Hot Wheels: Infinite Rush im Test- Ein Traum für Fans

Quelle: Plaion

Mit Hot Wheels: Infinite Rush wagt Entwickler Milestone den nächsten Schritt für die kultige Spielzeugauto-Reihe. Nach den zwei erfolgreichen, rein streckenbasierten Unleashed-Teilen verlassen die kleinen Flitzer erstmals die Kinderzimmer-Rennkurse und wagen sich in eine offene Spielwelt. Ob diese Entscheidung des Studios die richtige war oder unser Hot Wheel ein paar Dellen davonträgt, könnt ihr hier lesen.

Hot Wheels mal anders

Mit Hot: Wheels Infinite Rush verlassen wir zum ersten Mal die Kinderzimmer-Rennstrecken und wagen uns in eine bunte Open-World. Diese ist aufgeteilt auf vier thematisch unterschiedliche Inseln:

– Wheelswood (eine städtische Umgebung)
– Tentacle Bay (Küstengebiete mit einladenden Stränden)
– Gearville (eine Wüste mit vielen Canyons)
– Drifty Temples (eine Region im asiatischen Stil)

Unsere Mission ist schnell erklärt. Als aufstrebender Rennfahrer arbeiten wir uns hoch, um die rivalisierenden Gangs „Rush Squads“ und deren Anführer „Rush Masters“ auf jeder Insel herauszufordern. Leider sind die vier unterschiedlichen Inseln nicht direkt miteinander verbunden. Sobald die Anforderungen a erfüllt sind, springen wir nahtlos über eine riesige Startrampe auf die nächste Insel. Eine direkte Verbindung wäre auch toll gewesen, aber so lässt sich das Problem auch lösen. Das Spiel ist im Grunde eine leicht zugängliche Kombination aus Forza Horizon und Burnout nur eben im Hot-Wheels-Universum. Die Erkundung der Open-World und das Freischalten neuer Events erinnern sehr stark an Forza Horizon, während das Fahrgefühl klassische Burnout-Vibes versprüht. Diese Mischung mag nicht jedem gefallen, mich persönlich hat es viele spaßige Stunden bereitet.

Infinite Rush fühlt sich gut an

Bei der graphischen Präsentation punktet das Spiel vor allem bei seinen Fahrzeugmodellen. Der gemischte Look aus Plastik, Metall und Lack wurde von den Entwicklern hervorragend eingefangen. Die vier unterschiedlichen Inseln sind farbenfroh gestaltet und ähneln großen Spiellandschaften. Da der Fokus jedoch auf der Open World liegt, wirken manche Abschnitte im Vergleich zu den sehr detailreichen Innenräumen der Unleashed-Vorgänger spärlicher dekoriert. Ich habe mit meinem System (i5-14400F, 32GB DDR 4 RAM und einer RTX 4060 8GB) und aktiviertem DLSS (Qualität), durchschnittlich 60-80 FPS, erreicht. Dabei war die Auflösung auf WQHD und die Grafikoptionen zwischen Hoch und Mittel eingestellt.

Wie schon oben erwähnt setzt das Gameplay auf eine Mischung von Forza Horizon und Burnout, weshalb es sehr Arcade-lastig ist. Durch geschmeidiges Driften in Kurven lädt sich die Boost-Leiste auf, welche für eine massive Geschwindigkeitsbeschleunigung sorgt. Ich kann auch gegnerische Fahrzeuge mit einem gezielten Rammstoß seitlich wegschubsen, sollten sie mir allzu lästig werden und mein Überholmanöver verhindern. Das Handling der Fahrzeuge ist schnell zu erlernen und sehr direkt. Was recht unangenehm sein kann- das Fahrzeug kann nach großen Sprüngen bei der Landung manchmal etwas unvorhersehbar reagieren.

