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Super Mario Odyssey

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Blaue Hose, braungebrannt, hundert Kilo Hantelbank! Das beschreibt Mario zwar nur zu einem Drittel korrekt, aber man kann ja nicht immer „der berühmteste Klempner der Welt ist wieder da“ schreiben. Auch wenn das zu drei Dritteln korrekt ist.

Obwohl Mario inzwischen so ziemlich alles an Sportarten durch hat, wenn es drauf ankommt springt der Gute trotzdem noch zur Stelle um seine Prinzessin zu retten. Denn, wie könnte es anders sein, auch diesmal hat es sich Erzrivale Bowser in den Kopf gesetzt, Prinzessin Peach ein für allemal für sich zu gewinnen. Ganz ehrlich, laufen im Pilzkönigreich keine anderen Frauen rum? Wie dem auch sei, diesmal meint Bowser es ernst, denn statt sich mit einer „normalen“ Entführung zufrieden zu geben, plant der böse Fiesewicht mit Hilfe seiner Schergen eine großangelegte Hochzeit mit allem Drum und Dran. Dazu reist er mit seinem Luftschiff durch die Lande und klaut sich währenddessen alles zusammen, was man so für eine zünftige Vermählung braucht: Blumengesteck, Torte und vieles mehr. Und natürlich einen Ring, ohne Ring geht’s nicht.

Soweit mal zur Rahmenhandlung. Fortan springen, klettern, schwimmen, fliegen und rennen wir hinter Bowser her, befreien die von ihm heimgesuchten Länder von seinen Untertanen und sammeln dabei Monde. Monde? Ja, diesmal gibt’s keine Sterne, sondern Monde, und das gleich haufenweise. Die Monde dienen dabei als Treibstoff für die namensgebende „Odyssey“, das Luftschiff, mit dem wir Bowser verfolgen. Um im Spiel voranzukommen, wird pro Welt jeweils eine bestimmte Anzahl an Monden benötigt. Dabei gestaltet sich die Mindestanzahl nie als Problem, denn in jeder Welt sind mehr als genug Monde versteckt, um weiterreisen zu können. Sammler hingegen werden sich freuen, alles entdecken zu können, denn einige Monde sind wirklich schwer zu finden. Dabei ist es wirklich unglaublich, wie Nintendo es immer wieder schafft, simple Mechaniken, in diesem Fall das Sammeln, mit so viel Liebe zum Detail zu gestalten. Manchmal reicht eine einfach Stampfattacke auf den komische aussehenden Hügel da drüben, ein anderes Mal gelangen wir über eine Röhre in einen 2D-Abschnitt und müssen durch ein klassisches Mario-Level hüpfen und rennen, um am Ende an einen der begehrten Monde zu kommen. Es lohnt sich, jede Ecke unter die Lupe zu nehmen, denn meistens findet man dann wirklich etwas und freut sich wie ein Schneeklempner. Die Welten selbst sind dabei extrem abwechslungsreich und laden einfach zum Entdecken ein. Wüste, Wasser, Schnee, Wald und sogar eine Stadt, alle erdenklichen Gegenden sind vertreten und bieten ganz eigene Aufgaben und Herausforderungen. Zu viel will ich an dieser Stelle gar nicht darauf eingehen, denn den Spaß des Erforschens möchte ich euch auf keinen Fall nehmen. Ich musste an vielen Stellen herzhaft lachen, denn teilweise sind die Ideen wirklich extrem lustig (Gumbaturm!). In regelmäßigen Abständen werdet ihr außerdem mit kleineren und größeren (Mini-)Bossen konfrontiert. Die stellen zwar meistens keine zu große Herausforderung dar, lockern das Spiel aber schön auf und erfordern oft ein wenig Taktik und Köpfchen.

Die besten Ideen, egal ob bei Bossen oder in den Welten, sind jedoch zu einem Großteil aufgrund einer neuen Mechanik möglich. Mario bestreitet seine Verfolgungsjagd nämlich nicht allein, sondern mit einem neuen Weggefährten namens Cappy. Auch Cappy hat allen Grund, Bowser zu verfolgen, denn der hat nicht nur Prinzessin Peach, sondern auch Cappys Freundin Tiara entführt. Das Besondere an Cappy: er kann Marios Mütze ersetzen und fortan von diesem als Wurfgeschoss verwendet werden. Und es geht noch weiter, denn durch Cappy kann Mario in bestimmte Gegenstände und Gegner hineinschlüpfen und diese für kurze Zeit übernehmen. Ihr könnt nicht hoch genug springen, um an den Mond auf dem hohen Turm heranzukommen? Kein Problem, einfach den nächsten Frosch übernehmen und schon geht es hoch hinaus. Ihr kommt nicht über den großen Abgrund? Übernehmt doch einfach die lange Raupe da vorn und streeeeckt euch mal so richtig lang. Auch hier möchte ich euch nicht zu viel vorwegnehmen, denn viele Einsatzmöglichkeiten für Cappys Gabe sind wirklich äußerst lustig. Dabei kommt keine Mechanik oder Fähigkeit zu oft vor, ständig stößt man auf neue Möglichkeiten und Ideen.

Neben den Monden gibt es in allen Welten noch viele, viele Münzen zu sammeln. Diese unterscheiden sich dabei in zwei Arten. Da wären zum einen die normalen, aus vielen Mariospielen bekannten gelben Münzen. Diese sind eine Universalwährung und werden in allen Welten als Währung akzeptiert, außerdem dienen sie als „Versicherung“, solltet ihr mal in einen Abgrund stürzen oder von Gegner zu viele Treffer kassieren. Zum anderen gibt es jedoch noch eine, in jeder Welt andere, Währung in Form von lila Münzen. Diese lassen sich nur in den Läden der jeweiligen Welt gegen Souvenirs eintauschen. Das Wichtigste, das ihr mit diesen lila Münzen kaufen könnt, sind jedoch die auf die Welt zugeschnittenen Kostüme für Mario und Cappy. Pro Welt gibt es ein bis zwei solcher Kostüme, beispielsweise könnt ihr in der Wüstenwelt einen Poncho und einen Sombrero kaufen. Diese Kostüme verleihen euch zwar keine besonderen Fähigkeiten aber der Stylebonus ist definitiv nicht zu verachten. Glücklicherweise sind die Kostüme recht günstig, so dass ihr schon nach wenigen Minuten in das jeweilige passende Outfit schlüpfen könnt.

Aber auch ohne Kostümfähigkeiten hat Mario einiges auf dem Kasten. Wandsprung, Weitsprung, Stampfsprung, Stampfsprung mit angehängtem Hochsprung… die Liste ist lang und ermöglicht viele verschiedene Manöver. Dabei steuert sich Mario sehr präzise und macht genau das, was ihr steuert – und zwar genau das. Teilweise hat der Mann mit Schnäuzer so harte Kehrtwenden gemacht, dass ich ihn schnurstracks in den nächsten Abgrund gesteuert habe. Muss man sich erstmal dran gewöhnen, aber bei den zahlreichen Sprungpassagen merkt man dann deutlich, was eine schön präzise Steuerung ausmacht. Dabei hat man die Wahl zwischen einer eher klassischen Steuerung mit Gamepad (bzw. Joy-Cons an der Joy-Con-Halterung/der Switch) oder von der Konsole entfernten Joy-Cons. Dabei hat man mit letzterer Variante die meisten Steuerungsoptionen und teilweise lassen sich bestimmte Moves, wie der Zielsuchwurf, nur mit dieser Steuerungsart ausführen. Es ist zwar schön, dass Nintendo die Bewegungssteuerung der Joy-Cons so gut nutzt, allerdings finde ich es schade, dass einige Moves exklusiv für diese Steuerungsart bleiben und Spieler, die lieber auf klassische Art spielen, diese gar nicht nutzen können. Abgesehen davon nutzt Super Mario Odyssey die Funktionen der Switch voll aus. Bei einigen Rätseln kommt beispielsweise die sehr präzise Rumblefunktion zum Einsatz und sogar Screenshots werden für manche Aufgaben benötigt. Auch die Kamera funktioniert  bis auf wenige Ausnahmen gut und lässt sich im Zweifelsfall einfach nachjustieren, nur selten bleibt sie an Ecken hängen.

Eines der Kernmerkmale von Mariospielen ist, dass sie sich sehr intuitiv und flüssig spielen und das trifft auf Super Mario Odyssey komplett zu. Das ganze Spiel wirkt wie aus einem Guss und schon nach wenigen Spielminuten gehen die verschiedenen Sprünge, das Übernehmen der Gegner und das Sammeln der Monde einfach von der Hand.  Möchtet ihr mal nicht alleine spielen, hat Nintendo dem Spiel zusätzlich einen Zweispielermodus spendiert. Hier steuert einer von euch Mario, der andere Cappy. Das ist zwar ein nettes Gimmick, so richtig toll spielt sich Super Mario Odyssey aber nicht zu zweit. Für Eltern, die das Spiel gerne mit ihren Kindern spielen möchten, ist der Modus aber sicherlich eine feine Sache. In die gleiche Kerbe schlägt auch der sogenannte Hilfe-Modus. Bei diesem zeigen euch Pfeile den richtigen Weg und nach Stürzen werdet ihr schnell und ohne Konsequenzen wieder ins Spiel befördert, wohingegen ihr beim normalen Modus beim letzten aktivierten Speicherpunkt startet.

Und so hechtet man Bowser hinterher, um die Hochzeit hoffentlich noch verhindern zu können. Begleitet wird man dabei nicht nur von Cappy, sondern auch von Mario typischer, eingängiger Musik. Besonders gefallen haben mir die zahlreichen neu komponierten musikalischen Anspielungen auf ältere Titel, die Kennern der Spiele einige nostalgische Momente bescheren dürften. Nicht fehlen darf natürlich der amiibo-Support, mit dem ihr je nach Figur Kostüme oder andere Kleinigkeiten freischaltet.

Super Mario Spiele sind schon ein Phänomen: sie spielen sich im Grunde immer gleich und schaffen es dabei trotzdem, so innovativ und einfallsreich zu sein wie kaum eine andere Serie und Super Mario Odyssey bildet da keine Ausnahme. Im Grunde genommen sammelt man einfach nur viele Monde, um dann in der nächsten Welt mehr Monde sammeln zu können. Das Ganze ist aber so liebevoll inszeniert und die neue Übernahmemechanik so kreativ eingebunden, dass man sich wie auf einem großen Abenteuerspielplatz fühlt. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken, jeder Stein will umgedreht werden. Dazu kommen lustige Charaktere, mehr Story als in vielen anderen Mariospielen, eine schöne Grafik und ein toller Soundtrack. Das Spiel ist einfach stimmig und Jump n Run Fans haben hier einen Titel, auf den sie sich wirklich freuen können.

 

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Super Mario Odyssey
Wertung der Redaktion: 

95/100

  • Publisher: NINTENDO
  • Getestet auf: Nintendo Switch
  • auch für: –
  • Preis: ~60€

 

 

 
29/30 Technik + Passende Grafik
+ Viele liebevolle Details
+ Schöner Soundtrack mit Nostalgiefaktor
+ Sehr präzise Steuerung
+ Gute deutsche Übersetzung
+ Nutzt Features der Switch voll aus
+ Optionaler Zweispielermodus
+ Optionaler Hilfe-Modus
+ Spielt sich sehr flüssig
- Selten hakelige Kamera
- Tw. können Moves nur mit von der Switch entfernten Joy-Cons genutzt werden
29/30 Umfang + Große Spielewelt
+ Lange Spieldauer
+ Viel, viel zu sammeln
+ Viele Rätsel
+ Story wird besser erzählt als Mario üblich
30/30 Gameplay + Hoher Wiederspielwert
+ Gute Fairness
+ Kreative Mechaniken
+ Cappy als neues Element bringt frischen Wind
+ Kaum wiederholende Elemente, jede Welt hat neue Ideen
+ Eingängige, leicht zu erlernende Steuerung
- Bosse tw. etwas zu leicht
7/10 Spezifisch + Amiibo-Support
+ Viele Kostüme
+ Münzen können für diverse Souvenirs und Kostüme ausgegeben werden

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Super Mario Odyssey“ rating=“95″ reviewer=“Yannik Thelen“ dtreviewed=“26.10.2017″ best=“100″ worst=“0″]

Super Mario Spiele sind schon ein Phänomen: sie spielen sich im Grunde immer gleich und schaffen es dabei trotzdem, so innovativ und einfallsreich zu sein wie kaum eine andere Serie und Super Mario Odyssey bildet da keine Ausnahme. Im Grunde genommen sammelt man einfach nur viele Monde, um dann in der nächsten Welt mehr Monde sammeln zu können. Das Ganze ist aber so liebevoll inszeniert und die neue Übernahmemechanik so kreativ eingebunden, dass man sich wie auf einem großen Abenteuerspielplatz fühlt. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken, jeder Stein will umgedreht werden. Dazu kommen lustige Charaktere, mehr Story als in vielen anderen Mariospielen, eine schöne Grafik und ein toller Soundtrack. Das Spiel ist einfach stimmig und Jump n Run Fans haben hier einen Titel, auf den sie sich wirklich freuen können.

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The Mummy Demastered

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Monster mit dicken Wummen erschießen war gestern. Ein Zombie-Doppelgänger mit eben diesen Waffen ist die wahre Herausforderung! Der innere Hardcore-Nerd fand The Mummy Demastered super, doch war er am Ende des Tages trotzdem nicht glücklich.

 

 

 

 

Den Charme der 90er einfangen ist keine leichte Aufgabe. Die richtige Schwierigkeit, das optimale Setting und tolle Spielmechaniken mit knalligen Soundtracks sollten dabei sein. The Mummy Demastered schafft es viele dieser Elemente einzufangen, aber scheitert leider an Anderen.

 

Das Böse klopft, mein Maschinengewehr antwortet

Die Story ist schnell erzählt. Ein uraltes Böse, die Prinzessin Ahmanet, ist auferstanden und stürzt die Menschheit ins Chaos. Die Untoten und grausame Kreaturen beherrschen die Straßen. Hier kommen wir ins Spiel: als Elitesoldat von Prodigium erforschen wir die Spielwelt und machen Jagd auf die ägyptische Räubertochter, um den Frieden wiederherzustellen.

The Mummy Demastered - Review, Test, Kaufberatung
 

Besonders tiefgründig ist die Geschichte nicht, aber sie rechtfertigt die kommenden Stunden voller Kugelhagel. In charmanter, 16-Bit orientierter Grafik toben wir uns auf der 2D Map aus und erforschen im gewohnten Castlevania– bzw. Metroid-Stil die abwechslungsreichen Gebiete. Mal geht es tief unter die Erde, mal sind wir draussen im Freien und ein ander mal in einem Glockenturm. An Abwechslung mangelt es der Map nicht und vor allem nicht an einer knackigen Inszenierung. Die Grafik ist gestochen scharf und sieht fantastisch aus, nur recht selten haben wir kleinere Grafikglitches entdeckt. Dank einfacher Animationen wirkt die Welt richtig lebendig und der breitgefächerte Soundtrack sorgt für actionreiche Stimmung. Von außen scheint der Titel zu überzeugen, doch spielt er sich auch genauso gut?

 

Sammeln, Schießen, glücklich sein

Ein flaches Tutorial erklärt was wir drauf haben. Springen, Schießen, Bewegen und eine Ausweichrolle. Mit den Schultertasten können wir an der Stelle stehen bleiben, um gezielt in acht Richtungen zu schießen. Ein Maschinengewehr mit unendlich Munition ist unser treuer Wegbegleiter bis zum Ende des Spiels.

