgleisung – Eine für Battlefield Verhältnisse kleine aber für Hardline dann doch wieder etwas größere Karte. Ohne große Highlights, ohne große Macken. Fahrzeuge kommen vermehrt zum Einsatz, man merkt aber im Allgemeinen den Schwerpunkt, den die Entwickler setzen. Es geht viel in Richtung Infanterie.

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Die Spielmodi

Eroberung – »Im Battlefield-Klassiker Eroberung geht es um die Kontrolle einer Basis. Du eroberst eine Basis, indem du dich zu Fuß, in einem Fahrzeug oder in der Luft in ihrer Nähe aufhältst. Sobald dein Team mehr Basen hat als der Gegner, sinkt die Zahl der Tickets (also der Wiedereinstiegs-Möglichkeiten) des Gegners langsam. Das Team, das zuerst keine Tickets mehr hat, hat verloren.«

Team-Deathmatch – »In Team-Deathmatch gibt es keine Fahrzeuge. Und das Ziel ist ganz einfach: Eliminiere das gegnerische Team öfter, als es dein Team eliminiert.«

Überfall – »Im Überfall-Modus geht es darum, den perfekten Raubüberfall zu schaffen oder zu verhindern. Die Gangster wollen einen Tresor knacken, und die Cops müssen dies verhindern. Sobald die Gangster den Tresor erfolgreich geknackt haben, müssen sie die beiden Geldtaschen klauen und mit ihnen zu den zwei Übergabepunkten entkommen.«

Blood Money – »Eine gigantische Geldlieferung wurde abgefangen. Die Verbrecher wollen sich das Geld schnappen, aber die Cops möchten es sich als Beweismaterial sichern. Jedes Team will das Geld im eigenen Tresor unterbringen – aber selbst da ist es nicht sicher. Plündere den gegnerischen Tresor, damit dein Team das meiste Geld hat.«

Hotwire – »Die Verbrecher versuchen anhand einer Wunschliste, Autos zu stehlen, und die Cops wollen die Autos beschlagnahmen. Bleibe den Gegnern mit deinen Fahrkünsten auf den Fersen und schalte sie mit einem Freund auf dem Beifahrersitz aus.«

Rettung – »Rettung ist einer von 2 Wettkampf-Modi. In diesem Cop-basierten Modus übernimmst du einen SWAT-Agent, der Unschuldige aus der Hand von Verbrechern retten muss. Führe dein Team vorsichtig in die Gefahrenzonen und befreie die Geiseln. Aber sei vorsichtig: In diesem Modus gibt es keine zweite Chance.«

Fadenkreuz – »Dies ist der zweite Wettkampf-Modus. In Fadenkreuz flieht ein ehemaliger Gangster und heutiger Kronzeuge vor seinen einstigen Kollegen. Die Gangster wollen den VIP ausschalten, die Cops müssen ihn in Sicherheit bringen. Auch hier gibt es keine zweite Chance – wer stirbt, für den ist die Partie beendet.«

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Die Technik

Der Technik Check sieht bei Battlefield Hardline etwas mager aus. Zwar kommt das SPiel ohne großen Macken auf den Markt, sprich Bugs, Abstürze oder andere technische Fehler bleiben größtenteils aus, allerdings macht es den Eindruck als hätten die Entwickler das meiste 1:1 von Battlefield 4 übernommen und sich dadurch keine große Arbeit angetan. Auf der PS3 und Xbox 360 sind die Details stark verringert, zudem kann man nur auf kleineren Karten mit maximal 24 Spielern zocken. Am Balancing müssen die Entwickler unserer Meinung nach auch noch etwas arbeiten. Enforcer Waffen sind zu schwach und die vorbestellerexklusive Waffe ACWR ist viel zu stark. Auch das gute alte Netcode Problem haben die Entwickler nicht in den Griff bekommen. Nicht selten töten sich Spieler gegenseitig, oder man wird bereits deutlich nach dem man hinter der Deckung verschwunden ist, noch von den Kugeln des Gegners eliminiert. Grafisch wirkt Hardline schlechter als Battlefield 4. Vor allem auf den Konsolen, aber auch auf dem PC haben wir den Eindruck, dass Farben viel zu matschig und Grau in Grau dargestellt werden. Auf der Xbox One kommt das Spiel in 720p und auf der PS4 in 900p Auflösung. Außerdem wirken Farben auf den Konsolen noch deutlich matschiger und Kantenflimmern ist besonders auf der Xbox One ein Problem.

 

Battlefield Hardline
600x Wertung der Redaktion: 

78/100

  • Publisher: Electronic Arts
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 53,99€
  • Reviewed von: Gregor Lorbek

Am 14. April 2015

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15/20 Technik + Levolution und zerstörbare Umgebung
+ Soundtrack und Sound der Waffen
+ Grafik gut am PC…
- …aber schlecht auf den Konsolen
- matschige Texturen
- unmotivierte Kartengestaltung
18/20 Umfang + 9 Maps
+ 7 Spielmodi
+ Waffenupgrades können gekauft werden
- sinnloser Singleplayer
- keine Jets oder Panzer
17/20 Gameplay + wieder mehr Richtung Battlefield 3
+ schnelles Gameplay auf knackigen Karten 
- zu wenig Abwechslung
28/40 Spezifisch + Große Auswahl an Ausrüstung und Waffen (+9)
+ Abwechslungsreiche neue Spielmodi (+15)
+ Minimap zeigt Flaggeneroberungsgebiete (+4)
- Auf PS3 und Xbox 360 stark reduziertes Spiel (-4)
- Netcode (-8) 

Fazit: [rating itemreviewed=“Battlefield Hardline“ rating=“78″ reviewer=“Gregor Lorbek“ dtreviewed=“14.04.2015″ best=“100″ worst=“0″] Für mich als alten Battlefield Fan ist auch dieser Teil wieder gut gelungen. Die kleinen aber feinen Neuerungen sorgen für Abwechslung. Vor allem das neue Bezahlsystem gefällt mir besonders gut. Nun braucht man nicht mehr dutzende Stunden und hunderte Kills in eine Waffe investieren, um alle Aufsätze freizuschalten, sondern kann sich diese einfach und bequem kaufen. Die Minimap im Eroberungsmodus zeigt nun auch die Zone an, innerhalb derer man den Flaggenpunkt einnimmt, was ebenfalls sehr praktisch ist. Etwas schade nur, dass die Karten generell sehr klein und nicht sehr liebevoll gestaltet wirken. Grafisch ist Hardline nämlich kein Meisterwerk, was sicher nicht an der Technik dahinter, sondern an den graubraunen matschiggatschigen Maps liegt. Vielleicht bessern zukünftige Kartenpakete meinen Eindruck hier noch auf. Abschließend kann ich sagen, dass ich mir nicht sicher bin, ob Hardline als Vollpreistitel sein Geld wert ist, sollte in den nächsten Wochen oder Monaten die ein oder andere Aktion auf uns zukommen, kann man aber mit Sicherheit zuschlagen.[/rating]

 ►So testen Wir

Cities: Skylines

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Größer, Realer, Besser! So präsentiert sich Cities: Skylines und zeigt, wie eine Stadtbausimulation aussehen kann. Nach dem eher enttäuschenden Ergebnis vom letzten SimCity hat die Simulations-Community auf eine bessere Alternative gehofft, welche sie hier definitiv bekommt.

 

 

 

 

Doch warum ist es besser? Was macht Paradox Interactive besser als EA? Normalerweise versuche ich ja keine Parallelen zu anderen Spielen zu ziehen, aber in diesem Fall ist es einfach unvermeidlich. Cities: Skylines spielt sich wie eine klassische Städtebausimulation, bringt aber moderne Technik ein und verbindet beides zu einem tollen Spiel.

 

Aller Anfang ist schwer

2015-04-03_00001Wir starten in einem zunächst begrenzten Gebiet, welches ungefähr die Größe von den SimCity Gebieten hat. Eine Autobahnausfahrt ist das einzige, was in das Gebiet ragt und den Anschluss zum Rest der Welt bildet. Schon bei der ersten Straße können wir unser Stadtbild prägen. Dabei können wir Geraden, Kurven, oder individuelle Linien ziehen. Entlang neuen Straße legen wir fest, ob wir ein Wohn-, Gewerbe-, oder Industriegebiet in dem Bereich haben wollen. Dabei sollten Wohnungen niemals direkt neben Industriegebäuden stehen, da diese ordentlich viel Dreck produzieren. Außerdem müssen Gewerbe beliefert werden, weshalb es ratsam ist, diese in der Nähe von der Produktionsindustrie zu bauen.

Strom und Wasser sind natürlich ein Muss, andernfalls geht gar nichts. Setzen wir auf günstige Windkraft, oder doch lieber auf das effektivere Kohlekraftwerk? Das ist Geschmackssache, wobei wir schneller weitere Windräder bauen müssen, als ein weiteres Verbrennungskraftwerk. Natürlich muss der Strom auch zu den Gebäuden kommen. Dafür können wir die Stromleitungen nutzen, um Gebiete miteinander zu verbinden. Natürlich muss nicht jedes Gebäude einzeln angeschlossen werden, denn wenn eine Siedlung entsteht, reicht die Nähe der Gebäude schon aus, um die Nachbargebäude mit Strom zu versorgen.

2015-04-09_00005Beim Wasser müssen wir auf zwei Sachen achten: Frischwasser und Abwasser. Frischwasser bekommen wir aus Flüssen und Seen, über die Pumpstationen. Abwasser muss in die Flüsse abgeleitet werden. Pumpstationen sollten also Oberhalb des Abwasserausgangs liegen, sonst versorgen wir unsere Bewohner mit dreckigem Wasser, was sie krank macht.

 

Öffentliche Gebäude

2015-03-22_00006-2Langsam wächst unsere Stadt und wir schalten mehr Gebäude frei. Neben den ersten Schulen bauen wir auch eine Polizeiwache, Feuerwehr und ein Krankenhaus. Parks verschönern die Wohn- und Gewerbegebiete, was die Menschen glücklicher macht und den Grundstückswert anhebt. Der Verkehr wird langsam immer mehr. Lastwagen fahren zu den Industriegebieten und Lieferanten versorgen die Gewerbegebiete. Die Einwohner pendeln zwischen ihren Häusern, den Geschäften und dem Arbeitsplatz hin und her und langsam füllen sich die Parkplätze an den Straßenrändern. Ja, ihr habt richtig gehört: Parken. Was uns SimCity versprochen hat, macht Cities: Skylines wahr, denn wir können den gesamten Alltag jeder Person nachverfolgen. Bei mehreren Tausend Einwohnern ist dies zwar unnötig, aber interessant. Autos fahren nicht nur auf den Straßen, sondern werden auch am Straßenrand abgestellt, anstatt einfach zu verschwinden.

2015-04-09_00002Sollte der Verkehr zu stark zunehmen, macht es entweder Sinn die Straßen auszubauen, beziehungsweise umzugestalten, oder ein Nahverkehrsnetz aufzubauen. Nachdem ihr das Busdepot gebaut habt, könnt ihr selbst die Route der Busse festlegen. Dabei sollten diese nicht nur durch ein Gebiet fahren, sondern Wohnsiedlungen mit Gewerbe und Industrie verbinden. Erst so werden sie effektiv genutzt. Später kommen auch noch U-Bahnen, Züge, Schiffe und ein Flughafen dazu, wodurch wir den Verkehr stark dezimieren können.

Wem die Vorstadt-Optik mit der Zeit zu fade wird, kann später auch dicht besiedelte Gebiete bauen. Doch Vorsicht: Dichte Besiedelung, bringen auch dichten Verkehr mit sich! Hier und da ein Hochhausviertel ist meist gesünder für die Infrastruktur, als die ganze Stadt mit Hochbauten voll zu pflastern.

 

Straßen, Spezialisierungen und Viertel

2015-04-03_00002Schaut man sich die Rohstoffkarte an, sieht man, was das Erdreich zu bieten hat. Eisenerz und Rohöl können aus der Erde gefördert werden, Wälder können zu Forstgebieten gerodet werden und besonders mineralreiche Erde ist ein guter Platz für die Landwirtschaft. Wir können bestimmte Gebiete eingrenzen und festlegen, auf was sie sich spezialisieren sollen. Wollen wir zum Beispiel eine Erdölquelle anzapfen, bauen wir ein Industriegebiet darüber, grenzen das Gebiet ein und sagen dann, dass hier Öl gefördert werden soll. Existierende Gebäude werden automatisch abgerissen und neue Ölpumpen entstehen von alleine.

2015-03-22_00001Solche Gebiete sind klasse um die Wirtschaft anzukurbeln, aber auch, um das Aussehen der Stadt zu definieren. Manchmal liegen sie allerdings etwas abseits, oder außerhalb unserer Grenzen. Wir können standardmäßig bis zu neun weitere Flächen aufkaufen und so unsere Stadt vergrößern. Beim Bau der Straßen zu den Gebieten können wir kreativ sein, denn Brücken lassen sich sehr einfach und unkompliziert bauen. So können teils spektakuläre Autobahnauffahrten entstehen. Tunnel gibt es leider noch keine, sind aber laut Entwickler in Entwicklung.

