Ring Fit Adventure im Test – Kampf dem inneren Schweinehund

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Mit Ring Fit Adventure bringt Nintendo ein neues Fitness-Game auf die Switch, das euch ordentlich ins Schwitzen bringt. Man trainiert alleine im Kampagnen-Modus oder mit Freunden in Minispielen. Stets ausgerüstet mit dem Trainingsring, dem Ring-Con, und einem Oberschenkelgurt nutzt ihr die feinen Sensoren der Joy-Con, um Fitnessübungen zu absolvieren. So schlägt sich Ring Fit Adventure für die Nintendo Switch im Test.

Ring Fit Adventure im Test – Angeschnallt und losgelegt

Nach dem Einlegen des Spiels in die Nintendo Switch wird man aufgefordert einen Joy-Con in den Beingurt zu stecken und diesen um den linken Oberschenkel zu binden. Der andere Joy-Con wandert in den flexiblen Ring, der somit zum Ring-Con wird und die Steuerung im Spiel ermöglicht. Durch Drehungen navigiert man durch die Menüs, drücken des Ring-Con bestätigt die Auswahl und zieht man den Ring auseinander, geht man einen Schritt zurück. Die Eingaben werden sehr präzise aufgenommen – die Sensoren der kleinen Joy-Con arbeiten hervorragend.

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Ring Fit Adventure kann nicht mit der Switch Lite gespielt werden. Es ist notwendig das Spiel über den TV-Modus zu spielen, der lediglich mit der normalen Nintendo Switch in Kombination mit der Docking-Station gestartet werden kann.

Auf ins den Abenteuermodus

Zu Beginn kann man gleich in den Abenteuermodus starten, wo man durch über 100 unterschiedliche Level reisen und den bösen Bodybuilder-Drachen Drako besiegen muss. Will man sich mit seinem Charakter in einem Level fortbewegen, muss man tatsächlich am Stand laufen. Die Bewegungen werden erfasst und ins Spiel übertragen. In jedem Level verstecken sich kleine Puzzle-Teile, die man finden kann und Gegner, die man besiegen muss. Die Kämpfe sind keine gewöhnlichen, sondern – eh klar – Fitness-Kämpfe. Man sucht sich der Reihe nach Übungen, beispielsweise Überkopfpressen oder Kniebeugen aus, die man nach einem kurzen Tutorial möglichst präzise durchführen muss. Je nachdem auf welcher Intensitätsstufe man spielt, halten Gegner mehr aus und man muss länger trainieren, um sie zu schlagen.

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Später im Spiel kommen neue Übungen dazu und man hat die Möglichkeit gegen Münzen Drinks (zur Heilung und Stärkung), Zutaten oder neue Kleidung zu erwerben. Da die Übungen wirklich anstrengend sind, fragt das Spiel nach kurzer Zeit, ob man es für den heutigen Tag nicht gut sein lassen möchte. So kann Ring Fit Adventure tatsächlich über Wochen unterhalten.

Wer möchte, kann seinen Puls regelmäßig messen lassen, indem man den rechten Daumen auf den Joy-Con im Ring legt. Die Trainingseinheiten kann man nach Wunsch mit einem Stretching beginnen und einem Cooldown beenden – beides wird anschaulich angeleitet. Damit man beim Training nichts falsch macht, sollte man sich die Texthinweise gut durchlesen. Damit man nicht nachlässig wird, kann man eine Erinnerungsfunktion über die Switch aktivieren.

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Minispiele für Zwischendurch

Wer keine Lust auf ausgiebiges Training im Abenteuermodus hat, kann sich mit kurzweiligen Minispielen in Ring Fit Adventure fit halten oder gar einen eigenen Fitnessplan aus dem Pool an Übungen zusammenstellen. So kann man ganz nach eigenen Vorlieben bestimmte Körperregionen verstärkt trainieren. Dazu zählen Arme, Bauch oder Beine.

Zwölf Minispiele stehen im Spiel zur Verfügung, die sich sowohl für nicht so sportliche als auch fitte Menschen eignen. Sie fordern dazu heraus, innerhalb eines Zeitfensters eine Aufgabe möglichst schnell zu beenden. So geht es in einem Spiel beispielsweise darum, als Trampolinspringer möglichst viele Münzen einzusammeln, in dem man immer im richtigen Moment eine Kniebeuge macht.

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Wie anstrengend ist es wirklich?

Auf dem höchsten Intensitätsgrad ist Ring Fit Adventure tatsächlich sehr anstrengend. Es ist absolut nicht nur Cardio-Training, sondern beansprucht einzelne Muskelpartien gezielt – und das spürt man auch am nächsten Tag. Zumindest, wenn man nicht gerade top in Form ist.

Ring Fit Adventure im Test - Kampf dem inneren Schweinehund
Ring Fit Adventure im Test – Kampf dem inneren Schweinehund
Fazit
Das Herz des Spiels ist der Abenteuer-Modus. Nintendotypisch richtet sich dieser vor allem an Kinder. Die kindliche und bunte Aufmache hindern aber auch Erwachsene nicht daran, sich ordentlich auszupowern. Die Übungen sind zu Beginn etwas monoton, erst im späteren Spielverlauf kommt etwas Abwechslung dazu. Macht aber nix, man ist ohnehin nach 20-30 Minuten erschöpft und braucht eine Pause. Die Minispiele sorgen für Abwechslung und können auch gut mit Freunden (nur offline) gespielt werden. Das Spiel wird sportliche Aktivitäten outdoor nicht ersetzen, ist aber eine unterhaltsame Ergänzung.
Technik
90
Umfang
80
Gameplay
85
Spezifisch
90
Leserwertung0 Bewertungen
0
Besser
Schöne Aufmachung
Motiviert zu Bewegung
Sensoren erkennen Bewegungen extrem präzise
Angeleitetes Warm-up und Cooldown
Umfangreicher Abenteuermodus
Schlechter
kein Online-Multiplayer
etwas zu monotoner Übungsverlauf
86
Wertung
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Gregor Lorbekhttps://zock-around-the-clock.com/author/gregor/
Meine Gamer-Karriere begann damals auf dem guten alten N64. Irgendwann bin ich dann auf den PC umgestiegen. Da spiele ich vor allem Shooter und Fantasy-RPGs. Mit diesem Blog erfülle ich mir meinen Traum vom Gaming-Journalisten. Ich bin stolz sagen zu können, Videospiele sind ein großer Teil meines privaten und beruflichen Lebens.

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