Im klassischen Metroid-Vania-Stil geht es dann ans erkunden. Relikte und Schriftrollen, inspiriert von der ägyptischen Mythologie verleihen uns neue Fähigkeiten, mit denen wir weitere Gebiete erkunden können. Power-Ups und Waffen wollen schließlich entdeckt werden! Jede der zahlreichen Waffen fühlt sich einzigartig an und gibt ein herrliches Gefühl beim Einsatz. Schrotflinte, Sturmgewehr, Plasmakanone, Flammenwerfer und mehr haben individuelle Schießmuster und sind gegen spezifische Gegner effektiv. Das Maximum ihrer begrenzten Munition kann durch Power-Ups erhöht werden, was im Kampf wirklich spürbar war und langfristig auch nötig ist. An festgelegten Orten könnt ihr eure Munition auffüllen und bis zu zwei weitere Hauptwaffen und eine explosive Zweitwaffe ausrüsten.

Daneben sammelnThe Mummy Demastered - Review, Test, Kaufberatung wir auch Medikits ein, welche unser maximales Leben erhöhen. Vor allem gegen Ende des Spiels war das bitternötig, denn die Gegner stecken sagenhaft viel Feuergewalt ein und schlagen zu wie 1986-Mike Tyson. Eine tolle Herausforderung für alle, die es gern härter mögen! Lebensenergie wird dabei nur mühsam durch Gegnerdrops eingesammelt, doch erst wenn ihr das zeitliche segnet, wird der Titel brutal wie Schnitzel.

 

Der Tod ist nur der Anfang aller Schmerzen

Ist unser Agent tot, versklavt ihn Prinzessin Ahmanet sogleich. Das Spiel speichert automatisch ab und Prodigium schickt daraufhin den nächsten Agenten an die Koordinaten der letzten Übertragung bzw. euren letzten Speicherort. Da es sich um einen neuen Agenten handelt, habt ihr entsprechend nicht eure gewohnte Ausrüstung, die hat unser zombifzierter Vorgänger! Wollen wir also unsere eingesammelten Power-Ups und damals ausgerüsteten Waffen wieder, müssen wir Jagd auf den Rabauken machen. Ein interessantes Feature, welches die zusätzliche Herausforderung auch schnell zu einem Nervenzusammenbruch eskalieren lassen kann.

The Mummy Demastered - Review, Test, Kaufberatung
 

Zu der verlorenen Ausrüstung gehören nämlich auch eure zusätzlichen Lebenspunkte. Zwar könnt ihr Ersatzwaffen aus eurem Repertoir verwenden, doch müsst ihr sehr behutsam vorgehen. Es gibt kein Limit, wie viele Agenten (auch im selben Raum!) zombifiziert werden können und wie viele Prodigium nachschickt. Die Probleme der Zivilisation lassen sich scheinbar alle lösen, wenn man nur lange genug Menschenleben und ihr Elend auf sie hinwirft. Habt ihr dann das Pech an einer besonders kniffligen Spielstelle gestorben zu sein – beispielsweise, weil besonders fiese und hartnäckige Gegner sich dort tummeln – müsst ihr den Weg zu eurem Zombie-Ich überleben, euer Zombie-Ich besiegen und die verlorene Ausrüstung wieder einsammeln. Wir hatten dieses Pech, und mussten am Ende mit unserem treuen Maschinengewehr und blanken Nerven sieben unserer verstorbenen Kameraden erlösen, welche mit unserem Ex-Raketenwerfer, unserer Ex-Plasmakanone und Ex-C4 Sprengstoff dezenten Widerstand geleistet haben.

Die Herausforderung und Genugtuung unsere hartverdiente Ausrüstung wiederzubekommen war fantastisch, doch haben anfänglich starke Lags und Framerateeinbrüche diese Aufgabe fast unmöglich gestaltet. Ein üppiger Patch scheint dem Schabernack vor kurzem jedoch ein Ende bereitet zu haben. Leider hat man aber vergessen die Map zu aktualisieren, welche die Spiellänge unnötig in die Länge gezogen hat. Die Bosskämpfe haben zwar auch einige Anläufe gebraucht, aber waren sie stets fair, unterhaltsam und herausfordernd.

The Mummy Demastered - Review, Test, Kaufberatung
 

 

Mächtige Feuerkraft, schnell verpulvert

Eine gute Karte ist in Spielen dieser Art unabdingbar. Während Mummy Remastered zwar eine Map anbietet, machen ein paar Design-Entscheidungen das Spielerlebnis leicht bitter. Auf den ersten Blick ist die Karte übersichtlich gehalten, zwar ohne zusätzliche Zoom- oder Markierungsfunktion, aber man sieht, wo man ist und wohin das Spiel einen schicken möchte. Diverse Fundobjekte decken dabei einen Teil der Karte auf, um die Exploration zu vereinfachen. Der Teufel liegt aber im Detail: die verschiedenen Abschnitte des Spiels sind farblich gekennzeichnet. Oft wechselt man einen Abschnitt durch Räume, welche eben diese Abschnitte miteinander verbinden. Auf der Map sehen diese Räume aber nicht anders aus, wie Räume, welche diese Zugänge nicht haben. Sucht ihr also verzweifelt jene Durchgänge, welche ihr dank neuer, eingesammelter Upgrades nun endlich begehen könnt oder noch nicht betreten habt, lässt euch die Map kläglich alleine. Zumindest gibt es Helikopter-Punkte, mit denen ihr schnell an festgelegte Punkte auf der Map gelangen könnt.

Für besondere Secrets und Power Ups ist das völlig legitim, aber nicht für das normale Vorankommen des Hauptspiels. Die ohnehin sehr kurze Spieldauer von 7 Stunden wurde durch diese Suchaktionen unnötig verlängert. Dieser Frust wurde dann nur noch größer, als das Spiel einfach nichts mehr zu bieten hatte. Seid ihr mit dem Titel durch, gibt es keinen Hardmode, kein New Game Plus, kein Time Trial oder Bossrush-Modus; euch bleibt der letzte Speicherpunkt vor dem großen Finale. Ihr könnt lediglich die Map noch zu 100% erforschen, alle Power Ups einsammeln und alle der 50 versteckten Relikte/Collectibles einsammeln, aber dann ist endgültig die Luft aus dem Titel. Für 20,- € ist das schlichtweg zu wenig Inhalt, und da sind die nichtvorhandenen Optionseinstellungen nur die Spitze des Eisbergs. Ist der Titel deswegen schlecht? Das nicht, The Mummy Demastered ist ein feines Spiel mit knackiger Schwierigkeit in einer tollen 16-Bit Verpackung, aber das aktuelle Preis-Leistungs-Verhältnis hinterlässt einen verdammt bitteren Nachgeschmack, dem man sich zuvor Bewusst sein sollte.

 

The Mummy Demastered
 The Mummy Demastered Logo Wertung der Redaktion: 

67/100

  • Publisher: 
  • Getestet auf: PS4
  • auch für: PC, Xbox One
  • Preis: 19,95 €

 

 

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28/30 Technik + tolle 16-Bit inspirierte Grafik
+ actiongeladener Soundtrack und Vertonung
 solide Steuerung
 flüßiges Gameplay (nach Patch)
-  selten vereinzelte Grafikglitches
10/30 Umfang + abwechslungsreiche Waffen und Gebiete
+ ordentliche Anzahl an Gegnertypen und Bosse

- magere Spieldauer von 7 Stunden
 wenig bis kein Wiederspielwert
 vergleichsweise wenig Inhalt
 schlechtes Preis/Leistungsverhältnis
25/30 Gameplay + herausforderndes Gameplay
+ viele Power-Ups und Waffen zum Finden
+ knackiges Zombification-Feature für die Extraportion Herausforderung…
- …welches schnell zu purem Frust eskalieren kann
 Die Map bietet stellenweise wenig Hilfe beim Spielen
4/10 Spezifisch + spitzen Soundtrack
 spürbar nützliche Waffen und Upgrades

- reudiges Preis/Leistungsverhältnis

[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.

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Fazit:

[rating itemreviewed=“The Mummy Demastered“ rating=“67″ reviewer=“Martin“ dtreviewed=“24.10.2017″ best=“100″ worst=“0″]

The Mummy Demastered ist ein feines Actionspiel, welches mit einem tollen Mix aus Exploration und Shooter einige Stunden unterhalten kann. Eine knackige Schwierigkeit, die charmante Grafik und der spitzen Soundtrack fangen viel des beliebten 90er Charme ein. Das Zombiefication-Feature ist dabei eine spannende Ergänzung im gewohnten Metroid-Vania-Stil, welches euch an die mentalen Grenzen bringen kann. Eine solide Steuerung, gute Stabilität, abwechslungsreiche Waffen, Gebiete und Gegner sowie viele Power-Ups zum Finden sorgen für einige Stunden actiongeladener Unterhaltung, welche leider durch manische Suchaktionen aufgrund der verbesserungswürdigen Map langgezogen werden. Doch gerade wenn der Spaß am schönsten ist, geht dem Titel komplett die Luft aus. Eine kurze Spieldauer, wenig Inhalte und kein wirklicher Anreiz zum Wiederspielen trüben die Spielerfahrung, vor allem angesichts des aktuellen Preises! The Mummy Demastered ist ein gutes Spiel, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt aktuell einfach nicht. Daher lautet unsere Empfehlung: Haltet den Titel im Auge und schlagt zu, wenn er an der Rabattschraube dreht!

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The Evil Within 2

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The Evil Within 2 schickt Sebastian Castellanos zurück in einen Alptraum, welcher alle seine Überlebenskünste auf die Probe stellt! Doch während Survival-Fans voll auf ihre Kosten kommen, werden Liebhaber des Horror-Genres nur mit einem leicht erhöhten Herzschlag bedient.

 

 

 

Gute Horrorspiele scheinen aktuell eine Seltenheit, vor allem, wenn sie mehr als mit einfachen Jumpscares oder grotesken Darstellungen schocken wollen. Darum haben wir uns mit viel Spannung und ohne Vorwissen zum Prequel The Evil Within 2 auf der PS4 angenommen und uns auf nervenzerreißende Stunden gefasst gemacht. Der Horrorfan in uns war enttäuscht, doch überzeugt der Titel dafür an anderen Ecken.

The Evil Within 2 - Review, Test, Kaufberatung
 

Prächtige Motivation, aber mit Lücken

Die Story ist schnell erzählt, jedoch für Anfänger mit vielen Fragezeichen gespickt. Wir spielen erneut Sebastian Castellanos und befinden uns in STEM, einer Maschine, mit der man das Bewusstsein von mehreren Menschen verbinden kann. Warum tun wir uns das nochmal an? Die seit Jahren totgeglaubte Tochter Lily ist in Wahrheit am Leben und wird von der bösen Organisation Mobius als Kern der neuen Version dieser Maschine missbraucht. Etwas lief schief in der fiktiven Stadt Union und so wird Sebastian losgeschickt, um den Tag zu retten. Zombieähnliche Kreaturen suchen die Straßen heim, töten alles was sich bewegt und haben vor allem uns zum Fressen gern.

The Evil Within 2 - Review, Test, Kaufberatung
 

Die Motivation ist nachvollziehbar, jedoch war uns als Neueinsteiger vieles nicht klar und das Spiel liefert nur minder genügend Informationen zur (Schein)Welt, ihren Regeln und Erscheinungen. Funktioniert sie wie die Matrix? Wie das Kabinett des Doktor Parnassus? Und warum braucht jemand so eine Maschine überhaupt? Viele solcher Fragen werden selten bis nie beantwortet, die Story konzentriert sich voll auf die Rettungsmission von Lily und der Entwicklung von Sebastians Psyche, merklich gebrandmarkt von Schuldgefühlen und den grausamen Erfahrungen des ersten Teils. Diese Aspekte der Story sind ansehnlich inszeniert und geben spannende Einblicke in unseren Protagonisten. Der Storyverlauf nimmt dabei einige interessante Wendungen und bleibt dadurch spannend. Gewürzt wird das Ganze mit emotionalen Segmenten und einer exzellenten Synchronisierung. Zwar sind manche Dialoge vorhersehbar, aber das hat dem Gesamtbild nur wenig geschadet. Mehr Hintergrundinformationen hätten als Einsteiger jedoch geholfen, um mehr mit Sebastian zu fühlen. Zusätzliche Collectibles im Spiele geben mehr Eindrücke von der Story, doch sind sie lediglich eine schöne Ergänzung und kein Ersatz.

 

Hübsche Gruseltour ohne Biss

Die Grafik ist dabei rundum fantastisch; die Umgebung, Effekte, die Charaktere und ihre Mimik sind erstklassig. Abwechslungsreiche und schaurige Umgebungen sorgen für eine tolle Atmosphäre, ergänzt von einer sehr guten Vertonung und gelegentlichen Melodien.

Doch gerade in der Inszenierung liegt der Zombiehund begraben. Die Welt und ihre Gegner sehen blutig, grotesk und grausam aus, aber sie erschrecken nicht. Es gibt nur extrem selten Angst- und Horrormomente, doch selbst die werden robustere Spieler nicht großartig erschrecken. Die Mischung aus geskripteten Passagen und freier Exploration der offenen Spielwelt funktioniert in der Praxis zwar gut, aber es mangelt ihr fast durchgehend an Nervenkitzel. Der Titel erinnert mehr an Thriller oder Mindgame-Filme, jedoch wird er der Bezeichnung Horror einfach nicht gerecht. Verliert er dadurch seinen Sinn? Teilweise, denn was ihm an Horrorelementen fehlt, macht er mit solidem Survival-Gameplay wieder gut.

Lässt man die vielen Fragezeichen des Settings außen vor, wird man schnell seine Freude mit dem Gameplay haben. In der Thirdperson steuert ihr Sebastians Handlungen. Wir können schleichen, schießen, Klettern und das wichtigste: schnell die Knie anziehen und The Evil Within 2 - Review, Test, Kaufberatungrennen. Eure Gegner können euch sehen und hören, was euch nachvollziehbar im HUD symbolisiert wird; für einen Stealthkill muss man also behutsam vorgehen. Mit dem Messer Gegner ausschalten macht richtig Spaß und spart wichtige Ressourcen, doch kommt das Ganze mit einem großen Haken: die K.I. der Gegner.

 

Das „k“ in Zombie steht für klug

Ein Gegner verfolgt euch? Rennt schnell hinter ein Auto oder anderes Objekt und kriecht etwas herum: Für eure Gegner gilt ihr nach wenigen Sekunden als verschwunden und sie verlieren das Interesse euch zu jagen. Das Gebüsch verhüllt euch zwar völlig, aber oft ist es so dicht, dass ihr selber gar nicht mehr eure Umgebung seht. Dadurch verlieren Konfrontationen viel an Herausforderung und Horror, weil die Gegner K.I. zu schnell zu berechenbar wird und man ihr Verhalten ausnutzen kann. Zwar ist die Gegnervielfalt ansehnlich, aber lassen sich die anderen Gegnertypen genauso austricksen. Die Steuerung ist dabei weitgehend flüssig, lediglich beim Klettern und Runterfallen kann es mal holprig werden. Einmalig gab es auch einen Spielfehler, der das Spiel abstürzen ließ. Wird wohl ein Fehler im STEM sein.

Schwierig und fies wurde es nur gelegentlich. Wenn euch das Spiel in einen kleinen Raum mit drei schnellen Gegnern ohne Deckung schickt, liegt die Herausforderung der Situation eben nicht in der guten Programmierung. Haben euch Gegner mal erwischt, schmerzt jeder Treffer und der Game Over Schirm wird oft erscheinen. Dank des wirklich fairen Autosave-Feature müsst ihr aber selten mehr als 10 Minuten erneut spielen und Strafen für das Ableben gibt es auch nicht.