 

Individuell dank Steam Workshop

2015-04-09_00006Cities: Skylines läuft nur in Kombination über Steam und das hat auch seinen Grund: Paradox Inceractive will den Spielern die Möglichkeit geben, eigene Modifikationen zu erstellen und zu präsentieren. Im Spiel selbst steht dafür auch ein eigener Kartenerstellmodus und ein Gebäude-Bearbeitungsmodus zur Verfügung. Aber auch andere Modifikationen, welche sich direkt auf das Spiel und nicht nur auf die Optik auswirken sind bereits erhältlich. Genau genommen über 27 000 verschiedene Mods könnt ihr bereits insgesamt herunterladen!

 

Was macht Cities: Skylines besser, als SimCity?

Wie bereits erwähnt, mag ich normalerweise keine Parallelen zu anderen Spiel ziehen. Doch in diese Fall muss ich es einfach. Nachdem SimCity nicht so gut war, wie erhofft, will Cities: Skylines definitiv dieses Defizit nachholen.

Die Verbesserungen in Übersicht:

  • Größere Karten – Auch wenn die Karten zu Beginn etwa gleich groß sind, ist das aufkaufen der Umgebung bei Cities: Skylines ein wahrer Segen
  • Weniger Verkehrsprobleme – Nicht problemlos, aber lösbar
  • Keine künstlichen Versuche Probleme zu kaschieren – Ja, ich rede vom Future AddOn von SimCity
  • Besserer Nahverkehr  – U-Bahnen und planbare Buslinien
  • Realistischer – Fängt bei Kleinigkeiten an, wie zum Beispiel die an der Straße parkende Autos
  • Gesetze und Richtlinien für Einwohner – Das hat mir persönlich bei SimCity echt gefehlt
  • Leichter zu bauende Straßensysteme – Spricht für sich selbst
  • Mod Unterstützung – Natürlich ist auch viel Müll im Steam Workshop, aber auch sehr viel sinnvolles
  • Bessere Industriezweige – Ein Gebiet zu zuteilen fühlt sich besser an, als eine Förderungsanlage punktgenau platzieren zu müssen, um beste Leistung zu erhalten.

 

 

Cities: Skylines
600x Wertung der Redaktion:

91/100

  • Publisher: Paradox Interactive
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 29,99€
  • Reviewed von: Roman Völkel

 

Am 3. April 2015

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18/20 Technik + Sehr gute Grafik
+ Sehr viele Details
+ Schön designte Welten
+ Schöne Effekte
+ Durchdachte Simulation
+ Guter, ruhiger Soundtrack
+ Schöne Wasserphysik
- Leichte Unschärfe in der Nähe
19/20 Umfang + Große Welten
+ Lange Spieldauer
+ Mod-Unterstützung
+ Freischaltbare Gebäude, Straßen, etc
+ Gutes Preis/Leistungsverhältnis
+ Ständig Updates und Verbesserungen
- Kein Tag/Nacht-Wechsel
19/20 Gameplay + Hoher Wiederspielwert
+ Kluge Simulation
+ Fordernde Balance, aber nicht zu schwer
+ Simples Spielprinzip
+ Verschiebbare öffentliche Gebäude
- Man vermisst ein wenig Abwechslung
35/40 Spezifisch + Große, realistische Städte (+10)
+ Viele baubare Spezialgebäude (+10)
+ Sehr einfacher, guter Straßenbau (+5)
+ Modifizierbar (+5)
+ Endlosspiel (+5)
- Teilweise zu einfach (-5)

Fazit:

[rating itemreviewed=“Cities: Skyline“ rating=“91″ reviewer=“Roman Völkel“ dtreviewed=“03.04.2015″ best=“100″ worst=“0″]

Mir hat Cities: Skylines richtig gut gefallen! Was heißt „hat“? Ich spiele es immer noch und werde damit so schnell nicht aufhören. Es ist gut durchdacht, spielt sich extrem gut und macht richtig Spaß. Es wirkt stark wie ein SimCity-Klon, allerdings die verbesserte Version. Die gesamte Stadt wirkt groß, lebendig und ist toll anzuschauen. Durch Mods lassen sich noch einige Funktionen freischalten, welche das Spielerlebnis perfektionieren. Wer von SimCity enttäuscht wurde und eine wesentlich bessere Stadtsimulation spielen möchte, der möge bitte unbedingt hier zugreifen!

[/rating]

So testen Wir

 

Indie Preview #5: The Long Dark

Indiegames sprießen an jeder Ecke aus dem Boden!  Steam, Kickstarterprojekte, oder Publisher unterstützen diesen Trend, um Kleinentwicklern die Möglichkeit zu bieten, ihre Spiele an uns Zocker zu bringen.

 

Damit ihr euch nicht in dem Indie-Dschungel verlauft, präsentieren wir euch regelmäßig Indiegames, welche ihr vielleicht im Auge behalten solltet!

 

The Long Dark
Genre: Survival, Openworld, Abenteuer

The Long Dark ist ein Survival-Game, in dem der Spieler für sich selbst sorgen und die große, gefrorene Spielewelt erkunden muss. Keine Zombies, keine Monster, sondern nur du, die Kälte und alles, was Mutter Natur nach einem schmeißen kann. Kein Händchen halten, keine Erklärungen, verdiene das Privileg zum Überleben! Behalte die täglichen Kalorien und deine Körpertemperatur im Auge, und erkunde die rund 20 km² der Eiswelt. Jage Tiere, finde Kleidung und koche Wasser ab, andernfalls hältst du es nicht lange durch.

Ohne Orientierungsmöglichkeiten startet man inmitten der Eiswüste und muss um sein Leben fürchten. Die kalten Winde zehren an den Kräften, der Hunger wird mit der Zeit immer stärker und auch sauberes Wasser ist eher knapp. Verlassene Hütten bieten eine gewisse Deckung vor dem Wind, aber mit gesammelten Holz müsst ihr trotzdem die Zimmertemperatur nach oben setzen, um nicht zu erfrieren. Draußen warten wilde Wölfe auf euch, welche so ausgehungert sind, dass sie euch sofort anfallen wollen.

Rehe sind eine gute Nahrungsquelle, doch sie zu jagen ist eine Herausforderung und ohne ein Gewehr so gut wie unmöglich. Hier und da trefft ihr auf die Leichen anderer Menschen, welche der Kälte nicht trotzen konnten. Wie lange schaffst du es in der Eiswelt zu überleben?

Mit der comic-ähnlichen Grafik hat The Long Dark wirkt das Spiel weniger bedrohlich, als es wirklich ist. Lerne zu überleben und sammle alles, was du dafür braucht. Die Entwickler sind fleißig und bringen mehrmals die Woche ein Update, oder ein Hotfix raus, welches das Spiel erweitert, oder verbessert. Vom Spielprinzip her, scheint allerdings schon das meiste so gut wie fertig zu sein, nur der eine, oder andere Spielmodus wird noch überarbeitet. Wer auf Survival-Games steht, der wird vielleicht hier fündig.

Zum jetzigen Zeitpunkt befindet sich das Spiel im Early Access und kann bei Steam für € 19.99 erstanden werden.

 


Fazit:
Wer vor allem im Sommer mal eine Abkühlung benötigt, kann sich mit The Long Dark eisige Gedanken machen. Um nicht zu erfrieren, müsst ihr von Hütte zu Hütte laufen, Kleidung finden und Feuer machen. Doch auch Nahrung und Wasser muss beschafft werden und dann sind da noch die aggressiven Wölfe, alles gar nicht so einfach, dafür aber ein super Survival-Game mit sehr viel Potenzial. Es läuft bereits jetzt sehr gut und macht eine Menge Spaß. Der bisherige Spielmodus lässt aber noch einiges offen, weshalb bisher nach einigen Stunden die Luft wieder draußen ist. Bis zum offiziellen Release wird sich noch einiges tun und darauf freuen wir uns!

Publisher: Hinterland Studio Inc.
Preis: 19,99€
Aktueller Status: Early Access

 

Indie-Preview #4: The Forest

Indiegames sprießen an jeder Ecke aus dem Boden!  Steam, Kickstarterprojekte, oder Publisher unterstützen diesen Trend, um Kleinentwicklern die Möglichkeit zu bieten, ihre Spiele an uns Zocker zu bringen.

 

Damit ihr euch nicht in dem Indie-Dschungel verlauft, präsentieren wir euch regelmäßig Indiegames, welche ihr vielleicht im Auge behalten solltet!

 

The Forest
Genre: Survival, Horror, Open World

Als euer Flugzeug auf einer einsamen Insel abstürzt, wird euch schnell klar, dass ihr der einzige Überlende des Fluges seid. Dennoch seid ihr nicht alleine auf der Insel. Die Einheimischen sind äußerst aggressiv und bald erkennt ihr, dass ihr einem Stamm von mutierten Kannibalen zu Nahe gekommen seid, welche nun Jagd auf euch machen.

Fällt Bäume, sammelt Beeren,  jagt Tiere, trinkt und esst, und versucht gegen die Eingeborenen zu bestehen. Craftet euch Gegenstände und baut euch alles, von einer kleinen Hütte, bis hin zu einem ganzen Fort und wehrt euch gegen die Angreifer. Betretet die lebende, atmende Welt, wo jeder Baum gefällt und jede Pflanze eingesammelt werden kann. Sammelt alles was ihr könnt und rüstet euch gegen die immer aggressiveren Gegner.

Das Spiel wird fleißig geupdatet und kommt bald in die erste Alpha-Phase. Trotzdem spielt es sich schon wie eine fertige Version. Die Grafik ist atemberaubend und der Soundtrack gut gewählt. Einige Bugs erschweren zwar noch das Leben, trotzdem läuft alles in allem sehr stabil und gut. The Forest gehört definitiv zu den bekannteren Indie-Games, welches viel Potenzial hat. Das Spiel ist sehr gut designt, hat ein funktionierendes Crafting-System und einen recht guten Horror-Faktor. Es ist noch viel geplant, so soll beispielsweise noch ein Mehrspielermodus geplant sein. Ihr könnt The Forest bei Steam für 14,99€ erstehen.

 


Fazit:
Auch dieser Titel sollte den meisten von euch, dank Youtube, bekannt sein. Die Kombination aus toller Grafik, guten Craftingsystem und dem Horror-Survival Genre machen das Spiel zu einem echten Hingucker. Auch hier arbeitet der Entwickler fleißig und haut immer wieder Updates raus, welche das Balancing verbessern, oder mehr Realismus hinein arbeiten.Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht das Spiel auf den jetzigen Stand zu spielen. Der Horrorfaktor kann notfalls auch mit einem Cheat ausgeschaltet werden, für jene, die es lieber ruhiger haben wollen. Ich freue mich, die künftigen Neuerungen zu sehen und bin gespannt, was uns The Forest noch zu bieten hat.

Publisher: Endnight Games Ltd
Preis: 14,99€
Aktueller Status: Early Access

Xenoblade Chronicles 3D

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Xenoblade Chronicles, der JRPG-Hit der Wii, hat es nun auch auf den New3DS geschafft.
Wer dieses Spiel verschlafen hat, der kann im Review nachlesen, was auf ihn zukommt. Und vielleicht hat der ein oder andere nochmal Lust, Xenoblade Chronicles auf dem 3DS erneut zu starten.

 

Es ist eigentlich unglaublich: Die Menschenähnlichen Homs leben auf einem riesigen erstarrten Titanen, dem Bionis. Und obwohl sich auf ihm eine lebenswerte Welt mit atemberaubenden Landschaften und diversen Lebewesen gebildet hat, ist es alles andere als Friedlich. Immer wieder kommt es zu Übergriffen der mächtigen Mechons, die auf Bionis‘ Kontrahenten Mechonis leben. Die einzige Möglichkeit für den Homs, die Mechons zu schlagen, ist das geheimnisvolle Schwert Monado. Doch auch dieses verbirgt ein Geheimnis, das Protagonist Shulk zu lüften versucht. Bei einem Angriff auf seine Heimat, Kolonie 9, ereignen sich tragische Geschehnisse. In dieser Situation scheint das Monado, von Shulk geführt, endlich seine Kräfte zu entfalten und kann das Schlimmste abwenden. Doch nicht ohne schwerwiegende Verluste. Zusammen mit Kamerad Reyn zieht Shulk los, um sich an den Mechons zu rächen. Das Spiel verfügt dabei über eine Englische Sprachausgabe. Die Wii-Version hatte zusätzlich noch eine Japanische Sprachausgabe, die hier allerdings gestrichen wurde.

xenoblade3Während das Setting von Xenoblade Chronicles äußerst Kreativ ist, dauert es bei der Story aber erst mal ein paar Stunden, bevor sie richtig in fahrt kommt. Gameplay-Tutorials, Charakter-Einführungen und das Einfinden in eine neue Welt verlangen dem Spieler am Anfang erst einmal viel Aufmerksamkeit ab. Verkraftbar, denn Xenoblade bietet ca. 80 Stunden Spielerlebnis und für motivierte Missions-Junkies weit über 100! Auch wenn die Geschichte am Anfang eher Schleppend ist, kann man sich gleich im interessanten Kampfsystem verlieren.

