Blog Seite 43

Snipperclips

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89
Wertung

Die Nintendo Switch ist seit dem 03.03.2017 weltweit erhältlich und neben „Zelda: Breath of the Wild“ gilt das Action-Knobbelspiel „Snipperclips- Zusammen schneidet man am besten ab!“, als kleiner Geheimtipp für die neue Nintendo Konsole. Unsere zwei Papierschnipsel auf Beinen müssen sich gegenseitig zurechtschneiden, um diverse Herausforderungen und Rätsel zu meistern. Klingt zwar einfach, erfordert jedoch von uns ein hohes Maß an Kreativität und viel Kommunikation. Genauso wie das Brettspiel „Mensch ärgere Dich nicht“, wird Snipperclips viele Freundschaften auf eine harte Probe stellen.

Geistesblitz führte zum Konzept

Snipperclips gehört zu den Spielen, in dem es in jeder Sekunde auf die Kommunikation Snipperclips Snip and Clipder beiden Spieler ankommt. Das Konzept zu dem Action-Knobbelspiel entstand durch einen Geistesblitz zweier Brüder. Die Idee zum Spiel kam den Brüdern Adam Vian und Tom Vian von SFB Games während einer eintägigen Entwickler-Party. Auf der GDC Europe stellten sie den Prototyp von Snipperclips in einer Präsentation vor. Nintendo zögerte danach nicht lange, schnappte sich die zwei Brüder und das Konzept, um daraus ein innovatives Koop-Spiel für die Switch zu entwickeln. Nach der notwendigen Entwicklungsarbeit war Snipperclips fertig und die beiden Papierschnipsel „Snip“ und „Clip“ waren geboren. Snip und Clip sind zwei gute Freunde aus Papier, welche auf Rätsel stehen und sich für deren Lösung sogar dafür gegenseitig verstümmeln. Aber keine Sorge, die Verstümmelung ist nicht von Dauer.

Wie für die Switch gemacht!

Snipperclips kann man sowohl im Singleplayer, als auch im Multiplayer (bis zu vier Spieler) spielen. Sein volles Potenzial entfaltet das Spiel jedoch, wenn man zu zweit versucht die knapp über 40 Rätsel zu lösen. Genau dieser Mehrspieleraspekt ist wie für die Nintendo Switch gemacht. Jeder Spieler zieht einen der beiden kleinen Joycon-Controller von der Konsole ab und schon kann das Rätseln losgehen.

Gespielt wird mit quer gehaltenen Joy-Cons. Mit den beiden Schultertasten drehen wir die Spielfigur nach rechts oder links. Der Analog-Stick manövriert unseren Papierschnipsel in die gewünschte Richtung. Sich ducken, strecken sowie springen ist ebenfalls möglich. Auf Snipperclips SchneidenKnopfdruck schneiden wir unserem Mitspieler das überlappende Stück heraus. Hat der Schnitt nicht richtig gesessen, müssen wir nur die rechte Aktionstaste länger drücken, um die Ursprungsform wiederherzustellen (daher ist die Verstümmelung nicht von Dauer). Bei jeder Aktion reagieren die Gesichter von „Snip und Clip“ mit einer witzigen Mimik, sodass wir beim Testen ständig schmunzeln mussten. All diese oben beschriebenen Bewegungen und Aktionen werden benötigt, um alle Rätsel lösen zu können. Das Prinzip von Snipperclips ist sehr einsteigerfreundlich, bietet aber dennoch durch die unbegrenzten Möglichkeiten ungeahnte Tiefen.

Abwechslung durch Modi und viele Rätsel

Snipperclips bietet euch drei unterschiedliche Modi: Haupt-, Party- und Blitzduellmodus. Den Hauptmodus können wir alleine sowie zu zweit spielen und bietet euch über 40 Snipperclips Stiftunterschiedliche Rätsel an. Sollten wir einmal keinen Mitspieler finden, können wir beide Figuren abwechselnd bewegen. Dabei müssen wir zuerst eine Figur in Position bringen und anschließend zur anderen wechseln. Durch diese Abfolge von Aktionen können wir auch alleine die Rätsel lösen, doch Spaß kommt dabei kaum auf. Kommen weitere Mitspieler zur Session hinzu, steigt der Spielspaß enorm. Im Mehrspieler, egal welcher der drei Modi, kommt es auf drei essentielle Faktoren an- Kreativität, Kommunikation und Zusammenarbeit. Kein Rätsel fühlt sich gleich an und die Musik unterstreicht das Geschehen am Bildschirm perfekt (Ohrwurm-Warnung).

Ein kleiner Schnitt hier, eine etwas großzügigere Ausbuchtung dort und schon kann manSnipperclips Basketball den Basketball ans andere Bildschirmende balancieren. Kurz vorm Korb bückt sich noch der Partner, damit wir diesen als helfende Plattform nutzen können – Ball versenkt und Rätsel gelöst. Bei einer anderen Aufgabe trimmen wir uns gegenseitig, sodass wir zusammen eine Herzform ausfüllen und dadurch das Level abschließen. Der Einfallsreichtum der Entwickler kennt offenbar kaum Grenzen beim Design der Level.

Im Partymodus sind die Rätsel beziehungsweise die Aufgaben speziell auf die Snipperclips Party Modeentsprechende Spielerzahl (drei bis vier) zugeschnitten. Die Entwickler haben sich bei den Aufgaben sehr viele Gedanken gemacht, sodass Alleingänge nicht möglich sind und die Zusammenarbeit im Vordergrund steht. Zwei Spieler können sich noch sehr gut absprechen, doch bei bis zu vier Spielern sieht die Welt ganz anders aus und kann schnell im Chaos enden. Im Blitzduellmodus können sich hingegen bis zu vier Spieler in kleine schnelle Minispiele stürzen. Egal ob wir jetzt ein Basketballmatch austragen, eine Runde Airhockey spielen, oder uns ein Scherengemetzel liefern, der Spaßfaktor ist dabei immer hoch. Schade finde ich nur, dass es keine Online-Modi oder weltweite Bestenlisten gibt. Diese Extras würden das kostengünstige Gesamtpaket weiter abrunden und weniger kantig wirken lassen.

 ►So testen Wir

 

Snipperclips
Fazit
Snipperclips ist für mich im eShop ein kleiner Multiplayer-Gehimtipp. Klar man kann das Action-Knobbelspiel auch alleine spielen, doch im Koop macht es einfach am meisten Spaß und entfaltet so sein volles Potenzial. Das Konzept entstand durch einen Geistesblitz zweier Brüder und wurde von Nintendo sofort aufgegriffen. Snip und Clip sind zwei gute Freunde aus Papier, welche auf Rätsel stehen und diese mit unserer Hilfe auch lösen wollen. Gespielt wird mit quer gehaltenen Joy-Cons und bei jeder Aktion reagieren die Gesichter von "Snip und Clip" mit einer witzigen Mimik, sodass wir beim Testen ständig schmunzeln mussten.Das Prinzip von Snipperclips ist sehr einsteigerfreundlich, bietet aber dennoch durch die unbegrenzten Möglichkeiten ungeahnte Tiefen. Snipperclips bietet drei unterschiedliche Modi: den Haupt-, Party- und Blitzduellmodus. Den Hauptmodus können wir alleine sowie zu zweit spielen, welcher euch über 40 unterschiedliche Rätseln bietet. Ein kleiner Schnitt hier, eine etwas großzügigere Ausbuchtung dort und schon kann man den Basketball ans andere Bildschirmende balancieren. Kurz vorm Korb bückt sich noch der Partner, damit wir diesen als helfende Plattform nutzen können - Ball versenkt und Rätsel gelöst. So schnell kann es gehen. Im Partymodus sind die Rätsel speziell auf die entsprechende Spielerzahl (drei bis vier) zugeschnitten. Im Blitzduellmodus können sich hingegen bis zu vier Spieler in kleine schnelle Minispiele stürzen. Schade finde ich nur, dass es keine Online-Modi, weltweite Bestenlisten, oder andere soziale Internet-Extras gibt. Diese Extras würden das kostengünstige Gesamtpaket weiter abrunden und weniger kantig wirken lassen. Nichtsdestotrotz ist es bei der aktuellen Anzahl der Spiele für die Switch Snipperclips mein persönlicher geheimer Favorit.
Technik
82
Umfang
80
Gameplay
94
Spezifisch
80
Leserwertung0 Bewertungen
0
Besser
knuffige Grafik
Soundtrack
über 40 Level
1-4 Spieler
drei Modi
Koop macht am meisten Spaß
Rätsel auf Spielerzahl angepasst
Schlechter
nur lokaler Mehrspieler
keine Online-Modi
keine weltweite Bestenlisten
Pro-Controller nicht unterstützt
89
Wertung

Styx – Shards Of Darkness

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Der grüne Goblin ist zurück! Wir haben uns das neue Abenteuer von Styx genauer angeschaut und verraten euch in unserer Review, was der Halunke in Shards of Darkness alles zu bieten hat.

 

 

 

 

Gespielt haben wir auf der PS4 Pro und ohne jegliche Vorerfahrung zum Titel und seinem Protagonisten. So werdet ihr als Neueinsteiger sehr unsanft in die Welt von Styx hineingeworfen. Ohne Erklärungen zur Spielwelt, ihren Regeln oder was genau überhaupt passiert ist, war der Einstieg in das Spiel storytechnisch mehr als holprig und hat es nicht geschafft, wirklich zu fesseln.

Vorausgehende Ereignisse werden im kompletten Spielverlauf nur gangedeutet, aber nicht erklärt. Das macht es schwer mit den Figuren richtig warm zu werden und Motivation für ihr Handeln zu entwickeln. Die Story selber bleibt schlicht, wenn auch mit einigen netten Wendungen. Was dafür bei Laune gehalten hat, war die freche und makabere Art von Styx.

Styx Shards of Darkness Launch Trailer veröffentlicht, Styx - Shards Of Darkness Review, Test, Kaufberatung
 

 

Meister der Schatten in Aktion

Optisch sieht der Titel prächtig düster aus. Die Licht- und Schatteneffekt sind scharf, die Charaktere und ihre Bewegungen sind authentisch animiert und auch die Spielwelt überzeugt. Eine ordentliche Verbesserung zum Vorgänger! Ganz makellos ist der Titel am Ende leider doch nicht. Die Kamera ist manchmal recht bockig und manche Stellen sind derart dunkel, dass euch wortwörtlich jegliche Sicht fehlt. In Zwischensequenzen konnten wir auch ein paar kleinere (manchmal faule) Animationsmacken sichten. Alles in allem jedoch nichts, was den Spielspaß langfristig einschränkt. Der Soundtrack ist nicht überragend, erfüllt aber seinen Zweck.

Nach dem anfänglichen Tutroial wissen wir, was Styx kann. Beeindruckende Sprungeinlagen, erstaunliche Kletteraktionen und ein Schleichmodus steht uns in der kompakten Welt zur Verfügung. Diese ist relativ Abwechslungsreich, mal seid ihr in einer dreckigen Stadt, in einem Tempel oder in unterirdischen Höhlen. Die Bewegungen steuern sich präzise, sind aber nicht so fließend, wie man aus anderen Titeln vielleicht gewohnt ist. Ab und zu funktioniert mal ein Sprung nicht so, wie geplant oder das Klettern ist widerspenstig. Dank der sogenannten Goldharz-Sicht entdeckt ihr Klettergelegenheiten und sammelbare Gegenstände kinderleicht. Leider schaltet sich diese Sicht von alleine wieder aus, was manchmal sehr nervig sein kann. Eine simple Toggle-Option wäre hier sehr wünschenswert. Mit mehreren Schwierigkeitsgraden im Gepäck ist für jeden Stealth-liebhaber die richtige Härte dabei.

 

Die K.I. der Gegner und die Gefahr Styx - Shards Of Darkness Review, Test, Kaufberatungentdeckt zu werden war dabei meistens nachvollziehbar, macht aber, wie in fast jedem Spiel, ab und zu lustige Faxen. Das heimliche herumprobieren war spaßig und stellenweise richtig fordernd. Vor allem das erforschen der Spielwelt nach versteckten Pfaden war interessant. Die geringe Länge von 9 Missionen des Titels werden durch die vielen Schwierigkeitsgrade kompensiert, doch wer sich eine besondere Belohnung, Gegenstände oder Fähigkeiten dafür erhofft, wird enttäuscht. Schade, so verliert das ganze an Reiz und lediglich Hardcore-Stealthliebhaber werden für mehrere Spieldurchgänge motiviert.

 

Das richtige Werkzeug für die richtige Situation

Styx stehen standardmäßig sein Dolch und eine Reihe von Spezialfähigkeiten zur Seite. Im Spielverlauf könnt ihr je 2 neue Waffen und Rüstungen freischalten. Wer seine Gegner nicht meucheln möchte, kann den Goblin kurzzeitig unsichtbar machen oder einen Klon zur Ablenkung von ihm verschaffen. Dieser Klon kann verschiedene Aktionen durchführen und eine Reihe an nützlichen Fähigkeiten dazulernen. Die Sonderfähigkeiten kosten jedoch Goldharz, was ihr nur durch Tränke wieder auffüllen könnt, darum geht sehr sorgsam damit um! So testet ihr mit euren Mitteln verschiedene Strategien aus, wie ihr am besten ans Ziel gelangt.

 

Mit eingesammelten RohstoffenStyx - Shards Of Darkness Review, Test, Kaufberatung bastelt ihr euch zusätzliche Gegenstände für verschiedene Zwecke. Je nach Spielstil ist für jeden etwas dabei. Pazifisten nutzen Giftpfeile und Glasflaschen, um Gegner kurzzeitig zu betäuben oder abzulenken. Wer es nicht so ernst nimmt der Heiligkeit des Lebens nimmt, benutzt tödliche Pfeile und Säure, um Gegner langfristig außer Gefecht zu ziehen. Die verschiedenen Optionen sind sehr willkommen und bieten Abwechslung beim Spielen. Sie auszutesten hat richtig Spaß gemacht, vor allem durch die Talentspezialisierung auf den persönlich Stil.

Mit jeder abgeschlossenen Mission bekommt Styx nämlich Fähigkeitspunkte, die er in mehrere Talentbäume investieren kann. So könnt ihr euch auf euren Klon, auf das Töten, eure Alchemiefertigkeiten, eure Wahrnehmung oder eure Verstohlenheit konzentrieren. Feiner Zug, ihr könnt problemlos Talente freischalten und wieder entfernen bei einer entsprechenden Gelegenheit, wodurch ihr ohne negative Auswirkungen herumprobieren und testen könnt. Wollt ihr zusätzliche Erfahrung sammeln, könnt ihr Missionen wiederholen.

 

Durch die Welt, wie es mir gefällt!

Richtig toll sind die verschiedenen Herangehensweise in jedem Level. Euch ist selten ein einziger Pfad vorgegeben, sondern ihr könnt auf unterschiedlichen Wegen zu eurem Ziel. Die Architektur der Spielwelt liefert verschiedene Wege, um ans Ziel zu kommen und ist durchdacht gestaltet. Was uns hier sehr gut gefallen hat, war die Schnellspeicheroption des Spiels. Mit einem Druck auf das Tastenkreuz konnten wir das Spiel zügig speichern und einen Schleichversuch wagen. Segnet ihr das zeitliche, gibt es lustige Kommentare von Styx, bevor der nächste Versuch gestartet wird. Die Ladezeiten sind dabei moderat. Nur beim ersten Laden eines Levels kann es etwas dauern, was aber durchaus verkraftbar ist.