Wenn mal kein Stealthkill möglich ist, wird zu den Feuerwaffen gegriffen. Pistolen, Schrotflinten und weitere Schießeisen helfen euch im Kampf gegen das Grauen. Die Waffen passen zu dem diabolischen Setting und bieten unterschiedliche Vor- und Nachteile. Munition ist je nach Schwierigkeitsgrad sparsam einzusetzen und wer alles mit Feuergewalt lösen will, wird schnell nur noch mit seinem Messer ausgerüstet sein. Ressourcen sammeln, schleichen und Stealthkills werden selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad zur Pflicht. Eine tolle Herausforderung für Survivalfans! Mit den eingesammelten Ressourcen könnt ihr eure Waffen Upgraden, Munition oder Medikits herstellen, um den Überlebenskampf angenehmer zu gestalten. Vor allem Bosskämpfe fordern mächtige Feuerkraft und vernaschen eure Vorräte gerne mal in wenigen Minuten.

The Evil Within 2 - Review, Test, Kaufberatung
 

Und Bosskämpfe gibt es einige! Manche zwingen euch zum Schleichen, andere verlangen massiven Kugelhagel und wieder andere eine spezielle Strategie. Die Kämpfe sind zwar fordernd und unterhaltsam, aber leider fast nie besonders gruselig inszeniert. Knackig wird das Ganze aber dadurch, dass manche Bossgegner später als normale Gegner in der offenen Spielwelt auftauchen!

 

Weniger Fragen stellen, mehr Ressourcen Sammeln

Besiegte Gegner hinterlassen dabei grünes Gel, mit dem ihr bei der Krankenschwester Tatiana in Sebastians persönlichen (Bewusstseins)Räumen – begehbar über zerbrochene Spiegel – eure Fähigkeiten aufwerten könnt. Die übersichtlichen Skilltrees werten Leben, Ausdauer, Schleich- oder Schießfähigkeiten auf. Warum gerade so? Weil halt. Man lernt, solche Dinge einfach zu akzeptieren, wie zum Beispiel Sebastians magischer Zauberrevolver, welcher dank Upgrades mehr als 10 Kugeln aus seinen sechs Kammern abfeuern kann.

Gespielt wird hauptsächlich in der Stadt Union, wo ihr dank übersichtlicher Map direkt zu eurer Hauptaufgabe streunen oder die Welt erkunden könnt. In der Welt erwarten euch zusätzliche Ressourcen, Collectibles, Nebenmissionen, aber auch Gegner. Nebenmissionen belohnen euch mit neuen Waffen und Ressourcen, sodass der Umweg sich am Ende immer lohnt. Gewürzt wird das Ganze mit kleinen Minispielen für etwas Abwechslung. Einmal erledigt spawnen die lebenden Toten aber nicht wieder. Nur zu spezifischen Punkten im Spiel wird die Stadt mit neuen Gegnern (und Vorräten!) The Evil Within 2 - Review, Test, Kaufberatungaufgefüllt. Zusätzliche Taschen erhöhen dabei die maximale Anzahl an Munition für eure Schusswaffen. Das Survival-Rad erfindet The Evil Within 2 zwar nicht neu, aber durch das Setting und die solide Umsetzung macht es Spaß und stellt euch vor saftige Herausforderungen.

Nach knackigen 20 Stunden waren wir dann durch und durften uns dem New Game Plus widmen. Es gab einige Belohnungen für das Durchspielen und die erworbenen Fähigkeiten konnten im zweiten Durchgang übernommen werden, ein dickes „Meh“ hatte das Ganze aber: ein New Game Plus kann nur auf demselben oder niedrigerem Schwierigkeitsgrad begonnen werden. Wollt ihr einen härteren Modus mit ordentlich Starthilfe beginnen, werdet ihr also enttäuscht. Masochisten werden sich hingegen über diesen Umstand und die richtig derben Schwierigkeitsgrade freuen. Die umfangreichen Optionseinstellungen hinsichtlich des Interfaces sowie überspringbare Cutscenes und Dialoge finden hingegen sicher alle Fans toll.

The Evil Within 2
 The Evil Within 2 - Review, Test, Kaufberatung Wertung der Redaktion: 

82/100

  • Publisher: Bethesda
  • Getestet auf: PS4
  • auch für: PC, Xbox One
  • Preis: 54,95€

 

 

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28/30 Technik + exzellente Grafik, Charaktermodelle und Synchronisierung
+ tolle Inszenierung und Vertonung
 herrliche Licht- und Schatteneffekte
 flüßiger Spielverlauf ohne Ruckler, auch in hitzigen Situationen
- äußerst selten technische Probleme 
25/30 Umfang + schöne Spieldauer von 20+ Stunden
+ Viele Collectibles und nützliche Nebenmissionen
+ vielfältige und knackige Schwierigkeitsgrade
+ ordentliche Anzahl an Gegner und Bosse

- Wiederspielwert mit New Game Plus erscheint fraglich
 mangelnde Exposition machen die Story und Spielwelt für Neueinsteiger verwirrend
24/30 Gameplay + sinnvolle Skilltress und Craftingmechaniken
+ Guter Mix aus freier Exploration, Survivalelementen und Kampfmechaniken
+ Sehr faire Autosave-Funktion
 realistische Waffen mit Vor- und Nachteilen
- ein paar Steuerungselemente sind etwas holprig
 Gegner K.I. lässt sich sehr leicht austricksen
5/10 Spezifisch + tolle Animationen und Synchronisierung
 herausforderndes Spiel für Survivalfans aber…

- …kein Nervenkitzel für Horrorfans

[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.

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Fazit:

[rating itemreviewed=“The Evil Within 2″ rating=“82″ reviewer=“Martin“ dtreviewed=“18.10.2017″ best=“100″ worst=“0″]

The Evil Within 2 wird der Bezeichnung Horrorspiel weniger gerecht, doch werden Survival-Fans dank der soliden Spielmechaniken dennoch ihre Freude haben. Dabei erfindet der Titel das Rad nicht neu, jedoch kommt es in einer ansehnlichen Verpackung a la Psychothriller. Wer sich auf Angstschweiß und Herzrasen freut, wird jedoch kläglich enttäuscht. Neueinsteiger müssen sich etwas mühsam mit dem Setting anfreunden, da der Titel hier zu wenig Exposition liefert. Wer den Vorgänger bereits gespielt hat, wird die Story mehr genießen können, doch selbst als Quereinsteiger konnten wir mit Sebastian mitfühlen. Eine prächtige Optik und Synchronisierung werden mit einem tollen Mix aus Survival, Exploration und (Stealth)Kampf verbunden. Viele Schwierigkeitsgrade lassen auch die leicht berechenbare Gegner-K.I. zur Herausforderung werden, um auch Schlaufüchse an ihre Grenzen zu bringen.

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Fire Emblem Warriors

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Leserwertung0 Bewertungen
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82
Wertung

Tecmo Koei haben mit Dynasty Warriors eine Serie erschaffen, die nicht nur unter vielen Fans sehr beliebt, sondern auch aufgrund der wilden Massenschlachten bekannt ist. Nachdem Hyrule Warriors im Jahre 2014 für die Nintendo Wii U erschien, war uns klar, dass wir uns zukünftig in weiteren Nintendo-Welten durch Horden an Gegner metzeln werden dürfen. Die Japaner kombinieren auf der Switch erneut eine beliebte Nintendo-Serie mit der Warriors-Serie. Das Ergebnis – Fire Emblem Warriors. Ob die Warriors-Serie im neuen Gewand überzeugen kann, erfahrt ihr hier bei uns.

Die Story- platt wie eine Flunder, jedoch schön erzählt

In jedem Ableger der Warriors-Serie war die Handlung bisher nie überzeugend und würde bestimmt keinen Oscar für die beste Story erhalten. Genauso verhält es sich auch bei Fire Fire Emblem WarriorsEmblem Warriors, dem neuesten Teil für die Nintendo Siwtch. Ein Drache und seine Schergen, greifen das Reich der beiden Protagonisten Lianne und Rowan an. Einen nette Nebeninformation, die beiden Protagonisten wurden extra für den neuesten Ableger erschaffen. Auf der Flucht aus dem Schloss, werden Lianne und Rowan durch eine einstürzende Decke, von ihrer Mutter getrennt. Bevor die restliche Decke einstürzt und die Mutter stirbt, übergibt Sie den Geschwistern ein Schild, welches mehrere Einkerbungen für besondere Edelsteine vorweist. Was es mit dem Schild auf sich hat, müsst ihr schon selbst herausfinden. Natürlich schwören Lianne und Rowan Rache und wollen ihr Reich vom Bösen befreien. Doch kann dieses Vorhaben mit nur zwei Helden gelingen? Nein! Da zwei Helden natürlich zu wenig für einen Warriors-Teil wären, reisen viele Fire Emblem-Helden aus allen möglichen Zeitepochen an, um sie zu unterstützen, darunter auch Marth, Corrin oder Xander.

Im Story-Modus bekommen wir von den Entwicklern zahlreiche schöne Zwischensequenzen und Dialoge spendiert. Jede einzelne Zeile, welche von den Charakteren gesprochen wird, ist vertont. Somit wurden sämtliche Dialoge komplett von den englischen Sprechern der Figuren synchronisiert, welches unsere Helden sowie die neuen Figuren, wie in den Originalspielen, lebendiger und ausdrucksstärker wirken lässt. Damit wir auch wirklich alles verstehen können, wird das gesprochene in Textform auf Deutsch am unteren Bildschirmrand dargestellt.

Viele Massenschlachten und ein wenig Strategie

Viele werden Fire Emblem als Strategie-Rollenspiel kennen, bei dem der Spieler die Einheiten über eine Schach-ähnliche Umgebungen bewegt und gegnerische Einheiten, so gut es geht, auskontern muss. Doch dieses Spielprinzip finden wir in Fire Emblem Warriors nicht wieder. Stattdessen metzeln wir uns mit unseren Helden durchFire Emblem Warriors hunderte von Gegnern und nehmen strategische Punkte ein, um die Vorherrschaft auf der Karte zu erlangen. Im Kern ist es also so ziemlich das gleiche wie bei jedem Ableger der Warriors-Serie. Das Grundrezept für diese Serie ist dabei sehr simpel. Man nehme ein großes Schlachtfeld, gebe hunderte bis tausende Krieger dazu und zum Schluss werfe man den Spieler hinein. Was dabei rauskommt sind stundenlange Kämpfe. Doch was ist mit dem berüchtigten Waffen-Dreieck aus Fire Emblem? Das Waffen-Dreieck hat es natürlich auch in Fire Emblem Warriors geschafft. Hierbei ist es wie im Strategie-Rollenspiel wichtig, welche Waffe euer Held benutzt und welche Waffen die gegenüberstehenden Feinde bei sich tragen. Das Schwert schlägt die Axt, die Axt schlägt die Lanze und die Lanze schlägt das Schwert. Doch ein wenig Strategie und einfach zu merken.

Der Weg zum Sieg gelingt vereint am einfachsten

Um einen Kampf zu gewinnen, müssen wir die einzelnen fremden Territorien erobern, indem wir die Offiziere dieser Zonen besiegen. Das hat zur Folge, dass die Gegner eingeschüchtert werden und die Flucht ergreifen. Dank einer Mini-Karte können wir die verschiedenen Helden unseres Teams Befehle erteilen und so veranlassen, dass mehrere Areale gleichzeitig angegriffen werden. Hat man das gesamte Areal eingenommen, gilt es das Hauptquartier / den Endgegner zu stürmen bzw. zu besiegen. Die Gegner KI ist wie in anderen Ablegern leider nicht die Klügste (greifen selten an). Diesen Schwachpunkt hätte ich noch akzeptieren können, wären meine Mitstreiter etwas klüger. Manchmal laufen unsere Helden in fremde Territorien und gelangen so in unnötige Gefahr. Wir müssen daraufhin zwangsweise die Steuerung des Teammitgliedes übernehmen (ein simpler Druck auf das Steuerkreuz reicht aus) und die Sache selbst klären. Meistens machen unsere Teammitglieder ihre Sache gut, doch wir sollten diese stets im Auge behalten.

Fire Emblem WarriorsKämpfen zwei unserer Helden direkt nebeneinander, so können wir die Kräfte unserer Figuren fusionieren und ganz besonders mächtige Spezialangriffe ausführen. Diese Speziealangriffe gibt es natürlich auch bei nur einem Helden. Haben wir uns durch eine ausreichende Menge an Gegner geschnetzelt, so können wir diverse Spezialattacken auslösen, welche gleich mehrere Feinde auf einmal von den Beinen reißen können. Neben den Spezialangriffen bekommen wir das bekannte Repertoire an Attacken, Kontern und Ausweichmanövern spendiert, welches dafür sorgt, dass wir am Schlachtfeld stets die Oberhand behalten können.

Kampfstile, Levelaufstiege und der historische Modus

Jeder Charakter / Held spielt sich in Fire Emblem Warriors ein wenig anders. Bei den vielen Schwertkämpfern müssen wir schon sehr genau hinsehen, um überhaupt Unterschiede im Angriffsstil feststellen zu können. Zwischen den verschiedenen KlassenFire Emblem Warriors ist es jedoch ziemlich eindeutig. Ein kleines Beispiel gefällig? Frederick, welcher auf seinem Pferd unterwegs ist, spielt sich anders als Lissa, obwohl beide eine Axt haben. Lissa kann kurzzeitig ihre Werte erhöhen und auch verwundete Verbündete mit ihrem Stab heilen. Einheiten auf Pferden agieren viel aggressiver und reiten durch die Gegnermassen. Bei einigen Angriffen von Frederick bleiben die Gegner förmlich an der Axt kleben, sodass dieser die Feinde für eine Weile mitschleift und kontinuierlich Schaden verteilt.

Solltet ihr von der Geschichte genug haben, dann wartet auf euch der sogenannte „Historischer Modus“. Dort können wir die Geschichten früherer Fire Emblem-Fire Emblem WarriorsAbleger erneut erleben. Im Pixel-Look bewegen wir uns über eine im klassischen Fire Emblem-Stil gehaltene Karte aus der Vogelperspektive und können, indem wir Gegner besiegen, voranschreiten. Treffen wir auf einen Gegner, dann landen wir nicht in einem Zweikampf, sondern in einer vollwertigen Mission. Gespielt wird dabei in den bekannten Umgebungen aus dem Story-Modus, wobei die Hauptaufgaben vom Story-Modus abweichen. Nach gewonnener Mission werden wir bewertet. Stellen wir uns geschickt an, dann erhalten wir ab und an besondere Items.

Die Entwickler haben für Fire Emblem Warriors, wie ihr bereits oben lesen konntet, einige Elemente aus den Originalspielen hinzugefügt. So werden uns, wie man es von Fire Emblem typischerweise kennt, nach einem Levelaufstieg, die Verbesserungen der jeweiligen Statuswerte eines Charakters angezeigt. Eine nette Idee wie ich finde, da wir genau sehen können, welche Attribute des Helden gestiegen sind.

 Präsentation und Technik

Bevor wir unser Fazit und die Bewertung abgeben, betrachten wir noch die Technik. Fire Emblem Warriors bietet uns zwei Optionen, wie wir unser Spiel genießen können. Entweder in der Docking-Station und den Fokus auf Grafik, oder den Fokus auf Leistung . Ab und zu kommt es bei der ersten Spielweise zu gelegentlichen Framerate-Einbrüchen, die wir aber verkraftenFire Emblem Warriors können. Möchten wir den Fokus auf die Leistung legen, dann spielen wir im Handheld-Modus. Diese Option bietet stabile Framerates, aber nur eine Auflösung von 720p. So oder so sieht Fire Emblem Warriors ordentlich aus. Die Charakter-Modelle sind liebevoll gestaltet und auch die Animationen wurden gut umgesetzt. Nur die etwas matschigen beziehungsweise verwaschenen Texturen der Umgebungen, sowie die Objekte sind weniger hübsch. Das Spiel kann dafür in Sachen Musik punkten und untermalt das  Geschehen mit einer rockigen Neu-Interpretierungen alter Musikstücke. Im Kampfgeschehen hört man leider nicht viel vom Soundtrack, da wir alle paar Sekunden Gegner verdreschen und der Kampfsound diesen überdeckt.

