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Don’t Starve: Giant Edition

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Überleben. Besser kann man Don’t Starve nicht beschreiben. Der Wissenschaftler Wilson strandet unfreiwillig in einer anderen Dimension und muss dort seine Umgebung erkunden, um nicht zu verhungern oder durchzudrehen. Das Action-Adventure erschien ursprünglich 2013 für Steam, im folgenden Jahr für PlayStation 3, PlayStation 4 und PlayStation Vita, und diesen Juni für Wii U als Don’t Starve: Giant Edition, die den Download Content Reign of Giants inkludiert. Was die Wii U Version sonst noch so zu bieten hat, könnt ihr in unserem Review zum Spiel erfahren.

In Don’t Starve geht es vor allem darum alle Ressourcen zu nutzen, die man in der unmittelbaren Reichweite finden kann. In Don’t Starve gibt es (fast) keine weiteren Versuche. Stirbt man, weil man zum Beispiel verhungert oder keine Lebensenergie mehr hat, ist das Spiel vorbei, und man muss von vorne beginnen. Umso mehr achtet man dementsprechend auf Gefahren. Gerade wenn man einige Tage oder Wochen überlebt hat, ist die Motivation umso größer nicht die Radieschen von unten zu sehen. Doch je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird es auch. Wie man in Don’t Starve überlebt ist schwierig zu verallgemeinern, oft gilt es Kosten und Nutzen von Risiken abzuwiegen. Don’t Starve besitzt auf jeden Fall einen knackigen Schwierigkeitsgrad.

Fast von Fröschen getötet …

dsold01Mein erster Tag in Don’t Starve begann harmlos. Ich sammelte Zweige, Steine, Blumen, Beeren, und konnte schon sehr bald meine ersten Werkzeuge herstellen. Ich fällte Bäume mit einer Axt, baute Steine ab mit einer Spitzhacke, und aß Beeren um meine Energie aufzufüllen. Mein erster Tag verging schnell, ich überlebte, und die Nacht brach herein. Ich starb. Ein Feuer in der Nacht hält einen nicht nur warm, sondern auch böse Kreaturen fern, die mich offenbar zum Fressen gern hatten. Mein zweiter Durchgang verlief deutlich besser. Wieder wurden zahlreiche Dinge gesammelt, diesmal um einiges gezielter als beim ersten Mal, und ich spielte das Spiel so sicher wie möglich. Ich stellte immer mehr Gegenstände her. Doch erst attackierte ich einen Frosch, dessen vier Geschwister gar nicht begeistert von meinem Angriff waren, und mich relativ lange verfolgten und mir einiges an meiner Energie raubten. Nicht sehr viel später war ich leider immer noch unbewaffnet und konnte mich nicht einmal mehr tagsüber ausreichend verteidigen. Mein Abenteuer war auch dieses Mal vorüber.

Bauen, bauen bauen!

ds10In Don’t Starve gibt es viel zu entdecken, verschiedene Umgebungen wollen erkundet, und neue Materialien schreien danach verarbeitet zu werden. Als Spieler hat man jeweils ein Menü für eingesammelte Ressourcen, wie Essbares oder andere Rohstoffe, und ein anderes Menü, das einen kombinierbare Objekte bzw Baupläne dieser anzeigt. Die Kombinationsmöglichkeiten sind vielfältig, und dementsprechend spannend ist es auch zu versuchen immer wieder neue Gegenstände zu bauen. Das Sammeln der Rohstoffe kann allerdings auf Dauer auch sehr langweilig werden, wenn auch innerhalb eines Durchgangs die Umgebung, die bei jedem neuen Versuch zufällig generiert wird, sehr stark mitbestimmt, wie man sich als Gestrandeter verhält. Die Zufallserstellung der Spielwelt kann angepasst werden, sodass die Tage eher länger sind, oder dass es weniger oft regnet. Auch weitere Änderungen in den Einstellungen können einen das Abenteuer leichter, schwerer oder einfach anders machen. Wer ein neues Spiel beginnt, hat auch die Möglichkeit neue Charaktere auszuwählen – zumindest wenn diese bereits freigespielt wurden. Die Charaktere haben hierbei jeweils andere Vor- und Nachteile, so ist zum Beispiel der Anfangscharakter Wilson eher ein Allrounder, während Willow zwar ein praktisches Feuerzeug besitzt, aber im Wahnsinn auch gerne mal Dinge in ihrer Umgebung anzündet. Der superstarke Wolfgang kann zwar gut zuschlagen, braucht aber auch mehr zu essen, und eigentlich fürchtet er sich vor Monster und der Dunkelheit.

Gamepad als Übersichtskarte

ds13Die Steuerung mittels Controller funktioniert grundsätzlich ganz gut, Personen die Don’t Starve vorher am PC mit Maus und Tastatur gespielt haben, werden aber sicherlich etwas Eingewöhnungszeit benötigen. Auf dem Touchbildschirm des Gamepads könnt ihr wahlweise die Karte des Spiels sehen, oder direkt den TV-Bildschirm streamen, zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten mit dem Stylus bietet das Spiel allerdings nicht an, obwohl man sich vorstellen hätte können, dass dies bei Don’t Starve eventuell gut funktioniert hätte. Da ich Don’t Starve gelegentlich auch mal nur zwischendurch spielte, war das reine Spielen am Gamepad eine sehr positive Ergänzung. Doch die Wii U Version bietet nicht nur Off-TV Play, sondern beinhaltet außerdem den DLC Reign of Giants. Dieser beinhaltet die namensgebenden Riesen, neue Charaktere, verschiedene Pflanzen, Gegner, Items und einiges mehr.

Wie ein psychedelischer Tim Burton …

ds16Der Grafikstil wirkt wie eine Homage an verschiedenster Tim Burton Filme. Die Welt ist düster, die Atmosphäre der Umgebung wirkt morbid und verfallen. Man fühlt sich alleine. Die Optik wird dem Spiel gerecht, und die Musik unterstützt und vollendet die bedrückende Stimmung. Auf eine Sprachausgabe wird verzichtet, stattdessen werden verschiedenster Instrumente benutzt, um die Stimmen der Charaktere darzustellen, was manche eventuell an die Erwachsenen aus Peanuts erinnert.

Don’t Starve: Giant Edition
ds_title Wertung der Redaktion:

78/100

  • Publisher: Klei Entertainment
  • Getestet auf: Wii U
  • Preis: 15€
  • Reviewed von: Florian Nichtawitz

Am 14. August 2015

18/20 Technik + morbide Optik
+ Off-TV Play
+ Animationen und Grafiken sind detailreich, stimmig und skuril
+ Musik ergänzt die Atmosphäre

- nur englisch
17/20 Umfang + sich automatisch generierende Welten
+ viele Sammelobjekte, Materialien und Möglichkeiten diese zu nutzen

+ DLC Reign of Giants automatisch dabei
- mit einer Story und einem konkreten Ziel könnte das Spiel noch länger fesseln
15/20 Gameplay + hoher Schwierigkeitsgrad, der motiviert
+ verschiedene Charaktere spielen sich jeweils auch anders
+ Welten-Generierung ist anpassbar
+ viel zu entdecken
- auf lange Sicht ist das Sammeln gleicher Objekte etwas zu monoton
- Kampfsystem hat Verbesserungspotential
28/40 Spezifisch + Stimmen alá ‚Peanuts‘ (+8)
+ Tim Burton Bonus (+12)
+  dargestellte Umwelt samt Jahreszeiten und Wetter sind gelungen (+8)
- ein Koop-Modus wäre gerade bei einer Konsole eine tolle Ergänzung gewesen (-5)
- jeder Neuanfang ist etwas eintönig (-7)

Fazit: [rating itemreviewed=“Don’t Starve: Giant Edition“ rating=“78″ reviewer=“Florian Nichtawitz“ dtreviewed=“14.08.2015″ best=“100″ worst=“0″]Don’t Starve hat mich gut unterhalten, und ich kann mir gut vorstellen, dass ich das Survival-Spiel auch in Zukunft zwischendurch spielen werde. Die Optik und Akkustik sind aufeinander abgestimmt und versetzen den Spieler in die gewollt depressive Atmosphäre. Der Schwierigkeitsgrad von Don’t Starve ist hoch, trotzdem kann einen das Spiel vor allem am Anfang sehr überzeugen, doch auch später gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken. Für viele könnte allerdings die tägliche Suche nach Nahrung und Rohstoffe zu monoton und langweilig sein. Die Wii U Version kann man dank dem integrierten DLC Reign of Giants und der Möglichkeit des Off-TV Play empfehlen. Don’t Starve: Giant Edition ist ein gelungenges Gesamtpaket, und solltet ihr das Spiel noch nicht in eurer Sammlung haben, sollte die Wii U Version auf jeden Fall eine Überlegung wert sein.[/rating]

So testen Wir

 

Streets of Rage 2

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In den 90ern war das Leben noch einfach. Damals machte man sich keine Gedanken über die Auflösung und die Anzahl der Bilder pro Sekunde in Spielen. Ist es nicht verblüffend wie schnell die Zeit vergeht? Heutzutage ist die Technik um Lichtjahre weiter und die Erinnerungen an die schöne alte Zeit verblasst immer mehr. Umso wichtiger ist es, gerade in der heutigen Zeit, alte Klassiker überarbeitet zu veröffentlichen. Streets of Rage war damals eines der besten Beat ‚em ups für die Sega Genesis. Das 3DS Spiel verbindet alle damaligen Versionen in eine ultimative Collection, welche das Herz eines jeden älteren Gamers höherschlagen lässt.