Styx Shards of Darkness Launch Trailer veröffentlicht, Styx - Shards Of Darkness Review, Test, Kaufberatung
 

Doch obwohl der Titel einige spielerfreundliche Entscheidungen getroffen hat, die spielerische Umsetzung fühlt sich nicht so rund an, was letztlich auf eine handvoll weniger guter Designentscheidungen zurückzuführen ist. Wer die höchste Wertung will, muss ein Level in Rekordzeit, unbemerkt, mit allen sammelbaren Artefakten und ohne Opfer abschließen, was selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad eine Mammutaufgabe ist; euch bleibt nichts Anderes übrig, als das Level zu wiederholen und euch auf eine oder zwei der drei Rubriken zu konzentrieren. Das kann leicht frustrierend und mühsam werden. Richtig bitter wird das ganze dadurch, dass die Belohnung und die Wertung kaum Anreiz für die ganze Arbeit sind.

 

Harte Arbeit für Krümel

Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir für das langwidrige Einsammeln von rund 50 Artefakten in einem Level gerademal 50 Fähigkeitspunkte erhalten haben. Selbst die höchsten Wertungen in den Kriterien bringen euch beim Levelabschluss jeweils nur 50 zusätzliche Fähigkeitspunkte, im besten Fall also 200 Punkte insgesamt (im Vergleich zu den durchschnittlichen 700 für das Abschließen der Hauptmission). Die Goldwertungen bringen euch im Spiel, bis auf Achievements, keinerlei Vorteile, Boni oder freischaltbare Gegenstände. Das macht sie für viele einfach nicht die Mühe wert. Im verlauf des Spiels sammelt ihr genug Fähigkeitspunkte, um fast alle Talentbäume komplett freizuschalten, für den Rest reicht es, Missionen zu wiederholen.

Dabei stellt ihr auch schnell fest, dass manche Talentbäume schlichtweg nützlicher bzw. nutzlos sind für das Spiel und um die höchsten Wertungen zu kriegen. „Töten“ war für uns beispielsweise nie interessant, da es keinen Spielvorteil in Form einer besseren Wertung oder Fähigkeitspunkten gebracht hat und nur extrem selten im Spiel vorteilhaft wurde. Andere Talente haben uns schneller ans Ziel gebracht. Richtig Schade wird das dadurch, dass das Spiel euch meistens nur die selbe Aufgabe auftischt. Hole Gegenstand X und lauf zu Ort Y. Nur zweimal haben wir im gesamten Spiel den Auftrag bekommen, jemanden unbemerkt auszuschalten und einmal mussten wir kleinere Rätsel lösen. So mangelt es dem Spiel an Abwechslung.

Styx Shards of Darkness Launch Trailer veröffentlicht, Styx Shards of Darkness Launch Trailer veröffentlicht, Styx - Shards Of Darkness Review, Test, Kaufberatung
 

 

An den falschen Stellen gespart

Gepanzerte Gegner oder Zwerge – welche euch wortwörtlich riechen können – haben wir mit unserem Dolch nicht zum Schweigen bringen können, selbst mit vollem Talentbaum in „Töten“. Nur die anfänglichen Gegner lassen sich ausschalten, der Rest benötigt eine spezielle Falle, deren Herstellung sehr begrenzt ist. Bei den verschiedenen Möglichkeiten Styx zum Erfolg zu bringen ist es wohl nicht verwunderlich, dass manche Fähigkeiten und Aktionen schlichtweg selten oder nie benutzt werden, doch mangelt es hier deutlich an ausgewogener Balance, was die jeweilige Nützlichkeit im Spiel angeht. Der Umfang des Spiels leidet dadurch erheblich, wenn ein paar seiner überschaubaren Feature derart unausgewogen oder uninteressant sind.

Die Gegner waren nicht außergewöhnlich Abwechslungsreich, haben jedoch in manchen Fällen eine andere Strategie gefordert. In allen Fällen ist eine direkte Konfrontation zu vermeiden; viele Gegner erledigen euch sofort, wenn sie euch erwischen. Ausweichrollen, parieren und Flucht ist angesagt. Einerseits gibt das Spiel keinen Anreiz, um mit der Spielwelt zu interagieren, andererseits sind wir ja auch in einem Stealthspiel und keinem Action-Adventure. In der Hälfte gab es auch einen Zwischenbosskampf, dessen Umsetzung aber deutlich an Qualität gemangelt hat, woduch ein epischer Kampf mehr zur anstrengenden Tortur wurde, was nicht zuletzt daran lag, dass man uns gerade hier die Möglichkeit zum Speichern genommen hat. Das große Finale war dafür um einiges besser ausgearbeitet, wenn auch das Ending weniger befriedigend war.

Was den Spielspaß steigern kann, ist der neue Koop-Modus. Gemeinsam mit einem Freund könnt ihr die Missionen zusammen abschließen. Leider konnten wir diesen Modus nicht testen. Der Spielumfang wird dadurch zwar nicht größer, doch der Spaß am reinen spielen mit einem Freund profitiert davon.

 

[wptouch target=“non-mobile“]

Styx – Shards Of Darkness
 Styx - Shards Of Darkness Review, Test, Kaufberatung Wertung der Redaktion:

67/100

  • Publisher: Focus Home Interactive
  • Getestet auf: PS4
  • auch für: Xbox One, PC
  • Preis: 49,99 €

 

 

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24/30 Technik + tolle Optik mit schönen Licht/Schatteneffekten
+ scharfe Texturen
+ solides Fantasy-Setting
- Stellenweise bockige Kamera und zu dunkle Passagen
- kleinere Makel in der Darstellung und Animation
14/30 Umfang + umfangreichere Talentbäume und Objektauswahl
+ online Koop-Modus
- sehr wenig Inhalt
- teils unmotivierende Feature
- kurze Spieldauer
- mageres Preis-Leistungs-Verhältnis
22/30 Gameplay + Schönes Arsenal an Hilfsgegenständen
+ Spaßiges Stealthgameplay
+ herausfordernde Schwierigkeitsgrade
+ jedes Level mit mehreren, teils versteckten Pfaden zum entdecken und experimentieren
- reizlose Feature, die nicht die Mühe wert sind
- wenig Wiederspielwert für Casualgamer
- unausgewogenes Balancing der Fähigkeiten
7/10 Spezifisch + freundliches Speichersystem
+ Derber Humor mit witzigen Anspielungen
- Einsteigerfeindliche Story

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Styx – Shards Of Darkness“ rating=“67″ reviewer=“Martin Federlein“ dtreviewed=“16.03.2017″ best=“100″ worst=“0″]

Styx – Master Of Shards überzeugt optisch mit enormen Verbesserung zum Vorgänger und einem derben Humor. Ein ansehnliches Arsenal an Gegenständen, ungewöhnlichen Fähigkeiten und eine Spielarchitektur mit mehreren Vorgehensweisen, machen die Schleichaktionen spaßig und ermutigten zum Experimentieren. Doch unglücklicherweise ist das schon die ganze Substanz des Spiels. Der geringe Umfang und die kurze Spieldauer sollen durch mehrere Schwierigkeitsgrade kompensiert werden, doch spricht das mehr Hardcore-Fans des Stealthgenres an. Mit unausgewogenem Balancing, reizlosen Features und einer flachen, einsteigerfeindlichen Story bleibt der Titel für Gelegenheitsspieler des Genres mittelmäßig. Wir hatten für einen Durchlauf mit dem grünen Goblin Spaß, doch war der schwarze Humor und das reine Gameplay nicht genug, um über die wenigen Inhalte hinweg für mehr zu begeistern.

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So testen Wir

 

 

Horizon: Zero Dawn

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Leserwertung0 Bewertungen
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92
Wertung

Albert Einstein sagte einst, er wäre nicht sicher mit welchen Waffen im dritten Weltkrieg gekämpft werden würde, doch im vierten Weltkrieg würde man mit Steinen und Stöcken kämpfen. In Horizon: Zero Dawn prallen Steinzeit und Zukunft aufeinander, beide Elemente gehen ineinander über. Im Laufe des Spiels werden wir erfahren, ob sich Geschehnisse ereignet haben, die Ähnlichkeiten mit Albert Einsteins Zitat aufweisen oder nicht.

Horizon: Zero Dawn, entwickelt vom niederländischen Studio Guerilla Games und veröffentlicht von Sony, ist ein, in der Zukunft angesiedeltes, Third-Person-Rollenspiel. Die menschliche Gesellschaft besteht jedoch aus Jägern und Sammlern, die mit Pfeil, Bogen und Speer kämpfen und in steinzeitlich anmutenden Siedlungen in Form von Stämmen hausen. In der Natur finden sich verwitternde, hochtechnologische Überreste von kleineren und größeren Städten einer weit entwickelnden Zivilisation die verschwunden zu sein scheint. In der Wildnis streifen Maschinen umher, die stark an echte Tiere erinnern und sich auch so verhalten.

Ausgestoßene

In dieser geheimnisvollen, aber auchhorizon zero dawn feindlichen Welt, wächst die noch sehr junge adoptierte Aloy bei ihrem Ziehvater Rost auf. Wer unsere Mutter ist wissen wir nicht. Doch noch etwas unterscheidet die Beiden von anderen Bewohnern der eiszeitlich anmutenden Landschaft. Sie sind vom Stamm Ausgestoßene, eines der vielen Rätsel, die wir im Laufe des Spiels lösen werden. Niemand vom sogenannten Nora-Stamm, welcher in unmittelbarer Nähe siedelt und die große Urmutter anbetet, darf mit Ausgestoßenen reden. Noch als Kind finden wir mit Aloy in einer alten Ruine der vorzeitlichen Technologie-Zivilisation einen Fokus, ein Gerät, welches man sich an die Schläfe steckt um Dinge zu angezeigt zu bekommen, die andere nicht sehen können. Dieser Fokus wird uns im weiteren Spiel sehr weiterhelfen und scheint eine Art Pendant zu den Hexersinnen von Geralt in The Witcher 3 zu sein.

Um diesen Test so spoilerfrei wie möglich zu halten, werden wir nicht nicht allzu sehr auf die Story eingehen, nur so viel: die rothaarige Aloy wird schon als Kind von Gleichaltrigen gehänselt und auf Distanz gehalten. Im Zuge dessen stellt sie sich eines Tages die Frage, weshalb sie und Rost Ausgestoßene sind. Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, müsse sie laut Rost mit den Stammesältesten, den Erzmüttern der Nora, sprechen. Doch Ausgestoßene dürfen nicht in das Dorf des Nora-Stammes und schon gar nicht mit den Erzmüttern reden. Das Stammesgesetz erlaubt jedoch jungen Ausgestoßenen bei der alljährlichen Erprobungszeremonie der frisch erwachsen gewordenen Mitgliedern des Stammes teilzunehmen und sich dort zu beweisen, um in den Stamm aufgenommen zu werden.

Training, Training, Training

So nimmt die Geschichte ihren Lauf. Wir werden vom eigenen Vater auf diese Erprobung vorbereitet, für uns als Spieler läuft die Ausbildung aber als Zwischensequenz im Zeitraffer ab, im Zuge dieser Aloy vom Kind zur Erwachsenen wird. Zwischensequenzen begleiten uns allgemein häufig über das ganze Spiel hinweg und sind außerordentlich gut gelungen. Unsere Reise beginnt erst zwei Tage vor der Erprobung so richtig. Doch am Tage der Erprobung, knapp vor unserem Ziel, kommt es zu einem unvorhergesehenen Ereignis, welches alles ändert und uns viele neue Wege, Aufgaben, aber auch Gefahren eröffnet. Ab diesem Zeitpunkt finden wir an jeder Ecke etwas zu entdecken oder eine der horizon zero dawnzahlreichen Nebenquests, die zum größten Teil sehr interessante, in sich geschlossene Geschichten erzählen.

Außer dem Nora-Stamm gibt es noch weitere Stämme mit denen wir zu tun haben werden, unter anderem die Maya-ähnlichen Carja die in einer gewaltigen Stadt residieren und die Banuk, die gerne abgelegen von allen anderen siedeln. Alles in allem bietet Horizon: Zero Dawn eine unglaublich dichte und wendungsreiche Handlung, die ihresgleichen sucht und uns in unterschiedlichste Regionen der großen Spielwelt führt.

Maschinen, Waffen und Co.

Die Spielwelt von Horizon: Zero Dawn wird nicht nur von Wildschweinen und Truthähnen bevölkert, die wir unter anderem auch jagen können, sondern vor allem von knapp dreißig verschiedenen, hochtechnologisch entwickelten Maschinen, die durch die Lande streifen und unterschiedliche Fähigkeiten, Stärken und Schwächen haben. Mit den erbeuteten Teilen dieser Maschinen verbessern und verstärken wir unsere Waffen, Rüstungen und Tragekapazitäten. Vor allem durch diesen starken Kontrast zwischen steinzeitlicher Landschaft gespickt mit hochentwickelten Maschinen und Überresten einer lange vergessenen Zivilisation, haben wir das Gefühl, in Horizon: Zero Dawn etwas zu erleben, horizon zero dawnwas wir bisher in keinem anderen Spiel so gesehen haben.

Zu Beginn nur mit Pfeil und Bogen sowie einem Speer ausgerüstet, können wir im Verlauf des Spieles auch Schleudern, Fallen und andere nützliche Waffen in unser Arsenal aufnehmen. Maschinen und Tiere die wir während der Jagd erlegen, schlachten wir aus und nutzen die Teile für das recht umfangreiche Crafting. Wir können aber auch zu einem der vielen Händler gehen und unsere Beute gegen Metallscherben tauschen, die Währung des Spiels.

Level Up!

Horizon: Zero Dawn kommt mit einem relativ unspektakulären, aber übersichtlichen Skillsystem daher. Bei jedem der 50 Stufenaufstiege sowie auch teilweise bei Quest -oder Aufgabenabschlüssen erhalten wir Fähigkeitspunkte, die wir in drei verfügbare Skilltrees stecken können. Der Jägerbaum ist sehr Schleich-lastig, der Kriegerbaum lässt uns meist stärker draufhauen und der Sammlerbaum macht uns beim Looten und Craften besser. Außerdem können wir relativ früh das Reiten von Maschinen erlernen, das ist aber nicht bei allen Maschinen möglich. Das Reiten funktioniert in Horizon: Zero Dawn jedoch ganz anders als in den meisten anderen Spielen, hier wollen wir aber nicht zuviel verraten.

horizon zero dawn

Um mehr Fähigkeitspunkte außerhalb von Stufenaufstiegen zu erhalten können wir unter anderem bestimmte Jagdgebiete unter Zeitdruck absolvieren und auch spezielle Quests abschließen. Leider kommen wir durch das Abschließen von Jagdgebieten und auch einige andere verstreute Aufgabenarten, wie das säubern von Banditenlagern und das suchen von markierten Verstecken, schnell in eine abgeschwächte Art Grinding. Glücklicherweise sind all diese Dinge nicht für den Fortschritt im Spiel notwendig und stehen uns so nicht zwingend im Weg.