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Fire Emblem Warriors
Fazit
Die Japaner kombinieren auf der Switch erneut eine beliebte Nintendo-Serie mit der Warriors-Serie. Das Ergebnis - Fire Emblem Warriors. Ein Drache und seine Schergen, greifen das Reich der beiden Protagonisten Lianne und Rowan an. Natürlich schwören Lianne und Rowan Rache und wollen ihr Reich vom Bösen befreien. Zur Seite unserer beiden Protagonisten stehen viele Charaktere aus allen möglichen Zeitepochen der Fire Emblem-Serie. Im Story-Modus bekommen wir von den Entwicklern zahlreiche schöne Zwischensequenzen und Dialoge spendiert. Damit wir auch wirklich alles verstehen können, wird das gesprochene in Textform auf Deutsch am unteren Bildschirmrand dargestellt. Im Kern ist Fire Emblem Warriors so ziemlich das gleiche wie bei jedem Ableger der Warriors-Serie. Viele Massenschlachten, tolle Spezialattacken, aber nur wenig Strategie. Das Waffen-Dreieck hat es natürlich auch in dieses Spiel geschafft. Dank einer Mini-Karte können wir die verschiedenen Helden unseres Teams Befehle erteilen und so veranlassen, dass mehrere Areale gleichzeitig angegriffen werden. Kämpfen zwei unserer Helden direkt nebeneinander, so können wir die Kräfte unserer Figuren fusionieren und ganz besonders mächtige Spezialangriffe ausführen. Solltet ihr von der Geschichte genug haben, dann wartet auf euch der sogenannte "Historischer Modus". Dort können wir die Geschichten früherer Fire Emblem-Ableger erneut erleben. Im Pixel-Look bewegen wir uns über eine im klassischen Fire Emblem-Stil gehaltene Karte aus der Vogelperspektive und können, indem wir Gegner besiegen, voranschreiten. Treffen wir auf einen Gegner, dann landen wir nicht in einem Zweikampf, sondern in einer vollwertigen Mission. Steigt unser Held im Level auf, sehen wir wie in den Originalspielen, jene Attribute die verbessert wurden. Fire Emblem Warriors bietet uns zwei Optionen, wie wir unser Spiel genießen können. In der Docking-Modus genießen wir Full-HD mit zeitweisen FPS-Einbrüchen. Im Handheld-Modus haben wir lediglich eine Auflösung von 720p, dafür bleiben die FPS stabil. Egal für welchen Spielstil ihr euch entscheidet, Fire Emblem Warriors sieht gut aus. Nicht nur für Fans ist Fire Emblem Warriors einen Blick wert.
Technik
76
Umfang
72
Gameplay
78
Spezifisch
100
Leserwertung0 Bewertungen
0
Besser
Animationen
Story-Modus
Helden aus jeder Fire Emblem-Epoche
mehrere Schwierigkeistgrade
Schmiede und Level-System
Schlechter
verwaschene Texturen und Objekte
wenige verschiedene Gegner
Gegner greifen selten an
Eintönigkeit kann eintreten
82
Wertung

Story of Seasons – Trio of Towns

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Das sich hinter Story of Seasons die wohlbekannte Marke Harvest Moon versteckt, wissen wir mittlerweile. Story of Seasons – Trio of Towns ist bereits der zweite Teil der auf dem 3Ds erscheint. Das Spiel unterscheidet sich im Grunde wenig von anderen Farm-Simulationen, kann aber doch mit ein paar Änderungen hervorstechen.

 

 

Die Geschichte in Story of Seasons ist eine sehr einfache: Du möchtest gerne eine Farm leiten, doch dein Vater ist eher skeptisch. Natürlich möchtest du es ihm beweisen und zum nächsten Frühling hin darfst du endlich dein eigenes Fleckchen Erde bewirtschaften. Dein Onkel Frank, der im benachbarten Städtchen Westown lebt, hilft dir dabei die grundlegenden Dinge zu verstehen. Viel mehr Story ist allerdings nicht zu erwarten. Stattdessen stürzt man sich in das wohlbekannte Farmleben: Felder müssen für den Anbau vorbereitet werden und täglich gegossen werden, Kühe und andere Nutztiere wollen versorgt werden und ab und zu muss die Axt geschwungen werden, um mehr Platz für Felder zu schaffen.

 

Das Leben auf dem Bauernhof
Während die Grundprinzipien des Farmlebens eigentlich kaum Veränderungen zu anderen Spielen des Genres zulassen, versucht Story of Seasons aber doch hin und wieder ein paar Neuerungen einzubauen. Dazu gehört unter anderem das Anordnen der Farmbestandteile. Ställe, Felder, Werkstätten und zahlreiche Deko-Objekte haben keinen fixen Platz, an dem sie nach dem Aufbauen verweilen, sondern können jederzeit nach belieben umgestellt werden. Jedes Farmbestandteil hat dabei eine bestimmte Größe und kann auf passenden Feldern platziert werden. Durch die modulare Bauweise des Bauernhofs kann man sich also nach belieben den Fokus seiner Arbeit ändern: Braucht man mehr Platz für Felder wird kurzerhand ein Stall zurück ins Inventar genommen. Es wurde eine Molkerei gebaut und man braucht Platz dafür, dann kann man schnell etwas Platz schaffen. Natürlich bekommt man neue Felder und Gebäude nicht umsonst, dafür muss man zunächst die passenden Materialien sammeln und dann in einem Laden gegen eine Bezahlung anfertigen lassen. Geld bekommt man übrigens durch den Verkauf von Erträgen wie Feldfrüchte oder Tierprodukte. Außerdem kann man täglich verschiedene Teilzeitjobs annehmen und Geld verdienen: Darunter Aufgaben wie Holzhacken, Pakete ausliefern, Feldarbeit oder die Versorgung von Tieren. Manchmal bekommt man auch eine besondere Belohnung wie ein Super Mario Outfit als Extra dazu.

Zu Beginn zieht sich Story of Seasons leider etwa, so dass man den ersten Monat fast nur in der täglichen Routine gefangen ist. Das Spiel kommt spätestens im Sommer ein wenig in Fahrt. Da man mit der Zeit auch seine Werkzeuge ausbauen und damit effektiver machen kann, geht die tägliche Arbeit bald einfacher von der Hand und man wünscht sich ein wenig mehr zu tun. Praktischerweise hat dein Vater dich nicht vergessen und schickt dir Farm-Aufgaben. Die Aufgaben fordern dich heraus deine Farm aufzuwerten und deine Erträge zu verbessern. Hast du den ersten Schwall an Aufgaben erfüllt, bekommst du ein neues Stückchen Land dazu und hast mehr Platz für neue Felder und Ställe.

 

Drei Städte
Im Gegensatz zu vielen anderen Farm-Simulationen, in denen es eine Stadt als zentrale Anlaufstelle gibt, kann Story of Seasons – Trio of Towns gleich mit drei Städten punkten. Neben Westown, einer Wildwest-Stadt nachempfundenen Stadt, gibt es noch das hawaiianische Dorf Lulukoko und das traditionell japanische Städtchen Tsuyukusa. Natürlich sind die drei Städte nicht gleich von Anfang an verfügbar, doch innerhalb der ersten beiden Monate werden nach und nach mehr Inhalte zugänglich. Die drei Städte unterscheiden sich nicht nur durch ihre Optik, sondern haben eigene Regeln und Feste. So sind die Öffnungszeiten der Läden in allen drei Städten unterschiedlich geregelt. In Westown darf man von 11:00 bis 17:00 Uhr shoppen gehen, in Tsuyukusa machen die Bewohner ihre Läden schon früh am Morgen auf, schließen sie dafür aber auch sehr früh wieder. Und in Lulukoko wird grundsätzlich eine Mittagspause eingelegt. Auch die Läden und Waren die es in den drei Städten gibt, könnten unterschiedlicher nicht sein. Zum Beispiel kann man in Westown normale Hühner kaufen, in Tsuyukusa stattdessen Wachteln.

Mehr Waren bekommt man jedes mal wenn die Stadtverbundenheit steigt. Sendet man Waren an die jeweilige Stadt, unterhält sich mit den Bewohnern oder erledigt Teilzeitjobs steigt die Stadtverbundenheit. Auf einem bestimmten Level werden dann, ähnlich wie bei den Farm-Aufgaben, ein paar Forderungen gestellt. Man liefert zum Beispiel eine bestimmte Anzahl an Feldfrüchten an die Stadt, erledigt einige Teilzeitjobs oder hilft dabei Materialien für eine Brücke zu sammeln. Hat man diese Aufgaben erledigt steigt der Rang und neue Waren werden in den Läden angeboten. Zu Beginn ist es ein wenig unübersichtlich, in welchem Laden man welche Gegenstände findet. So hat jede Stadt prinzipiell schon einmal zwei Gemischtwarenläden, ein Restaurant und ein bis zwei Lebensmittel-Läden, die allesamt Unterschiedliches anbieten. Hinzu kommen noch die unterschiedlichen Öffnungszeiten, so dass das Chaos komplett wird. Die Vielzahl an Läden sorgt zwar dafür, dass die Städte belebt aussehen, andererseits sorgen sie auch für Unübersichtlichkeit. Prinzipiell ist die Welt von Story of Seasons nicht besonders groß. Jede Stadt besteht aus zwei Teilen: Dem Stadtzentrum und einem Vorort. Daneben gibt es nur eine kleine Kreuzung und die eigene Farm. Trotzdem läuft man sich zu Beginn erst einmal täglich die Füße wund. Sobald man ein Pferd hat ist man überall recht schnell, was die Fortbewegung um einiges erleichtert.

 

Viele Feste aber wenig Charakter
Damit man nicht immer im Alltagstrott hängt, gibt es eine Vielzahl von Festen und Events. Das monatlich stattfindende Erntefest oder die Tierfeste sind feste Bestandteile des Kalenders. Es werden aber auch viele regionale Feste angeboten. Die Trilympiade findet jedes Jahr in einem der anderen Städte statt, es gibt eine Modenschau, ein Blumenfest, einen Kochwettbewerb und in jeder Stadt ein eigenes Fest zur Ehrung der Schutzpatronen. Etwa vier bis fünf mal im Monat werden Festivals abgehalten. Es lohnt sich besonders bei den Festivals mitzumachen. Schafft man es zu gewinnen, wird der Gewinner-Feldfrucht, dem Gewinner-Tier oder Gewinner-Gericht ein Rang verliehen, dank dem man diesen Ertrag zukünftig für mehr Geld verkaufen kann. Wettbewerbe höherer Klassen sind dann bereits mit einem Motto versehen. Dort muss man dann zum Beispiel besonders saftige Feldfrüchte oder Tiere mit einem schönen Fell vorzeigen. Die Tiere und Feldfrüchte haben dabei sehr viele verschiedene Parameter, die durch Leckereien oder Dünger verbessert werden können. Dadurch hat man selbst dann viele Möglichkeiten Produkte ganz nach seinem belieben herzustellen.

Leider sind die Charaktere in Story of Seasons eher langweilig. Egal wie oft man vorbeikommt oder eine Geschenk vorbeibringt, sie sagen häufig immer nur das selbe. Das wird dann auf die Dauer sehr langweilig. Auch die Optionen für potentielle Ehepartner sind eher mager. Dadurch, dass man immer wieder das selbe zu hören bekommt, wird das Anbandeln mit ihnen eher zur Nebensache. Hin und wieder darf man mal Teil eines kleinen Zufalls-Events werden. Dort lernt man die Charaktere dann ein wenig besser kennen. Andere Genre-Vertreter, wie z.B. Rune Factory, haben wesentlich interessantere und vielschichtigere Charaktere im Angebot. Da hinkt Story of Seasons doch sehr hinterher.

 

Technisch ist Story of Seaons – Trio of Towns solide. Die 3D-Grafik ist hübsch anzusehen und befindet sich etwa auf dem Niveau der neuen Pokémon Editionen. Es gibt auch einen 3D-Effekt, der sehr gut ausgefallen ist. Eine deutsche Textausgabe kann bei uns Pluspunkte einheimsen. Musikalisch zeigt sich Story of Seasons aber nicht unbedingt ausgefeilt. Es gibt zwar unterschiedliche Musikstücke, allerdings wiederholen sich diese sehr schnell und führen zu ungewollten Ohrwürmern. Leider eher negativ ist die Menüführung und die Zeichenzahl für Namen. Bei der Zeichenzahl scheint man einfach die Japanische übernommen zu haben. Maximal sechs Zeichen können bei der Namenswahl eingegeben werden. In Japan, wo weniger Zeichen für Wörter gebraucht werden ist das kein Problem, doch im europäischen oder amerikanischen Sprachraum ist das verdammt knapp. Die Menüführung ist auch ein wenig antiquiert. Es gibt zwar verschiedene Reiter für Saatgut, Erträge, Werkzeuge, Fische und Sonstiges, allerdings quillt der Sonstiges Reiter über: Hier finden sich Baumaterialien, unzählige Erze, Kräuter, Blumen und andere Fundgegenstände, so dass man einfach sehr leicht den Überblick verliert. Auch die Organisation in der Lagerkiste ist nicht so einfach. Oft muss man erst einmal in die Kiste schauen, um einen Überblick über seine Gegenstände zu haben, bevor es Sinn macht weitere in die Kiste zu legen.

 

[wptouch target=“non-mobile“]

Story of Seasons – Trio of Towns
  Wertung der Redaktion: 

69/100

  • Publisher: Marvelous!
  • Getestet auf: New 3DS XL
  • auch für: 3DS & 2DS
  • Preis: 39,99€

 

 

 
15/30 Technik + Hübsche Grafik
+ Läuft flüssig
+ Deutscher Bildschirmtext
- Antiquierte Menüführung
- Eintönige Musik
- Unsichtbare Kanten
25/30 Umfang + Viele Tiere und Feldfrüchte
+ 3 Städte
+ Viele Feste
+ Parameter-Ausbau der Erträge
- Langweilige Charaktere
25/30 Gameplay + Gute Farm-Simulation
+ Komfortable Bewirtschaftung
+ Modulare Bauweise der Farm
- Teilweise Monoton
4/10 Spezifisch + 3D Effekt
- Kommt langsam in Gang

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Story of Seasons – Trio of Towns“ rating=“69″ reviewer=“Nina van Aken“ dtreviewed=“11.10.2017″ best=“100″ worst=“0″]

Story of Seasons – Trio of Towns macht all das, was eine vernünftige Farm-Simulation können muss: Felder bewirtschaften, Tiere pflegen und Farm ausbauen. Neu ist hingegen die Vielzahl der Städte: Gleich drei an der Zahl darf man besuchen. Ob im wilden Westen, im traditionellen Japan oder mit Südsee-Insel-Feeling, jeder Ort unterscheidet sich in seinen Bewohnern, den angebotenen Waren und den Öffnungszeiten. Steigert man die Verbundenheit der Stadt, werden neue Waren zugänglich. Eine Vielzahl von Festivals bringt einiges an Abwechslung ins sonst eher monotone Spielgeschehen. Leider sind die Bewohner und potentiellen Partner nicht besonders spannend, weshalb man sich lieber auf die Farmarbeit konzentrieren sollte. Hier kann man sich dank verschiedenen Düngern und Leckereien für die Tiere austoben und viele unterschiedliche Erträge erwirtschaften.

[/rating]

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Pankapu

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Traumwächter Pankapu muss die Welt Omnia vor der Alptraum-Invasion retten! Malerische Optik, knallharte Geschicklichkeitseinlagen und viele Extras haben uns in der PS4 Version erwartet, welche vor allem 90er Nostalgiker schwärmen lässt. 

 

Einer der Überraschungstitel der Gamescom 2017, welcher zunächst durch seine fantastische Grafik aufgefallen ist. Doch hinter der bunten Fassade versteckt sich eine derbe Herausforderung für alle Liebhaber der 90er, des Sammelns und Plattformen. Der erste Teil des episodischen Titels erschien bereits für den PC und mit der Veröffentlichung der PS4-Version, kam die zweite Episode gleich mit dazu.