 

xenoblade5„Ready for a chain attack!“

Wie jedes gute Rollenspiel gehören auch in Xenoblade Chronicles Kämpfe mit wilden Kreaturen und bösen Mächten dazu. In diesem Spiel ist das Kampfsystem ganz besonders ausgefeilt und spaßig. Beginnt man einen Kampf, mit den überall frei herumlaufenden Gegnern, so kann man sich einfach zurücklehnen und den Auto-Angriff arbeiten lassen. Nein! Moment! Das wäre viel zu langweilig! Selbstverständlich darf man sich als Spieler auch selbst beweisen. Jede Figur verfügt über Spezialtechniken, die gekonnt eingesetzt werden müssen. So fügt Shulks Backslash-Technik Gegnern mehr Schaden zu, wenn sie am Rücken getroffen werden. Oder Reyn lässt einen Gegner umfallen, der zuvor von Shulk zum Schwanken gebracht wurde. Dabei gibt es nicht nur offensive Techniken, sondern auch defensive, die zum Beispiel eine Schutzaura aufbauen oder die Verbündeten heilen. Es ist wichtig abzuwägen, wann welche Technik gebraucht wird, denn unendlich oft kann man sie nicht einsetzen. Die Techniken müssen sich nach der Verwendung erst wieder aufladen. Und währenddessen kümmert sich der Auto-Angriff darum, dass die Spezialleiste gefüllt wird. Mit ihr kann die große Chain-Attack ausgeführt werden, bei der man mehrere Spezialtechniken der einzelnen Charaktere aneinanderreihen und somit große Gegner niederwerfen oder schnell besiegen kann.

xenoblade7Hat man die Basics einmal drauf, dann geht’s weiter ins Detail. Schließlich will man ja auch die stärksten Gegner besiegen. Die greifen übrigens immer genau die Person an, die den meisten Schaden macht. Weil das in den meisten Fällen aber kontraproduktiv ist, gibt es die Möglichkeit Wut auf einen Charakter zu lenken. Reyn ist zum Beispiel ein Tank der viel aushält und deshalb auch viele Techniken hat, die die Wut der Gegner steigert. So kann Shulk sich in Ruhe darauf konzentrieren, Techniken einzusetzen, die Gegner zum Schwanken bringen, oder sich mit den Spezialtechniken des Monado auseinanderzusetzen. Das Monado zeigt im Kampf manchmal Attacken der Gegner voraus. Shulks Aufgabe ist es hier, die oft fatalen Angriffe zu unterbinden. Dies geschieht, indem er seine Freunde warnt oder mit der Kraft des Monado einen Schutzschild auf diese richtet. Die verschiedenen Charaktere spielen sich hierbei ganz unterschiedlich. Man kann frei wählen, in welche Haut man schlüpft. Jede Person spielt sich aufgrund ihrer Techniken und Statuswerte ganz anders. Sharla, die Sanitäterin aus Kolonie 6 ist vor allem als Support zu verwenden. Sie kümmert sich um Schilde, Statusverbesserungen und Heilung. Wer am interessantesten zu spielen ist, kommt aber letztendlich immer auf den Spieler an. Einfach mal durchprobieren.

 

xenoblade8„Let’s not loose our heads, though!“

Das actionreiche und taktische Gameplay der Kämpfe verliert auch nach langer Zeit nie seinen Reiz. Das Spiel ist ganz gut bestreitbar, wenn man hin und wieder die Zufallskämpfe nicht scheut oder auf ein paar Missionen geht. Lästiges Grinden gibt es hierbei nicht wirklich. Stattdessen muss man aufpassen, dass man sich nicht in der Überzahl an Nebenmissionen verstrickt. Wer einen Hang dazu hat, alles zu erfüllen, was es zu erfüllen gibt, kann hier schnell den Kopf verlieren. Viele der Nebenmissionen sind einfache „Sammel XY“- oder „Besiege AB“-Quests, die in den meisten Fällen keine interessanten Belohnungen bringen. Geld, Erfahrung oder Items kann man dadurch erlangen. Es gibt aber auch einige spannende Missionen, die mehrere Abschnitte haben, in eine kleine Story verpackt sind und am Ende einen wertvollen Schatz parat haben. Erfüllte Aufgaben steigern auch die Harmonie mit den Nebencharakteren und schalten somit neue Missionen frei. Und manche Missionen sind auch zeitlich begrenzt. Ganz ignorieren sollte man sie also nicht. Ohnehin schafft man es in der Regel ganz einfach, die ein oder andere Quest nebenbei zu machen. Allein das Erkunden der riesigen Landschaften verleitet dazu.

xenoblade6Und wenn ich sage „riesig“ dann meine ich damit „gigantisch“! Da die Welt von Xenoblade Chronicles sich auch tatsächlich auf einem Giganten befindet, darf man sich extreme Weiten und vielfältige Landschaften erwarten. Besonders interessant ist es, dass sich die Welt auch über mehrere Ebenen erstreckt, komplexe Verbindungen und Höhenunterschiede zu finden sind und der weite Blick über die Landschaft atemberaubend ist. An manchen Stellen kann man sogar die Körperteile von Bionis oder Mechonis sehen. Befindet man sich auf den Knie des Bionis, sollte man einen Blick nach Oben nicht scheuen. Es gibt viele Wege zu beschreiten und Gegenden zu entdecken. Überall befinden sich die unterschiedlichsten Monster, die teilweise nur an bestimmten Stellen zu finden sind oder unter besonderen Bedingungen erscheinen. Bis man mal das richtige Monster für eine Mission gefunden hat, muss man teilweise lange suchen. In manchen Fällen auch zu lange. Denn obwohl man mit dem Schnellreise-Feature recht gut von einem Punkt zum anderen gelangt, sind die Areale doch so weitläufig, dass man Ewigkeiten unterwegs ist und manchmal auch herumirrt, wenn man ein Monster oder ein Item nicht auf Anhieb findet. In solchen Situationen merkt man dann, dass, trotz der Abwechslung, viele Gegenden leer wirken und sich in die Länge ziehen können, wenn man bereits mit ihnen vertraut ist.

 

xenoblade2„My rifle’s getting hotter!“

Überraschungen erlebt man aber genug. Vor allem die großen Monster, die auf einmal aus dem Nichts auftauchen sorgen für Spannung. Viele von ihnen sind friedlich und lassen dich in Ruhe, solange du sie in Ruhe lässt. Und in den meisten Fällen ist das auch mehr als angeraten! Die Level der starken Monster überschreiten das eigene oft um ein Vielfaches und ein Schlag kann den sicheren Tod bedeuten. Da sollte man lieber später noch einmal wiederkommen. Wer es dennoch wagen möchte, sollte die richtige Ausrüstung dabei haben. Besiegte Monster hinterlassen Äther-Kristalle, mit denen man Juwelen schmieden kann, die in Rüstungen und Waffen eingesetzt werden können und damit Statuswerte und Resistenzen aufbauen. Beim Schmieden hat jeder Charakter unterschiedliche Stärken und Schwächen und je besser sich die beiden Schmiede-Partner verstehen, desto länger hält der Schmiedeprozess an. In der Regel versucht man, einen Wert so hoch zu pushen, wie es nur möglich ist. Per Zufall erscheinen verschiedene Flammenfarben, die die Werte in unterschiedlicher Weise beeinflussen. Selbst wenn man die besten Voraussetzungen trifft, kann es sein, dass der Zufall einem nicht wohlgesonnen ist.

xenoblade1In Sachen Technik hat Xenoblade Chronicles auf dem 3DS auch ein paar kleine Änderungen im Vergleich zur Wii-Version bekommen. Da der 3DS eine geringere Auflösung als die Wii hat, sieht das Spiel auch entsprechend aus. Die körnige Grafik wird zum Glück vom 3D-Effekt ein wenig geglättet, so dass man mit dem Effekt ganz gut spielen kann. Man sieht allerdings auch, dass Xenoblade nicht für 3D entwickelt wurde. Richtige Tiefe bringt der 3D-Effekt leider nicht. Aber einen Vorteil hat er doch: Spielgeschehen und Interface sind gut voneinander abgegrenzt, sodass man im Kampf immer einen guten Überblick hat. Durch den zweiten Bildschirm wird der Status der Charaktere und eine Mini-Karte jederzeit angezeigt. Auch die zusätzlichen Knöpfe des New 3DS lassen das Spiel bequemer werden und sind auch teilweise dringend notwendig, wie zum Beispiel der C-Stick für die Kamera-Steuerung. Was übrigens der nächste Punkt ist: Xenoblade Chronicles 3D ist nur für die neuen 3DS-Modelle verfügbar. Auf dem alten 3DS funktioniert es leider nicht. Unterstützt wird nun der Shulk-Amiibo, mit dem man Marken freischalten kann, die wiederum Charakter-Modelle und Musikstücke freischalten. Wer keinen Amiibo hat, kann auch per Streetpass oder Spielmünzen an die Marken kommen. Ob man nun die neue 3DS-Version oder lieber die alte Wii-Version von Xenoblade Chronicles spielt, ist im Endeffekt Geschmackssache. Viel tut sich da nicht.

 

Xenoblade Chronicles 3D
xenobladepackshot Wertung der Redaktion:

91/100

  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: New 3DS XL
  • Preis: 39,99 €
  • Reviewed von: Nina van Aken

 

Am 2. April 2015

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17/20 Technik + 3D-Effekt verbessert Grafik
+ Gute Diskriminierbarkeit von Spiel und Interface
+ Britische Sprachausgabe
+ Toller Soundtrack
+ Profitiert von New 3DS Features
- Grafik eher bescheiden portiert
- japanische Sprachausgabe gestrichen
20/20 Umfang + Riesige Spielewelt
+ Über 80 Stunden Spieldauer
+ Extrem viele Missionen
+ Vielzahl von Waffen und Juwelen
+ Sehr viel zu entdecken
+ Viele Monster
+ Packende Geschickte
- Viele Missionen eher unspektakulär
20/20 Gameplay + Taktisch und Actionreiches Gameplay
+ Charaktere spielen sich unterschiedlich
+ Schmieden
+ Chain-Attack und Monados Power

34/40 Spezifisch + Kein lästiges Grinden (+6)
+ Komplex gestaltete Spielwelt (+10)
+ Extrem starke Monster (+8)
+ Gameplay wird nie langweilig (+10)
- New 3DS-Exclusive (-2)
- Schmieden hängt zu sehr vom Zufall ab (-2)
- Spiel kommt langsam in fahrt (-2)

Fazit:

[rating itemreviewed=“Xenoblade Chronicles 3D“ rating=“91″ reviewer=“Nina van Aken“ dtreviewed=“27.04.2015″ best=“100″ worst=“0″]

Xenoblade Chronicles kommt exklusiv auf dem New 3DS und damit ein extrem umfangreiches JRPG. Shulk und seine Freunde leben auf dem erstarrten Titanen Bionis und ziehen los um sich an den bösen Mechons zu rächen und das Geheimnis seines Schwerts Monado herauszufinden. Zahlreiche Nebenmissionen, die man sich nicht über den Kopf wachsen lassen darf, führen durch atemberaubende Welten, die nicht bloß Flach und Langweilig sind, sondern ihre Eigenheiten haben und über verschiedene Ebenen gehen. Shulk trifft dabei immer wieder auf extrem starke Monster, die man sich lieber für Später aufheben sollte. Das Kampfsystem ist taktisch und actionreich. Während Shulk automatisch angreift, kann man Spezialtechniken auswählen, die geschickt aneinander gereiht werden müssen um Zusatzschaden zu verursachen. Jeder Charakter spielt sich hierbei unterschiedlich. Die Grafik ist im Vergleich zur Wii-Version allerdings ein wenig eingeschränkt und wird durch den 3D-Effekt ein wenig verbessert. Alles in allem erwarten den Spieler in Xenoblade Chronicles mehr als 80 Stunden Spielspaß.

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So testen Wir

 

The Order: 1886

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Immer mehr entwickelt sich Steampunk von einer Randerscheinung zum einem eigenen Genre. Viele Spieleentwickler scheinen das viktorianische England als geeignetes Setting für ihren Titel entdeckt zu haben; so auch bei The Order: 1886. Für Spieler, die sowohl Steampunk als auch Thirdperson-Shooter zu ihren Favoriten zählen, ein Volltreffer. Aber wie schlägt sich das PS4 exklusive Steampunk-Abenteuer im Test? Tatsächlich ein spielbarer Film?

In The Order schlüpfen wir in die Rolle von Sir Galahad, der ist nicht nur ein erfahrener Jäger von sogenannten Halbblütern ist, sondern auch Mitglied des Ordens, der eine Art Elite im England des neunzehnten Jahrhunderts darstellt. Dieser Orden geht auf die Tafelrunde von König Artus zurück und hat sich über viele hundert Jahre gehalten. Mittlerweile wird jedoch mit Schusswaffen statt Schwertern gekämpft. Als Mitglied dieser modernen Tafelrunde obliegt es uns die Rebellen und dunklen Wesen im Land zu bekämpfen – und von denen gibt es eine ganze Menge. Nur soviel zur Story.

Cutscenes vs. Action

Spielerisch erinnert The Order: 1886 ein wenig an die Uncharted Reihe von Naughty Dog, wie Kenner der Reihe bereits nach den ersten Spielminuten feststellen werden. Nicht, dass es sich dabei um einen Negativpunkt handelt, im Gegenteil, alles wirkt ein wenig vertraut. Aber auch Spieler, die einige große Titel des Thirdperson-Shooter Genres verpasst haben dürften mit der Steuerung und dem Spielprinzip recht schnell zurande kommen, da The Order keinen neuen Ansätze verfolgt. Auffallend ist da lediglich die Dauer der Zwischensequenzen und die Tatsache, dass diese nicht abgebrochen werden können. Nicht wirklich verwunderlich, denn das Spiel lebt stark von der Story. Fast könnte man sagen, es handelt sich mehr um einen spielbaren Film, als einen wirklichen Shooter. Sollte jemand also die Meinung vertreten, ein Shooter brauche keine Geschichte zu erzählen, da es nur ums „rumballern“ gehe, dann dürfte The Order nicht das richtige Spiel sein. Immerhin nehmen die Zwischensequenzen fast die 150331-theorder1Hälfte der Spielzeit ein. An dieser Stelle sei gesagt, dass die Cutscenes aber nicht einfach nur lang sind, sie sind ebenso optisch ausgefeilt und bilden einen guten Übergang zwischen den Action-Passagen. Langeweile kommt dabei jedenfalls nicht auf.

