Mit der Huntsman V3 Pro-Reihe hat Razer bereits Maßstäbe im Gaming gesetzt und eine treue Community aufgebaut. Nun bringt der Hersteller mit der Razer Huntsman V3 Pro Low-Profile Tenkeyless 8KHz eine flache Variante auf den Markt. Ob die kleinere und flachere Variante der Huntsman V3 Pro im Test überzeugen kann, könnt ihr hier nachlesen.
Verpackung und Inhalt
Razer bleibt seiner Linie wie bei allen aktuellen Produkten treu und liefert die Tastatur in einer kompakten Verpackung im typischen Schwarz-Grün-Design. Beim Öffnen fällt mir auf, dass Razer verstärkt auf Nachhaltigkeit setzt und auf unnötige Plastikverpackungen weitgehend verzichtet. Der Lieferumfang konzentriert sich auf das Wesentliche. Neben der Tastatur selbst befindet sich ein hochwertiges, abnehmbares und geflochtenes USB-Typ-C-auf-Typ-A-Kabel im Karton. Eine wichtige Besonderheit im Vergleich zur Standard-Version- es gibt keine Handballenauflage. Aufgrund der extrem flachen Bauweise ist diese, finde ich, allerdings auch nicht zwingend notwendig. Die Ergonomie ist auch ohne eine Auflage gegeben. Ein kurzes Handbuch sowie die obligatorischen Razer-Sticker runden das Paket ab.
Design und Haptik
Das Design der Low-Profile-Variante ist, wie bei ihrem großen Bruder auch, gelungen. Die Gehäuseoberseite besteht aus einer gebürsteten Aluminium-Platte, welche der Tastatur eine enorme Stabilität und ein edles Finish verleiht. Solch eine Optik finde ich im Tastaturensegment bisher am schönsten. Durch den Verzicht auf den Ziffernblock, ist ja die Tenkeyless-Variante, nimmt sie sehr wenig Platz auf dem Schreibtisch ein. So bietet sie eine attraktive Lösung für kleinere Tische. Die Ergonomie und die Haptik profitieren von der geringen Bauhöhe sowie dem Material. An der Vorderseite misst die Tastatur angenehme 19,5 Millimeter in der Höhe. Das sorgt für eine natürlichere Haltung der Handgelenke und beugt Ermüdung bei langen Gaming-Sessions vor, weshalb wirklich keine Auflage notwendig ist. Die verbauten Doubleshot-PBT-Tastenkappen fühlen sich angenehm texturiert an und sind etwas leiser als bei der größeren Variante. Sie bieten auch bei schwitzigen Fingern einen guten Grip und nutzen selbst nach intensiver Nutzung nicht ab. Die RGB-Beleuchtung scheint kräftig durch die Tastenbeschriftung, sieht wie immer schön aus und wirkt durch das flache Profil etwas dezenter als bei klassisch hohen Modellen.

Technische Unterschiede zur Razer Huntsman V3 Pro 8KHz
Auch hier steckt unter der Haube High-End-Technologie. Beide Tastaturen nutzen die schnelle 8.000 Hz HyperPolling-Technologie, was die Eingabeverzögerungen auf ein absolutes Minimum reduziert. Auch Features wie:
– den Rapid Trigger Mode, was das sofortige Zurücksetzen einer Taste beim Loslassen zur Folge hat
– oder den Razer Snap Tap für eine optimale Gegenbewegungen in Shootern
sind in beiden Modellen integriert. Der entscheidende Unterschied liegt in den mechanisch-optischen Schaltern. Die standardmäßige Huntsman V3 Pro nutzt die klassischen Analog Optical Switches der 2. Generation mit einem Gesamthub von 4,0 Millimetern. Der Auslösepunkt lässt sich hier flexibel zwischen 0,1 und 4,0 Millimetern einstellen. Die Low-Profile-Variante hingegen setzt auf neu entwickelte Low-Profile Analog Optical Switches. Diese verkürzen den gesamten Tastenhub spürbar auf nur noch 2,8 Millimeter. Entsprechend kompakter fällt auch der regelbare Auslösebereich aus, welcher sich in der eigenen Razer Software von 0,1 bis 2,8 Millimeter justieren lässt. In der Praxis fühlt es sich an, als ob die Befehle rein physikalisch noch schneller am Endpunkt ankommen. Das Tippgefühl wechselt von einem tiefen, satten Klacken (Razer Huntsman V3 Pro 8KHz) zu einem knackigen, kurzen und präzisen Feedback (Razer Huntsman V3 Pro Low-Profile 8KHz). Vielleicht kommt sie mir deshalb etwas leiser vor. Ein weiterer Vorteil der Low-Profile-Version ist die Flexibilität bei der Einrichtung. Während die Standard-Huntsman zwingend die Synapse-Software für größere Änderungen benötigt, unterstützt sie zusätzlich Snap Flex sowie eine Web-Konfiguration. Warum ich das als Vorteil zähle? Dadurch lässt sich die Tastatur auch an fremden PCs oder gar in Turnieren plattformunabhängig direkt über den Browser anpassen. Zudem ist die Low-Profile-Tastatur mit rund 795 Gramm spürbar leichter als die fast ein Kilo schwere Standard-Version im Full-Size-Format.