 

Traumhafte Welten in einer traumhaften Erzählung

Die Story handelt von Djaha’rell, ein Kind, geplagt von Alpträumen. Zur Beruhigung wird die Geschichte von Pankapu erzählt. Die Traumwelt Omnia wird von den bösen Alptraumwesen angegriffen, weshalb der Traumkönig Iketomi einen Wächter erschafft, Pankapu! Während ihr also die Invasion zurückschlägt, begleitet jene (wirklich angenehme) Erzählerstimme eure Abenteuer. Doch völlig getrennt scheinen die Realität und die erzählte Traumwelt auch nicht zu sein…

Pankapu
 

Die Story erscheint anfangs sehr simpel gestrickt, doch mit dem Spielverlauf nimmt sie an Komplexität zu und spornt an, mehr zu erfahren. Im Spiel könnt ihr nämlich sogenannten Memolithe finden, welche Bruchstücke von drei verschiedenen Erinnerungssequenzen sind. Die einzelnen Fragmente können zu einer vollständigen Sequenz verbunden werden, welche mehr über die Geschichte verraten. Auf dem Silbertablet wird euch der Zusammenhang aber nicht geliefert, sodass ihr selber Vermutungen anstellen müsst, was es mit dem Gezeigten auf sich hat.

Überraschenderweise war der Abenteuerverlauf von Pankapu selber um einiges spannender. Die Geschichte nimmt einen teilweise nachvollziehbaren Verlauf, aber bleibt durch unerwartete Wendungen stets spannend. Animierte Sequenzen gibt es nur mit der Ingamegrafik oder mit Stills, welche jedoch wirklich fantastische Artworkbilder zeigen. Während Pankapu dabei still wie eine Maus ist, haben seine Begleiter umso mehr zu sagen. Ihr trefft beispielsweise auf die Schwestern Ohiti, Ohala und Ohoko, welche sich allesamt einzigartig anfühlen und dem Titel unterhaltsame, liebevolle Dialoge liefern.

 

Krieger, Bogenschütze und Magier vereint

Pankapu lässt lieber Taten sprechen und übernimmt die grobe Handarbeit! Gespielt wird in klassischer 2D-Sidescrolling Manier. Wir können Springen, Angreifen, Spezialmanöver ausführen und, je nach Ausrüstung, eine besondere Fähigkeit und Manöver einsetzen. Im Spiel sammelt ihr sogenannte Aegis, welche Pankapu neue Fähigkeiten, Eigenschaften und Bewegungen verleihen. Diese sind dabei an die Bekannten Klassen Krieger, Bogenschütze und Magier orientiert. Zu Beginn besitzt ihr nur den Krieger und sammelt im weiteren Spielverlauf die restlichen Aegis‘ ein. Zusätzlich werden euren Aegis‘ neue Fähigkeiten im Spielverlauf hinzugefügt, mit denen ihr neue Gebiete in einem Level erkunden könnt. Als Krieger könnt ihr euch später an magnetische Platten heranziehen, der Bogenschätze kann auf starken Winden gleiten und der Magier kann sich hinter tödliche Laserbarrieren teleportieren. Wer Megaman X oder Castlevania gespielt, wird in Pankapu einige Parallelen finden. Neue Gegenstände und Fähigkeiten eröffnen euch neue Möglichkeiten, um an versteckte Items und Power-Ups zu Pankapugelangen. Richtig knackig wird es, wenn ihr die Aegis‘ schnell und zielgerichtet wechseln müsst, um die Geschicklichkeitseinlagen zu bestehen! Besonders die späteren Level und Bosse fordern höchste Konzentration und bestrafen jeden noch so kleinen Fehler. Gewechselt werden die Aegis‘ flott über die Schultertasten.

Auf der übersichtlichen Overworld-Map wählt ihr nicht nur das nächste Level aus, sondern ihr könnt genau sehen, welche Items sich noch in dem jeweiligen Level verbergen. Für hartnäckige Sammler warten nämlich jeweils 100 sogenannter Mudjin pro Kapitel, kleine Geister und Bewohner von Omnia, welche in den einzelnen Levels versteckt sind. Für 25 gesammelte Geister gibt es ein Lebensfragment und vier Fragmente einen zusätzlichen Lebenspunkt. Euer Gaming-Sense ist gefragt, denn die Streuner sind teilweise verdammt gut versteckt und ihr müsst den einen oder anderen Sprung ins ungewisse wagen, um wirklich alle zu finden. Manche Collectibles, wie die sogenannten Mytholiths, haben besondere Konditionen, um sie freizuspielen (beispielsweise „Besiegt einen spezifischen Gegner X mal“) Leider ist das nicht klar und wird auch nicht erklärt, weshalb es schonmal zur Verwirrung kommen kann, wenn ihr verzweifelt die Map nach ihnen absucht.

Lag euer sechster Sinn mal falsch und ihre segnet das Zeitliche, ist das nicht so schlimm. In jedem Level gibt es mehrere, wirklich fair gesetzte Checkpoints, an denen ihr wieder mit vollem Leben spawned. Es gibt keine Strafe für das vorzeitige Ableben, ihr müsst einzig den seit dem Speichern gemachten Fortschritt erneut meistern, beispielsweise, die in der zwischenzeit gefundenen Mudjins erneut einsammeln. Die Level sind dabei vielfältig in ihrer Struktur und Optik. Tolle, abwechslungsreiche Gebiete erwarten euch, alle mit ihrer persönlichen Note und Herausforderung. Ein wahrer Augenschmaus! Akustisch ist der Titel exzellent vertont und bietet einen ebenso schönen Soundtrack. Auf die Dauer werdet ihr jedoch feststellen, dass er zwar immer passend träumerische oder actionreiche Klänge bringt, aber insgesamt recht wenig Abwechslung bietet.

 

Groß, fies und mit mächtig Schlagkraft

Die Gegner warten auf euch in Zahlen und Vielfalt. Dabei müsst ihr mit den verschiedenen Techniken eurer Aegis‘ und unterschiedlichen Strategien an die Horden herangehen, sonst klopfen sie euch wie ein zähes Schnitzel. Machen die ersten Gegner nur wenig Schaden, bringt euch fast jeder Treffer im späteren Spielverlauf innerlich zum Weinen; zusätzliche Lebenspunkte sammeln wird zur Pflicht!

Müsst ihr mit dem Schild des Kriegers blocken? Einen Dash mit dem Bogenschützen ausführen oder doch die Zeit mit dem Magier manipulieren? Die Gegner hinterlassen zwar keine Belohnungen, aber das Kampfsystem hat viel Spaß gemacht und war stellenweise richtig fordernd. Hin und wieder gab es einige besonders knifflige (fiese) Stellen, doch nach etwas rumprobieren mit den Fähigkeiten der verschiedenen Aegis‘ gab es immer eine kinderleichte Lösung.

Pankapu
 

Auf dicke Bossgegner dürft ihr euch ebenfalls gefasst machen! Die haben uns besonders gefallen, da jeder Bosskopf herrlich inszeniert war und eine einzigartige Strategie erfordert hat. Nach den Bosskämpfen gab es eine sogenannte Nebula, eine zusätzliche Kraft für Pankapu. Je nachdem, welche Nebula ausgerüstet ist, verändern sich Optik, spezifische Fähigkeiten und Aktionen eurer Aegis‘. Gewechselt wird sie mit dem Steuerkreuz oder dem rechten Analogstick, doch leider war das wechseln mit dem Stick mehr schlecht als recht und hat nur mühsam funktioniert. Einmalig gab es auch saftige technische Probleme. So hat ein Bosskampf mal gebugged und ließ sich nicht beenden. Ein Neustart hat das Problem aber schon behoben. Ansonsten lief der PS4 Titel (dessen PC Version bereits in den Genuss mehrerer Patches gekommen ist) herrlich flüssig.

Nach knackigen 12 Stunden haben wir dann beide Episoden durchgespielt, doch haben noch viele Mudjins und Gegenstände gefehlt, bis wirklich alles erspielt gewesen wäre. Obendrauf wird nach jedem absolvierten Kapitel der Time Trial-Modus für die jeweiligen Level verfügbar. Hier müsst ihr ein Level in der schnellstmöglichen Zeit beenden, um den Goldrang zu erreichen. Klingt einfach, aber auch hier zeigt der Titel keine Gnade und verlangt Höchstleistungen. Den allerletzten Feinschliff hätte dem Spiel ein Bossrush- und Hard-Mode verliehen.

Pankapu
 Pankapu Wertung der Redaktion: 

94/100

  • Publisher: Playdius, Plug In Digital
  • Getestet auf: PS4
  • auch für: PC
  • Preis: 11,99€

 

 

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29/30 Technik + traumhaft schöne Grafik bei flüssiger Framerate
+ liebevolle inszenierte Figuren
+ angenehmer Soundtrack und gute  Vertonung
- extrem selten technische Probleme 
28/30 Umfang + ordentliche Spieldauer von 12 Stunden
+ sehr viele Items zum Sammeln und Finden
+ Time Trial-Modus
+ vielfältige Gegner und Bosse

- leider kein Bossrush- oder Hard-Modus
28/30 Gameplay + herausfordernde 2D-Sidescrolling Action
+ drei einzigartige Klassen mit jeweiligem Moveset
+ spannende Geschichte
+ knackiges Plattforming bei fairer Schwierigkeit
- Wechsel der Nebula-Kräfte über den Stick ist recht holprig
9/10 Spezifisch + fantastische Optik, Figuren- und Leveldesign
+ abwechslungsreiche Level, Geschicklichkeitseinlagen, Gegner und Bosse
+ sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis

- vereinzelte Collectibles der Overworld-Map können verwirrend sein  

[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.

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Fazit:

[rating itemreviewed=“Pankapu“ rating=“94″ reviewer=“Martin“ dtreviewed=“03.10.2017″ best=“100″ worst=“0″]

Pankapu ist ein rundum fantastisches Spiel, dessen seltene und kleine technischen Mängel in einer herrlichen Optik, langlebigen Spieldauer und dem actionreichem Gameplay untergehen. Die Geschichte bietet überraschend viel Unterhaltung und bleibt bis zum Schluss spannend. Die herausfordernden Geschicklichkeitseinlagen der abwechslungsreichen und traumhaft schönen Level werden von vielfältigen Gegnern und epischen Bosskämpfen abgerundet. Dank des äußerst fairen Speicher- und Checkpointsystems, wird der Titel nie zu frustrierend. Versteckte Gegenstände zum Sammeln und stärker werden spornen dabei den Entdeckertrieb an, welcher dank der übersichtlichen Overworld-Map voll zum Einsatz kommen kann. Ein toller, wenn auch leicht monotoner Soundtrack verleiht den liebevollen Dialogen und den hitzigen Gefechten dabei stets die passende Vertonung. Für wenig Geld bekommt ihr mit Pankapu ein sehr hochwertiges Spiel, welches obendrauf mit einer üppigen Spieldauer, toller Inszenierung und vielen Feature überzeugt. Klare Kaufempfehlung!

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Total War: Warhammer II

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Wertung

Von Ulthuan, der Heimat der Hochelfen, nach Naggaroth wo die Dunkelelfen residieren bis Lustria und in die Südlande wo die Echsenmenschen hausen und überall in den Ruinen versteckt sich das Rattenvolk der Skaven – das ist wortwörtlich die Neue Welt in Total War: Warhammer II. Neue Völker und neue Mechaniken wurden angekündigt und wir nahmen uns die Zeit, all die Neuerungen einem Test zu unterziehen. Total War: Warhammer II macht vieles besser als sein Vorgänger, bei der größten Neuerung ist jedoch eine Überarbeitung bitter nötig. Alle Verbesserungen sowie Verschlechterungen lest ihr hier in unserem Review.

Seien wir uns doch mal ehrlich: am meisten freuen sich Fans von Total War doch auf die kombinierte Kampagnenkarte aller drei angekündigten Warhammer Fantasy Teile. Doch bis dahin müssen wir uns noch ein wenig gedulden. Creative Assembly hat unlängst angekündigt, dass zumindest schon für Besitzer beider Spiele die ersten beiden Teile etwa einen Monat nach dem Release des aktuellen Teils die Alte und die Neue Welt kombiniert werden sollen. Trotzdem gibt es für den aktuell erschienenen zweiten Serienteil eine neue Siegbedingung für jedes der neuen Völker zu bewältigen. Diese neue Art von Siegbedingung wird es laut Entwickler aber nicht in die kombinierte Kampagnenkarte schaffen. Gute Entscheidung finden wir, denn leider wirkt die neue Mechanik aktuell sehr unausgegoren!

total war warhammer
Die Neue Welt: Ulthuan (nordöstlich) und Naggaroth (nordwestlich)
Die Neue Welt: Südlande (südöstlich) und Lustria (südwestlich)

Der magische Mahlstrom

In Total War: Warhammer II kämpfen die vier neuen spielbaren Völker Hochelfen, Dunkelelfen, Echsenmenschen und Skaven um den großen Mahlstrom, eine magische Energiequelle auf Ulthuan – einem der vier neuen Kontinente und Heimat der Hochelfen.

Der große Mahlstrom

Dieser Mahlstrom beeinflusst und erzeugt die Winde der Magie, quasi die Quelle der Zauberkraft der Warhammer Fantasy-Welt, und hält damit die Kräfte des Chaos in Schach. Während die Hochelfen und die Echsenmenschen versuchen, den Mahlstrom zu stabilisieren (jeder auf seine Art), wollen die Dunkelelfen und Skaven hingegen seine Kraft missbrauchen um selbst mächtiger zu werden. Je nachdem welches Volk wir für unsere Kampagne wählen, ist es unsere Aufgabe, über Missionen und Städte eine spezielle Ritualressource zu sammeln um dann fünf verschiedene Rituale zur Kontrolle über den Mahlstrom durchzuführen. Auf diese Weise soll ein spannender, regelrechter Wettlauf auf Zeit mit den drei jeweils anderen Völkern entstehen und uns aktiver fordern als im vorangegangenen Serienteil.

Aktive Rituale speisen den Mahlstrom

Leider funktioniert dieser neue Mechanismus kaum, da er sich selbst im Weg steht. Jedes Ritual dauert zehn Runden an, verbindet unsere drei wichtigsten Städte mit dem Mahlstrom und lässt bei der Aktivierung feindliche Chaos-Armeen in unserem Land spawnen. Wir selbst, aber auch gegnerische Fraktionen, können gegen Bares zum jeweiligen Gegner unterschiedlich starke Interventionsstreitkräfte entsenden um die Rituale aufzuhalten, indem wir mindestens eine der drei verbundenen Städte erobern oder zerstören. Für das letzte Ritual benötigt man hingegen zwanzig Runden – ist es abgeschlossen kommt es zur großen finalen Schlacht die gewonnen werden will um die Kampagne zu gewinnen. Problematisch hierbei ist nur, dass wir jedes Mal bei einem gegnerischen Abschluss des letzten Rituals in deren finaler Schlacht mit einer halbwegs starken Armee ihren Sieg relativ einfach verhindern können und uns so um die vorangegangenen Rituale überhaupt nicht zu kümmern brauchen. Von einem spannenden Wettlauf kann daher nicht die Rede sein, da wir uns aufgrund dieser Tatsache überhaupt nicht um die Rituale sorgen müssen.