Was bisher geschah…

streets-of-rage-2-MrXVor einem Jahr war die Stadt noch ein Sündenloch. Gewalt und Kriminalität waren an der Tagesordnung. Drei Kämpfer konnten nicht mehr länger zusehen und entschieden sich zu handeln. Um das Böse ein für alle Mal zu besiegen, muss man der Schlange den Kopf abtrennen. Der Syndikatsboss wurde besiegt und die Stadt war vorerst sicher. Doch irgendwie überlebte Mr. X und nun will er Rache. Er lässt Adam entführen, um Axel und Blaze in eine Falle zu locken. Axels Freund „Max“ (ein Wrestler) und Adams Bruder „Skate“, schlossen sich der Gruppe an um zu helfen. Angetrieben durch Wut und durstig nach Rache, machte sich die Gruppe erneut auf den Weg um Mr. X zu besiegen.

Retro-Games? Kann das überhaupt noch Spaß machen?

review_streets_of_rage_2_maxLasst euch von dem alten Grafikstil und dem Gameplay nicht täuschen. Fälschlicherweise denkt man, dass die früheren Spiele viel leichter waren. Im Gegenteil. Die aktuellen Spiele sind meist einfacher, da diese auf ein Publikum ausgelegt sind, welche nur ein paar Stunden pro Woche spielt (Casual-Gamer). „Hardcore Spiele“ suchen wir heutzutage vergeblich. Es gibt zwar ein paar Ausnahmen wie die Dark-Souls- und die Final Fantasy-Reihe, aber der Großteil der Spiele nimmt euch an die Hand, um euch sicher und unbeschadet durch die Story zu geleiten. Es hat sehr lange gedauert, bis ich mich wieder an den alten Spielstil gewöhnt habe. Durch jeden neuen Versuch es bis „Stage-8“ zu schaffen, wurde ich besser und schaffte es immer ein Stückchen weiter. Die Freude war dementsprechend groß, genauso wie die Wut über jeden einzelnen Tod.

streets-of-rage-2-capaStreets of Rage 2 ist ein typisches „side-scrolling Beat ‚em up“ mit acht unterschiedlichen Stages. Ihr kämpft euch durch Wellen von Gegnern in Straßen mit Neonreklamen, Industriekomplexe, oder Freizeitparks mit Piratenschiffen und Achterbahnen. Dabei behält man stets das Ziel im Hinterkopf, Adam Hunter aus den Klauen von Mr. X zu befreien. Alle vier Charaktere haben unterschiedliche Attacken und Statistiken. Axel ist ein Allrounder; Skate ist schnell; Max ist ein starker aber langsamer Kämpfer und Blaze befindet sich irgendwo dazwischen. Euch stehen drei Buttons (hüpfen, schlagen und Spezialangriff) zur Verfügung um die Gegner leichter und schneller auseinandernehmen zu können. Um es erfolgreich ins neue Level zu schaffen, müsst ihr euch die unterschiedlichen Combos einprägen. Das Benutzen des Spezialangriffes kostet jedes Mal ein wenig Leben und deshalb solltet ihr ihn vorsichtig einsetzen. Neigt sich euer Lebensbalken dem Ende zu, dann haltet Ausschau nach Äpfeln (regenerieren einen Teil eueres Lebens) und Hähnchen (füllt den gesamten Balken auf). Reichen euch die Hände nicht mehr aus, dann könnt ihr Messer, Rohrstangen und Samurai Schwerter benutzen. Diese Utensilien erleichtern das bekämpfen der Roboter; Thai Boxer oder Punks ungemein. Die Variation der Gegner hält sich zwar in Grenzen, ist dennoch für ein damaliges Spiel akzeptabel.

Mehr Features für euch als in der Original Version

streets_of_rage_2_nintendo_3dsreDa das Spiel für den Nintendo 3DS von M2 überarbeitet und portiert wurde, darf natürlich der 3D-Effekt nicht fehlen. Der stereoskopische 3D-Effekt ist eines der besten, welchen ich bisher auf dem Handheld gesehen habe. Kombiniert mit der scharfen Auflösung und den vollen Farben, ist „Streets of Rage 2“ ein einzigartiges Retro-Erlebnis für jedermann. Zur besseren Übersicht findet ihr die unterschiedlichen zur Verfügung stehenden Modi unterhalb aufgelistet:

  • Rage Relay Mode
    • alle vier Charaktere von Anfang an spielbar
    • Reihenfolge kann festgelegt werden
    • nach dem Ableben kommt der nächste vorher festgelegte Charakter ins Spiel
  • Casual Mode
    • Gegner sind K.O. sobald diese am Boden liegen
    • Bosse können mit einem einzelnen Kick besiegt werden
  • „Fist of Death“ Mode
    • muss freigespielt werden
    • ein einziger Schlag reicht aus um die Gegner zu besiegen
    • der Spielspaß geht verloren (Anm.)
  • Coop Modus
    • nur über das lokale Netzwerk
    • beide müssen das Spiel besitzen

streets_of_rage_bossZusätzlich zu dieser großen Auswahl an Modi, hat sich der Entwickler M2 etwas spezielles für euch einfallen lassen. Ihr könnt zwischen der internationalen und der japanischen Version wählen. Die beiden Versionen unterscheiden sich lediglich im Titelbildschirm („Bare Knuckle 2“ – japanische Version). Um euch noch mehr Retro-Feeling zu bieten, könnt ihr zwischen dem „Standard Screen“ und dem „CRT-Screen“ (Kathodenstrahlröhrenbildschirm) wechseln. Der Soundtrack von Yuzo Koshiro in „Streets of Rage 2“ passt perfekt zu den Kämpfen und demonstriert euch die damalige Leistungsfähigkeit des Mega Drive Soundchips. Um das volle Klangerlebnis zu erleben, solltet ihr unbedingt Kopfhörer verwenden.

Streets of Rage 2
Wertung der Redaktion: 

76/100

  • Publisher: Sega
  • Getestet auf: Nintendo 3DS
  • Preis: 4,99 €
  • Reviewed von: Philipp Ondracek

 

Am 23. Juli 2015

 
14/20 Technik + Retro-Feeling kommt auf
+ scharfe Auflösung & volle Farben
+ perfekter Soundtrack
+ sehr guter 3D-Effekt

- alte Engine
- keine Synchronisierung
- keine Zwischensequenzen
18/20 Umfang + viele verschiedene Modi
+ zwei verschiedene Versionen
+ Coop verfügbar
+ Gute Preis/Leistung
+ 8 Stages
- Coop nur lokal
- nur im E-Shop verfügbar
14/20 Gameplay + Hoher Wiederspielwert
+ mehrere Modi zur Erleichterung des Spiels (Schwierigkeit)
+ gute Steuerung auf dem 3DS
- wenig Variation der Gegner für heutige Zeiten
- nur drei verschiedene Waffen
30/40 Spezifisch + angenehmer und motivierender Schwierigkeitsgrad (+20)
+ unterschiedliche Spezialangriffe bei jedem Charakter (+10)
- gewöhnungsbedürftige Steuerung (-10)

Fazit:

[rating itemreviewed=“Streets of Rage 2″ rating=“76″ reviewer=“Philipp Ondracek“ dtreviewed=“01.08.2015″ best=“100″ worst=“0″]

„Streets of Rage 2“ zählt definitiv zu den Klassikern auf dem Mega Drive System. Ich selbst besaß diese Konsole nicht und deshalb bin ich froh, dass M2 dieses Spiel überarbeitet und auf dem Nintendo 3DS veröffentlicht hat. Zwar ist dieser Titel nur im E-Shop als Download verfügbar, aber für 4,99€ bekommt jeder einen Retro-Klassiker zum Spottpreis. Die Steuerung ist perfekt für den 3DS umgesetzt, dennoch bedarf es eine gewisse Eingewöhnungsphase, damit die Kämpfe flüssig von der Hand laufen. Habt ihr diese Hürde überwunden, dann warten spannende Kämpfe, ein grandioser Soundtrack und 8 Stages voller Gegner mit hohen Wiederspielwert auf euch. Die unterschiedlichen Modi bieten genügend Abwechslung, ohne das das Retro-Feeling abnimmt. Die vollen Farben mit der hohen Auflösung, kombiniert mit dem tollen 3D-Effekt, lassen euch noch tiefer in das Spielegeschehen eintauchen. Wenn ihr einen Freund habt, welcher das Spiel ebenfalls besitzt (unbedingt erforderlich), dann könnt ihr euch im Coop-Modus durch die Straßen der virtuellen Stadt kämpfen. Ich kann „Streets of Rage 2“ jedem, der ein 3DS-System besitzt, wärmstens empfehlen.

[/rating]

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Gamescom 2015 – Überblick

Die Gamescom ist eine der wichtigsten Messen rund um die Videospielbranche. Wir waren im Jahr 2015 wieder live mit dabei. In unserem großen Übersichtsbeitrag könnt ihr alle interessanten Artikel rund um die Gamescom nachlesen.

 

Konferenzen und Begleitprogramm:

Hands On und Interviews:

Line Ups:

Games:

Indie:

 

 

Indie Preview #13: Fallen: A2P Protocol

Indiegames sprießen an jeder Ecke aus dem Boden!  Steam, Kickstarterprojekte, oder Publisher unterstützen diesen Trend, um Kleinentwicklern die Möglichkeit zu bieten, ihre Spiele an uns Zocker zu bringen.

Damit ihr euch nicht in dem Indie-Dschungel verlauft, präsentieren wir euch regelmäßig Indiegames, welche ihr vielleicht im Auge behalten solltet!

 

Fallen: A2P Protocol
Taktik, RPG, Strategie

 

Fallen: A2P Protocol ist ein rundenbasiertes, taktisches Taktik-RPG, welches stark an Wasteland 2, oder die XCOM Reihe erinnert. In einer postapokalyptischen Welt, geht es ums überleben. Dabei erinnert das Setting stark an die Fallout-Reihe, mit der Steuerung von XCOM.