Geralt trifft Ezio

Um an manche Orte zu kommen, müssen wir in Horizon sehr oft klettern. Das Klettern erinnert etwas an Assassin’s Creed, wirkt aber streckenweise nicht ganz so flüssig und funktioniert auch nicht überall sondern nur an vordefinierten, meist klar ersichtlichen horizon zero dawnOrten. Trotzdem finden wir, dass die Klettereinlagen oft fordernd sind und auch einiges an Spaß mit sich bringen.

Bei einigen Quests fühlt man sich auch stark an die Welt vom Hexer Geralt erinnert, vor allem wenn wir Spuren folgen und Tatorte unterschiedlicher Geschehnisse untersuchen. Guerilla Games lässt uns mit Aloy eine unglaublich coole Hauptcharakterin spielen, die uns mit ihrer Neugierde und ihrem Lernprozess im Verlauf des Spiels sehr viel Wiedererkennungswert und Sympathie ermöglicht. Aloy spielt in einer sehr hohen Liga und steht vielleicht bald auf dem Level von Lara Croft!

Ein wahrer Augenöffner

Kaum ein anderes Spiel, welches bisher für die PlayStation 4 erschienen ist, ist so detailverliebt und grafisch aufpoliert, wie Horizon: Zero Dawn. Die Wettereffekte sowie der Tag -und Nachtwechsel gehen perfekt ineinander über, die Atmosphäre ist unglaublich dicht und wir streifen durch wahrlich atemberaubende Landschaften. Von eisig kalten Schneeregionen, die an die Eiszeit erinnern, bis zu Dschungelartigen, mit überwachsenen Ruinen gespickten Landschaften ist alles dabei und lädt zum Erkunden ein. Überhaupt ist horizon zero dawndie Spielwelt riesig und trotzdem nie langweilig, da es an allen Ecken und Enden etwas zu tun oder zu sehen gibt.

Soundtechnisch ist Horizon: Zero Dawn, zumindest was die Hintergrundmusik und die Effekte angeht, ganz vorne mit dabei. Die englische Sprachausgabe ist sehr gut synchronisiert, die Deutsche leider nicht annährend so gut. Die Lippenbewegungen sind sehr oft auffällig asynchron, die Ton -und Höhenlagen sind unterschiedlich und haben auch nicht immer den passenden Umgebungshall. Wir empfehlen, das Spiel wenn möglich mit englischer Sprachausgabe zu spielen, auch wenn die Dialoge an sich in beiden Ausgaben sehr gut gelungen sind.

Horizon: Zero Dawn lässt optisch zwischen PlayStation 4 und PlayStation 4 Pro kaum Unterschiede erkennen, diese werden erst ab 4k-TVs bemerkbar. Die Performance ist sehr gut, einzig die Ladezeiten beim Schnellreisen zwischen zwei weit entfernten Orten könnten etwas geringer sein.

So testen Wir

 

Horizon: Zero Dawn
Fazit
Horizon: Zero Dawn ist eines der besten, wenn nicht sogar das beste Rollenspiel des aktuellen Jahres. Alleine die kreative Mischung aus steinzeitlichen Landschaften und Stämmen sowie dazu passenden Ausrüstungen und Bewaffnungen mit der Zukunfts-angehauchten, hochentwickelten Maschinenwelt ist eine Innovation für sich. Die Haupthandlung ist so spannend wie wendungsreich und selbst die Nebenquests erzählen oft eine eigene Geschichte für sich. Das passende Craftingsystem, Kletter -und Schleicheinlagen, ein simples, aber gutes Skillsystem und das Reiten von Maschinen setzen alldem noch eins oben drauf. Da verwundert es auch nicht, wenn Guerilla Games auch grafisch neue Maßstäbe auf der PlayStation 4 setzt. Einzig und allein die Deutsche Synchronisierung und einige kleinere Macken sind an dem Spiel auszusetzen - Horizon: Zero Dawn schafft es aber, diese mit seinen Stärken sehr gut zu übertünchen. Somit wird Horizon: Zero Dawn seinen sehr hohen Erwartungen meiner Meinung nach fast ausnahmslos gerecht.
Technik
90
Umfang
96
Gameplay
93
Spezifisch
89
Leserwertung0 Bewertungen
0
Besser
Steuerung schnell erlernt...
Wunderschöne Grafik
Abwechslungsreiche Landschaften
Gute Performance
Sehr detailreich
Tolle Klettereinlagen...
Sehr große Spielwelt
Mindestens 30 Stunden Spielzeit
Viele Nebenquests und Aufgaben
Knapp 40 Maschinen- und Tierarten
Unterschiedliche Regionen
Sehr gute Hauptgeschichte
Abwechslungsreiche Waffen
Interessantes neues Setting
Toller Look
Schlechter
... aber manchmal nicht präzise genug
Deutsche Fassung teils asynchron
Sehr lange Schnellreise-Ladezeiten
Einige Aufgaben wiederholen sich
Untersuchen von Spuren teils friemelig
... aber nur an vordefinierten Stellen
Nur für PlayStation 4 verfügbar
92
Wertung

Halo Wars 2

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Lange wurde es erwartet und viele Hoffnungen wurden auf den zweiten Teil des Echtzeitstrategie-Spiels aus dem Halo-Universum gesetzt. Halo Wars war bei den Spielern gut angekommen und so erhoffen wir uns alle, dass auch Halo Wars 2 diese Ansprüche erfüllt. Dabei wagt sich der Stratege nicht nur auf den PC, sondern auch wieder auf die Xbox.

 

Heißer Tipp vorweg: Kauft ihr das Spiel im Windows-, oder Xbox-Store, so könnt ihr Halo Wars 2 auch auf dem jeweils anderen System ohne Mehrkosten nutzen. Dies gilt nicht für die Blue-Ray Version aus dem Handel.

Denkt man so darüber nach, gehören Echtzeit-Strategiespiele eigentlich auf den PC. Man hat das bessere Handling, man kann schneller agieren und die Tastatur ermöglicht es, Einheiten schneller zu steuern. Natürlich gab es auch Ausnahmen, wie StarCraft für den Nintendo 64, oder Age of Empires für die PS2, aber diese haben sich nie wirklich durchgesetzt. Dann kam Halo Wars und schaffte es, sich auf der Xbox 360 zu beweisen und zu zeigen, dass man auch mit dem Controller ein RTS wunderbar spielen kann. Der zweite Teil bleibt dieser Linie treu und zeigt, dass die Microsoft Game Studios wissen, was sie tun.

 

Solo geht’s los

Trotzdem muss ich gestehen, dass ich aus der Gewohnheit lieber am Computer RTS-Spiele zocke, weshalb ich für den Test zur Maus gegriffen habe. Der erste Schritt führte mich in die Solokampagne (welche auch im Koop-Modus möglich wäre). Storytechnisch, wie es in dem Genre leider öfters vorkommt, ist die zu erzählende Geschichte gut, die gerenderten Videos wirklich klasse, aber die Umsetzung etwas mager. Worum es geht, ist eigentlich schnell erzählt: Captain Cutter, welchem das Raumschiff UNSC Spirit of Fire untersteht, und seine Crew, haben die letzten 28 Jahre im Cryo-Schlaf verbracht und somit die ganze restliche Halo-Geschichte verpennt. Das Schiffs-System erwacht, genau wie die Besatzung und plötzlich steht das Team nicht nur vor einer neuen Welt, sondern auch zeitgleich vor einem neuen Feind.

Wie bereits erwähnt, sind die Rendervideos dabei ein echter Augenschmaus und erzählen die Geschichte immer weiter. Dabei bleibt das Spielprinzip dasselbe, bietet sich nur in verschiedenen Variationen dem Spieler an. Wir starten meistens mit einer handvoll Einheiten mit welcher wir zunächst die Gegend erkunden. Haben wir einen geeigneten Platz gefunden, bauen wir dort eine Basis. An diese können wir Module bauen, um Ressourcen zu erhalten, oder Einheiten produzieren. Ein gutes Gleichgewicht aus beidem ist hier das A und O.

Wir bekommen eine Aufgabe, welche meist entweder ist, den Feind anzugreifen, oder einen bestimmten Punkt einzunehmen. Dabei wird immer schön die Story berücksichtigt, weshalb wir auf Spezialgegner (Boss-Kämpfe!) treffen, oder Gebiete gut verteidigen müssen. Nebenbei können wir neue Basen bauen, oder unsere bisherige ausbauen. Dazu würzen wir das Ganze noch mit Upgrades, sowohl für unsere Gebäude, als auch für unsere Einheiten.

Doch das Wichtigste sind natürlich die Kämpfe. Eine schlaue Truppenzusammenstellung, geschickte Manöver, die Spezialfähigkeiten der Einheiten und ein gut getimter Orbitalschlag sind hier entscheidend. So lässt sich der Gegner schnell zurück drängen und unsere Truppen überrollen die Feinde. Dabei sind die Einheiten gut ausbalanciert und bieten viele Möglichkeiten, den Kampf schnell zu drehen. Vor allem am PC ist hierbei aber die kreisrunde Auswahlfläche, wenn man Einheiten in der Kaserne ausbilden möchte, ziemlich ungewohnt. Auch schade ist, dass man sich nicht frei eine Basis aufbauen darf, sondern nur auf vorgegebenen Flächen. Doch all dies macht Halo Wars 2 vor allem durch die gut aussehenden und sich gut anfühlenden Kämpfe wieder wett.

 

Nicht nur alleine geht die Post ab

Nach 12 kurzen, aber knackigen Missionen ist der Spuk vorbei und die Solokampagne ist fertig. Doch Halo Wars 2 bietet noch mehr. Im klassischen Multiplayer erwarten uns gut ausgeglichene Kämpfe der alten Schule. Interessanterweise sind da noch die Blitzduelle. Ganz ohne Basisbau, stellen wir uns ein Kartendeck aus Einheiten zusammen, welche wir mit ins Gefecht nehmen. Neben Standard-Einheiten gibt es auch Spezialkarten, welche besondere Fähigkeiten haben, wie einen Orbitalschlag herbei zu rufen, oder beim Tod zu explodieren. Wir halten vier Karten gleichzeitig auf der Hand und spielen diese aufs Feld, was uns Energie kostet. Dadurch rufen wir die ausgespielte Einheit auf das Feld und versuchen bestimmte Positionen ein zu nehmen. Für jede Position lädt sich unsere Energie schneller auf, wodurch wir wiederum mehr Kämpfer herrufen können. Sind alle Punkte eingenommen, gewinnen wir das Spiel. Zufällig erscheinende Energiekerne geben dabei immer wieder einen Energieschub. Eine gute Mischung aus Angriff und Verteidigung führt also zum Sieg.

Dabei gibt es verschiedene Kartendecks, welche je nach Anführer andere Einheiten beinhalten. Wir können also vor dem Match entscheiden für welchen Anführer und somit für welches Deck wir uns entscheiden. Dazu kommen Spezialfertigkeiten, ebenfalls bestimmt durch den Anführer. So geht der Banished-Häuptling Decimus direkt an die Front, während Professor Anders beispielsweise Sentinel-Drohnen in Spiel bringt. Gerade im Team sollte man sich also vorher gut absprechen, wer welche Rolle übernimmt.
Kartenpakete können wir uns freispielen und so neue Einheiten bekommen. Doch Microsoft hat es sich nicht nehmen lassen, Mikrotransaktionen einzubauen, wodurch wir diese Pakete auch mit Echtgeld kaufen können. Wir finden: Schade!

 

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Halo Wars 2
Wertung der Redaktion: 

81/100

  • Publisher: Microsoft Game Studios
  • Getestet auf: PC
  • auch für: Xbox One
  • Preis: 59,99€

 

 

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24/30 Technik + Detaillierte Einheiten
+ Fantastische Cutscenes
+ Toller Soundtrack
+ Gute Synchro
+ Gute Kampfeffekte
- Gewöhnungsbedürftige PC-Steuerung
25/30 Umfang + 12 Missionen (leider)
+ Klassischer Multiplayer
+ Blitzmodus
+ Viele Upgrades von Einheiten und Gebäuden
+ 4 Schwierigkeitsstufen
- Kaufbare Blitz-Kartendecks (Pay2Win)
25/30 Gameplay + Ausgeglichene Kampf-Balance
+ Auch gut für Neueinsteiger von Halo
+ Dynamische Schlachten
+ Gutes Tutorial (verschmilzt mit Kampagne)
+ Koop-Modus in Kampagne
- Story eher flau gehalten
- Nur 12 Missionen (leider)
7/10 Spezifisch + Viele Einheiten
+ Viele Upgrades
+ Viele Game-Modi
- Gewöhnungsbedürftige Steuerung 

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Halo Wars 2″ rating=“81″ reviewer=“Roman Völkel“ dtreviewed=“27.04.2015″ best=“100″ worst=“0″]

Halo Wars 2 hat nach dem ersten Teil ordentlich Druck gehabt, die Ansprüche der Gamer wieder zu erfüllen. Und ich glaube, dies haben die Entwickler auch geschafft. Egal ob für Neueinsteiger in den Halo-Franchise, oder für Kenner, das Spiel eignet sich für beide und bringt dabei ein tolles Halo-Feeling mit hinein. Dabei sind die Einheiten gut ausbalanciert, die Kämpfe fair und sehen toll aus. Die verschiedenen Modi bringen viel Abwechslung und mischen sich gut miteinander.

Kleiner Wermutstropfen ist dabei die nicht ganz optimale PC-Steuerung. Man merkt hier, dass Halo Wars 2 eigentlich für die Xbox ausgelegt ist. Auch das Pay2Win-System bei den Blitz Kartenpaketen ist mir persönlich ein Dorn im Auge. Dennoch zählt das Gesamtpaket und hier muss man sagen: Top! Gerne öfters so ein gutes Spiel.

Wer also ein RTS-Game sucht, der wird hier möglicherweise fündig.

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 ►So testen Wir

 

Nintendo Switch im Test – Was hat die (Handheld-) Konsole zu bieten?

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Endlich ist es soweit. Wir dürfen unser Review zur neuen Nintendo Switch Konsole online stellen. Gleich vorweg möchte ich anmerken, dass sämtliche Online-Funktionen erst zum Releasetag der Konsole am 3.3.2017 freigeschalten werden und wir die Infos dazu im Nachhinein in diesem Artikel ergänzen werden.

 

[attention]Sämtliche Online-Funktionen stehen erst ab Release zur Verfügung und werden in diesem Artikel nachgereicht[/attention]

Lieferumfang
Die Switch kommt mit einem Preis zwischen 330 und 350 Euro auf den Markt. Dazu gibt es leider noch kein Spiel. Wer zu Beginn also das neue Zelda spielen möchte, muss nochmal knapp 65 Euro ausgeben. Was alles im Lieferumfang der Switch enthalten ist, seht ihr in diesem Video:

 

Design und Handling
Besonders auffällig sind das geringe Gewicht und das schlichte, aber moderne Design der Konsole. Sie liegt sehr gut in der Hand und macht auch unterwegs keine Probleme. Das Gewicht fällt  im Rucksack oder einer Tasche kaum auf. Das Gerät wirkt solide und hochwertig und auch der Standfuß an der Rückseite macht mir keine Sorgen, bei zu hoher Beanspruchung den Geist aufzugeben.