In den Action-Passagen geht es dann oft ziemlich rund. Mit einem Waffenarsenal, bestehend aus Pistolen, automatischen Gewehren, Sniper und für Steampunk typischen Elektrokanonen ballern wir uns durch die heruntergekommenen Gegenden von London, in denen wir nicht nur verrückten Kriminellen oder Rebellen begegnen. Auch der einen oder andere Werwolf ist unter den Gestalten, die durch Londons Gassen streunen. Im Laufe der Handlung erweitert sich unser Waffenarsenal noch, hin und wieder bekommen wir auch richtig große Geräte oder Geschütze auf unseren Missionen in die Hände. Jedenfalls ist für Abwechslung gesorgt, denn die verschiedenen Waffen haben alle ihre Vor- und Nachteile, sodass man sehr bald ein Gefühl für die bevorzugte Ausrüstung bekommt. Manche Waffen verfügen dazu noch über eine nützliche Spezialfähigkeit, die das Kampfgeschehen zu unseren Gunsten drehen kann. So können wir mit dem Sturmgewehr nicht nur wunderbar Gegner unter die Erde befördern, es lässt sich auch ein Dampfstrahl abfeuern, der nahe Feinde betäubt. Weiters können wir im Kampf auch noch auf Granaten und ähnliches zurückgreifen, wobei die bekannten Arten wie Rauchgranaten wieder mit dabei sind. Doch speziell bei Granaten und ähnlichem sollte auf die Verfügbarkeit geachtet werden. Da man Nachschub nicht an jeder Ecke findet sollte der Einsatz überlegt sein. Bei Schusswaffen150331-theorder2 hingegen können fallengelassene gegnerische Waffe Munition liefern. Als kleines Extra steht uns noch die sogenannte Schwarzsicht zur Verfügung, die sehr stark an das Dead-Eye aus Read Dead Redemption erinnert. Mittels Stick wählen wir in Zeitlupe die Gegner aus und verpassen ihnen mehrere Schüsse, ohne dass diese sich überhaupt bewegen können. Sollten wir trotzdem mal zu Boden gehen, kein Problem. Solange keine weiteren Kugeln den Weg zu uns finden kann sich Sir Galahad leicht wiederbeleben, jedoch braucht diese Fähigkeit eine Weile, bis sie das nächste mal zur Verfügung steht. Da zahlt es sich schon aus gelegentlich in Deckung zu bleiben und auch mal „blind“ zu schießen. Auch wenn The Order kein wirklich fordernder Shooter ist, bloßes Herumstehen führt schnell zum Ableben unseres pflichtbewussten Steampunk-Ritters.

Kämpfen ist Silber, Umschauen ist Gold

Die Kapitel selbst gestalten sich sehr abwechslungsreich, da wir öfters den Schauplatz wechseln und nicht immer gleich ins Kampfgeschehen geworfen werden. Nicht selten begleiten wir eine andere Person die ersten Minuten des Kapitels bei einem simplen Spaziergang zu unserem Einsatzort; ein guter Zeitpunkt für den Spieler dem Dialog der beiden Charaktere zu folgen und ein wenig Information über den Zweck der Mission zu sammeln. Damit diese Spaziergänge nicht langweilig werden müssen auch diverse Klettereinlagen bewältigt, oder in Quicktime-Events ein Schloß geknackt bzw. ein Transformator überladen werden. Scheitern kann man dabei allerdings nicht, die Versuchszahl ist unbegrenzt.

Auch wenn das Setting der Kapitel sich oft ändert und wir von Kellern bis zu luftigen Höhen alles mögliche erkunden dürfen, fehlt das Steampunk Element ein wenig in der Umgebung. Großteils bewegen wir uns einfach durch einen Welt im auslaufenden neunzehnten Jahrhundert. Dennoch: Einen Moment innezuhalten um sich die detailverliebte Umgebung näher anzusehen ist da auf keinen Fall verkehrt und trägt eindeutig zur Atmosphäre des Spiels bei. Außerdem gibt es einige Kleinigkeiten zu entdecken. In den doch sehr linear gestalteten Abschnitten finden sich mehrere Gegenstände, wie Briefe, Poster, Zeitungen oder auch Fotos, die wir aufheben und betrachten können. Mit dem Stick können die Gegenstände dann in der Hand gedreht werden; ein nettes Feature, mehr auch wieder nicht. Diese Objekte helfen uns die Welt von The Order: 1886 besser zu verstehen und bringen uns außerdem Trophäen, wenn wir alle finden. Es kann also nicht schaden sich etwas umzusehen, immerhin sind in der Handlung von The Order mehrere Geheimnisse und Nebeninformationen enthalten.

Ein kurzes Vergnügen

Optisch präsentiert sich der Titel einfach umwerfend. Leider lässt sich von der Umgebung weder viel zerstören, noch gibt es Einschusslöcher oder ähnliches Wänden und Boden. Die Kämpfe mit ihren Rauch- und Explosionseffekten wirken trotzdem beeindruckend, lediglich die Waffensounds könnten etwas durchdringender sein. Beeindruckend sind aber nicht nur die Abschnitte, in denen wir uns durch London ballern, sondern genauso – wenn nicht umso mehr – die ruhigen Momente, wenn wir uns durch die heruntergekommenen Gebäude der Stadt schleichen. Wie sooft in Shootern müssen wir nicht immer den Kampf als erste und einzige Option wählen, auch Schleichen ist eine Möglichkeit. Zwar ist es meist nicht 150331-theorder3möglich sich an allen Gegnern vorbeizumogeln, doch der eine oder andere überraschende Nahkampfangriff sollte doch drin sein. Allerdings gibt es ebenso Passagen in denen wir uns nicht erwischen lassen dürfen, oder vor einem Monster fliehen müssen. In eben diesen Abschnitten kommen Optik und Sound sehr gut zu Geltung, da sie die nötige Spannung erzeugen.

Hin und wieder treffen wir auf diese übernatürlichen Wesen. Zwar halten sich die Variationen dieser Halbblüter in Grenzen, sie passen dafür umso besser in die Steampunk-Welt von The Order. Eines dieser Monster zu jagen, oder auch davon gejagt zu werden bildet sicherlich einen der Höhepunkte die The Order atmosphärisch zu bieten hat. Auch gilt es einige Endkämpfe gegen diese Monster zu bestreiten, diese bestehen allerdings mehr aus Quicktime-Events, als wirklichen Kämpfen. Schade eigentlich, da wäre mehr möglich gewesen.

So interessant und anfangs geheimnisvoll sich die Geschichte auch entwickelt, so unvollendet wirkt sie auch. Zwar schließt die Geschichte mit einem annehmbaren Ende ab, lässt jedoch genug Fragen offen für etwaige Nachfolger. Ob das Ende nun zufriedenstellend ist oder nicht, kann jeder für sich entscheiden; eine Entscheidung, die jedoch viel zu bald getroffen wird, denn die Spielzeit von The Order ist nicht übermäßig lang. Hinzu kommt noch, dass es weder einen Koop-Modus, noch einen Multiplayer gibt und auch der Wiederspielwert sehr gering ist. Vor allem die langen Cutscenes nerven beim zweiten Durchgang, da sie noch immer nicht übersprungen werden können. Den fehlenden Multiplayer kann man ohne weiteres verschmerzen, doch zu zweit wäre die Monsterjagd bestimmt umso unterhaltsamer ausgefallen. Dennoch: für Fans von Singleplayer-Shootern mit Handlung dürfte The Order: 1886 ein heißer Tipp sein.

 

The Order: 1886
   150331-theorder Wertung der Redaktion:

81/100

  • Publisher: Sony Computer Entertainment
  • Getestet auf: PS4
  • Preis: 59,00€
  • Reviewed von: Niels Cimpa

Am 31. März 2015

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20/20 Technik + Wunderschöne Optik
+ Detailreich
+ Guter Sound
- Keine Einschusslöcher
11/20 Umfang + Viele verschiedene Waffen
+ Viel zu finden
- Linear
- Kurze Spielzeit
- Kein Koop- oder Multiplayer
17/20 Gameplay + Technisch ausgereift
+ Action- und Storypassagen
+ Abwechslungreich
- Kaum Wiederspielwert
33/40 Spezifisch + Filmreife Inszenierung (+10)
+ Tolle Atmosphäre (+10)
+ Interessante Story (+8)
+ Glaubhafte Charaktere (+5)

- Zu wenig Steampunk-Elemente (-4)
- Viele offene Fragen am Ende (-3)

Fazit:

[rating itemreviewed=“The Order: 1886″ rating=“81″ reviewer=“Niels Cimpa“ dtreviewed=“31.03.2015″ best=“100″ worst=“0″]

Film oder Spiel?
The Order 1886 als spielbaren Film zu bezeichnen ist möglichweise etwas zu viel, aber nicht weit hergeholt. Das Spiel legt viel Wert auf die Story und Charaktere, lange Cutscenes und ruhige Passagen, in denen tatsächlich nur geredet wird. Dennoch schafft es The Order dabei nicht langweilig zu wirken, da die Action- und Story-Passagen gut aufeinander abgestimmt sind. Auch optisch muss sich das Spiel keinesfalls verstecken. Leider ist das Vergnügen doch ein kurzes, was durch den fehlenden Koop- und Multiplayer plus geringem Wiederspielwert umso schmerzhafter ist. Doch dürfen Fans von Thirdperson-Shootern mit Handlung sich auf ein angenehm abwechlungsreiches Steampunk-Abenteuer freuen, das etwas mehr Steampunk vertragen hätte.

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So testen Wir

Bloodborne

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Es ist wieder soweit, das lang ersehnte neue Spiel von From Software und Japan Studios ist da: Bloodborne! Das reale Leben kann nun getrost wieder auf Stopp gedrückt und in die düster schaurige Spielwelt des Souls-Nachfolgers eingetaucht werden. Es gibt wohl kaum noch jemanden in der Gaming-Szene, der noch nicht mit den Mythen der Vorgänger Demon’s Souls und Darksouls in Berührung gekommen ist und zur Freude aller die auf einen würdigen Nachfolger von Darksouls gewarten haben, durch die Rückkehr des Creativ-Directors Miyazaki ist der „Ohnmachtfaktor“ wieder zurück – doch dazu später mehr.

 

Faszination eines masochistischen Spiels

Wieso wollen denn nun so viele Gamer überhaupt einen Titel, der allen westlichen Spielstrukturen zum Trotz ist? Spieler werden ohne großes Intro direkt in eine ihnen vollkommen feindselige Welt gestoßen. Die Geschichte unseres Protagonisten wird nur sehr kryptisch erzählt und lässt sehr viele Lücken offen, die Kamera ist alles andere als dein Freund und um all dem noch eins drauf zu legen ist der Schwierigkeitsgrad sehr hoch angelegt. So sind Bosse nur durch viel Geduld und Analyse ihrer Bewegungen zu besiegen. Wieso also kommt es dazu, dass eine riesige Fangemeinde nichts anderes will, als ein Spiel mit eben diesen Attributen?

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Die Antwort ist einfach: Es handelt sich um ein Spiel, das es vermag die sonst nicht zusammen passenden Gaming Welten Asiens und Europas unter einen Hut zu bringen. Bloodborne spielt in Yharnem, einer Stadt die vom Stil her sehr an ein England längst vergangener Epochen erinnert. Diese sehr düster wirkende Umgebung wird mit einem Setting, das getrost als Steampunk deklariert werden kann, abgerundet.
Dem uns sehr westlich aussehenden Design stellt der Entwickler nun jedoch eine so lebensunfreundliche Umwelt entgegen und provoziert damit einen so verkrampften Kampf um das Überleben, den man in anderen Spielen vergeblich sucht. Bloodborne bleibt dennoch zu jeder Zeit fair. Je mehr man spielt, desto besser wird man im Umgang mit der anfangs kompliziert wirkenden Steuerung und erkennt immer mehr Muster in den Angriffen der Gegner, wodurch man sich immer länger auf den Beinen halten kann. Und was befriedigt einen mehr als endlich einen Boss zu erlegen der einen davor so oft erledigt hat, dass man aufgehört hat mitzuzählen?