Dabei sind Ressourcen und Munition begrenzt, wodurch jeder Angriff gut überlegt sein sollte. Die erzählte Geschichte ist zwar umfangreich und es gibt viele Dialoge, allerdings ist der Inhalt meist unbedeutend und flach erzählt. Spannung kommt nicht wirklich auf, allerdings sind die Kämpfe sehr umfangreich und spannend. Charaktere können Erfahrungen sammeln und neue Skills erlernen, die Kämpfe und das Überleben vereinfachen.

Zwischen den Kämpfen, bewegt ihr euch auf einer großen Karte zwischen Städten, Außenposten und Lagern und müsst auf der Hut vor eventuellen Angriffen von Plünderern gefasst sein.

Grafisch ist das Spiel zwar definitiv kein AAA Titel, aber als Indie-Game macht es dennoch einiges her. Und trotz des Early-Access-Status läuft das Spiel überraschend stabil und großteils fehlerfrei. Auch die Musik und die Soundeffekte hören sich voll und satt an.

Fallen: A2P Protocol befindet sich im Early Access und kann bei Steam für € 14,99 erstanden werden.


Fazit:
Fallen: A2P Protocol benötigt noch definitiv einen Feinschliff. Auch die Story, welche es nur auf englisch, oder spanisch gibt, muss noch einmal überarbeitet werden. Dabei weniger wegen des Inhalts, als mehr wegen der Dramatik und der Sinnhaftigkeit, da einige Sätze voller Fehler sind, oder einfach keinen Sinn ergeben.
Dennoch: Fans der XCOM-, Wasteland und klassischen Fallout-Reihe sollten den Titel im Auge behalten.

 

Publisher: Red Katana
Preis: € 14,99
Aktueller Status: Early Access
Sprache: Englisch, Spanisch

The Masterplan

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Mein erster Gedanke, als ich das Spiel zum ersten Mal sah: Hotline Miami Verschnitt. Nun, dieser erste Eindruck hat sich teilweise bestätigt, größtenteils aber geändert. Die Grafik wirkt wesentlich verspielter und was The Masterplan vor allem auszeichnet, ist die Vielzahl an Möglichkeiten. Schwächen gibt es vor allem bei der Steuerung und der KI.

 

Hinter diesem Spiel eines finnischen Entwicklerstudios steckt eine Einbruchsimulation, gespielt aus der top-down Ansicht. Dabei wird auf eine ausschweifende Story verzichtet und mehr Wert auf abwechslungsreiches Gameplay gelegt. Als Joey Green haben wir es uns zur Aufgabe gemacht in Fort Knox einzubrechen und mal eben im vorbeigehen leerzuräumen. Da dies für einen 0815 Taschendieb ohne dem nötigen Kleingeld und ohne der richtigen Crew nicht gut ausgehen dürfte, müssen wir klein anfangen.

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Das bedeutet Ladenbesitzer plündern, Kameras umgehen, Tresore knacken, Wachen ablenken, Schiffe kapern…Jede der 2o Missionen hat eigenen Ziele und Hindernisse. Immer stehen wir vor neuen Aufgaben und müssen einen Einbruch planen. Wobei planen vielleicht das falsche Wort ist, denn weniger als den Raub im Vornherein gründlich zu durchdenken und eben zu planen, müssen wir mehr spontan auf die Gegebenheiten reagieren, was dazu führt, dass sie meine Einbrüche meist erst im Laufe des Spiels entwickelt haben.

Das Gameplay von The Masterplan hat Stärken und Schwächen. Zum einen hat es mir gefallen, dass ich eine Wache mit einer nicht funktionsfähigen Waffe aus Plastik einschüchtern und anschließend steuern kann. Dies geht solang, solang sich der Charakter in unserem Sichtfeld befindet. Nach einer Zeit finden die eingeschüchterten NPCs immer mehr Mut, angezeigt durch einen blauen Kreis. Ist dieser voll, ist ihnen jegliche Einschüchterung egal und sie kämpfen zur Not mit ihren Händen und Füßen.

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So kommen wir auch gleich zu den Schwächen des Spiels. Was machen wir mit Wachen und anderen Gegner, die wir nicht umgehen können oder wollen? Natürlich könnten wir sie einfach erschießen, dies ist allerdings mit hohen Aufräum- und Vertuschungskosten verbunden, die uns abgezogen werden und das ganze Unterfangen unrentabel gestalten. Schlagen wir sie bewusstlos und gehen an ihnen vorbei, wachen sie früher oder später wieder auf und alarmieren die Polizei mit dem nächsten Telefon, die sich anders als Kameras nicht zerstören lassen. Der einzige Ausweg, wir schlagen sie bewusstlos und sperren alle Wachen in einen kleinen Raum in dem sich kein Telefon befindet und sperren diesen dann ab. Das kann auf Dauer ziemlich anstrengend werden.

masterplan

Die Steuerung ist einfach und umständlich zugleich. Das ganze Spiel lässt sich mehr oder weniger mit den beiden Maustasten meistern. Links zum Selektieren, rechts für alles andere. Spielfiguren können teilweise ineinander stehen, so das man sie nicht vernünftig selektieren kann, Gänge sind eng und ein Rechtsklick auf eine Figur öffnet das Inventar. Bewegungen in die Nähe von Wänden sind oft nicht möglich. Es passiert einfach nichts. Man kann zudem weder seitlich noch rückwärts gehen. Unsere Verbrecher müssen für Interaktionen immer zuerst per Klick angewählt werden, Icons zum anwählen, oder eine Tastenbelegung wäre sehr hilfreich gewesen. Achja und speichern während einer Mission geht auch nicht, blöd nur dass die eigene KI so dumm ist, dass sich die Teamkameraden teilweise gegenseitig in den Rücken schießen.

Ihr merkt vielleicht schon, The Masterplan hat eine gute Idee etwas zu wenig durchdacht umgesetzt. Viele Dinge am Gameplay ärgern und viele Fragen bleiben offen. Warum kann ich eingesammelte Munition nicht unter Figuren aufteilen? Warum kann man einige Aktionen aneinander reihen, andere nicht? Jede Figur hat die gleichen Fähigkeiten, abgesehen vom Schießen, Einstecken und der Laufgeschwindigkeit, warum?

The Masterplan
Download Wertung der Redaktion: 

70/100

  • Publisher: —
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 19,99€
  • Reviewed von: Gregor Lorbek

 

Am 21. Juli 2015

 

Fazit:

[rating itemreviewed=“The Masterplan“ rating=“70″ reviewer=“Gregor Lorbek“ dtreviewed=“21.07.2015″ best=“100″ worst=“0″]

The Masterplan hat definitiv ein paar gute Ideen. Leider wurde das Spiel meiner Meinung nach zu undurchdacht auf den Markt gebracht. Es wirkt als wollten die Entwickler das Spiel endlich vollenden. Leider ist dadurch viel Potential verloren gegangen. Vor allem die hackelige Steuerung hätte man besser machen müssen, um dem Spiel mehr Spaß zu verleihen.

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Fossil Fighters Frontier

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Die Dinos sind los! Zumindest in Fossil Fighters Frontier. Wer in den 90ern Kinder-Werbung geschaut hat, findet in diesem Spiel die Erfüllung seiner jungen Träume. Mit aufrüstbaren Autos, Dino-Knochen, die in Feinarbeit ausgegraben werden müssen, rundenbasierten Saurier-Turnieren und einer gut aufbereiteten Geschichte macht Fossil Fighters Frontier definitiv Spaß!

 

n3ds_fff_screenshot_3ds_fff_brief_deNach einer spannenden Einführung erwartet man sich großes von der Geschichte von Fossil Fighters Frontier. Aber wie jeder gute Dino-Ranger, fängt man selbst klein an. Als Ranger-Anwärter im Fossil-Park Asien erlernt man in einem kurzen aber guten Tutorial alle wesentlichen Spielmechanismen, wie Vivo-Mobil fahren, Fossile ausgraben und mit Dinos kämpfen. Danach darf man für den Chef verschiedene Missionen ausführen, die für Ordnung und Ruhe in den Fossil-Parks sorgen sollen und wird immer weiter in die große Hintergrundgeschichte rund um den bösen Dr. Baron von Blackraven, der natürlich fürchterliche Pläne für das weiterbestehen der Welt hat, eingeführt. Dabei geht die Hauptstory gemächlich voran. Man wird nicht überrumpelt und kann selbst entscheiden, ob man eher schnell mit der Story weitermacht, verschiedene Missionen ausführt, Turniere austrägt, sich im Multiplayer mit anderen misst oder einfach nur zum Spaß durch die verschiedenen Fossil-Parks fährt und die Umgebung erkundet. Die Aufgaben der Hauptstory sind vielseitig und immer mit einer lustigen Geschichte versehen. Ob man ein Mädchen oder einen Jungen spielt, darf man sich am Anfang aussuchen. Während des Spiels selbst wird man dabei dann aber vollkommen gleich behandelt. Ein guter Schritt in Richtung Gender-Gleichheit in Videospielen, die für ein jüngeres Publikum ausgelegt sind. 3ds_fossilfightersfrontier_scrn05_e3Ständiger Begleiter ist ein kleiner roter Dino mit Halstuch, um den sich ein Geheimnis verbirgt. Leider sind die verschiedenen Ranger-Anwärter, deine Freunde und Kollegen nicht ganz so frei von Klischees. Sie haben zwar ihre eigenen, einprägsamen und verschiedenartigen Charaktere, sind aber leider doch recht stereotypisch dargestellt. Allzu viel Tiefgang darf man sich deshalb nicht erwarten, da sich das Spiel doch eher an Kinder und Jugendliche richtet. Aber auch als Erwachsener kann man leicht seine Freude an den Figuren und ihren Geschichten finden. Die Figuren und Umgebungen sind für 3DS-Verhältnisse gut designt und bewegen sich Flüssig über den Bildschirm.