Ausgeliefert wird die Switch inklusive zwei JoyCon, einer Docking-Station – die als Verbindung zum TV dient – und einer Halterung für die beiden kleinen Controller, damit man diese nicht einzeln in den Händen halten muss, wenn man gerade auf dem Fernseher spielt.

Nintendo Switch im Test - Lohnt sich ein Kauf?

Controller
Die JoyCon sind extrem leicht und ziemlich klein. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase lassen sich die Spiele aber gut damit bedienen. Die Halterung mag optisch nicht umwerfend aussehen, fühlt sich aber in der Praxis sehr gut an. Die Sticks sind, wie bei der Xbox One, leicht versetzt, wodurch die Daumen eine angenehme Position einnehmen. Lediglich das linke Steuerkreuz wird dabei etwas in Mitleidenschaft gezogen, da sich der Daumen in der normalen Position direkt darüber auf dem Stick befindet.

Nintendo Switch im Test - Lohnt sich ein Kauf?Neben zwei Sticks, zwei Steuerkreuzen, zwei Schultertasten und einem Select- (Minus) und Start- (Plus) Knopf befindet sich auf dem rechten JoyCon eine Hometaste, mit der man jederzeit ins Hauptmenü der Switch wechseln kann. Auf dem linken JoyCon ist ein Aufnahmeknopf angebracht. Mit diesem lassen sich Screenshots aufnehmen, die sich in einem eigenen Ordner auf dem internen Speicher der Switch oder einer microSD Karte speichern lassen.

Separat, zu einem Preis von knapp 70 Euro, ist der Switch Pro Controller erhältlich. Der ähnelt sehr stark dem Xbox One Wireless Controller und liegt ebenfalls sehr gut in der Hand. Sämtliche Knöpfe der JoyCon finden sich auch auf dem Pro Controller wieder, sodass man auch hier sehr einfach und schnell Screenshots erstellen kann. Manche Spiele – wie zum Beispiel Just Dance – sperren diese Funktion aber gänzlich.

Nintendo Switch im Test - Lohnt sich ein Kauf?

Das Handheld-Tablet für unterwegs
Unterwegs schlägt sich die Switch – entgegen meiner Erwartungen – hervorragend. Der Akku hält, was er verspricht: Erst nach drei Stunden durchgehendem Zelda spielen hat sich die Batterie verabschiedet. Hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass der Flugmodus eingeschaltet ist. Das führt dazu, das WLAN und Bluetooth deaktiviert werden. Der 6,2 Zoll Bildschirm mit einer Auflösung von 720p bietet ausreichend Platz. Stellt man die Konsole aber zu weit von sich auf, wird es schwer noch alles zu erkennen. Die vorgegebenen Bewegungen bei Just Dance waren auf 2 Meter Entfernung kaum noch zu sehen. Dafür lassen sich bei diesem Spiel bis zu sechs JoyCon mit einer Switch verbinden.

Nintendo Switch im Test - Lohnt sich ein Kauf?

Aufgeladen werden die Akkus der Switch und die des Pro Controllers über ein USB-C Kabel. Obwohl solche Anschlüsse noch selten sind, macht sich vor allem auf dem Smartphone-Markt ein Trend in diese Richtung bemerkbar.

Schade nur, dass man mit einem handelsüblichen Akkupack die Switch nicht aufladen kann. Hierfür fehlt diesen Packs die nötige Leistung. Möchte man das Tablet also unterwegs aufladen, muss man das von Nintendo mitgelieferte Netzteil einpacken. Die JoyCon laden sich automatisch auf, sobald sie an das Tablet  angesteckt werden.

Das Menü
Das Menü der Switch – verfügbar in schlichtem Weiß und schlichtem Schwarz – ist übersichtlich und bietet auf den ersten Blick alle wichtigen Einstellungen. Im Spielerprofil lassen sich Benutzerbild und Spitzname bearbeiten. Wer mehr Profile auf einer Konsole anlegt, kann beim Starten eines Spiels auswählen, mit welchem Profil und daher auch mit welchem Speicherstand man fortfahren möchte.

In den Systemeinstellungen richtet man die Internetverbindung der Konsole mit einem Router ein. Man kann Altersbeschränkungen definieren, Benutzerkonten verwalten, seinen Amiibos Spitznamen geben oder die Auflösung und Bildschirmgröße im TV-Modus einstellen.

LineUp
Einer der größten Kritikpunkte im Vorfeld unserer Berichterstattung war das LineUp. Zum Release der Switch steht den Usern nur eine überschaubare Anzahl an Spielen zur Verfügung. Prominentestes Beispiel: The Legend of Zelda: Breath oft he Wild. Wer allerdings eine WiiU besitzt, kann Zelda auch hierfür erwerben. Die Unterschiede scheinen minimal zu sein. Mehr dazu lest ihr in einem separaten Test. Zu Gute halten muss man Nintendo, dass auch einige 3rd-party-Titel für die Konsole erscheinen werden.

Hier eine Übersicht der Launch-Titel:

Spiel Entwickler
1-2-Switch Nintendo
Just Dance 2017 Ubisoft
The Legend of Zelda: Breath of the Wild Nintendo
Skylanders: Imaginators Activision
Super Bomberman R Konami
I Am Setsuna Tokyo RPG Factory
Little Inferno Tomorrow Corporation
Human Resource Machine Tomorrow Corporation
World of Goo Tomorrow Corporation
Snipperclips Nintendo
Shovel Knight: Treasure Trove Yacht Club Games
Shovel Knight: Specter of Torment Yacht Club Games
Fast RMX Shin’en

 

Außerdem werden im Laufe des Jahres Mario Kart 8, Splatoon 2, Rime, Arms, Super Mario Odyssey, Skyrim, FIFA 18 und noch einige mehr Titel für die Switch veröffentlicht.

 

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Nintendo Switch
Nintendo Switch im Test - Lohnt sich ein Kauf?  

  • Herausgeber: Nintendo
  • Displaygröße: 6,2 Zoll
  • Displayauflösung: 720p
  • Akkuleistung: 3 Stunden Zelda
  • Zubehör: Pro Controller, JoyCon
  • Preis: ab 330€

 

 

 
Technik + hochwertiges, ausreichend großes Display
+ gute Akkuleistung
+ schnelle Bedienung
+ TV-Modus gut umgesetzt
- begrenzte Leistung
Umfang + 2 JoyCon inkl. Halterung dabei
+ HDMI Kabel dabei
- keine Spiele dabei und daher…
- …schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis
- keine Hüllen für den Transport
- keine Schutzfolien
Spezifisch + Wechsel zwischen TV- und Handheld-Modus sehr flott 
+ geringes Gewicht
+ ansprechendes Design
+ nahezu geräuschlos

 

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

Das Haupt-Feature der Switch – das Wechseln zwischen TV-Modus und Handheld – gefällt mir sehr gut. Hier bietet Nintendo ein Konzept, das es so bei keiner anderen Konsole gibt. Hinzu kommen ein ausreichend starker Akku und ein hochwertiges Display. Zelda unterwegs zu spielen, kann einiges!

Im Detail vermisse ich aber ein paar Features, die eine moderne Konsole meiner Meinung nach haben muss. Der Screenshot-Knopf ist eine gute Idee. Warum kann ich damit aber keine Videos aufnehmen? Bekanntlich ist Nintendo nicht gut auf das Veröffentlichen von Videomaterial ihrer Spiele auf Youtube oder Twitch zu sprechen. Hier verpasst man meiner Ansicht nach den Anschluss an einen großen und stetig wachsenden Markt.

Mit mehr alltäglichen Anwendungen würde ich auch öfter und nicht nur zum Spielen zur Konsole greifen. Unterwegs Netflix schauen, wäre eine Möglichkeit. Eine App dafür? Fehlanzeige. Nicht einmal einen Internetbrowser gibt es. Schade! So bleibt die Switch fürs erste wohl eine reine Gaming-Konsole. Nintendo will hier mit Updates in Zukunft nachbessern. Wann das allerdings geschehen wird, ist noch unklar.

Alles in allem ist die Nintendo Switch also eine Spielekonsole, die sich hervorragend als Handheld eignet und dank der Docking-Station auch zu Hause einiges hermacht. Ausreichend Leistung für AAA 3rd-Party-Spiele wird die Switch aber wohl nicht bieten. Zudem kommt, dass das LineUp zum Release sehr überschaubar ist und es neben Zelda wenige Gründe für einen Kauf bietet. Hier bleibt also die Frage offen, ob man nicht lieber noch ein paar Monate warten sollte bis die Konsole in Bundles mit anderen Spielen erscheint. Dadurch würde das Preis-Leistungsverhältnis um einiges aufgebessert werden. Super Mario Odyssey zum Beispiel? Nintendo? Retailer? Bitte, danke!

Alone With You

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Ein emotionaler Sci-Fi Titel mit 16-Bit Charme. Benjamin Rivers‘ Alone With You sorgt nun auch auf dem PC für starke Gefühle. Was sich hinter dem narrativen Space-Abenteuer verbirgt, erfahrt ihr in unserer Review.

 

Das Terraforming Projekt eines neuen Planeten hat nicht so funktioniert, wie von der Firma Hudson-Cartier erwartet. Nach einer Umweltkatastrophe findet ihr euch als einzigster Überlebender in den Ruinen der ehemals blühenden Anlage wieder und erfahrt von der anwesenden K.I., dass der Planet in weniger als einem Monat explodiert. Eure einzige Fluchtmöglichkeit: Macht das Rettungsschiff wieder startklar und versucht euer Glück im Weltall, wo euch andere Raumschiffe einsammeln können.

Um euch zu unterstützen, simuliert die K.I. in einer Hologramm-Kammer vier Personen der zerstörten Kolonie, alle Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet. Diese Hologramme haben das Verhalten, Wissen und die Erinnerungen ihrer realen Vorbilder auf Basis eines Datenbackup und scheinen wie echte Menschen zu empfinden, denken und lernen. Gemeinsam macht ihr euch an die verschiedenen Aufgaben, um von dem Planeten zu fliehen.

 

Zerstörung, so weit das Auge reicht

Nicht nur die Story ist düster und deprimierend: selbst mit einfacher 16-Bit Grafik sind der zerfallende Planet und die zerstörten Anlagen treffend inszeniert. Unwetter, Verwüstung und Trostlosigkeit werden eure Begleiter sein. Die Besuche bei den Hologrammen werden dafür in schönen Landschaften, Wohnungen und anderen Orten dargestellt. Eine willkommene Abwechslung, auf die wir uns nach Abschluss einer Aufgabe immer gefreut haben.

Alone With You - Review, Test, Kaufberatung 2
 

Die 16-Bit Grafik ist für ihre Verhältnisse ansehnlich, die Textfelder sind stets leserlich und auch die Cutscenes sind solide umgesetzt. Scharfe Augen werden jedoch diverse Fläche erkennen, die mit verdunkelten Pixeln überdeckt sind und wie ein Filter auf der Bildoberfläche liegen. Das Bild wird dadurch stellenweise unnötig matschig und stellenweise farbloser. Besonders wenn der Bildschirm bei einem Ortswechsel schwarz wird, werdet ihr jene Flächen deutlich erkennen. Zwar verstärkt es die Atmosphäre und die Immersion, wenn wir uns an der Planetenoberfläche befinden, aber die durchgehende Anwendung fanden wir dann doch zu viel. Geschmackssache, die uns im 6 stündigen Spieldurchgang weniger gefallen hat.

Bewegt wird eure Figur unbekannten Geschlechts mit WASD oder den Pfeiltasten, mit der Leertaste wird interagiert und mit H ruft ihr die K.I. zur Hilfe. So einfach wie die Steuerung gehalten ist, so wenig könnt ihr sie in den Alone With You - Review, Test, Kaufberatung 3Optionen verändern. Die Musiklautstärke und die Bildschirmauflösung lassen sich grob anpassen, die Steuerung hingegen bleibt unveränderbar. Immerhin werden Controller automatisch erkannt und funktionieren tadellos, auch in Kombination mit der Tastatur.

 

Real oder nicht real, das ist hier die Frage

Herzstück des gesamten Spiels sind seine Geschichte und narrativen Elemente. Am Tage kommentiert die K.I. eure Arbeitstouren und was ihr dabei vorfindet. Vermehrt stellt sie euch fragen, bei denen ihr die Wahl habt, was ihr antwortet. Dadurch eröffnen sich euch verschiedene Dialogoptionen, in denen ihr eure persönliche Meinung einbringen könnt. Doch hoffentlich beherrscht ihr die englische Sprache gut, der Titel kommt komplett in Englisch und bietet keine anderen Sprachausgaben an. Sehr schade, da er ansonsten problemlos von der ganzen Familie gespielt werden könnte.

Nach einem erfolgreichen Arbeitstag geht es dann in die Holo-Kammer, wo ihr einen der vier ehemaligen Bewohner der Kolonie trefft. Hier erwartet euch eine neue (simulierte) Umgebung, die eine langersehnte, optische Abwechslung zum kargen Planeten ist. Mit den Hologrammen könnt ihr über eure Funde reden und ebenfalls verschiedene Antworten auf ihre Fragen geben. Die Dialoge sind dabei sehr menschlich geschrieben und lassen euch wahrhaftig mit den Figuren mitfühlen. Ihr baut nachvollziehbar eine Beziehung zu den Charakteren auf und nehmt an ihrem Schicksal und Sorgen teil. Existentielle Fragen, Schuldgefühle und Bedauern plagen sie.

Alone With You - Review, Test, Kaufberatung
 

Seid ihr besonders fleißig beim Arbeiten gewesen, eröffnen sich hier zusätzliche Dialogoptionen, die euch einen tieferen Einblick in das Gefühlsleben der Hologramme geben. Das hat mächtig motiviert wirklich jeden Winkel abzusuchen, wenn wir unter Tags unsere Aufgaben erfüllt haben. Nicht nur waren die Dialoge liebevoll geschrieben, auch die eingeblendeten Bilder und Szenen haben die Geschichte emotional bis zum Höhepunkt vermittelt. Musikalisch legt der Titel wohlklingende Lieder auf und vertont auch Ingame viele Effekt passend. Den Ton für die Dialoge empfanden wir anfangs noch als recht schrill, doch haben wir uns schnell daran gewöhnt.

 

Erst die Arbeit, dann die Hologramme

Bevor ihr euch einem lockeren Gespräch widmen könnt, steht die Arbeit an. Nachdem ihr zu einem von mehreren Orten aufgebrochen seid, beginnt die Suchaktion. Ihr lauft durch Überreste der Anlagen und analysiert mit eurem Allzweck-Scanner nicht nur Alone With You - Review, Test, Kaufberatungwichtige Gegenstände für eure Heimreise, sondern auch Notizen, Tagebücher und Datenpads der ehemaligen Bewohner. Diese geben euch Aufschluss über deren Leben und die Ereignisse in der Kolonie, nach der Katastrophe. Leider findet ihr auch deren Überreste und werdet von der K.I. dann informiert, wessen Körper gerade vor euch liegt und was er zu Lebzeiten gemacht hat.