Prepare to die

Wie bereits oben Erwähnt ist die Geschichte unseres Protagonisten sehr schwer zu Erfassen und zu Verfolgen. Das einzige was mit Sicherheit gesagt werden kann, ist dass unsere Spielfigur an eine Krankheit leidet, deren Heilung uns in der Stadt Yahrnem versprochen wird. Doch bevor wir die Stadt überhaupt erst betreten können, finden wir uns an einen Tisch festgeschnallt in Mitten einer etwas schäbig wirkenden Apotheke. Während wir dort von einem zwielichtig wirkenden Mann eine Infusion gespritzt bekommen, redet dieser irgendetwas von einem Vertrag und der Tatsache dass kein Yharnem Blut in uns fließt. Mehr bekommen wir nicht mehr mit da wir ohnmächtig werden und einige fiebertraumartige Filmsequenzen miterleben dürfen. Nicht viel schlauer als Anfangs wachen wie wieder auf und machen uns drauf und dran die neue Welt zu erkunden, nur um nach wenigen Metern von einem riesigen wolfähnlichem Wesen zerfleischt zu werden. Willkommen in Yharnem.

iCKbqKwP0BdAXDer Tod unseres Charakters war jedoch nicht umsonst, da wir uns sobald wir aufwachen in einem sicheren Gebiet wieder finden, dem „Hunters Dream“. Wer Deamon‘s Souls gespielt hat, wird sich an den Nexus erinnern, der sehr ähnlich aufgebaut ist. So fungiert auch „Hunters Dream“ als unsere Ausgangsposition für alle Zukünftige Abenteuern, zu denen man sich mittels der Grabsteine Teleportieren kann.
In der Traumwelt findet man nicht nur seine Anfangswaffen, sondern auch einige Hinweise bezüglich Steuerung und Story. Diese sind jedoch nicht nahtlos an die Anfangssequenz anknüpfend, sondern erscheinen mehr als kleine Fetzen eines großen Bildes. Nach und nach finden sich immer mehr Leute in unserer Traumwelt wieder und so kommt es auch zum Wiedersehen mit einem gewissen Apotheker, welcher uns ein wenig mehr über uns und unser Dasein als Jäger erklären kann.

Woher kommen wir, wohin gehen wir?

Ob wir mehr über uns und unserer Vergangenheit erfahren wollen, hängt im Spielverlauf jedoch von einigen Faktoren ab. So können wir jeden Winkel des sich vor uns ausgebreitet liegendem Yharnem erkunden, um alle Schriftstücke zu finden und jeden NPC nach Informationen befragen, oder einfach nur in die Welt hinaus gehen um einen Boss nach dem nächsten zu jagen und zu erlegen. Es gibt Menschen in Yharnem, denen wir nur begegnen, wenn wir zur richtigen Zeit das richtige tun. So ist der Wiederspiel Wert von Bloodborne sehr hoch. Verschiedene Waffen benötigen verschiedene Attribute und werden durch Bestimmte Builds komplett unspielbar, wodurch bei einem neuen Spieldurchlauf neue Spielweisen durch andere Waffen ergeben. Das sich selbst generierende Gebiet, welches mit Freunden durchwandert werden kann und immer neue Gefahren und Strukturen aufweist sorgt ebenfalls für abwechslungsreiche Stunden.

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An den unzähligen Interpretationsmöglichkeiten welche von der Story des Spiels offengelassen werden, hat sich seit den Souls-Spielen nicht viel geändert. Wir finden uns zwar in einer Welt wieder in der es keine Götterverehrung in der Intensität der Vorgänger nicht gibt jedoch liegt der Fokus nun auf einer Stadt die von einem Schicksalsschlag heimgesucht wurde den es zu ergründen gilt. Die Rolle die wir in dem ganzen Chaos einnehmen ist jedoch fraglich. Wir werden von den patrouillierenden Mobs gehasst und sie wollen nichts mehr als unser Verschwinden. Die Interaktionen mit den Bewohnern der Stadt, welche sich hinter verbarrikadierten Fenstern und Türen befinden und uns alles andere als freundlich gegenübertreten legt nahe, dass wir für die Stadt einen nicht zu tolerierenden Fremdkörper darstellen und wir eventuell mehr Bestie als Jäger sind. Die Charaktere sind nicht klar weiß oder schwarz, wie bereits aus den Vorgängern bekannt, ist eine klare Trennung zwischen Gut und Böse nicht erkennbar und so stellt sich uns alles in einem satten Grauton dar – Sind wir Monster, sind wir Held? Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.

Erstmals ist es in der Soulsserie wirklich möglich, den Charakter optisch nach den eigenen Wünschen anzupassen. Gleichgültig ob zum viktorianischen Umfeld passendend mit Monokel und Backenbart, oder aufmüpfigem jugendlich mit knall roten Haare und Sonnenbrille, der Detailreichtum mit dem das Aussehen des Charakters erstellt werden kann, ist dabei schon fast ein wenig Überfordernd.
Das Klassensystem wird in Bloodborne durch eine Herkunft ersetzt, da diese aber auch für die Startwerte wie Vitalität, Ausdauer usw. zuständig ist, unterscheidet sie sich von einem Klassen System nur durch ihren Namen. Die Attribute des Charakters sind in Bloodborne klar differenziert und im Gegensatz zu den Vorgängern ist klar ersichtlich wie Werte und Spielverhalten durch aufleveln verschiedener Attribute beeinflusst wird. Jede Waffe wird mit einem bestimmten Attribut stärker, so wird ein Hammer schwingender Hüne seine Level in Stärke investieren, während ein Charakter der mit flinken Messern spielt sein Geschick erhöht. Die richtige Waffe zu finden gestaltet sich auf Grund der großen Auswahl gar nicht so leicht. So kann in der rechten Hand eine Hauptwaffe geführt werden, die per Knopfdruck in eine andere Form gemorpht werden kann. Ein Gehstock wird so in Sekunden zu einer Peitsche oder ein Schwert zu einem Hammer, dieses Morphen kann nicht nur außerhalb des Kampfes eingesetzt werden sondern als Attacke selbst. Es ist eine Freude die Animationen des morphens anzusehen und sich mit den verschiedenen Formen einer Waffe auseinander zu setzen. Nebenbei gibt es noch einen Sekundärwaffen Slot, in dem eine Pistole verwenden werden kann, mit der es, wenn der Schuss zur richtigen Zeit abgegeben wird, möglich ist einen Gegner zu parieren und ihm folglich einen kritischen Treffer zu verpassen. Die Steuerung der Waffen ist dabei ein wenig ungewohnt, da das morphen auf der vorderen linken Schultertaste betätigt wird und die Sekundärwaffe mit der hinteren.  Mit Hauptwaffe kann wie bereits in den Vorgängern ein schwacher sowie ein starker Schlag ausgeteilt werden je nachdem ob die vordere oder hintere rechte Schultertaste gedrückt wird.

unnamedTiming als Schlüssel zum Erfolg

Die Entscheidung zwischen leichtem oder starkem Schlag kann unter Umständen über Leben und Tod entscheiden. Da es die Möglichkeit, mit vorgehaltenem Schild durch die Straßen von Yharnam zu ziehen, nicht mehr gibt, liegt der Fokus in Bloodborne nun noch mehr bei richtig gesetzten Sprungattacken, mit der O-Taste ausgeführten Ausweichmanövern und dem Parieren tödlicher Schläge. Ob wir uns nun gegen einen Mob mit Mistgabeln und Fackeln schwingenden Einwohnern, riesige Bestien, oder verunstaltete Mutanten stellen müssen, jedes Bewegungsmuster muss gelernt werden und jeder Schritt reiflich überlegt und geplant sein, damit man am Leben bleibt. Die Wahl der richtigen Waffe ist damit von immenser Bedeutung, da sich jede der Waffen anders spielt und einen anderen Spielstiel erfordert. Doch egal welche Waffe geschwungen wird, eines ändert sich niemals – die Flucht nach hinten ist meist wenig von Vorteil. Dies liegt daran, dass es uns für kurze Zeit nachdem wir getroffen wurden möglich ist, unsere verlorenen Lebenspunkte durch einen Gegentreffer zurück zu gewinnen.

Im Allgemeinen fühlen sich die Gefechte im Gegensatz zu den Souls Vorgängern schneller an und der Fokus liegt nun stärker auf dem Angriff als auf der Verteidigung. Des Weiteren halten wir weitaus weniger aus. Es scheint als habe die Zeit der schweren Rüstungen und Full-Tanks mit Bloodburne ein Ende gefunden. Diese Umstellungen macht es fast unmöglich das Fehlen der Beherrschung der Steuerung mit Charakterleveln und Attributen zu kompensieren.

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Das Leveln wird übrigens mit Blutechos (leider sind die deutschen Übersetzungen ein wenig hilfsbedürftig ausgefallen) bezahlt. Genauso wie das Aufwerten von Waffen und das erwerben von Gegenständen bei Händlern. Die Blutechos erhalten wir von jedem erledigten Gegner, lassen sie jedoch wenn wir sterben an dem Ort zurück, an dem wir das zeitliche gesegnet haben. Wenn die Stelle erreicht wird, ohne noch einmal zu sterben, können die verlorenen Echos wieder aufgelesen werden. Falls nicht,sind alle verloren. Neu ist die Tatsache, dass ein Gegner die fallen gelassenen Seelen in sich aufnehmen kann. Wenn das passiert, gilt es ihn zu töten, um die Seelen zurückzuerhalten.

Im Laufe der Reise durch Yharnem finden sich einige Checkpoints, in Form von Laternen, an denen wir uns zurück in unser Refugium dem „Hunters Dream“ teleportieren können. Sterben wir, werden wir an dem Checkpoint wiederbelebt, an dem wir zuletzt rasteten. Neben der Problematik der verlorenen Echos, sehen wir uns nun wieder allen Feinden gegenüber, die wir vorher aus dem Weg geschafft haben, da alle Gegner mit dem Tod respawnen.

Wenn es daran geht neue Abschnitte zu erkunden, ist jeder Schritt mit etwas Pech der letzte. Genau deshalb ist es ein Muss, seine Umgebung genau zu inspizieren. Es gilt Ohren offen zu halten, da es oft verräterische Geräusche gibt, die uns vor einem herbei rollenden Stein oder einem die Tür zerberstendem Werwolf warnen können. Der Soundtrack ist meiner bescheidenen Meinung nach perfekt gelungen und bindet sich nahtlos ins Spiel ein. Beispielsweise lassen die nervenaufreibenden Streicherpassagen bei den Bossen den Blutdruck nochmal um einiges steigen, während wir durch die entspannte dahintröpfelnde orchestrale Musik im „Hunters Dream“ das Gefühl wirklicher Sicherheit haben.

Sieht doch ganz gut aus! 

Der Sprung auf die Next-Gen Konsole ist definitv spürbar, so sind die Texturen sehr scharf und die Lichteffekte stellen ganz Yharnem wortwörtlich im richtigen Licht dar. Das Artwork ist wie bereits in den Vorgängern ein wahrer Hingucker und jeder Gegner strahlt eine gewisse Faszination aus. So erscheint es fast schade, dass kaum Zeit bleibt die wunderbaren Wesen auf die man Trifft bestaunen zu können.

So gerne wir die fesselnde Atmosphäre, welche wohl auch durch die großartig Optik gelungene ist, noch viel intensiver in uns aufsaugen würden, so gelangweilt sind wir von dem Ladebildschirm. Mehr als ein simpler Bloodborne Schriftzug wäre doch nett gewesen. Gepaart mit häufigen Toden, welche uns stunden unseres Spielfortschritts nehmen, führen die ermüdenden Ladezeiten zur Dämpfung der Spielfreude des ansonsten sehr gut gelungenen Spiels. Sehnlich vermisst man die früheren Itembeschreibungen während des Ladens.

 

Bloodborne
Bloodborne-Cover Wertung der Redaktion: 

89/100

  • Publisher: Sony Computer Entertainment
  • Getestet auf: PS4
  • Preis: 69,99€
  • Reviewed von: Benno Dünser (Gastautor)

 

Am 31. März 2015

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15/20 Technik + Grafik
+ Detailreichtum
+ Soundtrack
- Ladezeiten
18/20 Umfang + Große Spielewelt
+ Lange Spieldauer
+ gute Preis/Leistung
- ein paar nervige Bugs
18/20 Gameplay + Hoher Wiederspielwert
+ Fairness
+  sehr fordernd
- Unfreundlich für Einsteiger
38/40 Spezifisch + Große Auswahl an Ausrüstung und Waffen (+10)
+ hoher Schwierigkeitsgrad (+10)
+ Alles will erkundet werden (+10)

+ Viele Items (+8)
- Ladebildschirm (-2)

Fazit:

[rating itemreviewed=“Bloodborne“ rating=“89″ reviewer=“Benno Dünser“ dtreviewed=“31.03.2015″ best=“100″ worst=“0″]

Der sehnlich erwartete Nachfolger der Soulsreihe?
Ein komplett neues Setting gepaart mit der Spielerfahrung und den Gänsehautmomenten der ursprünglichen Souls-Spiele führt zu einem der Spiele, denen es wieder gelang uns in seinen Bann zu ziehen. Bloodborne ist vom Spielgefühl, der Steuerung und der Entwicklung des Charakters sehr nahe bei Darksouls angesiedelt. Jedoch eröffnet es eine komplett neue Welt und ist daher keine direkte Weiterführung von Darksouls. Es ist ein für sich stehendes großartiges Spiel, das uns wieder das lang ersehnte Ohnmachtsgefühl aufdrückt, welches bei Darksouls viele vermisst haben. Für Fans der Souls Spiele und Hobbymasochisten eine eindeutige Kaufempfehlung.

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 ►So testen Wir

Grey Goo

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Momentan ist die Anzahl der Echtzeit-Strategiespiele eher sehr begrenzt. Neben StarCraft II gibt es derzeit kaum andere Vertreter des Genres. Grey Goo versucht diese Lücken etwas zu füllen und greift den Charme der klassischen RTS-Games wieder auf, übernimmt altbekannte Elemente und verpackt diese zusammen mit einigen innovativen Ideen zu einem neuen Science-Fiction-Strategiespiel.