 

3ds_fossilfightersfrontier_scrn01_e3Erkunde die Fossil-Parks!
Das tolle an Fossil Fighters Frontier ist die Vielseitigkeit im Gameplay. Im Prinzip gibt es drei verschiedene Gameplay-Elemente, die in den Dino-Parks ausgeführt werden können. Jeder Fossil-Park hat verschiedene Strecken, wie zum Beispiel den Jodler-Kamm, der wie eine Alpenlandschaft mit europäischen Schlössern ausgelegt ist, oder den Goldrush-Canon, der an die steinigen Steppen im Süden der Vereinigten Staaten von Amerika erinnert. Da sich auf den weitläufigen Strecken die verschiedensten Dinosaurier tummeln, fährt man am besten mit einem Vivo-Mobil durch die Gegend. Mit den Fahrzeugen im Spielzeug-Auto-Stil kann man nicht nur über die gepflasterten Strecken fahren, sondern auch scharfe Drifts durchführen, Sprungschanzen nutzen, um an versteckte Orte zu kommen und Rennen gegen andere Vivo-Mobile fahren. Mit der Zeit werden verschiedene Fahrzeuge und Fahrzeugteile freigeschaltet, mit denen man noch mehr Geheimnisse finden kann.

 
3ds_fossilfightersfrontier_scrn06_e3Im Fossil-Park kann man verschiedene Vivosaurier-Fossile finden. Sie sind oft in Steinwänden versteckt und müssen mit Hilfe eines Radars gefunden werden. Dann beginnt eine spannende Minute. Das Fossil wird per Touchpen-Steuerung ausgegraben. Mit dem Hammer kann man grobe Gesteinsschichten schnell und effektiv abtragen, allerdings beschädigt er die fragilen Dino-Knochen. Um das zu vermeiden, wird mit dem Bohrer der feine Dreck beseitigt. Je besser man das Fossil ausgegraben hat, desto größer ist die Belohnung! Ein befreiter Knochen wird nämlich sogleich in einen echten, lebendigen Vivosaurier verwandelt! Je besser der Knochen erhalten ist, desto bessere Statuswerte hat der Saurier. Ein Dino besteht aus vier verschiedenen Teilen, die jeweils eine andere Attacke freischalten. Es gibt sogar besondere goldene Knochen, die einen speziellen Angriff verbergen. Manche Fossile sind so fest eingegraben, dass man sie nur mit einem besseren Radar finden und mit feinerem Werkzeug ausgraben kann. Leider sind die Ladezeiten vor jeder Ausgrabung so lang, dass sie einen unangenehmen Beigeschmack zusteuern.

 

Auf in den Kampf, Dinos!
Und was macht man nun mit den wiederbelebten Dinos? Natürlich kämpfen! Anfänglich sind die Kämpfe mit und gegen die Urzeittiere eher unübersichtlich. Einem von fünf Elementen gehören die Dinos an. Dabei gibt es auch unterschiedliche Typen, wie Flugsaurier, kleine und große Jäger, riesige Pflanzenfresser und gut gepanzerte Saurier. Jede Dino-Art hat ihre eigene Spezialtechnik und spielt sich unterschiedlich. Am Anfang eines Kampfes und jeder Runde wird erst einmal die Reihenfolge des Angriffs anhand der Schnelligkeit des Dinos überprüft, dann bekommt jede Seite ein gewisse Anzahl an Punkten gutgeschrieben, die für Angriffe eingesetzt werden können. Mächtigere Angriffe verbrauchen dabei auch mehr Punkte. Maximal drei gegen drei Vivosaurier können in einem Kampf gegeneinander antreten. Deshalb ist es unerlässlich, seine Freunde, die sogenannten Kreidekumpel, mit in den Kampf zu nehmen. Sie haben einen bestimmten Saurier der an deiner Seite kämpft, den man aber nicht selbst befehligen kann. Aber man kann seine Verbündeten im Kampf unterstützen. n3ds_fff_screenshot_3ds_fff_battle_03_deMit den sogenannten Hilfsladungen, kann man bei jeder Aktion bestimmte Statuswerte pushen. Ob man nun Angriff, Schnelligkeit, Verteidigung oder Genauigkeit der eigenen Seite anhebt oder Lebenspunkte wiederherstellt, liegt somit ganz in der eigenen Hand. Da man aber nur eine gewisse Anzahl von Hilfsladungen dabei haben kann, muss man gut kalkulieren, wann man sie einsetzt. Ganz besonders, wenn auch die Gegner mit Hilfsladungen ausgestattet sind. Das System mit den Hilfsladungen bringt noch einmal zusätzliche Spannung in die Dino-Kämpfe und darf später im Spiel nicht unterschätzt werden. Gehen die Hilfsladungen einmal aus, kann man sie ganz einfach an den Tankstellen die überall im Dino-Park aufgestellt sind, aufladen. Zur weiteren Komplexität der Kämpfe tragen Statusveränderungen, auch Leiden genannt bei. Vivosaurier können von Furcht oder Verwirrung betroffen sein. Auch ihre Körperposition ist ausschlaggebend für den Verlauf des Kampfs. Manche Dinos sind in bestimmten Positionen stärker oder schwächer. Leider werden die Dinokämpfe nicht sonderlich gut erklärt. Die Menüs sind sehr unübersichtlich und die Beschreibungen nichtssagend. Nur durch ausprobieren kommt man auf den richtigen Pfad und kann irgendwann einmal taktisch agieren. Selbstverständlich steigen die Dinos im Kampf auch im Level auf und werden immer stärker und besser.

 

3ds_fossilfightersfrontier_scrn07_e3Abwechslung vorprogrammiert!
Neben diesen grundlegenden Gameplay-Elementen bietet Fossil Fighters Frontier aber noch einiges an Abwechslung. Auf den verschiedenen Strecken werden immer wieder neue Abschnitte und neue Herausforderungen freigeschaltet. Man kämpft gegen mächtigere Dinos, findet seltenere Fossile und fährt schnellere Rennen. Es gibt unzählige Dinos die gefunden und trainiert werden wollen und mit besseren Fahrzeugteilen und Ausgrabungsgeräten findet man neue Ausgrabungsstellen. Neben den normalen Missionen können auch tägliche Spezialaufgaben ausgeführt werden. Mit jeder Aufgabe bekommt man mehr Ranger-Punkte und steigt so im Rang.
Interessant sind auch die verschiedenen Turniere. Jeden Tag gibt es ein Turnier in dem gegen verschiedene Saurier mit verschiedenen Stärken und Schwächen angetreten werden kann. Dabei werden die Kämpfe von mal zu mal schwieriger. Wer alle Kämpfe eines Tages schafft, bekommt neue Ausrüstungsgegenstände, Geld, besondere Items und vieles mehr. Und wer sich mit echten Menschen messen möchte, kann dies in den Online-Turnieren tun. Auch im lokalen Mehrspieler-Modus geht es ganz schön ab. Dort kann man zu dritt die unterschiedlichen Strecken mit den Vivo-Mobilen unsicher machen und miteinander gegen wilde Saurier kämpfen oder man trägt gleich ein eigenes Turnier aus. Fossil Fighters Frontier bietet dahingehend sehr viel Abwechslung.

 

Fossil Fighters Frontier
fffpackshot Wertung der Redaktion:

86/100

  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: New 3DS XL
  • Preis: 39,99€
  • Reviewed von: Nina van Aken

Am 18. Juli 2015

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15/20 Technik + Grafisch Ansprechend
+ Schöne 3D-Modelle
+ Passende Musik
- Ladezeiten bei Ausgrabungen sind recht lang
- Dino-Info-Interface recht unübersichtlich
20/20 Umfang + Gut ausgearbeitete und vielseitige Story
+ Tägliche Aufgaben / Turniere
+ Jeder der zahlreichen Dinos spielt sich anders
+ Kreide-Kumpel
+ Viele verschiedene Fossilparks
20/20 Gameplay + Komplexe Saurier-Kämpfe
+ Multiplayer
+ Heiße Vivomobil Renn- und Pimp-Action
+ Filigrane Touch-Steuerung in den Ausgrabungsstätten
31/40 Spezifisch + Extrem abwechslungsreiches Gameplay (+15)
+ Persönlicher Spielfokus kann frei gewählt werden (+10)
+ Mehrspieler-Modus (+4)
+ Für beide Geschlechter ausgelegt (+2)
- Klischeehafte Charakter- und Streckengestaltung (-3)
- Angriffe der Dinos undurchsichtig (-6)

Fazit: [rating itemreviewed=“Fossil Fighters Frontier“ rating=“86″ reviewer=“Nina van Aken“ dtreviewed=“18.07.2015″ best=“100″ worst=“0″] In Fossil Fighters Frontier findet jeder Saurier-Fan die Erfüllung seiner Träume. Egal ob Jung oder Alt. Als frisch ausgebildeter Ranger darf man sich nicht nur den täglichen Aufgaben im Fossil-Park widmen, sondern entdeckt viele verschiedene Charaktere mit lustigen Hintergrundgeschichten und eine spannende Hauptstory. Das Gameplay ist dabei äußerst abwechslungsreich. Während man mit seinem eigenen Fahrzeug, dem Vivo-Mobil, welches auch aufgerüstet werden kann, durch die verschiedenen Strecken der Fossil-Parks fährt, entdeckt man viele neue Fossilien, die mit Hilfe der Touchpen-Steuerung ausgegraben werden müssen. Danach erweckt man die verschiedensten Dinos zum Leben. Mit seinen neuen Saurier-Freunden kann man nun nicht nur gegen wilde Dinos antreten, sondern auch Turniere austragen. Die Kämpfe sind anfänglich leider schwer zu durchschauen, da erst selbst herausgefunden werden muss, wie Hilfsladungen, Leiden und Positionen funktionieren. Sobald man Bescheid weiß werden die Kämpfe aber interessant und spaßig. Neben allerhand verschiedenen Missionen und täglichen Aufgaben und Turnieren gibt es auch einen lokalen und Online-Mehrspielermodus, sodass das Spiel sehr viel Umfang bietet. [/rating]

So testen Wir

SAMURAI WARRIORS: Chronicles 3

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Tecmo Koei springt mit Samurai Warriors Chronicles auf den 3DS-Zug. Können die Japaner mit einem Titel, welches Massenschlachten zelebriert, auch auf der neuen Hardware von Nintendo überzeugen? Wir sind über die Schlachtfelder gestürmt und verraten euch wie sich das Spiel schlägt.