Bei euren Touren könnt ihr auch besondere Gegenstände finden, die für die Hologramme besonderen Wert haben und euch neue Dialogoptionen ermöglichen. Einige Geschichten, die sich zwischen den verstorbenen Arbeitern ereignet haben, konnten wir so auch lüften und mehr über das Leben der Bewohner erfahren. Während ihr eure Aufgabe erfüllt, müsst ihr ab und zu kleine Rätsel erfüllen. Sucht das Passwort für das Terminal, löst das Zahlenrätsel, holt das richtige Werkzeug. Diese waren nicht besonders schwer, haben jedoch für angenehme Abwechslung gesorgt und den inneren Detektiv glücklich gemacht. Zu besonderen Gelegenheiten winkt ein zusätzlicher Besuch bei einem Hologramm eurer Wahl. Hier besteht der größte Reiz, den Titel mehrmals durchzuspielen und alle Dialoge und Kombinationen zu erleben.

 

Gewählt ist gewählt, keine zweite Chance

Doch der Knackpunkt der uns leider viel Spielspaß verdorben hat, war das Speichersystem. Alone With You hat ein automatisches Speichersystem, was in regelmäßigen Abständen euren Fortschritt speichert. Ihr könnt jedoch keinen individuellen Speicherpunkt setzen oder mehrere Spielstände gleichzeitig haben. Möchtet ihr also ab einem bestimmten Punkt im Spiel einen separaten Spielstand erstellen oder laden, um die verschiedenen Dialogoptionen durchzugehen, müsst ihr dafür umständlich selber an der Spielstand-Datei werkeln. Ansonsten bleibt euch nur die Möglichkeit das Spiel komplett von vorne zu starten. Auch nach dem Durchspielen wird euch keine Möglichkeit gegeben, die verschiedenen Dialogoptionen und ihre Folgen auszuwählen. Achievement-Hunter und Perfektionisten kommen also nicht drum herum, den Titel mehrmals komplett durchzuspielen. Doof, selbst bei einem kleinen Spiel hätten wir uns zumindest mehrere Speicherstände gewünscht.

Alone With You - Review, Test, Kaufberatung
 

Um die gestellten Aufgaben und Rätsel zu erfüllen braucht es Zeit und die Adventure-Elemente sind nicht dermaßen spaßig, dass neue Dialogantworten und alternative Szenen genug Motivation waren, um uns sofort nach dem Durchspielen erneut die ganze Mühe zu machen. Das automatische Speichersystem zwingt einen, jedes Mal das Spiel neu zu beginnen, wenn man eine neue Option bei einer Frage oder bei einer Auswahl testen möchte.

Wer den Titel bereits für die PS4 besitzt fragt sich womöglich, was an der PC Version neu ist und ob sich ein erneuter Kauf lohnt. Neben Achievements, ein paar zusätzlichen Szenen und einem neuen Texturfilter, gibt es einen neuen Raum in der Kolonie, die Messehalle. Hier könnt ihr zusätzliche Einsicht in eure vier holografischen Freunde erlangen, welche sich mit dem Spielfortschritt stetig verändert. Schöne Ergänzungen, doch können wir aufgrund des geringen Zusatzcontents keinen erneuten Kauf zum vollen Preis empfehlen.

 

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Alone With You
Alone With You - Review, Test, Kaufberatung Wertung der Redaktion:

72/100

  • Publisher: Benjamin Rivers Inc.
  • Getestet auf: PC
  • auch für: PS4
  • Preis: 9,99 €

 

 

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23/30 Technik + liebevoll gestaltete 16-Bit Grafik und Animationen
+ guter Soundtrack und Vertonung
+ stabiles und ruckelfreies Spielen
+ problemlose Steuerung über Tastatur und/oder Controller
- dunklere Pixel-/verschleierte Flächen, die sich nicht abstellen lassen
- kaum Anpassungsmöglichkeiten bezüglich Bildschirm, Sound und Steuerung
18/30 Umfang + verschiedene Spielorte
+ solide Spieldauer
 - kaum Content außerhalb der Hauptgeschichte
- wenig Neuheiten zur PS4 Version
- rein englische Sprachausgabe
24/30 Gameplay + Wiederspielwert durch verschiedene Auswahl- und Dialogoptionen
+ Wunderschöne, emotionale Geschichte
+ guter Schwierigkeitsgrad der Rätsel
+ gut inszenierte Spielwelt, Charaktere und Stimmung
- Speichersystem nicht für mehrere Spielstände/Benutzer ausgelegt
- einfaches, repetitives Spielprinzip
7/10 Spezifisch + menschliches und authentisches Charakterdesign/Dialoge
+ tolle Inszenierung einer emotionalen Geschichte
- Speichersystem lässt keine verschiedenen Spielstände zum Laden oder Speichern zu

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Alone With You“ rating=“72″ reviewer=“Martin Federlein“ dtreviewed=“10.02.2017″ best=“100″ worst=“0″]

Alone With You ist ein wunderschönes, narratives Spiel, welches euch mit seinem 16-Bit Charme auf eine mehrstündige, emotionale Reise schickt. Mit liebevoll gestalteten Figuren, Dialogen und Inszenierungen fühlt ihr mit den Charakteren mit und befasst euch fortwährend mit ihren Sorgen und Fragen. Das Gameplay ist mit seinen kleinen Rätseln und Erkundungstouren anfangs noch reizvoll, wird mit der Dauer jedoch recht Monoton. Die anschließenden Dialoge haben aber prächtig motiviert, um weiterzumachen und die Geschichte voranzutreiben. Leider kommt das Spiel mit einigen Gebrechen, die ihm viel Potential rauben. Die rein englische Sprachausgabe, das spartanische Speichersystem und die mageren bis nicht existenten Anpassungsmöglichkeiten für Bild und Steuerung halten den Titel zurück. Schade, gerade bei kleineren Titeln fallen solche Gebrechen stark auf. Wer kein actionreiches Gameplay braucht, sich von einfacher 16-Bit Grafik nicht abschrecken lässt und einen Hang für narrative Spiele hat, wird seine Stunden mit Alone With You nicht bereuen. Wem die Mühe nicht zu schade ist, die vielfältigen Dialogoptionen dennoch auszutesten, wird mit dem Titel sehr lange Freude haben. Braucht ihr keine unterschiedlichen Dialogoptionen oder Gameplay-Elemente und legt stattdessen vollen Wert auf eine fesselnde Geschichte und Soundtrack, können wir euch obendrauf To The Moon empfehlen.

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So testen Wir

 

Gravity Rush 2

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Der Entwickler SCE Japan Studio veröffentlichte am 15. Juni 2012 „Gravity Rush“ für die PS Vita. Am 05. Februar 2016 erschien die Remastered-Version für die PlayStation 4 und spätestens da, haben einige Spieler die charmante Protagonistin Kat kennengelernt. Knapp ein Jahr später veröffentlicht das Studio endlich die Fortsetzung. Am 18. Januar 2017 ist es soweit und Fans der Serie können in ein neues Abenteuer mit Kat abtauchen. Doch kann eine schöne Spielwelt und der Traum vom Fliegen wirklich überzeugen, oder gibt es auch nicht bekannte Schattenseiten in Hekseville?

Keine Spur…

Die Welt von Gravity Rush faszinierte schon damals auf der PS Vita und ebenfalls als Remastered-Version auf der PlayStation 4. Doch nun geht das Abenteuer von Kat und ihren Freunden in Gravity Rush 2 weiter. Storymäßig ist Gravity Rush 2 ist eine direkte Fortsetzung zum Vorgänger. In der schönen animierten Stadt Hekseville, welche nun deutlich größer ausfällt als im ersten Teil, gehen die Aufräumarbeiten langsam aber sicher voran. Unsere charmante Protagonistin Kat ist mit ihrem Freund Syd in der Minenarbeiter-Siedlung Banga (ohne ihre Kräfte) gestrandet. Von Raven fehlt jede Spur und der Kater Dusty, welcher unserer Heldin die Kräfte zur Gravitationsmanipulation verleiht, ist ebenfalls verschwunden. Jetzt müssen wir herausfinden was passiert ist, unsere Kräfte wiedererlangen und nach Hekseville zurückkehren.

Mühsamer Einstieg für Kenner

Ihr habt Gravity Rush auf der PS Vita oder der PlayStation 4 gespielt? Dann wird euch der langatmige Spielbeginn wenig Freude bereiten. Die Minenarbeiter-Siedlung Banga dient lediglich dazu, euch mit der Steuerung vertraut zu machen und die Geschichte ins Rollen zu bringen. Keine Sorge! Das Spiel selbst ist nicht langatmig, vielmehr ist das Tutorial so stark ausgedehnt, dass es ab einem gewissen Punkt langatmig wird. Einsteigern der Serie wird diese Entscheidung der Entwickler freuen, doch Fans werden sich gelangweilt fühlen. Durchschnittlich zwei Stunden sollte man für die beginnende Phase einplanen, danach habt ihr wieder die komplette Freiheit und das Tempo nimmt kontinuierlich zu.

In puncto Geschichte macht Gravity Rush 2 einen Schritt zurück. Die Story rund um das Arbeitervolk, welches sich mit Erzschürfen über Wasser hält und dem erneuten Angriff derGravity Rush 2 Nevi, ist nicht gerade einfallsreich. Ein bisschen mehr Mut seitens der Entwickler hinsichtlich der Handlung, hätte der Fortsetzung sicherlich gut getan. Zwischensequenzen gibt es kaum, stattdessen wird der rote Faden der Geschichte mithilfe der Comicpanels vorangetrieben. Diese sind zwar schön anzuschauen, aber ein netter Mix aus Zwischensequenzen und Comicpanels würde dem Spiel deutlich besser stehen. Das gesamte Spiel präsentiert sich dem Spieler in einem farbenfrohen und fantastisch aussehenden Cel-Shading-Look.

Alles beim Alten?

Wie schon im Vorgänger, ist die Spielwelt schön und beeindruckend zugleich. Gravity Rush 2 ist circa doppelt so groß wie der erste Teil und stets gut gefüllt. Am Boden finden Gravity Rush 2wir unzählige Bewohner, die allem Anschein nach ihrer alltäglichen Beschäftigung nachgehen. Sehr viele Haupt- und Nebenmissionen sowie Herausforderungen warten nur darauf erledigt zu werden. Neben der bekannten Action gibt es Schleichpassagen, Fotosessions, oder Aufgaben bei denen man Orte auffinden sowie Gegenstände einsammeln muss. Ebenfalls positiv – nicht immer führen Cursor ans gesuchte Ziel. Zwischendurch muss Kat auch die Bürger befragen und Informationen erhalten, bevor es weitergehen kann. Das Questdesign bekommt zwar keinen Preis verliehen, erfüllt aber dennoch seinen Zweck und verhindert die Eintönigkeit. Der Soundtrack, teilweise elektrisch angehaucht, passt stets zum Geschehen und bringt euch in die richtige Stimmung.

Negativ anzumerken ist, dass einige Herausforderungen zu schwer ausfallen und sicherlich an der Geduld einiger Spieler nagen werden. Generell hat der Schwierigkeitsgrad in Gravity Rush 2 noch einmal angezogen. Zu den Prügelorgien bei Feindbegegnung erfordert das Spiel zusätzlich einen geringen Grad an Taktik. Immer wieder trifft man auf Feinde, denen man öfters unterlegen wird. Stupides drauflosfliegen und kräftiges austeilen reicht hier nicht mehr aus. Der Schwierigkeitsgrad verlangt bis zum Ende hin auch von Kennern alles ab.

Steuerung, Kamera und Kampfstile

Die Entwickler haben anscheinend das Problem mit der Steuerung erkannt und daran geschraubt. Im Gegensatz zum Vorgänger stellen schnelle Flugeinlagen abwechselnd mit den Kampfphasen kein Problem mehr dar, denn die Steuerung funktioniert stets flüssig. Mit der Schultertaste „R1“ wechselt man in den Schwebezustand und ein erneuter Druck lässt unsere Heldin in die von uns anvisierte Richtung gleiten. Die X-Taste sorgt für einen zusätzlichen Schub, wohingegen die Quadrat-Taste Angriffe auslöst. Wer die Energieleiste stets im Auge behält, kann sehenswerte Kombos aneinanderreihen und Kisten sowie Gegenstände auf Feinde schleudern. Ist hingegen die Leiste leer, stürzen wir ungehindert zu Boden. Die Kehrseite der verbesserten Steuerung – ist man von vielen Gegnern umzingelt, ruckelt die Kamera etwas nervös. Dies ist störend und verdeckt die Sicht auf das Wesentliche. Ein Patch könnte hier sicherlich Wunder wirken.

Neu hinzugekommen sind die unterschiedlichen Kampfstile, welche wir per Wischgeste Gravity Rush 2auf dem PS4-Touchpad wechseln. Die verschiedenen Kampfstile ändern nicht nur die Kräfte, sondern ebenfalls die Art der Fortbewegung. Im Lunar-Stil wird die Schwerkraft reduziert und macht Kat leichter und schneller. Der Jupiter-Stil wiederum erhöht die Schwerkraft und verlangsamt Kats Bewegungen, verleiht ihr aber mehr Kraft. Die zwei Kampfstile sind zwar nichts besonderes, aber dennoch eine nette Idee. Die ebenfalls neuen Talismane, welche unserer Heldin passive Boni verleihen, beispielsweise längere Schwebedauer, bieten mit den Kampfstilen mehr Kombinationsmöglichkeiten.

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Gravity Rush 2
Gravity Rush 2 Wertung der Redaktion: 

81/100

  • Publisher: Sony Interactive Entertainment
  • Getestet auf: PlayStation 4
  • auch für: —
  • Preis: 64,99 €

 

 

 
25/30 Technik + toller Cel-Shading-Look
+ Details
+ Effekte
+ Soundtrack
+ hübsche Comicpanels
- Vertonung- nur einzelne Geräusche
- wenige Zwischensequenzen
22/30 Umfang + Große Spielewelt
+ Spieldauer
+ Haupt- und Nebenmissionen
+ Herausforderungen
+ unterschiedliche Gebiete
+ sammelbare Objekte und Kostüme
- Preis/Leistung
- monotones Gegnerdesign
- keine Rätsel
- flache Story
27/30 Gameplay + Wiederspielwert
+ mehrere Schwierigkeitsgrade
+ verbesserte Steuerung
+ Kampfstile
+ angenehmes Tempo
- überforderte Kamera

7/10 Spezifisch + Online-Features
+ Talismane für zusätzliche Boni 
- langatmiges Tutorial

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Gravity Rush 2″ rating=“81″ reviewer=“Philipp Ondracek“ dtreviewed=“14.01.2017″ best=“100″ worst=“0″]

Auf der PS Vita war Gravity Rush ein besonderes Spielejuwel. Nach vielen Jahren und einer Remastered-Version, haben die Entwickler von SCE Japan Studio endlich eine Fortsetzung veröffentlicht. Nach dem etwas langatmigen Tutorial, nimmt das Tempo im Spiel gehörig zu. Die Spielwelt ist schön und beeindruckend zugleich. Gravity Rush 2 ist circa doppelt so groß wie der erste Teil und stets gut mit Quests gefüllt. Das Questdesign bekommt zwar keinen Preis verliehen, erfüllt aber dennoch seinen Zweck und verhindert die Eintönigkeit. Generell hat der Schwierigkeitsgrad in Gravity Rush 2 noch einmal angezogen. Zu den Prügelorgien bei Feindbegegnung erfordert das Spiel zusätzlich einen geringen Grad an Taktik. In puncto Geschichte macht Gravity Rush 2 einen Schritt zurück. Die Story rund um das Arbeitervolk, welches sich mit Erzschürfen über Wasser hält und dem erneuten Angriff der Nevi, ist nicht gerade einfallsreich. Ein bisschen mehr Mut seitens der Entwickler hinsichtlich der Handlung, hätte der Fortsetzung sicherlich gut getan. Das Problem mit der Steuerung wurde erkannt und daran geschraubt. Im Gegensatz zum Vorgänger stellen schnelle Flugeinlagen abwechselnd mit Kampfphasen kein Problem mehr dar, denn die Steuerung funktioniert stets flüssig. Die Kehrseite der verbesserten Steuerung – ist man von vielen Gegnern umzingelt, ruckelt die Kamera etwas nervös. Neu hinzugekommen sind die unterschiedlichen Kampfstile und Talismane, welche zusammen einige Kombinationsmöglichkeiten bieten. Interessierte Spieler sollten definitiv einen Blick riskieren.

