Dragon Quest VII: Fragmente der Vergangenheit

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Manche Spiele bekommen ein Remake und erscheinen dadurch in neuem Glanz. Andere wiederum kommen ebenfalls erneut, obwohl sie noch gar nicht da waren. Das betrifft unter anderem auch „Dragon Quest VII: Fragmente der Vergangenheit“. Mit einer knappen Verspätung von drei Jahren, schafft es das im Jahre 2000 erschienene Remake des PS1-Rollenspiels, doch noch nach Europa. Fans der Dragon-Quest-Serie haben somit einen Grund zur Freude, da der Titel am 16. September bei uns im Handel erhältlich sein wird.

Da muss noch mehr sein…

In „Dragon Quest VII: Fragmente der Vergangenheit“ leben wir als Sohn eines Fischers, dragon quest VII auf einer kleinen Insel, welche von einem kleinen übersichtlichen Königreich (Estard) bevölkert wird. Wir werden in dem Glauben gelassen, dass es außer dieser Insel keine anderen Länder gibt. Wir und der Sohn des Königs, können dies nicht glauben und finden zu unserem Glück, eine alte Schriftrolle im Keller des Schlosses. Diese alte und unscheinbare Rolle weißt uns, nach dem Entziffern der uralten Schrift,  auf ein Geheimnis in den verbotenen Ruinen hin. Selbstverständlich sind wir neugierig und erkunden die „verbotenen“ Ruinen. Dort finden wir mysteriöse Portale, welche uns in eine unbekannte Welt führen – das Abenteuer kann somit beginnen.

Endlich ist Europa an der Reihe

„Dragon Quest VII“ erschien damals exklusiv für die PlayStation 1 und etwas später im Jahre 2001, erhielt der nordamerikanische Markt eine Umsetzung, welche unter dem Titeldragon quest VII „Dragon Warrior VII“ veröffentlicht wurde. Nun schreiben wir das Jahr 2016 und Europa wurde ständig außen vor gelassen. Doch nun kommen ebenfalls europäische Rollenspielfans, welche einen Nintendo 3DS besitzen, in den Genuss des Klassikers. „Dragon Quest VII“ wurde über vier Millionen mal verkauft und das aus gutem Grund. Wie viele anderen typischen japanischen Rollenspiele, besitzt auch Dragon Quest VII einen sehr großen Umfang. Die Dauer eines Durchgangs beträgt schätzungsweise über 100 Stunden und dabei wurden die vielen Sidequests ignoriert. Wer also die europäische Umsetzung durchspielen will, sollte sehr viel Zeit mitbringen, denn diese werdet ihr definitiv brauchen.

Gute alte Schule…

Für einen Helden wie uns, gibt es nichts schöneres als das Schwert, sowie das Schild in unseren Händen und die Gegner auf der gegenüberliegenden Seite. Aber wie spielt sich das Ganze überhaupt? Aus der Sicht des Gameplays, bekommt ihr mit diesem JRPG ein Spiel der alten Schule auf euren Handheld geliefert. Die Kämpfe sind genretypisch rundenbasiert. Wir wählen einen Kämpfer aus unserem Team aus, einen passenden Gegner und eine starke Angriffsart. Hierbei können wir zwischen eine Attacke, Fähigkeit oder einen Zauber auswählen.

Dieser Ablauf geht soweit gut von der Hand, trotz des leicht schlichten Menüs. Ich hätte dragon quest VII mir für ein „Remake“ eine etwas intuitivere und hübschere Menüführung gewünscht, doch das ist schon Kritik auf hohem Niveau. Genauso schade finde ich, dass von unserem Equipment nur die Waffe sichtbar ist. Andere Gegenstände können wir selbstverständlich ausrüsten, jedoch werden diese nicht dargestellt. Da dies aber ebenfalls dem alten Charme der japanischen Rollenspiele entspricht, ist dieses fehlende optische Feature kaum von Bedeutung – eher ein Wunschgedanke. Man darf nicht vergessen, „Dragon Quest VII“ ist und bleibt seiner Reihe treu und deshalb muss man wissen, worauf man sich einlässt.