Im Kern ist es so ziemlich das gleiche Spiel wie jeder Ableger der Warriors-Serie. Von der Grundmechanik bis hin zur Auswahl des Charakters und der Maps ist es der gleiche Inhalt wie bei Samurai Warriors 4. Das Grundrezept für diese Serie ist dabei sehr simpel. Man nehme ein großes Schlachtfeld, gebe hunderte (manchmal auch tausende) Krieger dazu und zum Schluss werfe man den Spieler hinein. Was dabei rauskommt sind stundenlange Kämpfe die Spaß machen. Jedoch sinkt die Spaßkurve nach einer gewissen Zeit, aufgrund der eintretenden Monotonie. Diesen bitteren Beigeschmack hatte bisher jeder Teil des japanischen Entwicklers. Doch was ist eigentlich neu?

Der bittere Beigeschmack

Samurai-Warriors-Chronicles-3 :4Der erste Unterschied ist die Präsentation der Geschichte. Von Anfang an bewegt man sich zwischen den Fraktionen der streitenden Reiche im einstigen feudalen Japan. Die Geschichte wirkt in diesem Ableger viel persönlicher. Wer sich schon immer mit den damaligen Größen wie beispielsweise Shingen Takeda, Nobunaga Oda, oder den Sanada Zwillingen gleichstellen wollte, bekommt jetzt die Möglichkeit dazu. Als Spieler wird man Schritt für Schritt in die Geschichte und die Chronologie der Warriors-Serie eingeführt. Die Geschichte war noch nie eine Stärke dieser Spiele-Serie und auch dieses Mal hat sich die Situation nicht zum besseren gewandt. Weiterhin bleibt die Handlung im alten Japan flach und seicht.

Zwischen dem Kampf ist die Politik dran

Samurai-Warriors-Chronicles-3_2Vor und nach jeder Schlacht gibt es lange Zwischensequenzen, welche zwar nicht spektakulär, aber sehr schön zum anschauen sind. Der 3DS hat keine besondere Hardware, aber die Charaktere sind hübsch designt, was man von der detailarmen Landschaft nicht behaupten kann. Trotzdem hätten die Entwickler mehr  Bewegung einbauen können, als nur dastehende Protagonisten. Bei den Gesprächen müssen wir immer wieder Antworten auswählen, welche der Person gegenüber zusagen, oder eben nicht. Entscheidet sich der Spieler für eine „richtige Antwort“, dann verbessert sich mit der Zeit die Beziehung und es entstehen neue Freundschaften. Im Test ist mir jedoch aufgefallen, dass sich die Entscheidungen nicht merklich auf die Geschichte und den Verlauf der Freundschaften auswirken. Dennoch ist diese Art der Interaktion in den Gesprächen eine nette Abwechslung und verhindert das automatische durchklicken des Dialoges. Ihr solltet kein Gespräch auslassen, weil diese notwendig sind, um neue Freundschaften zu schließen, neue spielbare Generäle zu erhalten und letztendlich neue Schlachtfelder freizuschalten. Negativ anzumerken ist, dass die Gespräche sehr lange ausfallen und dadurch langatmig werden können. Was mir gefällt, ist die japanische Vertonung. Die Beibehaltung der Originalsprache trägt sehr gut zur Atmosphäre des Spiels bei. Weiters wären deutsche anstatt englischer Untertitel angenehmer gewesen, denn nicht jeder junge Spieler ist der englischen Sprache mächtig.

Die neue Zutat

Samurai-Warriors-Chronicles-3_1In Samurai Warriors 4 konnte man zwei Generäle in einem Kampf abwechselnd steuern. Dies wurde nun von Tecmo Koei ausgebaut und sinnvoll implementiert. Auf den Schlachtfeldern müsst ihr mit zwei bis drei weiteren Generälen verschiedene Hauptmissionen und Nebenmissionen erfüllen. Die größte Änderung in diesem Teil ist die Möglichkeit alle Begleiter selbst zu steuern, egal wo sich diese auf der Karte befinden mögen. Mit einem Klick auf den unteren Touchscreen des 3DS, könnt ihr so zwischen den Generälen Hin und Her wechseln. Diese Neuerung seitens der Entwickler ist auch dringend notwendig und angebracht. Die hohe Anzahl an Nebenmissionen (Zwischengegner töten, Alliierte eskortieren etc.) die man bewältigen kann, lässt uns mehr oder weniger keine Wahl, als den Charakter zu wechseln. Die Nebenmissionen müssen in einer bestimmten Zeit erfüllt werden und tauchen sehr oft auf der anderen Seite der Karte auf. Dies wäre mit einem einzigen spielbaren Charakter nicht möglich.

Abseits des Story Modus konnten wir den Challenge Modus ausprobieren. Hier gilt es mit einem Zeitlimit verschiedene Herausforderungen zu meistern. Mit dem verdienten Gold aus beiden Modi, können wir uns im Shop Rüstungen, Waffen etc. kaufen und so stärker werden. Grinden steht in diesem Spiel an der Tagesordnung, um sich die besten und teuersten Sachen leisten zu können. Auf Dauer kann diese Monotonie ermüdend werden. Die Jagd nach besseren Items lässt euch jedoch die geringe Anzahl an Abwechslungen im Spiel vergessen und die Sammelsucht tritt ein.

Babysitting für Fortgeschrittene

Samurai-Warriors-Chronicles-3 Um einen Kampf zu gewinnen, müssen wir die einzelnen fremden Territorien erobern, indem wir die Offiziere dieser Zonen besiegen. Das hat zur Folge, dass die Gegner eingeschüchtert werdem und die Flucht ergreifen. Hat man das gesamte Areal eingenommen, gilt es das Hauptquartier zu stürmen. So weit so gut. Das die Gegner KI nicht die Klügste ist (greifen selten an), dass hätte ich noch akzeptieren können, doch warum können meine Mitstreiter nicht etwas cleverer agieren? Häufig laufen diese in fremde Territorien und gelangen so in unnötige Gefahr, so dass die Generäle trotz starker Rüstung fast sterben. Wir müssen daraufhin zwangsweise die Steuerung des Teammitgliedes übernehmen und die Sache selbst klären. Die spielbaren Charaktere sind nicht gerade die klügsten der Spielgeschichte. Dank der leicht zu erlernenden Steuerung, haben wir aber selbst diese Probleme schnell im Griff. Mit der Zeit und dem fortschreiten im Spiel, kommt man sich wie ein Babysitter vor. Hier haben die Entwickler von Koei dringenden Handlungsbedarf.

Samurai Warriors: Chronicles 3
Beitragsbild Samurai Warriors Chronicles 3 Wertung der Redaktion: 

71/100

  • Publisher: Koei Tecmo
  • Getestet auf: Nintendo 3DS
  • Preis: 39,99€
  • Reviewed von: Phil

 

Am 24. Juni 2015

 
15/20 Technik + gute Grafik der Charaktermodelle
+ 3D Effekt
+ stimmiger Soundtrack
+ japanische Vertonung

- detailarme Landschaft

- geringe Abwechslung der Gegner
- keine deutschen Untertitel
14/20 Umfang + alle vier Protagonisten spielbar
+ Sammelsucht tritt ein
+ zahlreiche Waffen und Rüstungen
+ lange Spieldauer
- keine offenen Schlachtfelder 
- Eingewöhnung in die Menüführung
- seichte Story
- wenig Abwechslung
12/20 Gameplay + mehrere Schwierigkeitsgrade
+ einfach zu erlernende Steuerung
- schlechte KI der Gegner
- Aussetzer der Teammitglieder
30/40 Spezifisch + viele verschiedene Waffen und Rüstungen (+12)
+ Herausforderungen im Challenge Modus (+8)
+ viel Suchpotenzial (+10)

- Gegner greifen selten an (-4)
- nur im E-Shop erhältlich (-6)

Fazit:

[rating itemreviewed=“Samurai Warriors: Chronicles 3″ rating=“71″ reviewer=“Philipp Ondracek“ dtreviewed=“15.07.2015″ best=“100″ worst=“0″]

Die Rückkehr der Samurai Warriors Serie auf den 3DS ist eine gute Abwechslung zu allen anderen Spielen, welche momentan für den Handheld erhältlich sind. Leider gibt es das Spiel nur im E-Shop als Download. Sammler von Hard Copys gehen in Europa leer aus. Altehrwürdige Fans können sich auf ein solide gebliebenes Kampfsystem mit großen Massenschlachten für die Hosentasche freuen. Einige gute Neuerungen wie zum Beispiel die Steuerung aller vier Protagonisten im Kampf, oder die persönlichere Einbindung in die Geschichte, rechtfertigen den Kauf des neuen Ablegers. Auch Neulinge und Interessenten können getrost zugreifen, da nur dieses Spiel das Bekämpfen tausender Gegner in einer einzigen Schlacht ermöglicht. Wem das Hauptspiel nicht reicht und mehr haben will, der kann sich weitere DLC´s holen. Die Anschaffung der Zusatzinhalte solltet ihr euch dennoch zweimal überlegen, da die DLC´s überteuert sind.  Dieses Japano Hack´n´Slay hat ein sehr hohes Suchtpotenzial, welches euch stundenlang an den 3DS fesseln wird.