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 ►So testen Wir

 

Picross e7

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Picross e geht in die siebte Runde. Schon seit 2012 erscheinen regelmäßig neue Teile des Rätselspiels auf dem Nintendo 3DS. Und in jedem Teil ändern sich auch ein paar Kleinigkeiten. Was Picross e7 zu bieten hat, werdet ihr gleich erfahren.

 

Das Spielprinzip von Picross ist zunächst simpel. Die Rätsel können aber mit zunehmender Größe auch zu kniffligen Logik-Aufgaben werden. Ziel des Spiels ist es, ein vorgegebenes Bild zu entschlüsseln, welches durch das ausfüllen von Kästchen sichtbar wird. Horizontal und Vertikal sind Zahlen angegeben. Diese zeigen an wie viele Felder in der konkreten Spalte des Rasters ausgefüllt werden müssen. Sind zwei Zahlen angegeben, so muss zwischen den ausgefüllten Kästchen mindestens Eines leer bleiben. Füllt man jedoch ein falsches Kästchen aus, gibt es eine Zeitstrafe, die sich mit steigender Fehleranzahl erhöht. Um dies in schwereren Leveln zu umgehen, kann man mit der Hilfe von Kreuzchen die Felder, die leer bleiben sollen, markieren. Hat man ein Rätsel innerhalb von 60 Minuten gelöst so wird das resultierende Bild im Menü farbig angezeigt.

Dieses Prinzip streckt sich über alle 150 normalen Picross e-Rätsel. Während die 5×5 Rätsel am Anfang noch recht simpel sind, werden sie zunehmend schwerer. Es gibt einige 10×10 Rätsel, 15×15 Rätsel und auch ein paar wenige 15×20 Rätsel. Im Vergleich zu den Vorgängern wurden mehr von diesen großen „schweren“ Rätseln eingeführt. Für richtige Nonogramm-Löser aber im Endeffekt keine Herausforderung. Nonogramme sind übrigens die Rätselform des hier als Picross bezeichneten Spielprinzip. Man kann auch im Zeitschriftenhandel Nonogramm-Heftchen kaufen in denen wesentlich größere und schwerere Rätsel verfügbar sind. Picross e7 macht zwar einen weiteren Schritt in Richtung große Rätsel, ist allerdings noch weit davon entfernt eine richtige Herausforderung zu bieten.
Die Rätsel sind alle ganz bequem per Touch-Steuerung oder mit den Knöpfen bedienbar. Als Hilfestellung kann man sich z.B. zum Start des Rätsels bereits eine zufällige Spalte und Zeile lösen lassen. Außerdem wird angezeigt, in welcher Zeile/Spalte aktuell noch etwas gelöst werden kann. Die Hilfestellungen können natürlich auch ausgeschaltet werden.

 

Mega-Picross und Micross
Neben den normalen Picross-Rätseln gibt es noch zwei weitere Spielmodi mit abgewandelten Regeln. Beim Mega-Picross können manche Zahlen gleich über zwei Zeilen oder Spalten gehen. Beim lösen dieser Rätsel muss man also ein wenig mehr beachten, was diese ein wenig schwerer macht. Während sich die Hinweise unterscheiden, bleiben die Bilder am Ende aber gleich. Von den Mega-Picross gibt es weitere 150 Rätsel. Micross taucht in die Welt der klassischen Gemälde ein. Insgesamt gibt es drei große Bilder, die in kleinere Rätsel unterteilt sind. So hat ein Gemälde gleich mehrere 10×10 Rätsel, die gelöst werden müssen, um das große Gesamtergebnis zu enthüllen. Dieser Spielmodus ist zwar sehr simpel, es macht aber spaß Stück für Stück die Teile eines großen Bilds aufzudecken.

 

Bonus und Neuigkeiten

Micross und Mega-Picross wurden über die verschiedenen Picross e-Teile nach und nach eingeführt. In Picross e7 haben sich die Entwickler mal wieder etwas neues einfallen lassen. Zwar gibt es keinen neuen Spielmodus, dafür kann man nun aber auf die Jagd nach Medaillen gehen. Für jedes Rätsel was fehlerfrei und ohne Hilfestellung (Keine Bomben und keine blauen Hilfszahlen) gelöst wird, bekommt man eine Medaille verliehen. Für die Perfektionisten unter euch also eine nette Neuerung. Wer Picross e1, e2 oder e3 auf dem selben System besitzt, bekommt jeweils 5 Rätsel pro Spiel als extra Bonus freigeschaltet. Das sich bei jedem neuen Teil nicht nur die Rätsel ändern, sondern auch die Technik, merkt man in diesem Teil ganz besonders. Leider im Negativen. Den schnellen Picross-Knopf-Spielern wird in diesem Teil auffallen, dass beim markieren der Kästchen häufig einfach ein Kästchen zu weit markiert wird. Das führt natürlich zu ärgerlichen Fehlern. Der aufmerksame Spieler wird natürlich zuerst die Schuld bei sich suchen. „Habe ich vielleicht einmal zu weit geklickt?“ Leider liegt es diesmal nicht am Spieler. Diese Erscheinung ist schon mehreren geübten Picross-Spielern aufgefallen. Wir hoffen, dass im nächsten Picross-Ableger dieser kleine Sensitivitätsfehler behoben wird.

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Picross e7
  Wertung der Redaktion:

79/100

  • Publisher: Jupiter
  • Getestet auf: New 3DS XL
  • auch für: Alle Systeme der 3DS-Familie
  • Preis: 5 €

 

 

 
17/30 Technik + Gute Steuerung
+ Soundtrack nicht nervig
- Kästchen springen wegen zu hoher Sensitivität
27/30 Umfang + 150 normale Picross
+ 150 Mega-Picross
+ 3 Micross
+ Medaillen-Jagd
 
25/30 Gameplay + Ein und ausschaltbare Hilfen
+ Spielt sich gut
+ Interessante Rätsel
- Rätsel zu leicht
10/10 Spezifisch + Bonus-Rätsel

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Picross e7″ rating=“79″ reviewer=“Nina van Aken“ dtreviewed=“12.01.2017″ best=“100″ worst=“0″]

Picross e7 ist das, was man sich von einem Picross e erwartet. 150 normale Picross-Rätsel in verschiedenen Größen, die selbe Anzahl nochmal als Mega-Picross-Rätsel und zusätzlich noch 3 große Micross-Rätsel. Spielerisch ist mit den üblichen Tipps alles beim alten. Nur die Knopf-Steuerung reagiert manchmal zu sensitiv und markiert dann Kästchen mit, die man eigentlich nicht vorgesehen hatte. Wer schon Vorgänger-Spiele besitzt, bekommt wieder Bonus-Rätsel freigeschaltet. Neu sind die Medaillen, die man für jedes Rätsel bekommt, welches man fehlerfrei und komplett ohne Hilfestellungen lösen kann. Das sorgt für einen zusätzlichen Ansporn. Alles in allem ist alles so wie man es von einem Picross e-Teil kennt. Für 5 Euro definitiv ein must-buy für Rätselfans.

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So testen Wir

 

The Last Guardian

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Ein riesiges, menschenfressendes Monster und ein kleiner Junge. Bei dieser Kombi denkt man eher an eine Horrorgeschichte, aber nicht bei „The Last Guardian“. Lange haben wir darauf warten müssen, genau genommen ist es sieben Jahre her, seit das Spiel erstmals angekündigt wurde. Dies spürt man auch ein wenig, doch leider nicht immer nur zum Guten.

 

Wisst ihr noch, als der Film „Avatar“ in den Kinos erschienen ist? Tolle Effekte und viele Leute haben sich darauf gefreut. Doch die Story wirkte irgendwie komisch, nicht mehr ganz zeitgenössisch. Kein Wunder, das Drehbuch war auch über ein Jahrzehnt alt. Ähnlich verhält es sich bei „The Last Guardian“. Tolle Grafik, super Ersteindruck, aber vor sieben Jahren wäre es definitiv ein größerer Durchbruch gewesen.

 

Bröckelnde Ruinen

Doch Schritt für Schritt. Worum geht es überhaupt? Ihr wacht als kleiner Junge in einer Höhle auf. Doch ihr seid nicht alleine, denn vor euch liegt ein großes, pelziges Wesen. Es sieht aus wie eine Mischung aus Hund, Katze und Hühnchen. Über dieser Szenerie (und über das ganze Spiel eigentlich hinweg) schwebt die Stimme eures älteren Ichs. Diese erzählt, was ihr wissen müsst und gibt euch gleichzeitig immer wieder Tipps. So erfahrt ihr, dass es sich bei dem Wesen, welches angekettet auf dem Boden liegt und euch anfaucht, wenn ihr ihm zu Nahe kommt, um ein menschenfressendes Monster handelt. Doch ihr habt Mitleid mit dem Wesen, entfernt die Speere, welche sich in sein Fleisch gebohrt haben, löst die Fesseln und gebt ihm eigenartig leuchtende Fässer zum Fressen.

Damit beschwichtigt merkt ihr schnell, dass die Geschichten eurer Vorfahren über das Wesen wohl etwas übertrieben gewesen sein müssen. Denn anstatt euch zu zerfleischen, folgt euch das riesige Tier wie ein Hund überall hin. Dabei überwindet es Hindernisse mit katzenartiger Eleganz. Nur seine Flügel wollen ihn nicht unbedingt in die Lüfte bringen. Eben: Hund, Katze, Huhn.

Doch das Ziel ist klar vor Augen. Denn verlasst ihr die Höhle, merkt ihr schnell, dass ihr euch am Fuße einer riesigen Ruine befindet. Und euer neuer Freund will unbedingt an die Spitze. Hier beginnt das Spiel, denn der Aufstieg ist euer Ziel. Dabei helft ihr und das Wesen euch gegenseitig. Während ihr dem Tier den Weg freimacht, überwältigt dieses etwaige Angreifer in Form von verzauberten Rüstungen. Ihr klettert, springt, fallt und hechtet also von einem Vorsprung zum nächsten, vorbei an aggressiven Angreifern, und löst nebenbei noch das eine oder andere kleine Rätsel.

 

Knacksende Grafik

Während die Grafik wirklich sehr schön anzusehen ist, fällt uns hier aber etwas auf: Die PS4 hat mit den Details, wie Wasserfällen, den feinen Haaren des Tieres und herumfliegenden Schmetterlingen sein Limit erreicht. Es hackt und ruckelt hier und da und man merkt sehr schnell, dass „The Last Guardian“ eher etwas für die PS4 Pro ist. Schade.

Doch es ist auszuhalten. Es gab schon Spiele mit weitaus gröberen Problemen. Und auch wenn es ab und zu die Konsole überfordert, so ist es dies dennoch wert, dank der wirklich wunderschön gestalteten Landschaft, welche wir durchqueren dürfen.

Und schon hier findet sich leider ein weiteres Manko, denn wir dürfen sie zwar durchqueren, doch leider ist dies nicht immer so einfach. Dies scheitert öfters einmal an der etwas schwammigen Steuerung. Vielleicht sollte dies die Unbeholfenheit des Kindes wiederspiegeln, leider bringt es nur den Erfolg, dass wir nicht immer dort hin kommen, wo wir hinwollen. Teils echt nervig. So springen wir in Abgründe, statt auf Vorsprünge, oder laufen dem Angreifer direkt in die Arme, statt an ihm vorbei. Dazu kommt eine etwas umständliche Kameraführung, wo wir teilweise gar nicht mehr sehen können, wo wir uns gerade befinden, oder was wir tun, da unser tierischer Begleiter die Sicht versperrt.

 

Atmosphäre ist alles

Und dennoch will man weiter. Man tastet sich Ebene für Ebene nach oben voran. Während wir von unserem Haustier beschützt werden, helfen wir diesen genauso. Immer kombiniert mit teils kleinen Rätseln. Dabei können wir das Tier rufen und kleinere Befehle geben. Wir klettern auf ihn, um an andere Orte zu kommen, oder um uns vor Gefahren zu schützen. Dafür öffnen wir für ihn Tore, entfernen magische Gegenstände und finden den Weg weiter nach oben.

„The Last Guardian“ hat also seine Macken. Auch das Spielprinzip wirkt etwas außer Mode, hätte ein paar neuere Mechaniken vertragen (man merkt einfach die viel zu langen Jahre an Entwicklung) und dennoch macht es Spaß und fesselt den Spieler gut 15 Stunden an den Bildschirm. Meiner Meinung nach liegt dies an der wirklich sehr gut inszenierten Atmosphäre, dem riesigen Kuscheltier, was einem zur Seite steht und natürlich die Frage, was sich auf der Spitze der Ruine befindet. Letzteres verraten wir euch aber selbstverständlich nicht, aber es zu ergründen lohnt sich. Versprochen!

 

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The Last Guardian
Wertung der Redaktion: 

78/100

  • Publisher: Sony Computer Entertainment
  • Getestet auf: PS4
  • auch für: –
  • Preis: 49,95€

 

 

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27/30 Technik + Wunderschöne Spielewelt
+ Detailreiches Monster
+ Schöne Lichteffekte
+ Guter Soundtrack
+ Detailreiche Umgebung
- Teils schreckliche Kamera
21/30 Umfang + Rund 15 Stunden Spieldauer…
+ Verschiedene Rätsel
+ Welt über viele Ebenen
- … aber kaum Wiederspielwert
23/30 Gameplay + Gut für Einsteiger und Fortgeschrittene
+ Simple, aber bindende Story
+ Sehr gute Atmosphäre
+ Gute Mischung aus Jump’nRun und Rätseln
+ Starke Bindung zum Tier
- Schwammige Steuerung
7/10 Spezifisch + Sehr detaillierte Welt
+ Klasse Atmosphäre
+ Tolle emotionale Bindung zum Tier
+ Nette versteckte Details

- Schwammige Steuerung und Kamera

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“The Last Guardian“ rating=“78″ reviewer=“Roman Völkel“ dtreviewed=“04.01.2017″ best=“100″ worst=“0″]

Hach, wie lange haben wir auf The Last Guardian warten müssen und wie sehr haben wir uns gefreut, dass es endlich erscheint? 7 Jahre sind nun einmal eine lange Zeit und diese spürt man leider auch im Spiel selbst. Wäre damals erschienen, wäre es sogar noch besser gewesen, aber so spürt man irgendwie, dass das Spiel nicht mehr ganz zeitgenössisch ist. Dennoch hat es viel Charm und Atmosphäre, kombiniert mit einer tolle inszenierten Welt und einem niedlichen Wesen, was immer an unserer Seite ist.
Optisch einfach top, auch wenn es hier und da Probleme bei der „normalen“ PS4 gibt, welche die Leistung der PS4 Pro sicher wett macht. Spielerisch macht es eine Menge Spaß, scheitert aber manchmal an der schwammigen Steuerung und der etwas nervigen Kamera.
Alles im Allem ist The Last Guardian ein tolles Spiel, auch wenn es ein paar Dinge gibt, die man verbessern könnte. Wer nicht mit allzu hohen Erwartungen an das Spiel heran tritt, wird sicherlich nicht enttäuscht werden. Und an alle anderen: Drückt einfach mal ein Auge zu hier und da und ihr habt ein fantastisches Spiel vor euch.