Sobald wir selbst genügend Ritualressourcen angesammelt haben, können wir auch einfach alle Rituale sofort hintereinander durchführen. Denn je später das Spiel fortgeschritten ist, desto schwächer sind dementsprechend die erscheinenden Chaos-Armeen und je knapper die Rituale hintereinander erfolgen, desto weniger Geld haben die KI-gesteuerten gegnerischen Völker, um Interventions-Streitkräfte zu entsenden. Ein einfacher Eroberungsmodus ist zwar auch eine Siegoption, hierzu müssen wir aber sämtliche gegnerischen Völker ausmerzen die auf unterschiedlichen, teils weit entfernten Kontinenten, verteilt sind. Schön gemacht sind allerdings die Zwischensequenzen die wir zu sehen bekommen, wenn wir ein weiteres Ritual zur Kontrolle über den Mahlstrom abgeschlossen haben, auch wenn diese kurzen Sequenzen nur aus Zeichnungen bestehen.

Total War: Warhammer 2
Schön gezeichnete Zwischensequenzen

Die neuen Völker

Wie bereits erwähnt können wir in Total War: Warhammer II zwischen vier neuen Völkern wählen, nämlich den Hochelfen, Dunkelelfen, Echsenmenschen und den rattenartigen Skaven. Jedes der vier Völker kommt mit zwei neuen legendären Anführern daher, die in der Kampagne an unterschiedlichen Startpositionen beginnen. Außerdem hat jedes Volk nun Zugriff auf jeweils vier verschiedene Riten, die unterschiedliche Voraussetzungen haben. Bei den Riten handelt es sich um meist sehr starke Boni, die wir nur alle paar Runden aktivieren können und uns oft auch einiges an Geldmitteln abverlangen.

Die Hochelfen starten mit Tyrion auf Ulthuan – einem kreisrunden Kontinent im Nordosten der Neuen Welt mit gemäßigtem Klima – und mit Teclis in Lustria, ein Kontinent bedeckt mit Dschungeln und Sümpfen vergleichbar mit Mittel- und Südamerika. Sie sammeln die einzigartige Ressource Einfluss, um Diplomatische Beziehungen zwischen beliebigen Völkern zu verbessern oder zu verschlechtern. Gebiete von Handelspartnern sind für die Hochelfen auf der Kampagnenkarte aufgedeckt, auch wenn sie mit diesen nicht verbündet sind. Militärisch gesehen sind die Hochelfen definitiv eines der stärksten der neuen Völker. Gute Nah- und Fernkämpfer sowie fliegende Einheiten runden sich gegenseitig ab.

Die gewohnte Einleitung zur Schlacht

Dunkelelfen sind, wenn man so will, das böse Ebenbild der Hochelfen und starten sowohl mit Malekith als auch mit Morathi in Naggaroth, einem zerklüfteten und kalten Kontinent im Nordwesten der Neuen Welt. Eine Besonderheit der Dunkelelfen ist ihre Sklavenwirtschaft, die durch gewonnene Schlachten und Kriege angekurbelt wird. Sklaven erhöhen zwar das Einkommen, senken aber auch die öffentliche Ordnung in Städten. Ein spezieller Ritus der Dunkelelfen erlaubt diesen die Herbeirufung von Schwarzen Archen – Schiffen, die ähnlich wie Städte fungieren und verbündete Armeen in Küstenregionen mit Bombardements in Schlachten unterstützen können. Eine weitere Stärke der Dunkelelfen ist ein spezieller Kampfbonus in Schlachten der aktiv wird, sobald eine bestimmte Menge an Tötungen erreicht wurde.

Kampf der Giganten

Die Echsenmenschen beginnen ihre Kampagne entweder mit Mazdamundi, einem mächtigen Slann-Priester, in Lustria oder mit Kroq-Gar in den Südlanden – einem trockenen und savanneartigen Kontinent, der Afrika sehr stark ähnelt. Eine besondere Stärke der Echsenmenschen ist das sogenannte geomantische Netz, welches ihre Städte verbindet und ausgegebene Erlasse in Provinzen deutlich verstärkt. Hierbei gibt es stärkeabhängig fünf unterschiedliche Stufen, die vom jeweiligen Stadt-Level abhängen. Außerdem erhalten Echsenmenschen zusätzliche Missionen, die bei Abschluss einzigartige Einheiten freischalten, die, ähnlich wie die Legendären Söldnerregimenter aus dem ersten Serienteil, sofort rekrutiert werden können.

 

Skaven leben in Ruinen

Schlussendlich gibt es noch das Rattenvolk der Skaven, die mit Quiek Kopfjäger in den Südlanden und mit Kommandant Skrolk in Lustria starten. Für andere Völker sind die Städte der Skaven nur als bloße Ruinen auf der Kampagnenkarte zu sehen, doch sobald man sich in einer der Ruinen bewegt ist es meistens schon zu spät. Skaven sind sehr schwach aber außerordentlich zahlreich und benötigen ständig Nahrung. Daher müssen wir uns mithilfe von Schlachten immer um genügend Versorgung für unsere Ratten kümmern. Eine weitere Eigenschaft der Skaven ist die Verbreitung ihrer eigenen Skavenkorruption. Je höher die Korruption in einer Provinz ist, desto mehr zusätzliche Rattenregimenter können wir in Schlachten direkt auf den Plan rufen – eine weitere Fähigkeit der Skaven. Unglücklicherweise beeinträchtigt Skavenkorruption aber auch unsere eigene öffentliche Ordnung, auf die wir daher immer achten sollten.

 

Das Nahrungssystem der Skaven

Weitere Neuerungen

Das Tutorial ist kurz und knackig

Außerordentlich gut gelungen ist das in der normalen Kampagne integrierte Tutorial. Auch wenn es relativ kurz gehalten ist, erklärt es doch alle neuen Mechaniken und grundlegenden Dinge für Neulinge. Eine weitere Neuerung sind die, überall auf den Ozeanen verteilten, Schatzinseln und anderen zu entdeckenden Orte. Die Entdeckung dieser kann sowohl positive als auch negative Auswirkungen oder Funde zur Folge haben. Das gleiche gilt für Stadtruinen auf dem Festland – doch hier ist Vorsicht vor den Skaven geboten. Schickt man Armeen über die Meere sollte man auch immer kleine Mahlstrome und Riffe beachten, die sehr starken Verschleiß an Armeen anrichten können.

Natürlich gibt es auch in Total War: Warhammer II wieder massenhaft Zauber und Fähigkeiten für die Anführer, Kommandanten und Helden. Nach wie vor kann jedes Volk bis zu drei verschiedene Helden rekrutieren, die jeweils unterschiedliche Aufgaben erledigen können oder in Armeen hinzugefügt werden können, um dann in Schlachten mitzukämpfen. Neu ist allerdings, dass Kommandanten und Helden nun bis zur Stufe 40 aufsteigen können, sodass wir insgesamt zehn zusätzliche Fähigkeitspunkte zuweisen können, als dies im Vorgänger noch möglich war.

Eine der wohl größten Neuerungen stellt die Möglichkeit zur Besiedlung aller Städte dar. Jedes Volk kann nun jede Region erobern und besetzen. Allerdings gibt es ein Klimasystem, welches je nach Volk manche Regionen weniger vorteilhaft besiedeln lässt. So können die Dunkelelfen beispielsweise in kalten nördlichen Schneeregionen eher leben, als im Dschungel von Lustria, wohingegen für die Echsenmenschen das gleiche gilt. Siedelt man trotzdem in einer Region, die für das eigene Volk schlecht geeignet ist, so erhält man starke Abzüge auf öffentliche Ordnung, Verstärkungsrate, Baukosten und weitere Faktoren.

Technik und KI

Auch der zweite Serienteil sieht wieder fabelhaft aus, im Gesamteindruck gibt es aber auch wieder stellenweise grobkörnige oder matschige Texturen. Leider kommen auch Glitches öfter vor als noch im Vorgänger, wie etwa in Schlachten durch Objekte laufende Einheiten oder auf der Kampagnenkarte durch Felsen schippernde Schiffe. Allgemein wurde hier aber sehr gute Arbeit geleistet, auf die Atmosphäre wirken sich diese Kleinigkeiten glücklicherweise kaum aus. Positiv aufgefallen sind uns geringere Ladezeiten sowohl für HDD und SSD Festplatten, auch bei maximalen Grafikdetails.

Auch neu: jedes Volk kann spezifische Riten durchführen

Die KI hat sich leider überhaupt nicht weiterentwickelt, geschweige denn verbessert. Nach wie vor stampft sie (auch auf den höheren Schwierigkeitsgraden Sehr Schwer und Legendär) massenhaft Armeen mit den billigsten und schwächsten Einheiten aus dem Boden. Geldmittel oder Rekrutierungslimits scheinen hierbei keine Rolle zu spielen. Interventionsarmeen laufen oft ziellos durch die Gegend statt die Städte anzugreifen, die ein Ritual durchführen. In Schlachten greift die KI größtenteils immer noch hirnlos frontal an, Flankenangriffe sind eine Seltenheit. Es reicht schon, wenn wir eine starke Fernkampfeinheit wie Katapulte haben und wir müssen meistens nur passiv abwarten bis der Gegner uns blind angreift. Fliehende Einheiten laufen teilweise einfach durch unsere Einheiten hindurch statt tatsächlich vor ihnen zu fliehen. Allgemein scheint die KI nach wie vor stark von diversen Boni abzuhängen und ist taktisch sowie strategisch immer noch nicht besonders lernfähig und ausgereift.

Die Mehrspielerkampagne

Wer gemeinsam mit einem weiteren Spieler die Neue Welt erobern möchte ist auch im Mehrspieler auf die Siegbedingung des großen Mahlstroms angewiesen und muss sich an die Rituale halten. Um im Mehrspieler zu gewinnen benötigen wir aber doppelt soviele Ritualressourcen pro Spieler, die KI jedoch muss genausoviele Ritualressourcen aufbringen wie im Einzelspielermodus. Da wir aber im Mehrspielermodus weniger Missionen bekommen, wirkt diese Bedingung umso unrealistischer. Im Gegensatz zum letzten Serienteil können wir auch nicht einfach spielen wen wir wollen, denn beide Spieler müssen im kooperativen Modus das gleiche Volk wählen (hier aber natürlich jeweils einen eigenen Anführer) und im Versus-Modus sind nur unterschiedliche Völker zur Auswahl möglich. Was beim Testen tatsächlich öfters passiert ist, war ein Absturz der immer dann passiert ist, wenn der jeweils andere Spieler die Schnellspeichern-Funktion benutzt hat – ob dieser Absturz aber nur von unseren Testsystemen abhängig war oder allgemein ein Problem darstellt konnten wir aber leider nicht feststellen.

Unterirdische Schlacht gegen Skaven

So testen Wir

 

Total War: Warhammer II
Fazit
Noch eine Runde, noch eine Runde… – soweit konnte mich Total War: Warhammer II doch nun auch wieder fangen, nachdem der erste Teil ebenfalls ein großer Erfolg geworden war. Gelungene Neuerungen wie die vier Völker auf den vier neuen Kontinenten mit starken unterschiedlichen Fähigkeiten und Eigenschaften wie den Riten machen den neuen Serienteil ein gutes Stück besser als noch Teil eins. Leider trübt die neue Siegbedingung des großen Mahlstroms die Stimmung, da hätte Creative Assembly vielleicht noch ein paar Wochen mehr Arbeit hineingesteckt. Auch die KI hat ihre bekannten Macken und kann sich nur durch starke Boni langfristig behaupten. Alles in allem kann ich für Total War: Warhammer II aber eine klare Empfehlung aussprechen, für mich ist es eine sehr gelungene Fortsetzung des ersten Teils. Ich freue mich darauf, wenn ich schon bald mit den Völkern der alten Welt in der Neuen Welt landen kann und vice versa!
Technik
90
Umfang
87
Gameplay
82
Spezifisch
98
Leserwertung0 Bewertungen
0
Besser
Allgemein gute Grafik...
Ausgezeichneter Fantasy-Soundtrack
Kurze Ladezeiten
Gelungene Animationen
Neue Siegbedingung Mahlstrom...
Vier neue Kontinente
Sehr unterschiedliche Völker mit mehreren Startpositionen
Viele verschiedene Einheiten
Hoher Wiederspielwert
Große Auswahl an Zaubern und Fähigkeiten
Fünf Schwierigkeitsgrade
Gut durchdachtes Magiesystem
Sehr einsteigerfreundlich
Passende Neuerungen
Strategische Herausforderungen
Alle Regionen bewohnbar
Mod-Unterstützung (Steam Workshop)
Weitere kostenlose und kostenpflichtige Inhalte angekündigt
Schlechter
... aber teils matschige Texturen
Gesprochene Texte nur auf Englisch
Relativ hohe Systemanforderungen
Nur vier neue Völker
... die aber leider unausgegoren ist
Immer noch keine Einheitenformationen
Schwache KI
Gameplay sehr auf Schlachten ausgelegt
0
Wertung

Cuphead

0
Leserwertung0 Bewertungen
0
86
Wertung

Cuphead wurde endlich nach einer langen Entwicklungszeit vom Entwickler StudioMDHR veröffentlicht. Das Indie-Jump ’n‘ Run lockt nicht nur uns mit seiner 30er-Jahre-Cartoon-Grafik und der tollen Jazz-Musik, doch ist es wirklich für jeden Spieler etwas? Was wirklich in Cuphead drinsteckt und ob es tatsächlich so schwer ist, erfahrt ihr hier bei uns!

Als Wochenendprojekt begonnen…

Könnt ihr euch euch noch an den ersten Cuphead-Trailer erinnern? Nein? Kein Wunder, denn der erste Trailer wurde auf der E3 2014 in L.A. veröffentlicht. Ganze drei Jahre ist es her und seit der Ankündigung bekomme ich das Indiespiel, mit seinem Cupheadeinzigartigem 30er-Jahre-Cartoon-Look, nicht mehr aus dem Kopf. Doch warum hat die Entwicklung so lange gedauert? Ein Grund dafür- die Entwicklung wurde nach der E3 2015 neugestartet. Die damalige Testversion auf der Messe war lediglich eine Aneinanderreihung von Bosskämpfen. Was die wenigsten Spieler wissen, Cuphead war zu Beginn ein Wochenendprojekt dreier Männer. Doch das großartige Feedback der Spieler und die positiven Reaktionen der Medien brachte das Team zum Umdenken. Damit aus der kurzen Demo ein fertiges Spiel werden konnte, wurden Hypotheken aufgenommen und das Team auf 20-Mann aufgestockt. Dieser Schritt war auf jeden Fall riskant, doch hat es sich letztendlich für die Entwickler gelohnt?

Lasst euch nie mit dem Teufel ein!

Lasst euch nie mit dem Teufel ein! Diesen Ratschlag hatten unsere beiden Protagonisten Cuphead und Mugman nie von jemandem bekommen, denn sonst wären sie nicht in solch einer Situation. Die Geschichte hinter Cuphead ist nicht gerade kompliziert und einfallsreich, doch sie erfüllt ihren Zweck. Cuphead und Mugman wollten ihr Kapital im Casino mithilfe des Glücksspiels etwas aufstocken und es lief auch ganz gut. Eine GewinnCuphead folgte auf den anderen und die Glückssträhne wollte einfach nicht abreisen. Dieses Verlustgeschäft des Casinos lockte sogar den Direktor aus seinem Büro- den Teufel. Der Teufel konnte nicht länger zusehen und unterbreitete den beiden Glückspilzen einen Deal. Würden sie das nächste Spiel gewinnen, dann bekommen sie das gesamte Vermögen des Casinos. Sollten sie jedoch verlieren, dann würden deren Seelen in den Besitz des Teufels übergehen. Mugman wollte diesen Deal nicht eingehen, doch Cuphead konnte der süßen Verlockung auf schnelles Geld nicht widerstehen. Keine Ahnung wie es der Teufel eingefädelt hat, aber die beiden Protagonisten verloren natürlich das Spiel. Jetzt haben die beiden nur noch eine Chance ihre Seelen zu retten- Schulden im Auftrag des Teufels in kurzer Zeit eintreiben. Ist das wirklich machbar?