[/rating]

 ►So testen Wir

 

 

Indie Preview #12: Interstellar Rift

Indiegames sprießen an jeder Ecke aus dem Boden!  Steam, Kickstarterprojekte, oder Publisher unterstützen diesen Trend, um Kleinentwicklern die Möglichkeit zu bieten, ihre Spiele an uns Zocker zu bringen.

 

Damit ihr euch nicht in dem Indie-Dschungel verlauft, präsentieren wir euch regelmäßig Indiegames, welche ihr vielleicht im Auge behalten solltet!

 

Interstallar Rift
Aufbau, Survival, Weltraum

Keine Schweine im Weltall, aber immerhin Minecraft im Universum. So darf man sich Interstellar Rift in etwa vorstellen. Das als Multiplayer ausgelegte Aufbauspiel lässt den Spieler in die Rolle eines Astronauten schlüpfen, welcher durch den Abbau von Asteroiden-Feldern Ressourcen abbauen muss, um sich hinter den Steuerknüppel seines selbst designten Raumschiffen setzen zu können.

Man startet also auf der „Starterstation“, welche momentan als Art Treffpunkt im Multiplayer dient und an welcher man neu respawnt. Mit dem Langstreckenteleporter können wir zu nahe gelegenen „Miningstation“. Auf dieser stehen uns 2 Räume mit Minern (also Gerätschaften zum Abbauen von Ressourcen) und 2 Räume mit Raffinerien zur Verfügung. Am Anfang können wir nur Eisen, Kupfer und Wasser abbauen. Eisen ist wichtig den Bau aller Strukturen und ist somit das Grundmaterial. Kupfer wird vor allem für die Elektrik benötigt. Wasser kann in der Raffinerie zu 2 Produkten aufgewertet werden: „Hydrogen“ und „Oxygen“. Hydrogen dient dabei als Brennstoff und Energielieferant. Oxygen wird in den Lebenserhaltungssystemen benötigt, um das Schiff mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.

Mit den erbeuteten Ressourcen könnt ihr euch dann an den Schiffs-Constructor setzen. Hier designt ihr euren eigenen Raumschiffe und Stationen. Dabei sind 3 Sachen besonders wichtig:
– Der Transporter, mit dem ihr euch zu Stationen und Raumschiffen in Reichweite transportieren lassen könnt.
– Die Lebenserhaltungssysteme.
– Und Generatoren, welche Alle Systeme mit Hilfe von Hydrogen mit Strom versorgen.

Prinzipiell macht das Spiel recht viel Laune und die Entwickler sind auch brav dahinter immer wieder neue Updates heraus zu bringen. So wurde vor kurzen die neue Ressource „Silicon“ hinzu gefügt, wodurch man zum Beispiel die Raffinerie, oder den Langstrecken Transporter selbst bauen kann. Silicon selbst ist recht selten, daher schwer zu finden und kann immer nur in relativ kleinen Mengen abgebaut werden. Somit ist es recht wertvoll. Hilfreich ist es, Silikon mit einem kleinen Schiff zu ernten, um sich ein größeres Schiff mit Miner und Raffinerie selbst zu bauen. So kann man vor Ort dann die Ressource abbauen und eine große Station dort errichten.

Der Bau von Raumschiffen funktioniert überraschend simpel. Mit ein wenig Übung weiß man schon bald, worauf man achten muss. Sollte mal etwas nicht richtig funktionieren, so kann man das gebaute Raumschiff jederzeit recyceln. Sollte man der Strom vergessen worden sein, kann man mithilfe des Arm-Computers Energie auf ein beliebiges Gerät umleiten. So kann man zum Beispiel den Transporter mit genug Saft versorgen, um zur Hauptbasis zurück zu kommen.


Fazit:
Interstallar Rift macht Spaß und bietet viel Freiraum. Das Repertoire an baubaren Gegenständen und Gerätschaften ist momentan noch überschaubar, und das Universum wirkt noch etwas klein, allerdings verspricht der Entwickler, alles noch auszubauen. Ein Minuspunkt ist momentan noch die Stabilität, denn das Spiel stürzt gerne einmal ab, wenn man den Transporter benutzt, oder die Schiff-Design-Oberfläche schließt. Trotzdem, an alle Minecraft- und Space Engineers-Fans: Hier könnte etwas großes auf euch warten!

 

Publisher: Split Polygon
Preis: € 14,99
Aktueller Status: Early Access

Indie Preview #11: Battle Brothers

Indiegames sprießen an jeder Ecke aus dem Boden!  Steam, Kickstarterprojekte, oder Publisher unterstützen diesen Trend, um Kleinentwicklern die Möglichkeit zu bieten, ihre Spiele an uns Zocker zu bringen.

 

Damit ihr euch nicht in dem Indie-Dschungel verlauft, präsentieren wir euch regelmäßig Indiegames, welche ihr vielleicht im Auge behalten solltet!

 

Battle Brothers
Denkspiel, RPG, Strategie

Inspiriert von Xcom: Ufo Defense und Jagged Alliance, versucht der Entwickler Overhype Studios sein Werk Battle Brothers zu erschaffen. Zwar müssen wir weder Aliens umbringen, noch uns mit rein russisch sprechenden Charakteren rum schlagen, aber das Spielprinzip wird wenigstens implementiert. Wie gut dies geschafft wurde, ist allerdings Geschmackssache. Es ist ein rundenbasiertes Taktik-RPG im Fantasy-Style á la Warcraft, oder Diablo. Soll heißen, dass ihr euch neben untoten Skeletten auch mit Orks und Banditen rum.

Ihr übernehmt die Kontrolle über eine Bande von Söldner und schickt sie durch die Welt. Diese ist dem Mitteleuropäischen Kontinent zu Zeiten des späteren Mittelalters nachempfunden und bedient sich auch der Waffen und Rüstungen zu dieser Zeit. Bei jedem Start des Spiels wird die dabei Welt neu generiert.

Stellt euch euren eigenen Trupp zusammen, wählt und gestaltet euer Banner, Rüstet eure Männer aus und zieht gegen das Böse in die Schlacht. Während der Kämpfe wird von der strategischen Ansicht, in die taktische gewechselt, was eine bessere Bedienung und Übersicht bringt. Erkundet die Welt, führt eure Männer in die Schlachten und steigt als Sieger aus ihnen wieder hervor.

Battle Brothers befindet sich momentan in der Beta-Phase und kann bei Steam für € 19,99 erworben werden. Auf der Homepage des Entwicklers Overhype Studios kann man sich auch anschauen, welche Pläne für das Spiel noch offen sind und welche bereits erfüllt worden. Hier wird stetig gearbeitet. Wer übrigens nicht die Katze aus dem Sack kaufen mächte, kann sich übrigens hier die Pre-Alpha Combat Demo runterladen.


Fazit:
Battle Brothers macht einen soliden Eindruck. Auch wenn ich persönlich ein riesen Fan der Xcom-Serie bin, so hat mich Battle Brothers aber nicht umgehauen. Trotzdem bin ich mir sicher, dass hier eine Perle für jeden Taktik-RPG-Fan wartet, der etwas Geduld und Ausdauer mitbringen kann. Die geplanten Verbesserungen bringen ebenfalls mit ziemlicher Sicherheit noch ein paar Lichtscheine zum Vorschein, weshalb es sich lohnt, diesen Indietitel im Auge zu behalten.

 

Publisher: Overhype Studios
Preis: € 19,99 – € 39,99
Aktueller Status: Beta

Yoshi’s Woolly World

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Nicht viele Spiele haben mich in meiner Kindheit besonders geprägt: Yoshi’s Island, ein Ableger von Super Mario World und eine Perle der SNES-Ära, gehört zu den wenigen Ausnahmen in meinem Leben und war eines der ersten Spiele, das ich bis zum Ende durchgespielt habe. Kein Nachfolger der Reihe konnte mich jemals wieder so begeistern und so vor dem Fernseher fesseln. Doch dann kam Yoshi’s Woolly World und wie schon damals saß nun wieder ein kleiner Junge vor dem Fernseher, fasziniert von dem zuckersüßen Farbenspiel. Ob  meine kindliche Begeisterung bis zum Ende von Yoshi’s Woolly World anhielt oder ob diese nach einiger Zeit nachlies, könnt ihr in unserem Review zum Spiel erfahren.

 

1_WiiU_Yoshi'sWW_scrn01_E3Für die Yoshis hätte es ein friedlicher Tag am Woll-Atoll sein können. Doch wie könnte es anders sein? Der böse Hexenmeister Kamek erscheint, teilt die kunterbunten Dinosaurier in Wollknäuel auf und verschleppt diese. Alle Yoshis? Nein, denn nun seid ihr an der Reihe eure Freunde zu befreien und in ein großes Abenteuer aufzubrechen. Im Grunde genommen war es das auch schon mit der Geschichte von Yoshi’s Woolly World, und so verwendet auch dieser Platformer die nullachtfünfzehn Storyline vieler Jump’n’Runs aus dem Hause Nintendo. Die Geschichte ist zwar irrelevant, allerdings liegt der Fokus des Spiels auch eher auf dem Gameplay und der visuellen Präsentation.

Ein roter Faden?

7_Wii U_YWW_ScreenshotYoshi'sWoollyWorld_07_Course1Nicht nur ein roter Faden zieht sich von Anfang bis zum Ende der Optik, sondern viele kunterbunte Fäden bestimmen das Aussehen von Yoshi’s Woolly World. Egal ob die Spielwelt, Hintergründe, Gegner oder die Yoshis, alles besteht aus Garn, Wolle, Knöpfe und wirkt wie ein spielbares Diorama. Stoff-Wolken hängen auf sichtbare Fäden, gestrickte Kristalle hängen von Decken herab, riesige grüne Wollknäuel stehen als Hintergrund in der Landschaft und viele Details mehr. Das Gamedesign von Yoshi’s Woolly World profitiert von dieser aus Garn bestehenden Welt, und als Spieler sieht man, dass die Entwickler dem Dinosaurier wohlWOLLEnd gesinnt sind. In der Umgebung weisen Schleifchen auf Interaktionen hin, um unter anderem geheime Orte zu offenbaren, oder Plattformen erscheinen zu lassen. Natürlich ist auch das Verschlucken von Gegnern und das Umwandeln in Geschosse wieder möglich: Doch auch hier wurde auf Details in der Präsentation geachtet, sodass die Eier in Yoshi’s Woolly World nun eigentlich bunte Wollknäuel sind und diese sich nun auch mit manchen Gegnern, wie Piranha-Pflanzen, verknoten können.