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Final Fantasy XV

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Nach langer Zeit dürfen wir endlich wieder ein neues Final Fantasy spielen. Für langjährige Fans bedeutet Final Fantasy XV einiges an Umstellung, Neueinsteiger erwartet ein solides westliches Rollenspiel. Angefangen beim Kampfsystem, mit dem man bereits bei Final Fantasy XIII weg von rundenbasiert und hin zu Echtzeit-Action wollte, über das Questsystem bis zur Open World, gibt es in Final Fantasy XV viele Neuerungen.

Der spielbare Protagonist in Final Fantasy XV ist Prinz Noctis Lucis Caelum. Dieser wird von seinem Vater auf eine Reise geschickt. Eine Reise, die das Königreich vor dem Untergang bewahren soll. Um dieses steht es nämlich ganz und gar nicht gut. Die Hauptstadt bildet den letzten Widerstand im Krieg und das auch nur, weil sie mit einem magischen Schutzband umgeben ist, der von einem Kristall aufrechterhalten bleibt. Es kommt, wie es kommen muss und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Wir wollen nicht zu viel verraten. Alles in allem ist die Story aber durchschnittlich gut. Ein großer Twist oder Wow-Momente gegen Ende wären wünschenswert gewesen, bleiben aber leider aus. Dennoch treibt die Story das Spiel solide voran.

Final Fantasy XV ist ein Open World Spiel mit Einschränkungen. Zu Beginn sind weite Teile der Map durch Straßensperren verstellt. Nachdem man die ersten Quest erfüllt und sich mit den Mechaniken des Spiels vertraut gemacht hat, öffnen sich diese und man kann, bis auf ein paar kleine Einschränkungen, tun und lassen was man möchte. Gegner leveln übrigens nicht mit, man muss also aufpassen, mit wem man sich anlegt. Wenn man genug Nebenquests abschließt und den Charakter hochlevelt, werden die Hauptquest schnell zum leichten Zeitvertreib. Insgesamt gibt es 15 Kapitel, die aus einem bis mehreren Hauptquests bestehen. Konzentriert man sich nicht nur auf die Hauptquests, sondern macht auch nebenbei fleißig Aufgaben, kann man mit einer Spielzeit von 45 Stunden rechnen. Nach dem letzten Kapitel ist das Spiel aber noch lange nicht aus. Hier geht es dann darum so schnell wie möglich das maximale Level 99 zu erreichen und den schwersten Endgegner im Spiel zu besiegen. Auch in den Höhlen erwarten den Spieler einige neue Überraschungen.

Kämpfen, looten und leveln

Es ist zwar noch möglich auf das rundenbasierte, langsame Kämpfen umzuschalten, man merkt dem Spiel aber an, dass es auf das offene, actionbasierte Kämpfen ausgelegt ist. Gab es in der Demo des Spiels noch scharfe Kritik am Kampfsystem, merkt man davon im fertigen Spiel nichts mehr. Die Kämpfe fühlen sich gut an, sind meistens fair, machen Spaß und laden zu Kombos ein. Zudem ist sterben ziemlich schwer. Selbst wenn die eigenen HP auf Null sind, ist man zunächst noch nicht tot. Es läuft so etwas wie ein Timer, ein zweiter Lebensbalken und erst wenn dieser auch bei 0 ist, stirbt man. Zwar können die eigenen HP nur soweit wiederaufgeladen werden, wie dieser zweite Lebensbalken groß ist, es gibt aber Elixiere, die diesen auch wieder aufladen. Außerdem lassen sich Elixiere und andere Tränke jederzeit einnehmen. Das Spiel pausiert während man einen Gegenstand konsumiert.

Erfüllte Quests und getötete Gegner bringen EP. Mit genügend EP levelt der Spieler, was wiederum Skillpunkte bringt, die man in unterschiedliche Talente in mehreren Talentbäumen investieren kann. Die vielen Talente können am Anfang ziemlich überfordern, nach ein paar Stunden hat man aber schnell den Überblick und ein Gespür was man braucht und was eher nicht. Dies hängt natürlich auch vom eigenen Spielstil ab.

Loot gibt es überall in der Welt verstreut. Ehrlicherweise muss man sagen, dass man das allermeiste vom dem gefundenen Zeug niemals brauchen wird. Tränke sind natürlich – genauso wie Waffen – immer erwünscht, aber eher selten. Amulette lassen sich anlegen. Je nach Talent zwischen einem und drei. Diese können sehr stark und dem Spieler von großem Nutzen sein. Viele Gegenstände die man unterwegs findet, oder von Gegnern aufsammelt können zum Herstellen von Magie, oder zum Kochen verwendet werden.

Erhaltene Erfahrungspunkte werden allerdings nicht sofort gutgeschrieben. Man muss dafür erst schlafen gehen. Das Spiel treibt uns förmlich dazu, denn in der Nacht spawnen besonders gefährliche Gegner, wir können das Auto nicht verwenden und es ist ziemlich dunkel. Zum Schlafen stehen uns mehrere Orte zu Verfügung. Wir verbringen die Nacht entweder bei einem zuvor entdeckten Zeltplatz – diese Übernachtung ist kostenlos und zudem finden sich rund um einen solchen Platz Manasteine, an denen man das zur Magieherstellung unbedingt notwendige Mana findet. Einer unserer Begleiter, Ignis, bereitet an der Feuerstelle ein Essen aus Zutaten und Rezepten aus dem Inventar zu, das uns einen Boost für den kommenden Tag gibt. Man kann auch in Campingautos, Motels oder Hotels übernachten, hierfür muss man zwar etwas zahlen, erhält aber auf die untertags gesammelten Erfahrungspunkte noch einen zusätzlichen Bonus.

Begleitet wird Noctis von drei Freunden. Jeder von ihnen, inklusive Noctis hat ein Talent, das sich im Laufe des Spiels bis zu Stufe 10 weiterentwickeln lässt. Noctis selbst kann Angeln und mit steigender Stufe immer größere Fische aus dem Wasser ziehen. Ignis ist der Chauffeur und Koch der Truppe. Gladiolus ist der Kämpfer und sorgt in der ein oder anderen brenzligen Situation mit seiner Kraft für das Überleben der Gruppe. Prompto ist Fotograf. Er schleppt immer eine Kamera mit und zeigt seine untertags geschossenen Fotos am Abend vor dem Schlafengehen.

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Final Fantasy XV
Wertung der Redaktion: 

90/100

  • Publisher: Square Enix
  • Getestet auf: Xbox One
  • auch für: PS4
  • Preis: 49,99€

 

 

 
17/30 Technik  sehr schöne Spielwelt
+ flüssige Animationen
 knallige Spezialeffekte
- Synchronisierung grauenhaft
18/30 Umfang + Große Spielewelt
+ Spieldauer
 abwechslungsreiche Quests
- teilweise gehetzte Haupthandlung
18/30 Gameplay + spaßige Kämpfe
+ ausbalanciertes Kampfsystem
 angemessene Gegnerstärke
- nicht sonderlich schwer
30/10 Spezifisch + Große Auswahl an Ausrüstung und Waffen 
+ Viele nutzbare Items
 Erkunden lohnt sich
- schlechte Kamera im Kampf 

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Final Fantasy XV“ rating=“90″ reviewer=“Gregor Lorbek“ dtreviewed=“04-01-2017″ best=“100″ worst=“0″]

Final Fantasy XV ist ein schönes Rollenspiel. Fans der Reihe werden vom neuen Kampfsystem und der Open World anfangs vielleicht überrascht sein. Auch sonst ist Final Fantasy XV an westlichen Rollenspielen orientiert. Die Quests sind zwar, genauso wie die Story, keine Meisterleistung, bieten aber genug Abwechslung und Spannung um das Spiel voranzutreiben. Der Charme, die Monster und Waffen sind Serientypisch gut umgesetzt.

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7th Dragon III – Code: VFD

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Im Jahr 2016 erscheint auch im Westen erstmals ein Teil der 7th Dragon-Reihe. Leider ist 7th Dragon III – Code: VFD auch schon der letzte Teil der Serie. Trotzdem darf man gerne einen Blick auf dieses JRPG werfen, denn die unglaublich unterschiedlichen Klassen bringen definitiv Abwechslung ins Spielgeschehen der rundenbasierten RPGs.

 

Im modernen Tokyo der 2100-Jahre ist das Virtual Reality Game „7th Encount“ besonders beliebt. Der Kampf-Simulator dient der Videospiel-Firma Nodens aber nicht nur als Geldeinnahmequelle, sondern auch um besonders talentierte Hunter zu finden. Denn die Welt wird bedroht. Wie der Name 7th Dragon III schon vermuten lässt, geht die Bedrohung von der Invasion der Drachen einher. Mit den Drachen kommt auch die gefährliche Pflanze „Dragonsbane“ die bei Menschen eine Atemwegserkrankung hervorruft. Um die Vernichtung der Menschheit durch die Drachen zu verhindern sucht Nodens nun nach geeigneten Drachenjägern. Der Hauptcharakter enttarnt sich natürlich gleich als geeigneter Jäger und wird in die Geheimnisse von Nodens eingeweiht. Zusammen mit dem ISDF, einer staatlichen Spezialeinheit die die selben Ziele verfolgt wie Nodens, begebt ihr euch nun auf die Drachenjagd. Um den nahenden 7th Dragon letztendlich besiegen zu können, braucht ihr aber die DNA von den anderen True Dragons. Um diese zu bekommen müsst ihr nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in Vergangenheit und Zukunft nach den Drachen suchen.

 

Abwechslungsreiche Klassen
7th Dragon III lässt euch freie Auswahl bei der Charakterwahl. Ihr könnt zwischen unzähligen Skins und Farben und 40 Synchronstimmen wählen und euch so euer erstes Team zusammenstellen. Jeweils drei Charaktere fasst ein Team. Von den insgesamt 8 Klassen werdet ihr später im Spiel definitiv noch gebrauch machen. Zu Beginn stehen euch die Klassen Samurai, Agent, God Hand und Duelist zur Verfügung. Der Samurai ist der klassische Nahkampf-Damage-Dealer. Ihr könnt euch zwischen zwei Stilen entscheiden, wobei jeder seine eigene Vorzüge hat. Als Agent könnt ihr eure Gegner hacken und sie dadurch dann aufeinanderhetzen oder ihr macht mit eurer Pistole schaden. Die Klasse God Hand treibt mit gezielten Faustschlägen einen Counter hoch und ermöglicht so großen Schaden zu machen. Außerdem hat sie einige Heilfähigkeiten. Die letzte der Anfangsklassen ist der Duelist. Ihr zieht im Kampf Karten, mit denen ihr elementaren Schaden verursachen könnt. Zusätzlich gibt es allerhand Fallen die aufgestellt werden können. Später im Spiel werdet ihr noch vier weiteren Klassen begegnen, die ebenso interessant und abwechslungsreich zu spielen sind, wie die vier Anfangsklassen. Das tolle an den Klassen ist, dass sie nicht ganz klassisch auf Damage-Dealer und Supporter ausgelegt sind, sondern jede Klasse sowohl Angriffs-Fähigkeiten, als auch Support- und Passive-Fähigkeiten beherrscht. Das ermöglicht auch den Austausch der Crew-Mitglieder ohne Probleme und neue Strategien können nach belieben ausprobiert werden. Mit den Skillpoints, die ihr für jeden Kampf bekommt, könnt ihr eure Fähigkeiten frei nach euren Wünschen ausbauen.

 

Der Kampf gegen die Drachen
Während ihr mit eurem Dreierteam den ersten Dungeon erkundet werdet ihr nicht nur mit Zufallskämpfen konfrontiert, sondern auch mit Drachen. Diese tückischen Biester bewegen sich frei im Dungeon herum und treten auch gerne mal einem Kampf bei, wenn sie in der Nähe sind. Der Kampf gegen die Drachen sollte aber nicht gescheut werden. Besiegt ihr einen, bekommt ihr wertvolle DZ, die man später für Item- oder Skill-Erweiterungen und den Ausbau von Nodens verwenden kann. Die Drachen stellen am Anfang noch eine Herausforderung dar, sind aber später im Spiel keine besonders schlimmen Gegner. Nimmt man jeden Zufallskampf, die Drachen und noch ein paar Nebenquests mit, ist man schnell überlevelt und braucht sich keine großartigen Gedanken mehr über die Drachenkämpfe machen. Da das Spiel dann leider auch recht einfach wird, empfiehlt es sich hin und wieder einfach die Klassen zu wechseln. Dann bekommt ihr zusätzliche Statuswerte und werdet ein paar Level zurückgestuft. Die Dungeons an sich sind relativ linear aufgebaut, die Ziele der Hauptmission klar. In den Truhen findet ihr abgesehen von nettem Equiptment nicht besonders interessante Items. Generell sind Waffen, Ausrüstungsgegenstände und Items recht simpel gehalten und man muss sich weder mit Craften noch mit aufwendigen Ausrüstungs-Kombinationen rumschlagen.

Die Kämpfe an sich sind sehr interessant gestaltet. Ihr setzt eure Skills ein und spielt jeden Charakter für sich selbst. Aber man sollte auch darauf achten, wie die Klassen miteinander agieren. So kann man diverse Kombinationen ausprobieren wie zum Beispiel den Samurai mit seiner Fähigkeit Maple Tear dem Gegner mit der Statusveränderung Feuer-Schaden belasten und im Anschluss mit einem Skill des Fortuners Energie des Gegners abziehen und ihn somit selbst heilen. Es können auch multiple Statusveränderungen und Fallen gleichzeitig auf den Drachen wirken. Autoskills sind besonders praktisch. Während des Kampfes mal ein paar KP geheilt bekommen oder am Ende mit doppelten Skillpoints rauszugehen ohne dafür einen Zug zu verschwenden ist schon etwas feines. Sobald ihr eurer zweites Team, den sogenannten Subcast freischaltet, wird der Kampf besonders interessant. Der Subcast kann nämlich als zusätzliche Unterstützung im Hintergrund agieren. So könnt ihr Support Skills auswählen und einen zusätzlichen Angriff bekommen oder in einem Zusatz-Zug den Subcast eure Statuswerte erhöhen lassen. Das praktische dabei: Der Subcast levelt mit! Ihr könnt also jederzeit die Charaktere wechseln ohne angst zu haben, dass die neuen Charaktere nicht mitkommen. Das Kampfsystem mit den unterschiedlichen Klassen und den Subcasts macht definitiv sehr viel spaß. Um ein wenig Abwechslung reinzubringen, wird auch hin und wieder euer Team storybedingt aufgesplittet und ihr zieht mit jedem Team los um Missionen zu erfüllen. Das sorgt für ungewollte Abwechslung und bringt euch die anderen Charaktere näher, auch wenn ihr mit eurem Haupt-Team eigentlich zufrieden seid.