Viele kleine aber gute Neuerungen

Zahlreiche neue Fähigkeiten und Zauber bekommen wir,  wenn unsere Charaktere im Level aufsteigen. Zu Beginn des Abenteuers starten wir komplett bei null und könnendragon quest VII lediglich eine simple Attacke ausführen. Umso mehr freue ich mich, wenn die Helden unseres Teams durch besiegte Gegner, Erfahrungspunkte sammeln und dadurch stärker werden. Die Kämpfe sind gut balanciert und machen auch nach dem tausendsten Mal viel Spaß. Die nervigen Zufallskämpfe gehören im 3DS-Remake der Vergangenheit an. In „Dragon Quest VII“ sehen wir stets alle Fieslinge schon vor den Gefechten auf der Weltkarte he­rumlaufen. Sollten wir einmal keine Lust auf eine Auseinandersetzung haben, können wir den meisten Gegnern einfach ausweichen – abhängig vom Terrain.

Das Problem ist, ausweichen können wir in einigen Gebieten nicht, beziehungsweise dragon quest VII schwer anwenden. In den Verliesen beispielsweise, können unsere Helden kaum ein paar Meter gehen, ohne die Waffen zu ziehen. Jedoch empfehle ich euch, alle Kämpfe mitzunehmen die ihr findet, um eure Party stetig aufzuleveln. Ansonsten könnte es euch passieren, dass schon der nächste kleinere Bossgegner eine echte Gefahr darstellt und eure Gruppe im Handumdrehen in Grund und Boden stampft. Diese Vorgehensweise – stetiges Kämpfen um Erfahrungspunkte zu bekommen und um letztendlich aufzuleveln – kann manchmal sehr frustrierend sein, dennoch ist das ein essentieller Bestandteil der Reihe.

Die Entwickler bieten uns mit über 50 verschiedenen Berufungen, eine große Variationsmöglichkeit und viel Platz zum experimentieren. Jeder unserer Helden kann sein Können perfektionieren und stetig neuere stärkere Fähigkeiten erlernen. Selbst Piratdragon quest VII und Hirte können mit von der Partie sein. Nur wenn wir die vielen unterschiedlichen Berufe meistern, können wir eine unbezwingbare Truppe aufstellen. Diese Vielfalt an Berufen / Klassen ist auch zwingend notwendig, da wir uns vielen unterschiedlichen und einzigartigen Monstern im Kampf stellen müssen. Nur durch den gekonnten Einsatz der Klassen und den dazugehörigen Fähigkeiten, haben wir ein leichteres Spiel in unserem Abenteuer. Zudem können wir mit bestimmten Geschöpfen Freundschaft schließen, deren Fähigkeiten aneignen und letztendlich im Kampf einsetzten. Wer jedoch gerne spezielle Items haben möchte, der kann die Geschöpfe aussenden, damit sie diese für uns finden – eine nette Idee um unser Equipment aufzustocken.

In den Dungeons sind einige Rätsel versteckt, welche wir lösen müssen, um weiter zu dragon quest VII kommen. Diese Abwechslung lockert das Geschehen sehr auf und gestattet uns, kleinere Verschnaufpausen von den vielen Kämpfen. Anstatt wie damals völlig planlos nach den für unseren Spielfortschritt benötigten Steintafeln zu suchen, steht uns nun ein hilfreicher kleiner Gnom zur Seite. Dieser kleine Helfer dient uns quasi als Navi, welcher uns durch das Abenteuer lotst. Auch neue Inhalte sind im „Remake“ dabei! Per Street- und Spotpass können wir Bonus-dragon quest VII Dungeons und anderen Content freischalten. Kenner des Originals, können sich über neue Handlungsstränge mit frischen Story-Entwicklungen freuen. Die Grafik wurde selbstverständlich generalüberholt und sieht zeitgemäß aus. Anstelle der zum ursprünglichen Japan-Release veralteten Grafik, erwartet uns Abenteurer nun eine vollwertige 3D-Welt, mit einem guten 3D-Effekt (falls ihr diesen Titel gerne in 3D spielen würdet). Sogar der Soundtrack wurde generalüberholt und überbearbeitet – die Musikstücke wurden von einem echten Orchester neu eingespielt.