 

 

Wo wir bei StarCraft II jede Einheit haargenau unter die Lupe nehmen, millimetergenau platzieren, und jede Schwäche und Stärke kennen müssen, bekommen wir mit Grey Goo ein besonders unkompliziertes Strategiespiel geboten. Die Entwickler aus dem Hause Petroglyph, bieten ein Mehr-Ist-Mehr-Prinzip, bei dem mehr auf große Schlachten, als auf ausgefallene Angriffe gesetzt wird. Quantität, vor Qualität, dies aber in einen sehr gut ausbalancierten Spielprinzip.

2015-02-27_00014Dabei wird sich viel an den Command & Conquer Klassikern orientiert und bringt die guten Elemente aus Supreme Commander mit hinein. Was an einigen Stellen simplifiziert wird, machen eine gute, aggressive KI und eine spannende Geschichte wieder wett.

 

Für jede Rasse gibt es 5 einzelne Missionen, welche ihre Geschichte erzählt. Insgesamt kommen wir somit auf 15 Missionen in der Singleplayer-Kampagne, welche zusammen ungefähr 12 Stunden Spielzeit bieten. Zusätzlich können wir im Multiplayer auch Schlachten gehen andere Spieler schlagen. Da wir euch die Story jeder Rasse natürlich nicht vorenthalten möchten, bekommt ihr hier eine Zusammenfassung:

Rasse: Die Menschen

500 Jahre nachdem die Menschheit ihr Solarsystem zum ersten Mal verlassen und das Universum zu erkunden begonnen hat, starten die 15 Missionen des Echtzeitstrategie-Spiels auf dem Planeten Ecosystem Nine. Jahrhunderte wurde vergeblich nach anderen intelligenten Lebewesen gesucht. Nach der Rückkehr auf die Erde, suchten sie Frieden und Stabilität, angeführt von künstlichen Intelligenzen. Doch als ein Signal von dem weit entfernten Planeten Ecosystem Nine entdeckt wurde, schickte man das Sternenschiff LSV Darwin, um genauere Untersuchungen durch zu führen. Bei der Landung kam es zum Kontakt mit den Beta, welcher in einen Kampf endete. Um mehr über den Planeten zu erfahren, werden gleichzeitig Bodenproben gesammelt, unter anderen auch von den Goo, welche aber ihren Behältern entflüchten und die LSV Darwin zerstören.

 

Rasse: Die Beta

Die  Beta (oder Mora, wie sie sich selbst nennen) macht aber den eigentlichen Start, denn diese dürft ihr in den ersten 5 Missionen steuern. Hierbei handelt es sich um eine ehemalige Weltraumfahrer-Kultur. Die letzten Überlebenden dieser Rasse haben sich vor einem unbekannten Angreifer auf den Planeten gerettet. Während eines Experiments treffen sie dabei auf drohnenähnliche Angreifer und müssen sich gegen sie verteidigen. Recht bald stellt sich heraus, dass die Drohnen von dem Menschen zu kommen scheinen, auch wenn die Technologie veraltet wirkt. Dies ist der Anstoß, um die auf dem Planet gelandeten Menschen unter Beschuss zu nehmen. Doch es kommt zu einer Explosion im Orbit, was die Goo auf den Planeten frei ließ, welche daraufhin sowohl die Beta, als auch die Menschen angriffen.

 

Rasse: Die Goo

Die auf dem Planeten gestrandeten Menschen und die dort heimischen Beta beenden ihren Zwist, um gegen den gemeinsamen Feind, die Goo, zu kämpfen. Bald schon finden sie heraus, dass diese ein Teil der künstlichen Intelligenz „Pathfinder“ ist, welche zu einem alten Versuchsprojekt der Menschen gehört. Dabei sollte ein sich selbst reparierendes Raumschiff gebaut werden, welches allerdings als verschollen galt. Eine Probe von Nanorobotern, welche sich selbst replizieren sollten, sollten damals das Schiff in Stand halten, doch scheinen die Nachkommen, also die Goo, neben ihren Überlebensdrang, auch eine aggressive, selbstbestimmende Seite entwickelt zu haben.

 

Ecosystem Nine

gg_screen_01In der Kampagne können alle 3 Fraktionen gespielt werden, wobei jede eigene Einheiten, Gebäude und Spielmechaniken haben. Ähnlich wie bei StarCraft, spielt sich also jede Fraktion etwas anders und besitzt Vor- und Nachteile. Die Beta beispielsweise können recht schnell überall auf der Karte Außenposten erschaffen, da diese aus der Luft abgeworfen und aufgebaut werden. Die Menschen hingehen müssen ihre Gebäude stets an das Stromnetz anschließen, punkten dafür aber mit automatischen Geschützen, wodurch man alle Einheiten in den Kampf schicken kann, ohne Angst haben zu müssen, dass die Basis währenddessen überrannt wird. Obwohl sich die einzelnen Fraktionen recht unterschiedlich spielen, sind die Kämpfe perfekt ausgeglichen. Bravo! Wo es hier und da noch eckt wird immer wieder ein Update dazu geschmissen, welche eventuelle Balanceprobleme optimieren soll und das funktioniert überraschend gut.

2015-02-27_00012Grey Goo spielt sich klassisch: Wir bauen Katalyst ab, eine Ressource mit der wir alles kaufen, bauen und erweitern. Mit den gewonnenen Mitteln bauen wir unsere Basis auf, setzen Mauern strategisch um unser Gebiet herum, und lassen Einheiten aufmarschieren, welche alles beschützen sollen, oder in den Kampf ziehen. Wer also die meisten Katalyst-Vorkommen in seinen Besitz hat, kann am Schnellsten bauen und sich somit die Vorherrschaft sichern. Dieser ständige Kampf um das Katalyst lässt Grey Goo angenehm dynamisch bleiben.

Doch wirklich überraschend ist die Balance nicht, denn die Einheiten an sich, unterscheiden sich zwischen den Fraktionen eigentlich fast nur visuell. Zwar trifft der Beta-Bomber ein größeres Gebiet und der Menschen-Bomber ist präziser bei einzelnen Zielen, aber darin erschöpfen sich die Unterschiede auch schon wieder. Einige wenige Spezialeinheiten bleiben die Ausnahme, und Upgrades sind zwar nützlich, aber für die Vorherrschaft nicht zwingend notwendig. Zu allem Überfluss können wir unsere eigenen Einheiten auch noch kaum optisch auseinanderhalten, die Menschen etwa setzen ausschließlich auf nahezu identische weiße Hovercraft-Panzer.

 

In die Schlacht!

gg_screen_08Der Hauptteil des Spiels sind und bleiben allerdings die Echtzeit-Kämpfe und diese haben es in sich. Massen an Einheiten schieben sich über das Kampffeld, nutzen Höhenunterschiede und Gebüsche zu ihren Vorteil und bekämpfen sich bis zum Tode. Dabei schafft das gute Balancing ein gutes Spielfeeling und man kommt sich weder über- noch unterfordert vor. Taktisch platzieren wir unsere Einheiten auf der Karte, verteidigen unsere Basis, greifen die Außenposten der Gegner an und verbreitern unseren Herrschaftsbereich.

Unsere Kämpfer haben dabei verschiedene Vor und Nachteile. Einige sind schneller, andere schießen weiter, wieder andere können erst ab einer bestimmten Distanz angreifen. Haben wir eine neue Einheit gebaut, ploppt auch schon am rechten Rand ein Infofenster auf, welches uns genau über unsere neue Streitkraft informieren möchte.

2015-02-27_00007Ach ganz toll gemacht sind die Videosequenzen zwischen den Missionen in der Singleplayerkampagne. Hübsch gestaltete Filme erzählen die Geschichte weiter, während ebenfalls animierte Gespräche uns über den aktuellen Einsatz aufklären und auf eventuelle Nebenmissionen hinweisen. Alles ist gut inszeniert und man versteht die Geschichte eigentlich relativ gut.

 

Warum eigentlich „Grey Goo“?

Gute Frage! Grey Goo, oder zu deutsch „graue Schmiere“, bezieht sich auf eine Weltuntergangstheorie, welche in diesem Spiel behandelt wird, nämlich, dass Nanoroboter die gesamte Materie der Erde aufbraucht, um sich selbst zu replizieren. Eben dies machen die Goo auf Ecosystem Nine, weshalb es gilt sie auf zu halten.

Wenn ihr die Goo selbst übernehmt, merkt ihr auch bald, dass das Spielverhalten dieser Fraktion sehr ungewöhnlich ist. Anstatt sich mit Gebäuden rum zu quälen, entstehen die Einheiten aus einer Art Mutterschleim. Dieser ist mobil und kann sich auf die Katalyst-Vorkommen setzen und sich an ihnen so weit voll fressen, bis wir weitere Mutterschleime abspalten können.

 

 

Grey Goo
grey_goo_0003 Wertung der Redaktion:

80/100

  • Publisher: GreyBox
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 40,49€
  • Reviewed von: Roman Völkel

 

Am 29. März 2015

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18/20 Technik + Gute taktische Übersicht
+ Viele Details
+ Gut animierte Zwischensequenzen
+ Guter Soundtrack
+ Gute Synchro
- Kaum Abwechslung zwischen den Karten
- Einheiten schauen sich zu ähnlich
17/20 Umfang + 15 Missionen
+ Gute Spieldauer
+ Multiplayermodus
+ Viele Einheiten und Gebäude
+ 3 Rassen
- Kaum Spielmod
16/20 Gameplay + Guter Wiederspielwert
+ Gute Fairness
+ Sehr gute Balance
- Mit der Dauer monoton
- Kaum Überraschungen
29/40 Spezifisch + Gute Auswahl an Einheiten (+8)
+ Gute Auswahl an Gebäuden (+7)
+ Guter RTS (+9)
+ Gute Steuerung (+5)
- Einheiten sehen sich zu ähnlich (-5)
- Wenige Upgrades (-3)
- Protagonisten nicht einprägsam (-3)

Fazit:

[rating itemreviewed=“Grey Goo“ rating=“80″ reviewer=“Roman Völkel“ dtreviewed=“29.03.2015″ best=“100″ worst=“0″]

Grey Goo bringt wieder einmal Leben in die Real-Time-Strategie-Spiele. Es spielt sich solide und die Zwischensequenzen sind sehr cool inszeniert. Mir hat es Spaß gemacht, mal wieder große Massen an Einheiten über die Karte bewegen zu können und einfach den Schlachten zusschauen zu können, ohne jede Einheit korrigieren zu müssen, oder Spezialattacken aktivieren zu müssen. Trotz seiner Simplifizierungen lässt sich viel aus Grey Goo rausholen. Die Einheiten sind nur leider viel zu ähnlich gestaltet, so weiß man teilweise gar nicht, mit welchen Kämpfern man eigentlich gerade in die Schlacht zieht. Nichts desto Trotz: Ein klarer Tipp für alle Strategen!

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So testen Wir

 

Inazuma Eleven GO ChronoStones: Flammenwall

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Das Fußball-RPG Inazuma Eleven geht in die nächste Runde! Arion Sherwind muss in Inazuma Eleven GO ChronoStones: Flammenwall / Donnerknall zusammen mit seiner Mannschaft den Fußball retten.

Als Arion Sherwind zu seiner Schule zurückkehrt trifft ihn der Schlag: Der Fußball scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Niemand erinnert sich daran, dass die Raimon jemals eine Schule mit Fußball-Club gewesen wäre und selbst Arions Freunde scheinen den Fußball vergessen zu haben. Gut, dass Hilfe aus der Zukunft naht! Fußball-Retter Fei und der blaue Wunderbär erreichen Arion grade noch rechtzeitig bevor auch er vergisst. Doch was hat diese mysteriösen Ereignisse hervorgerufen? Die Zukunftsorganisation El Dorado will den Fußball auslöschen und hat dafür ihr Spezial-Team „Protokoll Omega“ auf die Vergangenheit losgelassen. Um den Fußball zu retten, müssen Arion, Fei und Wunderbär nicht nur Arions Mannschaft zur Besinnung bringen, sondern auch quer durch die Zeit reisen und die geheimnisvollen Elf der Äonen finden. Eine lange Reise mit vielen interessanten Schauplätzen beginnt. Und vor allem mit sehr viel Fußball!

9_N3DS_InazumaElevenGoChronoStones_Screenshot (8)Uns’re Kickers die schaffen es, Tor!

Inazuma Eleven ist ein Spiel des, durch Professor Layton bekannten, Entwickler-Studios Level 5. Entsprechend viel Qualität darf man sich also vom neuen Inazuma Eleven-Teil erwarten. Grafisch passen die 3D-animierten Figuren und der Stil ausgezeichnet zu den Kapazitäten des 3DS-Systems. Zwischendurch darf man sich immer wieder von hochwertige Anime-Szenen verzaubern lassen. Das komplette Spiel verfügt über eine sehr gute deutsche Synchronisation. Mit einem flüssigen Spielerlebnis, dem 3D-Effekt und Touchscreen-Steuerung werden alle wichtigen Features des Handhelds voll ausgenutzt. Auch ein Mehrspieler-Modus, in dem man zusammen mit bis zu drei Freunden spielen kann, ist integriert. Kein Wunder, dass das Spiel mit über 26000 Blöcken der Speicherkarte schwer ins Gewicht fällt. Wer kann, sollte lieber auf eine Retail-Version zurückgreifen.