Quelle: Plaion

Es gibt einiges zu tun

Ein Rennspiel in einer Open World benötigt genügend Aktivitäten um diese auch ausreichend ausfüllen zu können. Hot Wheels Infinite Rush hat deshalb genügen Aufgaben, Events, Fahrzeuge und so weiter in petto. Neben klassischen Sprint- und Rundkurs-Rennen gibt es noch Checkpoint-Rennen, Zerstörungs-Challenges (Objekte in einer gewissen Zeit umfahren), sowie Zeit- und Drift-Herausforderungen. Des Weiteren gibt es über 300 Zahnrad-Sammelobjekte pro Insel zu sammeln, Fotospots zu erkunden, versteckte Autos in der Welt finden und Freischalt-Challlenges. Bei Hot Wheels sind die eigentlichen Hauptakteure die Autos selbst. Mehr als 150 Fahrzeuge verteilt auf 4 Klassen warten auf euch. Dazu zählen die Versatile (Allrounder), die Speeder (Höchstgeschwindigkeit), die Drifter (Kurvenkönige) und die Titans (regelrechte Kraftpakete). Dabei gibt es eine Mischung aus echten Lizenzwagen und den typischen fantasievollen Hot-Wheels-Kreationen. Die Autos können über vier Mod-Stufen C bis S leistungstechnisch aufgewertet werden. Wer dann noch immer nicht genug von Hot Wheels hat, kann sich im mitgelieferten Strecken-Editor austoben. Dort kann ich eigene Kurse direkt in die Open-World-Landschaft platzieren und testen.

Wollt ihr euch mit Freunden oder gar Fremden online messen, könnt ihr dies in plattformübergreifenden Online-Rennen oder spezifischen Rush Events tun. Neben gewerteten Online-Matches liegt das Augenmerk des Multiplayers im Teilen eigener Rennstrecken mit der Community. Ein großer Pluspunkt beim Track Builder ist, dass auf den von uns erstellten Strecken auch KI-Gegner mitfahren können. Milestone und Mattel haben zudem eine Zusammenarbeit mit der Formel 1 und bringen im März 2027 das F1 Car Collection Pack heraus. Dieses exklusive Paket enthält alle 22 offiziellen Formel-1-Teamautos, welche jeweils originalgetreu nach ihren entsprechenden Hot Wheels-Modellen nachgebildet wurden. Die Kollektion erweitert die Fahrzeugauswahl des Spiels, die zum Start bereits mehr als 150 Fahrzeuge umfasst. Die Neuzugänge werden alle der Kategorie „Speeder“ zugeordnet sein, der schnellsten Klasse im Spiel. Um Nachschub müssen sich die Fans mit Sicherheit keine großen Sorgen machen.

Hot Wheels: Infinite Rush im Test- Ein Traum für Fans
Fazit
Hot Wheels Infinite Rush überzeugt mich mit dem Mix aus Forza Horizon und Burnout. Die vier abwechslungsreichen Inseln bieten mit über 150 detailreichen Autos, massig Events, Sammelobjekten und einem umfangreichen Strecken-Editor sehr viel Umfang. Kleine Schwächen bei der Landephysik und teils spärlich dekorierte Außenareale trüben den Spielspaß kaum. Dank direkter Steuerung, motivierendem Drift-Boost und starkem Multiplayer samt angekündigten DLCs, ist das Spiel eine klare Empfehlung für Groß und Klein.
Technik
84
Umfang
90
Gameplay
80
Spezifisch
85
Leserwertung0 Bewertungen
0
Besser
4 unterschiedliche Inseln
Mix aus Forza Horizon und Burnout
gute Performance
präzise wArcade-lastige Steuerung
Mit Events, Aufgaben, Fahrzeuge, Sammelobjekte, Missionen, Erkundung usw. gibt es sehr viel zu tun
umfangreicher Track-Builder
plattformübergreifenden Online-Rennen (auch mit Bots)
Schlechter
spärlich dekorierte Außenareale
Landephysik tricky
mit Maus und Tastatur nicht gut spielbar (Controller empfohlen)
keine Schnellreisefunktion
Leerlaufphasen vorhanden
Orientierung darf besser sein
85
Wertung

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