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Dragon Quest VII: Fragmente der Vergangenheit
dragon quest VII packshot bearbeitetWertung der Redaktion: 

89/100

  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: New Nintendo 3DS
  • auch für: —
  • Preis: 39,99 €

 

 

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25/30Technik+ zeitgemäße Grafik
+ stimmungsvoller Soundtrack
+ guter 3D-Effekt
+ gute Kampfeffekte
+ gute Lokalisierung
- detailarme Landschaften
24/30Umfang+ Große Spielewelt
+ sehr lange Spieldauer
+ Preis / Leistung
+ viele Monster
+ Gnom als Navi
- Aussehen der Helden gleich (Items)
- schlichte Menüführung
27/30Gameplay+ Hoher Wiederspielwert
+ Gute Fairness
+ Steuerung präzise
+ große Variation durch Klassen
- Kamerasteuerung gewöhnungsbedürftig
10/10Spezifisch+ Große Auswahl an Ausrüstung und Waffen 
+ sehr viele Klassen

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Dragon Quest VII: Fragmente der Vergangenheit“ rating=“89″ reviewer=“Philipp Ondracek“ dtreviewed=“13.09.2016″ best=“100″ worst=“0″]

Endlich kommen auch wir Europäer in den Genuss des zeitlichen Klassikers von „Dragon Quest VII: Fragmente der Vergangenheit“ – es hat auch lange genug gedauert. Doch nun ist es da und die Fans der Spielereihe haben einen Grund zur Freude. Dragon Quest VII ist und bleibt ein klassisches japanisches Rollenspiel der alten Schule, bietet aber einige nette und frische Neuerungen. Nicht nur die Grafik wurde generalüberholt und sieht somit zeitgemäßer aus, sondern auch der Soundtrack wurde mit einem Orchester neu eingespielt. Die Kämpfe laufen genretypisch rundenbasiert ab und sind stets fair sowie gut balanciert. Die große Auswahl an verfügbaren Klassen / Berufungen, bieten einem die Möglichkeit, sich an die vielen unterschiedlichen Gegner anzupassen und die beste Taktik zu finden. Mit bestimmten Geschöpfen können wir Freundschaft schließen, deren Fähigkeiten wir uns aneignen und letztendlich im Kampf einsetzten dürfen – oder wir lassen diese Geschöpfe nach speziellen Items suchen. Gegner sind auf der Weltkarte ständig sichtbar, was uns ein ausweichen ermöglicht, falls wir mal keine Lust auf einen Kampf haben. Jedoch sollte man immer alle Kämpfe annehmen, damit die Charaktere stärker und besser werden, da man ansonsten später mit einigen Bossen Probleme bekommen könnte. Schade finde ich nur, dass die Landschaften etwas detailarm ausgefallen sind und die Menüführung nicht intuitiver sowie hübscher gestaltet wurde. Dies ist aber schon Kritik auf sehr hohem Niveau. Wer sich jetzt überlegt dieses Remake zu spielen, der sollte sehr viel Zeit mitbringen. Die werdet ihr definitiv brauchen. Im Großen und Ganzen betrachtet, ist „Dragon Quest VII: Fragmente der Vergangenheit“ ein Titel, welchen man sich unbedingt anschauen sollte.

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Philipp Ondracek
Meine erste Konsole war ein SNES aus dem Hause Nintendo. Damals passierte folgendes, ich verliebte mich in Videospiele. Seitdem lässt mich das Medium nicht mehr los und aus der anfänglichen Liebe wurde eine Leidenschaft. Bis heute hat sich diese Lebenseinstellung nicht geändert. Mein Herz gehört auf ewig Mario und dem Masterchief. Diese Spiele haben mich viele Stunden gekostet, welche ich jederzeit wieder opfern werde.

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