8_N3DS_InazumaElevenGoChronoStones_Screenshot (7)Das Spielprinzip von Inazuma Eleven ist recht einfach zu verstehen: Auf dem Rasen befinden sich die Spieler beider Mannschaften und man versucht so viele Tore wie möglich zu schießen. Eben wie echter Fußball! Die eigene Mannschaft läuft prinzipiell immer Richtung Ball/Tor aber mit der Touchscreen-Steuerung kann man einzelne Spieler auch ein Stückchen in eine Richtung lenken. Tippt man auf einen gegnerischen Spieler, laufen die Teamkollegen automatisch hin und versuchen den Ball abzunehmen. Hat man selbst den Ball, kann man per Touchscreen-Tipper den Ball schießen. Treffen zwei Gegner aufeinander, beginnt ein Zweikampf! Hier wählt man, welche Richtung man einschlagen möchte und je nachdem kann man den Gegner ausdribbeln und unbeirrt weiterlaufen. Schafft man dies nicht, was meistens der Fall ist, entscheiden die Statuswerte der beiden Kontrahenten wer den Ball bekommt. So kämpft man sich weiter zum Tor. Auch hier entscheiden die Statuswerte der Spieler, ob das Runde ins Eckige kommt. Aber keine Angst: Übermächtige Torwarte gibt es nicht, denn nach ein paar Torschüssen ist selbst der standhafteste Keeper erschöpft und lässt mal einen Ball durch.Jeder Spieler hat KP, die bei normalen Spiel-Aktionen wie Dribbeln, Schießen und Abblocken verbraucht werden. Wird ein Spieler viel beansprucht, ist er irgendwann erschöpft und rennt dann langsamer und vermasselt Pässe. Dann sollte man ihn Auswechseln oder mit Getränken versorgen. Dann gibt es noch die TP, mit denen Spezial-Fähigkeiten ausgeführt werden, die in den meisten Fällen den Gegner überrumpeln. Da man aber meistens maximal zwei Spezial-Fähigkeiten ausführen kann, sollte man sparsam mit seinen TP umgehen.

4_N3DS_InazumaElevenGoChronoStones_Screenshot (3)Denn sie sind ja elf Freunde…

Damit das Ganze noch ein bisschen spannender wird, gilt es auch ein wenig zu Taktieren. Da die Spieler unterschiedliche Statuswerte haben, muss vor dem Spiel gut überlegt werden, welche Formation genommen wird und welcher Spieler auf welcher Position spielt. Es gibt Spieler, die können gut Dribbeln und sind Ausdauernd, andere haben eine hohe Schusskraft und wieder andere haben eine hohe Abwehr. Stärken und Schwächen müssen durch die Aufstellung getilgt werden oder werden im Spezialtraining beseitigt. Jeder Spieler und jede Fähigkeit ist einem Element zugeordnet. Treffen zwei Spezial-Fähigkeiten aufeinander, gewinnt immer das jeweils übertrumpfende Element. Außerdem kann einmal pro Match der Kampfgeist oder die Kampfgeist-Rüstung der Spieler aktiviert werden. Dann ist man für eine kurze Zeit ziemlich Übermächtig und kann eigentlich bis zum Tor durchlaufen.

6_N3DS_InazumaElevenGoChronoStones_Screenshot (5)Leider gibt es aber ein paar Faktoren, die das vielversprechende Spielprinzip ein wenig eindämmen. Da die Spiele recht schnell vorbeigehen und auch die Aktionen der Spieler in einem hohen Tempo ausgeführt werden, ist es oft nicht möglich über die Karte zu sliden um die einzelnen Spieler gut zu positionieren. Sie rennen ohnehin wie ihnen die KI gewachsen ist. Deshalb ist das Elemente-System auch für die Katz, da man nicht eigenständig entscheiden kann, welcher Spieler welchem Feind entgegensteht. Man sieht ohnehin nicht, welche Elemente die anderen Spieler haben.

Die großen 11 vs 11 Story-Matches sind aber nicht so einfach zu gewinnen. Man muss schon alles geben, die beste Mannschaft aufstellen und zum richtigen Zeitpunkt Kampfgeister und Techniken einsetzen. Und selbstverständlich darf man nicht vergessen, seine Mannschaft zu trainieren. Das geschieht in den kleinen 5 vs 5 Matches die überall auf der Weltkarte verteilt sind. Hier ist das Ziel, das erste Tor zu schießen. Dann gibt es Erfahrungspunkte für die Spieler, sowie Elan-Punkte und Teamgeist-Punkte und manchmal auch spezielle Items. Leider werden diese Spiele sehr schnell langweilig. Man hat nur sehr kurz Zeit und wenn man einmal raus hat, wie man an den Gegnern vorbeikommt, ist ein Tor oft schon nach einem Spielzug geschossen.

7_N3DS_InazumaElevenGoChronoStones_Screenshot (6)Ob am Boden, oder Oben: Eine bess’re Mannschaft gab es nie!

Wie man sieht, steckt hinter dem simplen Spielprinzip doch sehr viel Taktik und Aufwand. Hinzu kommen noch eine Vielzahl von verschiedenen Spielern, sowie Items und Techniken. Mit Elan-Punkten kann neue Ausrüstung und neue Techniken gekauft werden. Teamgeist-Punkte sind dafür da, neue Spieler anzuheuern. In jedem der unzähligen Gebiete kann man teilweise bis zu 20 verschiedene Spieler mit unterschiedlichen Statuswerten kaufen. Jeder Spieler hat dabei auch sein ganz eigenes Design. Um die Spieler zu kaufen, braucht man aber meistens noch ein bestimmtes Item, welches man erhält, wenn man ein 5 vs 5 Match gewinnt. Leider bekommt man diese Items extrem selten, weshalb das Zusammenstellen eines eigenen Teams extrem mühsam ist. Es ist ohnehin fast überflüssig, eine eigene Mannschaft aufzustellen, da die Hauptcharaktere die meiste Zeit im Team sein müssen und dann nur noch Platz für ein oder zwei Spieler ist. In der Hauptstory hat man also nicht so viele Möglichkeiten mit seinem eigenen Team taktisch zu spielen. Dafür kann man aber in der Fußball-Tour alles geben. Hier darf man abseits der Story verschiedene 11 vs 11 Matches bestreiten und diese unter ganz bestimmten Bedingungen gewinnen, um spezielle Items zu bekommen.

Die Story an sich ist recht linear gestaltet und man fühlt sich manchmal ein wenig für Dumm verkauft, wenn Anweisungen wie „Klettere die Leiter hoch“ gegeben werden. Dafür sind die inhaltlichen Abschnitte, zum Beispiel wenn ein großes Match vorbei ist, eine Zeitreise gemacht wird oder ein Tag zu Ende ist, gut gestaltet. Etwa 45 Minuten dauert so ein Abschnitt. Die ideale Zeit für eine Zocker-Session. Dafür braucht das Spiel aber auch einige Zeit um richtig in Fahrt zu kommen. Schließlich muss das gesamte Spielprinzip erklärt werden und zusätzlich dazu noch verschiedene Raum-Zeit-Paradoxe aufgeklärt werden. Manchmal ein wenig mühsam, aber solange man nicht zu der Sorte Mensch gehört, die sich über absurde Logiken aufregen, hat man viel zu lachen. Für Gelächter, oder zumindest ein wenig Schmunzeln, sorgt auch der InaChat, ein Ingame-Chat in dem sich die Charaktere ganz in zeitgenössischen Messenger-Stil unterhalten. Inklusive Hashtags, Capslock und „Jemand tippt“-Anzeigen. Schließlich gibt es auch noch ein paar kleine Unterschiede in den beiden Versionen Flammenwall und Donnerknall. Verschiedene freischaltbare Charaktere und andere Anime-Sequenzen zum Beispiel.

 

Inazuma Eleven GO ChronoStones: Flammenwall
ctr_inazumago_wildfire_ps_gep Wertung der Redaktion:

85/100

  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: New 3DS XL
  • Preis: 39,99 €
  • Reviewed von: Nina van Aken

 

Am 26. März 2015

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20/20 Technik + Komplette Deutsche Synchro
+ Hochwertig Produziert
+ Anime-Sequenzen
+ Unterstützt viele 3DS-Features
18/20 Umfang + Viele verschiedene Umgebungen
+ Umfangreiche Story
+ Viele Items und Fähigkeiten
+ Unzählige Spieler zum freischalten
- Spieler freischalten ist schwer
- Sehr linear
17/20 Gameplay + Einfach zu lernende Touchscreen-Steuerung
+ 11 vs 11 Matches sehr anspruchsvoll
+ Verschiedene Spielaufstellungen und Fähigkeiten
+ Macht sehr viel Spaß!
- 5 vs 5 Matches schnell langweilig
- Taktieren mit Elementen eher schwierig
30/40 Spezifisch + Extrem viele Spieler (+10)
+ Spielabschnitte mit guter Länge (+5)
+ Sehr hochwertig Produziert (+10)
- Kommt nur langsam in Fahrt (-5)
- Nutzt nicht das volle Potential (-10)

Fazit:

[rating itemreviewed=“Inazuma Eleven GO ChronoStones: Flammenwall“ rating=“85″ reviewer=“Nina van Aken“ dtreviewed=“26.03.2015″ best=“100″ worst=“0″]

Inazuma Eleven GO ChronoStones Flammenwall / Donnerknall hat sich Gameplaymäßig im Vergleich zum Vorgänger nicht zu sehr weiterentwickelt. Neu sind die Kampfgeistrüstungen, die ähnlich wie die Kampfgeister funktionieren. Die touch-gesteuerten Fußball-Matches sind zwar einfach zu lernen, es steckt aber auch sehr viel Taktik dahinter, die man in der Hauptstory aber fast nicht braucht. Während die kleinen 5 vs 5 Matches eher zum Trainieren da sind, muss man in den großen 11 vs 11 Spielen alles geben und auf die Statuswerte und Stärken und Schwächen der Spieler achten. Auch im Fußball-Spiel muss man die Techniken geschickt einsetzen um zu gewinnen. Und Gewinnen muss das Team von Arion definitiv, denn der Fußball muss vor der bösen Zukunftsorganisation El Dorado gerettet werden. Dafür reist Arion durch Zeit und Raum auf der Suche nach den Elf der Äonen und muss viele spannende Matches gegen Protokoll Omega gewinnen. Das Spiel ist sehr umfangreich und bietet eine Vielzahl von Items und neuen Spieler, die aber recht schwer zu bekommen sind und in der Hauptgeschichte wenig zum Einsatz kommen. Das Spiel eignet sich nicht nur für Fußball-Fans und jüngere Spieler, sondern auch für RPG-Fans im allgemeinen, die nach einem RPG suchen, dass nicht die klassische Fantasy-Geschichte durchgeht, denn das Spiel ist mit deutscher Sprachausgabe und Anime-Sequenzen hochwertig produziert und nutzt die Features des 3DS-Systems sehr gut aus.

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So testen Wir

 

Indie-Preview #3: Besiege

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Indiegames sprießen an jeder Ecke aus dem Boden!  Steam, Kickstarterprojekte, oder Publisher unterstützen diesen Trend, um Kleinentwicklern die Möglichkeit zu bieten, ihre Spiele an uns Zocker zu bringen.

 

Damit ihr euch nicht in dem Indie-Dschungel verlauft, präsentieren wir euch regelmäßig Indiegames, welche ihr vielleicht im Auge behalten solltet!

 

Besiege
Genre: Bauen, Physik, Mittelalter

Besiege hat sich bereits einen Namen in der Youtube-Community gemacht. Ihr müsst verschiedenste Aufgaben mit selbst gebauten, mittelalterlichen Maschinen erledigen. Erreicht das andere Ende der Karte, zerstört das Gebäude, kämpft euch durch Heerscharen an angreifenden Truppen und weicht suizidgefährdeten Schafen aus. Egal ob fliegen, fahrend, oder wankend, eurer Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt und ihr könnt alles nach Lust und Laune zusammenschustern. Zerstört Windmühlen, zerquetscht ganze Armeen, oder transportiert wertvolle Waren.

Der Bausimulator im mittelalterlichen Stil befindet sich bereits im Early Access und hat schon viel Inhalt, mit dem man sich einige Stunden beschäftigen kann. Es ist ein Trial and Error Verfahren, wo man erst ein Gleichgewicht der verfügbaren Baumittel finden muss. Wer schon einmal Kerbal Space Program gespielt hat, der kennt das eigentliche Spielprinzip bereits: Baue aus einer Vielzahl aneinander steckbarer Objekte eine Maschine, um die Aufgabe zu Erfüllen. Angefangen von simplen 2 Achsen-Fahrzeugen, über diverse Flugmaschinen, bis hin zu windmühlartigen, fahrenden Tötungsmaschinen, könnt ihr alles bauen, was euch in den Sinn kommt. Das Meiste wird den ersten Versuch wahrscheinlich nicht überstehen, weshalb ihr das Fahrzeug einfach verbessern und es erneut versuchen könnt. Dieses Prinzip mag vielleicht nicht jeder, bringt aber den Bastelspaß der Jugend wieder zum Vorschein. Wer Lego liebt, darf sich hier auf was freuen.

Für 6,99€ auf Steam ist das Spiel fast schon ein Schnäppchen und biete viel Spaß und fast grenzenlose Baumöglichkeiten. Ein Muss für jeden Hobbybastler!