Einladende Cartoonwelt

Bevor wir uns auf den Weg machen, um die Schulden desTeufels einzutreiben, begeben Cupheadwir uns ins optionale Tutorial, welches in kurzer Zeit alle Bewegungsmechaniken erklärt. Jetzt kann es endlich losgehen. Wir verlassen unser Haus und befinden uns direkt auf der Weltkarte. Sämtliche unserer Anlaufstationen werden klar erkennbar durch liebevolle Animationen dargestellt. Die Oberfläche der Spielwelt erinnert mich an das klassische Super Mario, nur eben im 30er-Jahre-Cartoon-Look. Auf der Weltkarte laufen wir durch thematisch getrennte Regionen und bekommen Tipps sowie Fähigkeiten von herumstehenden Figuren.

Neben den Hauptleveln, in welchen wir nur Bosse bekämpfen, um die Verträge für denCuphead Teufel zu ergattern, gibt es auch noch Run ’n‘ Gun-Level. In diesen kurzen Stages bewegen wir uns in bekannter Sidescroll-Manier und müssen Münzen einsammeln. Mithilfe dieser Münzen können wir im Shop beispielsweise mehr Gesundheitspunkte kaufen, oder andere Extras ergattern, welche wir dann im Menü ausrüsten können.

Der Schein kann trügen  

Die heutigen Animationsfilme entstehen mithilfe von Programmen auf dem Computer, Cupheaddoch den Charme früherer Disney-Werke aus den 30er Jahren erreichen diese nicht. In Cuphead wurden sämtliche Animationen gezeichnet und dies erfordert vom Team viel Vorausplanung und Disziplin. Zusätzlich zum liebevollen Cartoon-Look kommt noch die passende Jazz-Musik hinzu und fertig ist das charmante Design des Spiels. Digitale Werkzeuge hätten verwendet werden können um den damaligen Stil zu imitieren, doch dann hätten die Zeichnungen ihren Charme verloren.

Lasst euch von der Cartoonwelt und der Retrografik nicht täuschen, denn das Spiel ist nichts für gemütliche Spielabende mit Freunden und der Familie. Cuphead ist ein Mix ausCuphead Run ’n‘ Gun und Sidescroller und die Spielmechanik kann sehr gut mit Dark Souls verglichen werden- Trail and Error. Die Attacken der Bossgegner studieren, die richtige Taktik finden und ausprobieren. Klappt es nicht, dann müssen wir es erneut probieren bis es endlich klappt. Die Herausforderung in Cuphead besteht darin herauszufinden, welche Taktik funktioniert und unser Geschick beim Ausweichen und Angreifen zu beweisen.

Ein Wutanfall kommt selten allein

Die Bosskämpfe können wir in zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen absolvieren. Lokal können wir dies auch mit einem Freund im Koop-Modus tun, welches den Schwierigkeitsgrad entschärft, da wir uns gegenseitig wiederbeleben können. Schade nur das es keinen richtigen Multiplayer gibt. Der einfache Modus ist schon sehr herausfordernd, dient aber nur der Vorbereitung auf den normalen Schwierigkeitsgrad. Sämtliche Bosse müssen auf „Regular“ besiegt werden, damit wir den Endkampf absolvieren können. Das Spiel ist wirklich schwer, aber zu keiner Zeit irgendwie unfair. Sterben wir, dann nur weil wir unaufmerksam waren und Fehler begangen haben. Jede Unachtsamkeit wird ausnahmslos vom Spiel bestraft und die wenigen Gesundheitspunkte sind schneller verbraucht als man denkt.

Nach der Meldung You died können wir zum Glück das Level sofort wiederholen. Die Cupheadkurze Ladezeit von etwa zwei bis vier Sekunden stört nicht wirklich. Die Information, wie weit wir in den Kämpfen gekommen sind, bekommen wir nur im Game-Over-Menü anhand einer liebevoll gestalteten Verlaufsanzeige. Ärgerlich wenn man sieht, dass man kurz davor war den Boss besiegt zu haben. Wut und Frustration machen sich schnell breit, doch ich bin stets motiviert den Kampf erneut aufzunehmen. Schafft man endlich einen Bosskampf nach vielen Versuchen, freut man sich umso mehr. StudioMDHR hat mit Cuphead ein charmantes, liebevolles, aber auch schwieriges Spiel geschaffen, welches bei all den 0815-Spielen eine freudige willkommene Abwechslung ist.

 ►So testen Wir

 

Cuphead
Fazit
Cuphead wurde nach einer langen Entwicklungszeit vom Entwickler StudioMDHR veröffentlicht. Das Indie-Jump 'n' Run lockt nicht nur mit seinem 30er-Jahre-Cartoon-Look und einem tollen Soundtrack, sondern auch mit seinem Schwierigkeitsgrad. Cuphead und Mugman müssen nach einem verlorenen Spiel, um deren Seelen zu retten, die Schulden des Teufels eintreiben. Nicht gerade sehr einfallsreich die Story, aber sie erfüllt ihren Zweck. Sämtliche unserer Anlaufstationen werden auf der Weltkarte klar erkennbar durch liebevolle Animationen dargestellt. Die Oberfläche der Spielwelt erinnert mich an das klassische Super Mario, nur eben im 30er-Jahre-Cartoon-Look. Auf der Weltkarte laufen wir durch thematisch getrennte Regionen und bekommen Tipps sowie Fähigkeiten von herumstehenden Figuren. Neben den Hauptleveln, in welchen wir nur Bosse bekämpfen, gibt es auch noch Run 'n' Gun-Level. Mithilfe von Münzen können wir im Shop beispielsweise mehr Gesundheitspunkte kaufen, oder andere hilfreiche Extras ergattern. Die Herausforderung in Cuphead besteht darin herauszufinden, welche Taktik funktioniert und unser Geschick beim Ausweichen und Angreifen zu beweisen. Lokal können wir die Level auch mit einem Freund im Koop-Modus bestreiten, welches den Schwierigkeitsgrad entschärft, da wir uns gegenseitig wiederbeleben können. Schade nur das es keinen richtigen Multiplayer gibt. Jede Unachtsamkeit wird ausnahmslos vom Spiel bestraft und die wenigen Gesundheitspunkte sind schneller verbraucht als man denkt. Wut und Frustration machen sich schnell breit, doch ich bin stets motiviert den Kampf erneut aufzunehmen. Schafft man endlich einen Bosskampf nach vielen Versuchen, freut man sich umso mehr. StudioMDHR hat mit Cuphead ein charmantes, liebevolles, aber auch schwieriges Spiel geschaffen, welches bei all den 0815-Spielen eine freudige willkommene Abwechslung ist.
Technik
84
Umfang
88
Gameplay
85
Spezifisch
70
Leserwertung0 Bewertungen
0
Besser
30er-Jahre-Cartoon-Look
Soundtrack
Koop-Modus
4 Welten
Gute Fairness
Taktik bedeutend
Große Variation an Gegnern
Schlechter
nur auf English
aktuell nur digital erhältlich
keinerlei Hilfen
Koop-Modus entschärft den Schwierigkeitsgrad
86
Wertung

Madden NFL 18

0

Seit Februar warten wir gespannt auf die neue Footballsaison. Endlich ist es wieder soweit und das Ei wird wieder geworfen. Echte Fans verfolgen die NFL natürlich nicht nur über’s TV. Neben „Fantasy Football“ wartet jedes Jahr auch das neue „Madden NFL“ darauf gespielt zu werden. Neben einer neuen Grafik-Engine gibt es erstmals auch in Madden einen Story-Modus und mit MUT-Squads die Möglichkeit mit 2 Freunden in einem Team auf den Platz zu gehen.

Hier kommt Wade
Coverstar von Madden NFL 18 ist – und das mögen viele (meine Person eingeschlossen) nicht gerne hören – der vermutlich beste Quarterback der NFL-Geschichte, Tom Brady. Er hatte es am Anfang seiner Karriere nicht leicht und wurde beinahe nicht gedraftet. Nach und nach zeigte er sein Talent und der Rest ist sprichwörtliche Football-Geschichte. Im neuen Story-Modus können wir den Aufstieg eines talentierten, aber noch unbekannten, jungen Footballers miterleben. Quarterback Devin Wade ist der Alex Hunter der NFL. Wir spielen seine Geschichte, vom Underdog bis zum Profi. Spielerische, wie emotionale Höhen und Tiefen inklusive. Der Modus ist dabei wesentlich „storylastiger“ als bei den Kollegen von FIFA. Man verbringt in den 5 bis 6 Spielstunden weniger Zeit auf dem Platz und mehr Zeit „in“ der Story. Diese wird spannend erzählt und von den Schauspielern überzeugend gespielt. Egal ob Devin Wade (J.R. Lemon), Colt Cruise (aka „Cruise Missile“) (Scott Porter) als sein langjähriger bester Freund und bevorzugter Pass-Empfänger, der schmierige Fernsehproduzent Ross Fountain (Ricky Wayne) oder Cutter Wade (Mahershala Ali), alle liefern sie eine gute bis sehr gute Leistung ab. Entscheidungen die wir in Dialogen treffen haben nicht immer Einfluss auf die Geschichte – oft sind Anfang und Ende der Dialoge vorbestimmt. Manchmal aber eben doch und solche Auswirkungen merken wir in den Berichten der Scouts sowie Devins Football-IQ.

Von Ignite zu Frostbite
Der Wechsel der Grafik-Engine steht Madden 18 ausgezeichnet. Nicht nur im Storymodus, wo man vor allem in den Nahaufnahmen deutliche Verbesserungen in der Mimik der Charaktere sieht, auch am Platz sehen die Mimiken der Spieler besser aus. Das Gefühl eines bis auf den letzten Platz gefüllten Stadions wird überzeugender vermittelt, Bewegungen und Kollisionen fühlen sich durch das optische Upgrade realistischer an. Auch wenn letztere noch immer etwas „buggy“ sind und nicht selten zu komischen Verknotungen zweier Spieler kommt.

Hast du „MUT“?
Im Sammelkartenmodus „Madden Ultimate Team“ (MUT) gibt es einige neue Herausforderungen und ein neues Level-System. Großartige Überraschungen bleiben aber aus. Mit „MUT Squads“ hat man die Möglichkeit mit zwei Freunden in 3-gegen-3-Partien mit den eigenen MUT-Teams gegen andere anzutreten. Jeder Spieler übernimmt dabei die Rolle eines Trainers. Einer übernimmt die Kontrolle über die Defensive und einer über die Offensive, während der Head Coach die Zeit im Auge behält, Stadion sowie Uniformen festlegt.

Gameplay
Auf dem Platz merkt man wenig Unterschiede zum Vorgänger. Verändert hat sich jedoch die Spielgeschwindigkeit (langsamer), die Physik (realistischer) und die KI (intelligenter). Die hohe Qualität der Madden-Serie bleibt erhalten. Die Steuerung ist akkurat, die unzähligen Spielzüge können genau eingehalten oder im letzten Moment über Ansagen vom Quarterback noch verändert werden. Die Kommentatoren machen einen recht guten Job. Spielanalysen sind immer noch zu oberflächlich, aber die Kommentare während einer Partie stimmen – meistens zumindest.

[wptouch target=“non-mobile“]

Madden NFL 18
  Wertung der Redaktion: 

89/100

  • Publisher: Electronic Arts
  • Getestet auf: Xbox One
  • auch für: PS4
  • Preis: 62,99€

 

 

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27/30 Technik + neue Engine sieht besser aus
+ verbesserte KI
+ tolle Inszenierung
- KI besser aber immer noch etwas schwammig
- Ladezeiten
27/30 Umfang + Umfangreiche Lizenz inkl. Soundtracks
+ gewaltige Spielzugauswahl
+ Tutorials und Trainingsmöglichkeiten
- Storymodus könnte länger sein
27/30 Gameplay + präzise Steuerung
+ knackige Kollisionen
+ Spielzüge veränderbar
- Spielzüge können nicht gänzlich selbst erstellt werden
8/10 Spezifisch + keine Probleme mit „Netcode“
+ gute Leistung der Kommentatoren, wenn auch…
- …schwache Halbzeit Analysen

[/wptouch]
[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Madden NFL 18″ rating=“89″ reviewer=“Gregor Lorbek“ dtreviewed=“26.09.2017″ best=“100″ worst=“0″]

Alles in allem sind es Storymodus, MUT Squads und die neue Engine, die die augenscheinlichsten Neuerungen/Verbesserungen im neuen Madden darstellen. Die größte Motivation, nach dem Absolvieren der Story, liegt im Sammeln neuer MUT Karten und Aufbessern des eigenen Teams. Diese Kartenspirale funktioniert bestens und lädt motivierte Spieler (leider) viel zu schnell und gut dazu ein, weiteres echtes Geld für Minitransaktionen auszugeben. Allein wegen der Geschichte um Devin Wade zahlt es sich aber aus, über einen Kauf des neuen Madden 18 nachzudenken.

[/rating]

 ►So testen Wir

 

Absolver

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Mit Absolver kommt ein MMO mit einem großen Fokus auf drei unterschiedlichen Kampfkünsten. Obwohl man nur durch PvE in der Welt richtig voran kommt, ist vor allem das PvP recht stark. Mit viel Ambitionen versucht der Indie-Entwickler Sloclap sein Bestes um das Spiel dementsprechend  zu gestalten. Doch reicht dies aus um einen Hit zu landen?

 

 

 

Absolver präsentiert sich einzigartig. Man erstellt seinen Charakter und wählt einen der drei Kampftechniken. Je nach Stil überzeugt ihr somit durch Parieren, Absorbieren, oder Entgehen. Gleichzeitig ändert sich das Gleichgewicht zwischen starken, oder schnellen Angriffen. Der Schaden ist dabei gleich, dennoch besitzt jeder Kampfstil Vor- und Nachteile, welche es zu beherrschen und kompensieren gilt.

Doch Absolver kämpft nicht nur mit anderen Spielern, sondern auch mit der Technik. Lange Ladebildschirme und Ladefehler, der Verlust der gebildeten Gruppen beim Gebietwechsel und einige Tücken in der Umgebung sind schon beim Spielbeginn auffällig. So können schon die ersten Minuten frustrierend sein. Doch läuft das Spiel erst einmal, dann läuft es auch weiter. Meistens.

Zurück zum Spielprinzip. Ihr beherrscht zu Beginn des Spieles einige Grundangriffe. Je nachdem wie euer Charakter zum Gegner steht, führt ihr einen bestimmten Angriff durch. Am Ende des Angriffs habt ihr eine neue Ausgangsstellung und ein anderer Angriff kann durchgeführt werden. Die Kombination aus Anfangsstellung, Angriff und Ausgangsstellung sind das A und O für eine mächtige Angriffskette. Als Beispiel: Ihr greift den Gegner mit einem Faustschlag an. Die Animation des Angriffs lässt euch mit dem Rücken zum Gegner enden. Diese Stellung ist der Start für den nächsten Angriff, welcher ein Fußtritt ist. Diese Kettenangriffe könnt ihr selbst festlegen und so euren eigenen perfekten Rythmus beim Kämpfen erschaffen. Dies alles klingt ziemlich kompliziert, ist aber nach einigem Ausprobieren recht schnell erlernt. Durch das Blocken von gegnerischen Angriffen und durch das Besiegen von Gegnern erlernt ihr langsam neue Angriffe, welche ihr in eure Kombinationen einfließen lassen könnt.

Bewegt ihr euch durch die Welt von Absolver trefft ihr in den tunnelförmigen Levels eine Vielzahl an PC-Gegnern. Diese sind meist mit etwas Übung schnell zu bewältigen. Mit einer geschickten Mischung aus Angriff und Ausweichen (bzw. Blocken), kommt ihr schnell voran. Die Boss-Kämpfe sind da schon etwas fordernder und benötigen mehr Geduld und geschicktes Kämpfen. Um in der Welt weiter voran zu kommen und die großen Tore zu öffnen, welche die einzelnen Levelgebiete von einander trennen, müsst ihr alle Bossgegner ausschalten. Leider habt ihr keine direkte Karte auf die ihr dabei zugreifen könnt. Es gibt zwar Meditations-Steine, wo eine grobe Übersicht erscheint, allerdings ist man trotzdem nicht unbedingt schlauer darüber, wo sich die Gegner verstecken.