 

In und um Nodens
Die Hauptstory dauert gute 30 Stunden, danach werdet ihr noch mit einem weiteren Dungeon und zusätzlichen Nebenquests beehrt. Die Nebenquests an sich nicht nur stumpfe „Sammel Item XY zehn mal“-Quests, sondern erzählen meistens eine kleine Geschichte und involviert die Charaktere und die Mitarbeiter Nodens. Während die eigenen Team-Mitglieder eher Charakterlos sind, machen die Nebencharaktere doch einiges her. Alle scheinen eine eigene Persönlichkeit zu haben und man kann sogar in einigen Quests die Beziehungen vorantreiben. Dann wird sich in der Skylounge auf ein Date getroffen. Dabei ist es egal, ob Männlein, Weiblein oder creepy Plüschhase. 7th Dragon verzichtet auf allzu heteronormative Sichtweisen. Es gibt auch ein paar sammelbare „Lebewesen“. In den Dungeons findet ihr immer wieder verlorene Personen und Katzen, die ihr Retten könnt. Dafür gibt es dann im Katzencafé und von den Nodens Mitarbeitern tolle Items und Skillpoints. Die DLCs gibt es in der Anfangszeit gratis dazu und dienen grundsätzlich dazu um mehr Erfahrung, Skillpoints oder Geld zu sammeln.

7th Dragon III sieht auf den ersten Moment ein wenig unübersichtlich und pixelig aus. Die geringe Auflösung des 3DS trägt hier wahrscheinlich die größte Schuld. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich an die Grafik und findet auch viele detailreiche Umgebungen. Die Animationen im Kampf sind schön anzuschauen. Kartenshortcuts sind gut platziert und der Soundtrack ist solide. Die Menüführung aber eher unübersichtlich. Ein wichtiger Punkt ist auch die Sprache: Das Spiel ist komplett auf Englisch und daher nur mit entsprechenden Sprachkenntnissen voll genießbar. Die kleinen technischen Einbußen kann man aber verzeihen, denn 7th Dragon III – Code: VFD an sich macht definitiv spaß.

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7th Dragon III – Code: VFD
Wertung der Redaktion:

80/100

  • Publisher: Atlus
  • Getestet auf: New 3DS XL
  • auch für: New 3DS, 3DS, 3DS XL, 2DS
  • Preis: 36,99€

 

 

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18/30 Technik + Solider Soundtrack
+ Viele Details
+ Gute Kartenshortcuts
- Wirkt ein wenig Pixelig
- unübersichtliche Menüs
25/30 Umfang + Interessante Sidequests
+ Umfangreicher Charakter-Editor
+ Dating-Quests & Katzencafé
- Sehr linear
- Sehr simples Waffensystem
27/30 Gameplay + Subcast und Support-System
+ Abwechslungsreiche Klassen
+ Interessantes Kampfsystem
- Zu einfach durch schnelles Überleveln
10/10 Spezifisch + Interessante Charaktere
+ DLCs in den ersten Wochen nach Release kostenlos

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“7th Dragon III – Code: VFD“ rating=“80″ reviewer=“Nina van Aken“ dtreviewed=“14.12.2016″ best=“100″ worst=“0″]

7th Dragon III – Code: VFD ist ein JRPG wie man es kennt – aber irgendwie auch nicht. Klassisch rundenbasierte Kämpfe, Lineare Dungeons, die Tendenz sich schnell zu überleveln und dann einfach durch das Spiel zu kommen sind vorhanden. Andererseits stehen dem auch unglaublich unterschiedlich zu spielende Klassen und der das gut gelungene Subcast-System, welches den Hauptcast während den Kämpfen unterstützt, als neue und interessante Spielelemente entgegen. Die Story ist interessant. Ebenso die Nebencharaktere. Die Menschheit wird von Drachen bedroht und muss nun den 7. True Dragon gerettet werden. Deshalb reist du mit deinem Team von Drachenjägern in Vergangenheit und Zukunft, um wichtige Informationen zu sammeln. Im Katzencafé und bei Dating-Quests kann man sich definitiv entspannen und ein wenig Abwechslung zur Hauptmission bekommen. Technisch ist 7th Dragon grundwegs solide, was den Spielspaß aber definitiv nicht mindert. Wer Lust auf ein JRPG hat kann hier getrost zuschlagen.

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So testen Wir

 

Picross 3D – Round 2

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Einige Jahre ist es schon her, seitdem das Konzept von Picross 3D den Nintendo DS eroberte. Einige Jahre später kommt Picross 3D endlich in Runde 2, nämlich auf dem 3DS. Mit neuen Features und viel Abwechslung kann sich Round 2 definitiv sehen lassen.

Die Regeln vom herkömmlichen Picross sind simpel: In einem Raster müssen anhand von passenden Zahlenkombinationen die richtigen Felder markiert werden. Dabei muss man sein logisches Denken unter Beweis stellen. Picross 3D – Round 2 geht in die dritte Dimension und zusätzlich zum logischen Denken ist nun auch räumliche Vorstellungskraft gefragt. Aber keine Angst, nur weil eine weitere Dimension dazu kommt, heißt das noch lange nicht, dass auch der Schwierigkeitsgrad eine Dimension schwerer wird.

 

In Picross 3D wird man vor einen Steinblock gesetzt und darf Bildhauer spielen. Der Unterschied ist jedoch, dass man nicht frei wählen kann wie man die Blöcke meißelt, sondern vom Spiel vorgegeben ist welche Steine bleiben und welche weichen müssen. Wie auch im normalen Picross geben Zahlen an, wie viele Steine pro Zeile und Spalte markiert werden müssen. Da das ganze jetzt aber in 3D ist, gibt es nicht nur ein Raster, welches man bearbeiten und beachten muss, sondern viele verschiedene. Nicht nur Zeile und Spalte müssen beachtet werden, sondern auch die Tiefe. Das klingt komplizierter als es ist. Praktische Schieberegler ermöglichen es auch in tiefere Schichten des Rätsels vorzudringen. Der Rätselblock ist in alle Richtungen frei drehbar, sodass man immer die beste Perspektive finden kann. Außerdem wird die aktive Schicht hervorgehoben, so dass man einen guten Überblick hat. Die anderen Schichten sind ausgegraut und können auch nicht versehentlich markiert oder gelöscht werden. In Sachen Spielkomfort hat sich seit dem letzten Picross 3D einiges getan.

Eine weitere Neuerung im Gameplay ist das Hinzukommen von Farben. Das bringt nicht nur ein weiteres logisches Element ins Spiel, sondern sorgt auch für hübschere Ergebnisse. Markiert man einen Block blau, so bleibt er viereckig. Markiert man jedoch einen Block orange, kann er sich in die verschiedensten Formen verwandeln. Das erlaubt unter anderem Rundungen, sodass im Endeffekt eine richtig hübsche Figur im Holzspielzeug-Look entsteht. Das versehentliche Löschen oder Markieren ist auch nicht mehr so einfach. Mit dem Touchpen kann man sich umschauen und Blöcke antippen. Passieren tut nur etwas, wenn man gleichzeitig auch einen bestimmten Knopf drückt, z.B. den Y-Knopf um einen Stein zu löschen oder den X-Knopf um ihn blau zu markieren. Solange man nicht mit den Knöpfen durcheinanderkommt oder zu eilig ein Rätsel lösen möchte, kann also nichts passieren. Blöcke können nicht nur farbig markiert und gelöscht werden, sondern auch mit einem Hilfsmarker einer Farbe zugeordnet werden um sich selbst ein wenig zu helfen. Diese Markierungen können auch jederzeit wieder gelöscht werden und haben keine Auswirkung auf den Spielverlauf. Wem das jetzt alles ein wenig zu kompliziert klingt, braucht sich keine Sorgen machen. Im Spiel findet sich ein sehr ausführliches Schritt-für-Schritt Tutorial in dem alles ganz einfach erklärt wird. Für Picross-Veteranen ist es jedoch ein wenig mühselig, da man jeden Schritt ganz genau nachmachen muss, selbst wenn man schon bescheid weiß. Wer vor dem Kauf einmal selbst ausprobieren möchte, wie Picross 3D funktioniert kann sich die kostenlose Demoversion im e-shop runterladen.

 

Von Punkten und Juwelen
Den eigenen Highscore in Punkto Zeit pro Rätsel zu knacken gehört für viele Picross-Spieler zum Alltag. Deshalb wurde sich für Round 2 auch ein neues System ausgedacht: Die Jagd nach Punkten. Jedes Rätsel wird am Ende nach drei Kriterien bewertet: Die benötigte Zeit um das Rätsel zu lösen, die Anzahl der Fehler und der Schwierigkeitsgrad. Je weniger Zeit man benötigt, je höher der Schwierigkeitsgrad und je weniger Fehler man gemacht hat, desto mehr Punkte gibt es. Je nach Anzahl der Punkte gibt es dann auch eine Wertung in Form von Juwelen. Einen dreieckigen Rubin gibt es für jedes gelöste Rätsel. Hat man relativ viele Fehler gemacht oder sehr lange gebraucht, bekommt man einen viereckigen Saphir. Wer ganz gut dabei ist und wenig Fehler macht, bekommt einen weißen Diamanten. Und wer gar komplett Fehlerlos spielt (ein Fehler wird dann meistens doch toleriert) wird mit einem Juwel in funkelnden Regenbogenfarben belohnt. Für den Schwierigkeitsgrad gibt es nochmal Extrapunkte. Man kann zwischen leicht, mittel und schwer wählen und löst zwar das gleiche Rätsel, hat aber je nach Schwierigkeitsgrad andere Hinweiszahlen. So ist für jeden etwas dabei.

 

Der Bücherschrank
Die Rätsel finden sich mittlerweile nicht mehr in ellenlangen Listen, sondern sind thematisch in Büchern angeordnet. Die ganze Aufmachung ist generell sehr schön. So ist man selbst Gast im Picross-Café und kann sich dort aus dem Bücherschrank ein Rätselbuch nehmen. In jedem Buch finden sich ca. 6 Rätsel in unterschiedlichen Größen und mit zusammenpassenden Themen. Die Figuren die am Ende eines Rätsels herauskommen sind im Spielzeug-Look und werden zusätzlich noch mit Infos beschrieben. Die Infotexte sind teilweise offensichtlich, manchmal auch ein wenig lustig, aber alles in allem für sehr junges Publikum verfasst und für diese Zielgruppe sicherlich auch interessant und lehrreich. Wer sich nicht dafür interessiert, wird trotzdem mit einer Markierung darauf hingewiesen sich die Texte durchzulesen. Erst dann verschwindet die auffällige Markierung.

Die Bücher unter sich sind aber auch teilweise mit bestimmten spielerischen Schwerpunkten versehen. So gibt es Bücher in denen man nur eine gewisse Anzahl an Minuten zum Lösen eines Rätsels zur Verfügung hat. Oder man darf keinen Fehler begehen, sonst muss man von vorne anfangen. Dann gibt es noch die Riesen-Rätsel. Hier müssen mehrere kleine Rätsel gelöst werden und am Ende setzen sich die Figuren zu einer großen Figur zusammen. Picross 3D – Round 2 ist definitiv sehr abwechslungsreich. Im Laufe des Spiels schaltet man immer wieder neue Bücher frei. Um diese zu spielen braucht man eine gewisse Anzahl von bestimmten Juwelen, Punkten oder beendeten Büchern oder gesammelten Figuren. Selbst wenn man glaubt, das Spiel sei schon zuende kommen immer noch neue Bücher mit Rätseln. Selbst nach 30 Stunden Spielzeit hat man nicht das Gefühl, bereits alles ausreichend gelöst zu haben. Schließlich ist der ambitionierte Picross-Spieler auch darauf bedacht für jedes der über 300 Rätsel den besten Juwel zu ergattern. Dahingehend ist der, für ein Picross-Spiel, relativ hohe Preis tatsächlich gerechtfertigt.

Die unterschiedlichen Musikstücke und Hintergründe können frei gewählt oder zufällig gesetzt werden. So ist für jeden was dabei. Die Musik ist wie immer nicht besonders ausgefeilt, geht aber ins Ohr und hinterlässt einen mit einem nervigen Ohrwurm. Als kleines Extra kann man auch diverse Amiibos einscannen und somit weitere Rätsel freischalten. Mario, Luigi, Yoshi, Bowser, Link, Kirby, König Dedede, Meta-Knight und Peach (Toad funktioniert wie Peach) schalten jeweils ein großes Rätsel frei. Leider nur eines pro Figur, aber die resultierenden Figuren sind hübsch und ein tolles Extra.

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Picross 3D – Round 2
Wertung der Redaktion:

87/100

  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: New 3DS XL
  • auch für: 3DS, New 3DS, 3DS XL, 2DS
  • Preis: 35€

 

 

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24/30 Technik + Hübsche & übersichtliche Aufmachung
+ Verschiedene Hintergründe
- durchschnittliche Musik
28/30 Umfang + Über 300 Rätsel
+ Kleine und Größe Rätsel pro Buch
+ Viele verschiedene Themen
- vergleichsweise hoher Preis
25/30 Gameplay + Komfortabele Steuerung
+ Zwei Farben für mehr Komplexität
+ Punktejagd
+ Verschiedene Schwierigkeitsgrade
+ Verschiedene Spielmodi
- Aufdringliche Infotexte
- Manchmal kommt es zu Button-Verwechlungen
- Lange Tutorials
10/10 Spezifisch + Amiibo-Support

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Picross 3D – Round 2″ rating=“87″ reviewer=“Nina van Aken“ dtreviewed=“09.12.2016″ best=“100″ worst=“0″]

Picross 3D – Round 2 bringt Picross in die dritte Dimension. In Zeile, Spalte und Tiefe müssen die richtigen Blöcke farbig markiert und die überflüssigen zerstört werden. Dabei helfen Zahlen die richtigen Blöcke zu finden. Logisches und räumliches Denken wird dabei nicht nur verlangt, sondern auch gefördert. Die Handhabung ist sehr komfortabel geworden, auch wenn es ab und zu mal vorkommt, dass man sich unwillentlich verdrückt. Am Ende bekommt man dann eine hübsche Figur im Holzspielzeug-Stil. Die Rätsel sind nun in verschiedenen Büchern thematisch geordnet und sorgen durch unterschiedliche Spielmodi für Abwechslung. Je nachdem wie viele Fehler gemacht werden, wie schnell man das Rätsel löst oder auf welchem Schwierigkeitsgrad man spielt, bekommt man Punkte mit denen man wiederrum weitere Rätsel freischaltet. Über 300 Rätsel sorgen für ein sehr langen Spielspaß und rechtfertigen auch den – für Picross-Verhältnisse – hohen Preis.

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