Fazit:
Besiege machte mir trotz Early Access schon richtig Spaß. Ähnlich wie Kerbal Space Program, oder das Handyspiel Bad Piggies, müsst ihr eure eigene Maschine entwerfen, designen und bauen, um die jeweilige Aufgabe erledigen zu können. Dies verläuft natürlich nicht, ohne den einen, oder anderen Frustmoment, welcher aber durch den allgemeinen Spielspaß schnell wieder vergessen ist, sobald das Level absolviert wurde. Mit 6,99€ ist Besiege auch nicht wirklich teuer, bietet aber einige Stunden an Spaß für zwischendurch. Und wer weiß, was sich die Entwickler bis zum vollständigen Release noch alles einfallen lassen.

Publisher: Spiderling Studios
Preis: 6,99€
Aktueller Status: Early Access

 

Indie-Preview #2: Stonehearth

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Indiegames sprießen an jeder Ecke aus dem Boden!  Steam, Kickstarterprojekte, oder Publisher unterstützen diesen Trend, um Kleinentwicklern die Möglichkeit zu bieten, ihre Spiele an uns Zocker zu bringen.

 

Damit ihr euch nicht in dem Indie-Dschungel verlauft, präsentieren wir euch regelmäßig Indiegames, welche ihr vielleicht im Auge behalten solltet!

 

Stonehearth
Genre: Aufbau, Simulation

Stonehearth ist eine gelungene Mischung aus Minecraft und Siedler. Ihr seid dafür verantwortlich, in wie weit sich eure Bevölkerung entwickelt und ausbaut. Mit einer handvoll Siedler gilt es, ein kleines Dorf auf zu bauen. Dabei dürft ihr über jeden Einwohner einzeln entscheiden und ihm, oder ihr, einen Beruf geben, welche sie sofort mit Begeisterung annehmen und ausüben. Egal ob Baumeister, Farmer, Tierfallenleger, oder Beschützer, die mit viel Liebe gestaltete Welt gilt es zu bezwingen.

Lasst Häuser bauen und entscheidet dabei, wo welcher Stein hinkommt, bestimmt die Größe, die Raumanzahl, das Inventar und Design und lasst eure fleißigen Handwerker alles bauen. Erschafft für sie ein neues Zuhause, inklusive Bett, Schrank, Tisch, Stühle und allem, was noch gebraucht wirt. Vergesst dabei nicht Gemüse anzupflanzen, sonst verhungern eure Untertanen und wehrt euch gegen böse Goblins und andere Gegner.

Betreibt Viehzucht und grabt durch das Erdreich, auf der Suche nach neuen Ressourcen, Hauptsache ihr expandiert. Lasst eure Einwohner in den Berufen an Erfahrung gewinnen und befördert sie zu besseren Arbeitern.

Stonehearth befindet sich noch in der Alpha Phase, kann aber für 30$ (~26,80€) auf der offiziellen Webseite erstanden werden. Die Entwickler sind wirklich sehr fleißig und bringen viele Updates sowie meist mehrfach pro Woche Neuigkeiten über die Spielentwicklung heraus. Hier merkt man wirklich, wie voller Leidenschaft an dem Spiel gearbeitet wird.


Fazit:
Die knuffige, kantige Grafik macht das Spiel zu einen meiner Favoriten. Es spielt sich zwar noch nicht hundertprozentig stabil, aber die Entwickler arbeiten fieberhaft daran dies zu ändern und berichten mindestens 2 Mal die Woche, wie die Neuerungen voran schreiten. Mit viel Charme wurde Stonehearth gestaltet, und bringt eine einzigartige Atmosphäre zum Vorschein. Gebäude können selbst designt, oder vorgefertigte Vorlagen platziert werden, welche dann mit den gesammelten Ressourcen aufgebaut werden. Es macht Spaß die kleinen Menschen umher streifen zu sehen und ihnen beim Aufbau der Siedlung über die Schulter zu schauen. Immer wieder gibt es Neuerungen und Updates, welche das Ganze langsam zu einem wirklich guten Game abrunden lässt.
Ich erwarte viel von Stonehearth und denke, dass hier ein kleines Goldstück auf uns warten könnte. In der Zukunft ist viel geplant. So wurde das gesamte Interface erst kürzlich überarbeitet und neue Berufe und Möglichkeiten eingefügt. Hier könnten Stunden an Spielspaß auf uns warten. Behaltet das Spiel auf jeden Fall in Auge!

Publisher: Radiant Entertainment
Preis: 30$ (~26,80€)
Aktueller Status: Alpha

 

Mario Party 10

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Bei manchen Feiern werden ganze Wohnungen auf den Kopf gestellt und bis in die frühen Morgenstunden getanzt. Aber nur bei ganz besonderen Partys schmeißt man sich gegenseitig in glühend heiße Lava, oder wird von fiesen Gegner-Horden niedergetrampelt, und hat auch noch Freude dabei. Die Spielreihe Mario Party sorgt schon seit Nintendo 64 für schallendes Gelächter und Schadenfreude in den heimischen vier Wänden. Nun erscheint mit Mario Party 10 der erste Teil für Nintendos Heimkonsole Wii U. Ob wir das Partyspiel genießen konnten, oder Katerstimmung am nächsten Morgen hatten, könnt ihr in unserem Review nachlesen.

 

wii-u_marioparty10_screenshot_wiiu_marioparty10_011415_scrn02Im zehnten Teil der Reihe bleibt vieles beim alten, aber natürlich gibt es auch einige Neuerungen. Wieder gibt es zahlreiche Minispiele, in Mario Party 10 sind es 70 Stück, und eine Handvoll Spielbretter, auf denen ihr gemeinsam mit Freunden spielen könnt. Wie bereits im direkten Vorgänger würfelt ihr im normalen Mario Party Spielmodus zwar abwechselnd, sitzt allerdings im selben Fahrzeug und bewegt euch gemeinsam fort. Während man früher noch auf dem Spielfeld verteilte Münzen gesammelt hat, um sich große Sterne zu kaufen, wird darauf schon seit Mario Party 9 verzichtet. Durch auf dem Spielfeld verteilte Ministerne oder Aktionsfelder bekommt der aktive Spieler, also derjenige der gerade gewürfelt hat, Ministerne dazu oder abgezogen, oder erlebt die ein oder andere positive (oder manchmal negative) Überraschung. Es gibt erneut einige Spezialwürfel, wie zum Beispiel der 0/1 Würfel, der einen maximal ein Feld gehen lässt, oder ein Würfel, der sich langsam genug dreht um die Augenzahl meist genau zu bestimmen. Am Ziel jedes Brettes wartet dann noch ein finales Minispiel gegen einen passenden Boss und Sieger ist am Ende derjenige, der die meisten Sterne sammeln konnte. Minispiele sind selbstverständlich über das gesamte Spielbrett verteilt, und natürlich der essentielle Teil des Spiels, denn sie sorgen für Abwechslung und dafür, dass man ausreichend Ministerne für einen Sieg erhält.

Bowser und Bowser Jr., die Party-Muffel

wiiu_mp10_screens_e3_03Vielleicht sollte Mario bei folgenden Feten überlegen Bowser und Bowser Jr. einzuladen mitzufeiern, denn immer wieder wenn Mario und seine Freunde eine Party schmeißen und sich messen wollen, versuchen die beiden die Party zu vermiesen. Sie stehlen Minispiele oder verteilen diese um, sodass dies die Platzierungen noch einmal durcheinander bringen kann. Der Spielspaß bei Mario Party 10 ist zwar hoch, der Glücksfaktor allerdings oft ebenso. Einerseits führt dies dazu dass auch spielerisch unerfahrene Personen Chancen auf einen Sieg haben, andererseits kann das Unglück jeden Treffen, auch eben genau jene Spieler. Für mich persönlich würde ich lieber ein bis zwei Runden länger Minispiele spielen, anstatt den Sieg zu sehr vom Glück abhängig zu machen. Für Abwechslung sorgt der Bowser Party Modus, in dem ein Spieler die Rolle des bösen Kooper-Königs übernimmt und bis zu vier andere Spieler gemeinsam gegen ihn antreten müssen, um das Ziel zu erreichen und zu siegen. Zuerst würfeln die Spieler nacheinander und versuchen Bowser zu entkommen, während der Spieler, der Bowser steuert, versucht die anderen einzuholen. Hat man dies geschafft folgt eines der Bowser-Minispiele, in denen man versucht die Herzen der Spieler, denn Ministerne spielen in diesem Modus keine Rolle, auf 0 zu bringen. Hat ein Spieler keine Leben mehr, kann er die anderen zwar mit Spezialwürfel unterstützen, ist aber vorerst ausgeschieden bis er wieder welche erhält. Bowser selbst würfelt hierbei zumindest mit vier Würfel gleichzeitig und bekommt häufig Hilfe durch Bowser Jr., der seinem Vater hilft, wann immer er es für richtig hält. Der Modus ist tatsächlich für beide Partein lustig, aber in zahlreichen Partien haben wir es kaum geschafft Bowser zu schlagen. Manche Minispiele waren ziemlich unfair, außer die Spieler hatten gerade einen Überfluss an Herzen. Dementsprechend ist die Idee des Modus gut, die Umsetzung besitzt unserer Meinung nach aber Verbesserungspotential.

HD-Genuss, amiibo und Freischaltbares

wii-u_mp10_screenshot_marioparty10_direct0114_11Optisch gesehen ist Mario Party 10 genauso bunt wie die Vorgänger, die gestochen scharfe Bilddarstellung ist hierbei nett anzusehen. Man darf sich bei einem Partyspiel kein Grafikfeuerwerk erwarten, jedoch ist die Optik zumindest gelungen. Mario Party 10 nutzt die NFC Funktion der amiibos um Rubbellose freizuschalten oder um bei bestimmten Figuren, wie Mario, Yoshi oder Peach, eigene Spielbretter freizuschalten. Diese individuellen Spielbretter sind eine gute Ergänzung, können allerdings nicht so überzeugen, wie die im Spiel bereits enthaltenen. Dies ist vor allem deswegen schade, weil man sich gerade im Mario Party Modus noch ein paar weitere reguläre Bretter gewünscht hätte. Für gespielte Spiele und freigespielte Punkte kann man im Laden auch einiges freispielen, unter anderem zwei Charaktere, Fahrzeuge und Musikstücke. Das war es aber leider auch schon und so hat man vieles schon nach wenigen Spielen freigeschaltet.

Eine einzige Party?

wii-u_marioparty10_screenshot_wiiu_marioparty10_011415_scrn01Wer auf Spielbretter verzichten möchte, hat in eignen Modi die Möglichkeit Minispiele einzeln zu spielen, das ist vor allem toll, wenn man mal mit Freunden ein paar reguläre Runden gespielt hat, aber danach noch die restlichen Minispiele ausprobieren möchte. Getestet haben wir das Spiel unter verschiedenen Konstellationen: Mal alleine oder zu zweit, mit und ohne Computergesteuerte Figuren, und selbstverständlich auch mit bis zu fünf menschlichen Spielern. Wenn man nur zu zweit spielt, würde man sich manchmal wünschen, dass Minispiele länger dauern oder aus mehreren Runden bestehen würden, da diese dann oft sehr schnell vorbei sind, aber dennoch: Je mehr Spieler, desto besser, aber auch zu zweit bereitet Mario Party 10 uns Freude. Nichts ist wichtiger bei einem Partyspiel als der Spielspaß und der ist auf jeden Fall vorhanden. Wer einmal Fotos von einem Mario Party 10 Spieleabend geschossen hat und am nächsten Tag noch immer das Auslachen („Haha!“), die pure Verzweiflung („Mario Party hasst mich!“) und den Ärger über das eigene Pech („Oh no, not again!“) auf den Bildern erkennen kann, weiß was ich meine.

Mario Party 10
Unbenannt-1 Wertung der Redaktion:

86/100

  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: Wii U
  • Preis: 38€
  • Reviewed von: Florian Nichtawitz

Am 5. Oktober 2015

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20/20 Technik + gute grafische und akustische Umsetzung
+ amiibo sind eine nette Ergänzung
16/20 Umfang + ausreichend Minispiele
+ hoher Wiederspielwert
- wenig Freischaltbares
- ein paar Spielbretter mehr wären wünschenswert
18/20 Gameplay + Spielspaß ab zwei Spieler
- zu hoher Glücksfaktor
35/40 Spezifisch + „Haha!“ (+4)
+ „Mario Party hasst mich!“ (+8)
+ „Oh no, not again!“ (+8)
+  für die ganze Familie und jedes Alter geeignet (+12)
- ambivalenter Bowsermodus (-8)

Fazit: [rating itemreviewed=“Mario Party 10″ rating=“86″ reviewer=“Florian Nichtawitz“ dtreviewed=“16.03.2015″ best=“100″ worst=“0″]Mario Party 10 schafft es viel Gutes aus den alten Teilen mitzunehmen und einige neue Facetten zu zeigen. Es gibt viele Minispiele, aber für meinen Geschmack zu wenige Spielbretter, und die Umsetzung des Bowser Party Modus ist ebenso nicht optimal geglückt. Die Grafik, und die Integration der amiibo sind in Ordnung, im Spiel selbst ist oft der Glücksfaktor eine Spur zu hoch. Mario Party 10 ist zusammengefasst ein lustiges Spiel, und obwohl es kein perfekter Partykracher geworden ist, sind nichtsdestotrotz Spielspaß und einige lustige Spielabende garantiert. Katerstimmung? Fehlanzeige. [/rating]

So testen Wir

 

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