Geschickt gestrickt

2_WiiU_Yoshi'sWW_scrn02_E3Wie Piranha-Pflanzen gibt es auch zahlreiche andere für die Serie typische Gegner und Objekte. So trifft man wieder fliegende Fragezeichenwolken, Kettenhunde, Shyguys, und auch die Umgebung erinnert an vergangene Teile der Reihe. Sogar der treue und sehr robuste Hund Schnuffel lässt Yoshi wieder auf seinem Rücken reiten. In Sachen Gameplay spielt sich Yoshi’s Woolly World grundsätzlich ähnlich wie andere Platformer. Man springt, versucht Gegner zu plätten, und das Ende eines Levels zu erreichen, nichtsdestotrotz gibt es kleinere Nuancen, die das Spielprinzip der Serie von anderen abhebt: Mittels Flattersprung kann der beliebte Dinosaurier zum Beispiel besonders lange springen und mit geworfenen Wollknäuel können Plattformen gestrickt oder Schalter aktiviert werden. Aber der wesentliche Unterschied der Serie zu anderen Jump’n’Runs macht vor allem die Exploration aus, denn in jedem Level sind Grinseblumen, Wunderwolle und Herzen gut versteckt und wollen gefunden werden. Genau diese Suche kann auch für erfahrene Spieler interessant und knifflig sein, außerdem wird das Finden dieser mit zusätzlichen spielbaren Welten belohnt. Genau diese Sammleidenschaft, wird viele dazu bewegen einzelne Level mehrfach zu spielen; schließlich muss und will man alle Objekte finden, komme was da WOLLE. Zeit spielt in Yoshi’s Woolly World auf jeden Fall keine Rolle. Man kann die Welten stressfrei auskundschaften, um diesen auch das letzte Geheimnis zu entlocken, und genau diese enspannten Erkundungstouren fühlen sich angenehm ruhig an. Insgesamt gibt es in Yoshi’s Woolly World sechs unterschiedlich gestaltete Welten mit verschiedenen Levels, und natürlich gibt es auch wieder einige unterhaltsame Bosskämpfe.

Häkeln für alle

6_Wii U_YWW_ScreenshotYoshi'sWoollyWorld_02_amiibo2Wie schon in der Vergangenheit bekommt Yoshi in gewissen Spielabschnitten die Möglichkeit sich zu verwandeln. Die Umsetzungen dieser Verwandlungen, wie Motorrad- oder Wühl-Yoshi, sind gelungen, machen Spaß und bringen noch etwas zusätzliche Abwechslung zum gut durchdachten Gameplay. Spaß ist das Stichwort, denn anscheinend sollen alle das Vergnügen haben Yoshi’s Woolly World bis zum Ende spielen zu können: Aus diesem Grund haben die Entwickler verschiedene Spielmechanismen eingebaut, um einen optional das Spiel zu erleichtern. So bekommt Yoshi im Entspannt-Modus Flügel, um mit diesen in der Luft zu schweben, und mehr Energie-Herzen. Sollte dies nicht ausreichen bekommt man nach fünf gescheiterten Versuchen zusätzlich ein Unbesiegbarkeits-Ei am Anfang des Levels. Sowohl im klassischen als auch im entspannten Modus gibt es sammelbare Juwelen, die man ebenso gegen verschiedene temporäre Hilfestellungen eintauschen kann, um so zum Beispiel in einem Level durch ein imaginäres Trampolin nicht mehr herunterfallen zu können.

Bei Yoshi’s Woolly World können grundsätzlich außerdem alle amiibos genutzt werden. Bei den Woll-Yoshi und regulären Yoshi amiibos erscheint ein zweiter Yoshi, der gemeinsam mit dem ersten alle Bewegungen mitmacht, bei den meisten anderen amiibos wird ein neues zu dem amiibo passenden Yoshi-Muster freigeschaltet.

Gemeinsam an die Nadelarbeit

3_WiiU_Yoshi'sWW_scrn03_E3Yoshi’s Woolly World kann mit Gamepad, Wii U Pro Controller, Wii Remote Control und Wii Classic Controller (Pro) gespielt werden, die Fülle an Steuerungsmöglichkeiten ist groß und vor allem praktisch, da es die Chance erhöht jemanden Mitspielen zu lassen: Denn egal ob ihr nun einen Freund oder eine Freundin umGARNt, damit sie mit euch die Wollwelt erkunden, zu zweit spielt sich Yoshi’s Woolly World etwas anders. Denn hier müsst ihr nur zum letzten Kontrollpunkt, wenn beide Spieler gemeinsam die Häkelradieschen von unten sehen. Außerdem könnt ihr euch zum Beispiel gegenseitig wie ein Wollknäuel werfen, oder den Rücken des anderen als Absprungmöglichkeit nutzen. Zumindest muss man sich beim Miteinander spielen nicht in die WOLLE kriegen, denn Punkte werden zusammengezählt und Konkurrenzdruck gibt es keinen. Zumindest hier wäre auch ein getrennter Punktestand lustig gewesen, um sich mit Freunden etwas messen zu können.

Yoshi’s Woolly World
wiiu_yoshiww_ps_eur Wertung der Redaktion:

94/100

  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: Wii U
  • Preis: 40€
  • Reviewed von: Florian Nichtawitz

Am 08. Juli 2015

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18/20 Technik + gelungenes Spieldesign
+ tolle Optik
+ detailreiche Hintergründe und Animationen
+ fröhliche Musik

- Wii U Gamepad spiegelt nur TV Bildschirm wider
18/20 Umfang + zahlreiche Sammelobjekte
+ 6 Welten mit zahlreichen Levels
und Geheimnissen
+ viele Woll-Yoshis
- banale Story
20/20 Gameplay + gelungenes Spieldesign
+ abwechslungsreiches Gameplay
+ variabler Schwierigkeitsgrad
+ spaßige Bosskämpfe

38/40 Spezifisch + Cuteness Level over 9000 (+20)
+ für jung und alt (+5)
+ Objekte sammeln kann herausfordernd sein (+8)
+ unterhaltsamer lokaler Mehrspielermodus (+5)
+ gute Integration der amiibo-Funktion (+3)
- kein getrennter Punktestand im Koop (-2)

Fazit: [rating itemreviewed=“Yoshi’s Woolly World“ rating=“94″ reviewer=“Florian Nichtawitz“ dtreviewed=“08.07.2015″ best=“100″ worst=“0″]Wer nach einem guten Jump’n’Run gesucht hat, liegt bei Yoshi’s Woolly World für Wii U genau richtig, denn das niedliche Spiel ist dank dem variierendem Schwierigkeitsgrad und der zahlreichen Sammelobjekte geeignet sowohl für junge als auch ältere Kinder. Das Spieldesign der Level ist gelungen, und verlockt zu Erkundungstouren, und dank dem fehlenden Zeitdruck kann man die Optik aus Wolle und Garn auch genießen. Insgesamt bietet Yoshi’s Woolly World ein rundes Gesamtpaket aus gutem Gameplay, Abwechslungsreichtum und liebevollen Details und man kann es kaum glauben: Nintendo hat es tatsächlich geschafft, dass Yoshi noch niedlicher als sonst wirkt. Wer also keine Angst vor einem Zuckerschock hat und Platformer grundsätzlich mag, sollte bei Yoshi’s Woolly World auf jeden Fall zuschlagen.[/rating]

So testen Wir

 

Anna´s Quest

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Fiese Hexen mit Buckel und Warzen, ruhelose Geister, Jungen in Teddy-Gestalt, die Bremer Stadtmusikanten sowie viele weitere mystische Gestalten treffen wir im Erstlingswerk des australischen Autoren und Game Designer Dane Krams an.

Anna ist ein kleines Mädchen das irgendwo im Nirgendwo mit ihrem Großvater in einem Häuschen wohnt. Anna ist ein sehr behütetes Mädchen, denn der Großvater möchte um jeden Preis alles Übel und Schlechte dieser Welt von ihr Fernhalten. Doch der Großvater leidet an einer mysteriösen Krankheit die ihm sehr zusetzt und Anna beschließt einen Schritt in die große weite Welt zu wagen, um ein Heilmittel für den Großvater zu finAnnas quest Ted_Poseden.

 

Als möchte uns das Spiel warnen, müssen wir zusehen wie Anna prompt von der weltlichen Boshaftigkeit eingeholt wird: Die Hexe Winfriede entführt das kleine Mädchen und sperrt sie in einen videoüberwachten Raum. Im Rahmen eines Tutorials dürfen wir erstmals unsere Umgebung näher erkunden und erfahren auch das Motiv der Entführungs-Tat: Winfriede möchte Anna´s telekinetischen Kräfte zum Vorschein locken! Mit Hilfe von komplizierten Apparaturen gelingt ihr dies auch tatsächlich, was Anna sehr staunen lässt, hat sie doch noch nie von einer solchen Kraft gehört – geschweige denn gewusst, dass sie im Besitz einer solchen ist.

Anna begreift, sie muss hier ganz schnell raus!

AnnasQuest2

Ein ständiger Begleiter…

In Anna´s Quest gibt es ein paar Dinge die uns durch das ganze Spiel begleiten. Zuersteinmal ist da natürlich Anna, die wir steuern und mit der Welt interagieren lassen. Gleich zu Beginn lernen wir Ben kennen, einen freundlichen und ziemlich ängstlichen Teddybären, den die Hexe ebenfalls entführt und auch verzaubert hat – Ben ist nämlich in Wahrheit ein kleiner Junge. Ihn können wir zwar nicht steuern, doch ein Kamerad an der Seite ist immer gut. Zwar kann man mit Ben jederzeit kommunizieren und meistens auch etwas über die aktuelle Aufgabe mit ihm besprechen, jedoch hätte diese potentielle Möglichkeit der Hilfestellung noch weiter ausgeschöpft werden können. In manchen Situationen steht Ben nämlich einfach nur rum und kann einem in keinster Weise Tipps geben.

annas Quest Winfriede_Spell01Te-le-ki-ne-se. Was genau das bedeutet weiß Anna wohl nicht, sie kann jedoch seit dem blauen Licht, das die Hexe auf ihren Kopf scheinen hat lassen, Dinge bewegen, auseinanderbrechen, verbiegen und vieles mehr. Ganz schön praktisch wenn  man noch so klein ist und noch dazu aus den verschiedensten Situationen entkommen muss. Die Telekinese Fähigkeit kann nicht nur auf Dinge in Annas Umgebung angewendet werden, sondern auch auf Inventar Gegenstände.

 

Leider ist auch Winfriede eine ständige Begleiterin, denn die möchte Anna und ihre Kraft gerne für sich und ihre bösen Machenschaften nutzen. So ist die Hexe ein immer wiederkehrender Charakter, den wir mit den verschiedensten Mitteln austricksen müssen.

 Anna's Quest1

Eine ganz eigene Welt…

Die Welt durch die wir uns mit Anna bewegen ist ziemlich groß. Besonders auffallend ist, dass sie von vielen Bekannten aus den verschiedensten europäischen Märchen bevölkert wird – was vor allem in der englischen Sprachausgabe für einige Schmunzler sorgt.
So kann es durchaus sein, dass man in den Genuss eines Privatkonzerts des berühmten Van Beethoriki, Bandleader der Bremer Stadtmusikanten kommt, plötzlich im Käfig von Hensel und Gretel landet und es mit den gruseligen weißen Frauen zu tun bekommt.

…mit sehr gesprächigen Leuten

Daedalic Spiele zeichnen sich im Allgemeinen fast immer dadurch aus, dass besonderer Wert auf die witzigen, ausgefallenen und sarkastisch unterlegten Dialoge gelegt wird.
Auch in Anna´s Quest gibt es zahlreiche und auch sehr lange Dialoge, jedoch fehlt meines Erachtens der gewisse Pepp in den Erzählungen der Charaktere wodurch ich mich oftmals beim schnellen Überfliegen der Texte erwischt habe – etwas das ich sonst nie mache! Oftmals habe ich auch über Annas extreme Naivität und Unschuldigkeit den Kopf schütteln müssen.

Annas Quest3

Rauchende Köpfe

Was man dem Spiel nicht vorwerfen kann ist, dass es zu einfach wäre. Man bekommt zwar sehr schnell eine Ahnung wo einen das Spiel gern haben möchte, doch die Erreichung dieses Ziel ist oftmals sehr viel schwerer als gedacht. Die Möglichkeit mit jedem Objekt auch telekinetisch interagieren zu können liefert nochmal mehr Chancen die richtige Lösung einfach zu übersehen und nicht nur einmal sind Dinge zwei mal zu benutzen. Denn wer hätte es gedacht, ein Plüsch-Einhorn liefert selbstverständlich nicht nur ein Horn, sondern auch noch Füllwolle!
Leider muss ich sagen, dass die Aufgaben teilweise so vielschichtig und aufgesplittert in verschiedenste Missionen waren, dass selbst mir manchmal die Geduld ausging und ich eigentlich nur noch stumpfsinnig die verschiedenen Möglichkeiten durchgeklickt habe. Schade, denn das müsste nicht sein.

Hätte man Ben als Hinweis Lieferant ein wenig besser genutzt wäre die Spannungskurve des Spiels eventuell nicht so abgesackt.

 

Anna´s Quest
Wertung der Redaktion:

73/100

  • Publisher: Daedalic
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 29,99€
  • Reviewed von: Mira

 

Am 30. Juni 2015

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15/20 Technik + Soundkulisse
+ Soundtrack
- Animationen
- Detailreichtum
18/20 Umfang + knifflige Rätsel…
+ Bonus Inhalte freischaltbar
+ vielfältige Spielewelt
- …manchmal ZU knifflig

15/20 Gameplay + Steuerung
+ Identifizierung mit dem Genre
- Gefahr der Eintönigkeit
- keine angepassten Reaktionen
25/40 Spezifisch + Sehr sympathische Charaktere (+10)
+ Einbindung europäischer Märchen (+10)
+ Viele Möglichkeiten Dialoge zu führen (+5)
- Dialoge zeitweise zu langwierig (-5)
-  Storyline nett, aber nicht wahnsinnig fesselnd (-10)

Fazit:

[rating itemreviewed=“Anna´s Quest“ rating=“73″ reviewer=“Mira“ dtreviewed=“30.06.2015″ best=“100″ worst=“0″]

Der erste Eindruck den Anna´s Quest auf mich gemacht hat war zwar durchwegs ein guter, jedoch konnte das Spiel nach mehreren Stunden Spielzeit nicht mehr mit anderen Daedalic Klassikern mithalten. Die Musik ist gut, die Soundeffekte angenehm und passend, jedoch eben nicht so herausragend wie z.B. in „The Night of the Rabbit“. Ebenso die grafische Gestaltung: Einerseits gibt es viele Möglichkeiten mit Anna´s Umgebung zu interagieren und es sind einige Details vorhanden, auf der anderen Seite jedoch ist Anna selbst zum Beispiel auffallend „lieblos“ gezeichnet, fast schon ein wenig kahl, hat sie doch nicht einmal Augen. Auch die Dialoge zwischen den Personen sind zwar nett und teilweise zum Schmunzeln, aber der übliche schwarze Daedalic Humor scheint hier nur ganz ganz leicht durch. An manchen Stellen lässt auch die KI des Spiels ein wenig zu wünschen übrig, da sich viele Dinge nicht an den fortschreitenden Erfolg des Spielers anpassen und sich die Aussagen der Charaktere diesbezüglich auch nicht ändern.

Somit zieht sich für mich ein Gefühl von „ganz nett, aber eben doch nicht so berauschend“ durch das Spiel.

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So testen Wir

 

Indie Preview #10: Big Pharma

Indiegames sprießen an jeder Ecke aus dem Boden!  Steam, Kickstarterprojekte, oder Publisher unterstützen diesen Trend, um Kleinentwicklern die Möglichkeit zu bieten, ihre Spiele an uns Zocker zu bringen.

 

Damit ihr euch nicht in dem Indie-Dschungel verlauft, präsentieren wir euch regelmäßig Indiegames, welche ihr vielleicht im Auge behalten solltet!

 

Big Pharma
Denkspiel, Simulation, Strategie

Wer schon immer einmal wissen wollte, wie es in einem Pharmazie-Konzern aussieht, der kann sich mit Big Pharma einen kleinen Einblick verschaffen. Ziel ist es, Medikamente in großer Menge her zu stellen, zu erforschen und zu verbessern. Je effizienter man dabei ist, desto mehr Geld verdient man. Logisch, oder?

Man wird also mit den Grundstoffen beliefert, welche positive Wirkungen, aber auch negative Wirkungen haben können. Mit Fließbändern transportieren wir die Stoffe zu Maschinerien, welche die Konzentration der Drogen erhöhen, oder verringern können. Durch diese Veränderungen, oder durch das Zuführen anderer Medikamente, können wir die Qualität erhöhen und somit die Umsätze steigern.

Ausgaben und Einnahmen müssen im Auge behalten werden, andernfalls geht man schnell pleite. Desto größer die Herstellungsketten werden, desto höher sind natürlich auch die Herstellungskosten, aber auch die Gewinne. Forschungen bringen den Konzern voran, was auch wichtig ist, da ihr nicht die einzige Firma seid, welche neue Produkte auf den Markt bringt. Die Konkurrenz schläft nicht, sondern fordert euch ständig indirekt zu neuen Produkten heraus. Wenn der Platz einmal ausgeht, kann man das verdiente Geld in das Firmengebäude stecken und neue Räume aufkaufen.

So baut man langsam sein Pharma-Imperium auf, durchsucht die tropischen Wälder nach einzigartigen Pflanzen und forscht nach neuen Geräten. Taktik, Raumplanung und Englischkenntnisse werden hier abverlangt, denn bisher ist die deutschsprachige Version nicht in Sicht. Gut aufgebaut ist auch das Tutorial, welches den Einstieg in das Spiel erklärt. Auch die Kampagne ist groß gestaltet und bietet eine Vielzahl an Level.

Momentan befindet sich Big Pharma noch in der Beta Phase. Wer dieser beitreten möchte, kann sich das Spiel inkl. Beta Zugang auf der Homepage für € 23,05 kaufen. Das Spiel wird stetig weiterentwickelt, Updates kommen aber momentan etwas langsamer, als gewünscht. Dafür sind sie meist umso innovativer.


Fazit:
Big Pharma macht Spaß und bringt einige Stunden an Vergnügen mit sich. Trotz des etwas monoton klingendem Spielprinzips, macht das Spiel echt Laune und überbrückt den einen, oder anderen verregneten Sonntag. Einige Neuerungen sind bereits geplant, die sowohl visuelle, als auch spieltechnische Vorteile liefern. Hier versteckt sich eine kleine Perle für Taktiker und Strategen, welche auch mal die Waffen niederlegen und stattdessen als Manager ins Pharma-Geschäft einsteigen möchten.

 

Publisher: Twice Circled
Preis: € 23,05
Aktueller Status: Beta

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