Neben den PvE-Kämpfen, ist auch PvP ein großer Teil des Spieles. Dabei trefft ihr überall andere Spieler, die euch jederzeit angreifen können. Da die Kämpfe aber recht fordernd sind um man nie richtig einschätzen kann wie stark sein Gegenüber wirklich ist (Level des Spielers werden nicht angezeigt und die Kleidung verrät nur bedingt etwas über die Stärke), halten sich die meisten Kämpfer eher zurück. Will man dennoch einmal direkt in den Ring steigen, kann man an den Meditations-Steinen in den Arena-Modus wechseln, wo es darum geht einen zufälligen anderen Spieler zu besiegen.

Die Kämpfe selbst sind am Anfang etwas knifflig, doch man versteht das System nach einigem Ausprobieren, denn das knappe Tutorial beantwortet leider sehr viele Fragen nicht. Ein gutes Timing, viel Übung und etwas Glück lassen euch Schritt für Schritt zum Meister der Kampfkünste werden.

Die Welt von Absolver hat einen einzigartigen Flair, was nicht zuletzt durch die eigenwillige, aber hübsch anzusehende Umgebung zustande kommt. Gleichzeitig wird dieses Potenzial etwas verschenkt, da die Inszenierung des Spieles eher etwas flach ausfällt. Dazu kommen AI-Fehler, nervige Wackler, Kollisionsfehler und Spielabstürze, welche auf Dauer den Frust immer weiter aufbauen. Generell wirkt Absolver wie ein Spiel mit einer klasse Idee, doch gleichzeitig fühlt es sich eher wie eine Beta-Version an, als ein fertiges Spiel.

[wptouch target=“non-mobile“]

Absolver
Wertung der Redaktion: 

64/100

  • Publisher: Sloclap
  • Getestet auf: PC
  • auch für: PS4
  • Preis: 29,99€

 

 

 
18/30 Technik + Kooperativer Modus…
+ Eigener Grafikstil

+ Detailreich
+ Ausgefeilte Charakter
+ Detaillierte Rüstungen
- … der nicht richtig funktioniert
- Monotoner Soundtrack

- Lange Ladezeiten
- Öfters Verbindungsverlust
- Abstürze
19/30 Umfang + Große Spielewelt
+ 3 unterschiedliche Kampfkünste
+ Selbst erstellbarer Kampfstil
+ PvE, PvP, Bosse
- Hängenbleiben in Umgebung
- Fragliche Preis/Leistung
- Etwas wenig Ausrüstungsvarianten
21/30 Gameplay + Gute Fairness…
+ Viele Kampfstile ausprobierbar

+ Gut funktionierende Kämpfe
+ Taktisches Denken erforderlich
- … aber manche Bosse sind sehr stark
- Monotones Spielprinzip
- Häufiges Sterben kann frustrierend sein
6/10 Spezifisch + Klasse animierte Kampfstile
+ Starker Fokus auf Kampfkünste
+ Tolles Feeling in Kämpfen
+ Steuerung wesentlich besser mit Controller
- Auf dauer recht Monoton
- Instabil

[/wptouch]
[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
[/wptouch]
Fazit:

[rating itemreviewed=“Absolver“ rating=“64″ reviewer=“Roman Völkel“ dtreviewed=“25.09.2017″ best=“100″ worst=“0″]

Absolver ist ein Spiel mit tollen Ambitionen und fordernden Kämpfen, welche sich richtig gut anfühlen. Dennoch fühlt sich das ganze Spiel eher wie in der Beta-Phase an. Abstürze, hängen bleiben in der Umgebung und teils zu schwierige Kämpfe lassen oftmals Frustmomente auftreten.

Dennoch sind die Kampfkünste wirklich gut und machen eine Menge Spaß. Dennoch fühlt sich alles recht monoton an, viel Abwechslung hält die Welt nicht bereit, auch wenn diese wirklich klasse aussieht. Der Kampf mit Freunden zusammen funktioniert zwar, allerdings verliert man bei jedem Gebietwechsel die Gruppe und muss mühselig diese neu verbinden. Die eigenen Kampfstile zu erstellen machen viel Spaß und verleiten zum Ausprobieren.

Mein Tipp: Wartet noch etwas. Absolver hat wirklich sehr viel Potential, welche die Entwickler auch sicherlich nutzen und optimieren werden. Bis dahin ist das Spiel noch etwas instabil und bringt unnötige Frustmomente. Aber ich bin mir sicher, dass dies in der Zukunft optimiert werden wird.

[/rating]

 ►So testen Wir

 

Ys VIII – Lacrimosa of DANA

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Die Ys-Serie feiert in Japan schon seit 1987 ihren Erfolg. Nicht alle Spiele haben es nach Europa geschafft, doch von Zeit zu Zeit dürfen auch wir uns über einen Ableger freuen. Mit Ys VIII – Lacrimosa of DANA kommt nun der achte Teil der Serie, welcher ursprünglich für die PS Vita erschien, auf PS4, PS Vita und PC. Wir haben die PS4-Version getestet. Welches Abenteuer Adol Christin dieses mal erlebt, werdet ihr gleich herausfinden.

 

 

Adol Christin, der Paradeheld der Ys-Spiele, heuert als Seemann auf dem Schiff Lombardia an. Mit dabei sein treuer Weggefährte Dogi. Doch aus der gemütlichen Kreuzfahrt wird nichts, denn das Schiff gerät in die Nähe der verwunschenen Insel Seiren. Diese Insel hat den Ruf verflucht zu sein. Niemand hat bisher Fuß auf Seiren gesetzt und Schiffe die ihr zu nahe kommen verschwinden. So erleidet auch die Lombardia Schiffbruch. Glücklicherweise findet Adol sich bald an Land wieder. Auch andere Schiffbrüchige der Lombardia hat es auf die Insel Seiren gespült. Neben dem Fischer Sahad und der jungen Adeligen Laxia sind auch Dogi und Kapitän Barbaros unter den glücklichen Überlebenden. Schnell beschließen sie ein Lager zu errichten und sich auf die Suche nach anderen Schiffbrüchigen zu machen. Gemeinsam mit Laxia und Sahad zieht Adol sogleich los und fertigt dabei gleich noch eine Karte der Umgebung an. Schon bald treffen die drei auf weitere Schiffbrüchige und das kleine Dorf wächst zunehmend. Auf ihrer Reise treffen Adol und sein Team nicht nur auf neue Verbündete, sondern auch auf uralte Kreaturen und andere Monster. Und dann sind da noch die seltsamen Träume die Adol plagen. Zunächst schemenhaft, doch dann immer klarer ranken sich seine Träume um die Priesterin Dana. Doch was genau es damit auf sich hat, müsst ihr selbst herausfinden.

 

Die Insel Seiren
Ys VIII ist ein klassisches japanisches Action-Rollenspiel. Die mehr oder minder offene Welt der Insel Seiren läd euch dazu ein verschiedene Winkel und Verstecke zu suchen, Erntepunkte zu plündern und Schätze zu finden. Ys VIII ist unter anderem auch darauf ausgelegt, viel zu entdecken und zu erforschen. Nachdem Seiren eine Insel ist, werdet ihr euch sehr häufig am Strand aufhalten. Aber keine Angst: Die riesige Insel bietet allerhand Abwechslung. Es gibt dunkle Höhlen, dichte Wälder, Sümpfe und Bergketten. Einige Gebiete sind Dungeons, in denen ihr neben einem Endgegner auch Items findet, die euch bei der Erkundung der Insel helfen können. So bekommt ihr zum Beispiel in paar Handschuhe mit denen ihr an Ranken hochklettern könnt um somit neue Gebiete zu erreichen. Ein nettes Feature sind auch die Nightraids, in denen ihr einen Dungeon noch einmal bei Nacht besuchen könnt. Allerdings wimmelt es dann dort nur so vor starken Monstern. Sie schlafen zwar, solltet ihr sie aber aufwecken, dürft ihr euch auf harte Kämpfe gefasst machen. Alles in allem ist die Spielwelt recht vielfältig und liefert ein passendes Gesamtbild. Damit ihr nicht alles zu Fuß gehen müsst gibt es auch eine Schnellreisefunktion. Wie in jedem JRPG kann man natürlich auch hier angeln! Ys VIII wäre sicher auch ohne das Angeln ausgekommen, aber wir wissen ja: Japaner lieben es zu angeln. Einige Bereiche der Karte könnt ihr erst später im Spiel erreichen. Sie werden durch natürliche Hindernisse wie Bäume oder Erdrutsche versperrt und nur durch die gemeinsame Kraft aller Bewohner eurer kleinen Siedlung passierbar.

 

Auf den Spuren der uralten Monster
Natürlich ist die Insel nicht unbewohnt. Überall lauern Monster die es auf euch abgesehen haben. Das Gameplay von Ys VIII ist sehr Action-lastig. Ihr müsst Ausweichen, Blocken und Angreifen. Neben den normalen Angriffen habt ihr auch noch Skills, von denen ihr vier verschiedene zugleich anlegen könnt. Diese Skills sind im Kampf gegen bestimmte Monsterklassen sehr wichtig. Mit ihnen könnt ihr die Schwachpunkte eurer Feinde offenlegen und sie schneller besiegen. Adol ist zum Beispiel besonders gut gegen Gegner mit einem weichen Körper, Laxia macht fliegenden Gegnern das Leben schwer und Sahad kann die Panzerung von Monstern durchbrechen. Um effektiv gegen eure Gegner kämpfen zu können, müsst ihr regelmäßig zwischen euren drei Teammitgliedern durchwechseln. Sobald man sich an das Kampfsystem gewöhnt hat, kann man sich so locker durch die kleinen Monsterscharen durchkämpfen und auch größere Biester besiegen. Die Buttonbelegung ist allerdings nicht komplett intuitiv. So wird das Item Menü sowohl mit den Tasten R2 und L2 sowie der Options Taste geöffnet. Andere Funktionen sowie der Sprint und Ausweichen müssen sich aber eine Taste teilen. Wer die Muße hat sich die Tastenbelegung selbst einzurichten, kann das gerne tun, alle anderen müssen sich erst einmal damit abfinden.

Blocken und Ausweichen erfordern von euch definitiv auch einiges an Skill, denn im Gegensatz zu anderen Action-Spielen, bei denen ihr quasi in jeder Situation ausweichen könnt, verlangt es in Ys VIII mehr Präzision. Wollt ihr zum Beispiel einem Schlag der rechten Schere einer riesigen Krabbe ausweichen und ihr weicht genau in die Richtung aus, rollt ihr euch natürlich genau in die Fänge des Gegners und kassiert ordentlich Schaden. Schafft ihr es aber im letzten Moment richtig auszuweichen, werden eure Gegner für kurze Zeit langsamer und ihr könnt zurückschlagen. Man sollte die Reichweite der gegnerischen Angriffe aber nie unterschätzen. Teilweise hilft auch einfaches Grinden, wenn ihr mal in ein Gebiet geratet, in dem die Gegner zu schwer sind, denn ein einfaches Level-Up kann schon eine enorme Auswirkung auf den Spielverlauf haben. Wem der normale Schwierigkeitsgrad zu einfach ist, kann das ganze Spiel auch noch einmal in einem der vielen verschiedenen Schwierigkeitsgrade durchspielen.

 

Castaway Village & Interceptions
Ein weiterer wesentlicher Teil eurer Zeit werdet ihr in Castaway Village verbringen. Die kleine Siedlung baut ihr zusammen mit den anderen Schiffbrüchigen auf. Dafür stehen euch verschiedene Quests zur verfügung. Im Gegensatz zu anderen RPGs werdet ihr aber nicht mit sinnlosen Sammelquests überschüttet, sondern mit gewählten Quests die euch Items oder Verbesserungen bringen, die wirklich gebraucht werden. So müsst ihr zum Beispiel verschiedene Punkte auf der Karte aufsuchen, um dort nach Material für einen Aussichtsturm zu suchen. Oder ihr helft einer Bewohnerin des Dorfes Material für einen Stand zu besorgen. Im Anschluss eröffnet sie einen kleinen Laden, in denen ihr Assessoirs und Ausrüstungsgegenstände kaufen könnt. Die Quests sind also gut durchdacht und eine nette Abwechslung zur Hauptstory ohne euch gleichzeitig zu sehr vom eigentlichen Spielgeschehen abzulenken. Mit der Anzahl der Schiffbrüchtigen die ihr auf der Insel Seiren findet steigt auch die Funktionalität eurer Siedlung. Ihr könnt Gegenstände tauschen, Medizin mixen lassen, eure Waffen aufbessern, Ausrüstung kaufen, später sogar ein Feld bewirtschaften und euren Mitstreitern Geschenke machen.

 

Als kleine Abwechslung wurden die sogenannten Interceptions eingeführt. Hin und wieder werdet ihr ins Lager zurückgeordert weil Monsterhorden die Siedlung angreifen. Die Interceptions sind wie ein Minispiel und eine Herausforderung zugleich. Ihr müsst mehrere Wellen von Monstern besiegen bevor diese das Tor zum Dorf erreichen. Als kleine Ablenkung stehen euch Köder zur Verfügung, die die Monster anziehen, bis sie letztendlich zerstört sind. Jenachdem wie schnell ihr die Gegner besiegt, wieviele Manöver und Skills ihr einsetzt und je weniger Schaden euer Team und die Köder nehmen gibt es am Ende einen Rang und als Belohnung einige nützliche Items. Die Interceptions sind eine nette Abwechslung zum normalen Spielalltag.

 

Dafür dass Ys VIII auf der PS Vita erschienen ist, sieht es erstaunlich gut aus. Die Grafik ist zwar nicht auf dem neusten Stand und man sieht, dass es sich um einen Vita-Port handelt, aber das stört im Spielgeschehen nicht wirklich. Man merkt nur an Kleinigkeiten, wie etwa die unveränderte Laufgeschwindigkeit wenn man bis zum Hals im Wasser steht, dass nicht auf jedes Detail achtgegeben wurde. Der Soundtrack ist allgemein eher rockig und unterstreicht die Kämpfe sehr passend. Der Großteil aller wichtiger Sequenzen und Gespräche ist wahlweise auf Englisch oder Japanisch vertont. Die generelle Spielsprache ist Englisch. Eine Deutsche Übersetzung gibt es allerdings nicht. Dafür schnelle Ladezeiten und flüssiges Gameplay. Eines gewöhnt man sich bei Ys VIII aufjedenfall wieder an: Manuelles Speichern. Das Spiel wird zwar zwischendruch automatisch gespeichert, allerdings kommt ihr bei unfreiwilligem Ableben zurück zum letzten Warpstein. Das allerdings ohne den Fortschritt bis zum Tod gespeichert zu haben. Ihr könnt also gut und gerne mal eine viertel- bis halbe Stunde Spielforschritt verlieren, wenn ihr nicht regelmäßig manuell speichert. Manchmal greift man sich auch gerne mal an den Kopf und fragt sich, wie es die ein oder andere Sache ins Spiel geschafft haben. So zum Beispiel die extrem fragwürdige Outfitwahl der Priesterinnen. Fanservice schön und gut, aber wenn die leicht bekleideten Damen wirklich nurnoch mit dünnen Stoffstreifen verdeckt werden, die physikalisch und praktisch keinerlei Realitätsnähe haben wird es einfach nur seltsam. Ys VIII macht vieles an vielen Stellen richtig, man bekommt allerdings nicht den Eindruck, dass das Spiel mit sehr viel Liebe zum Detail kreiert wurde. Spaß macht Ys aber trotzdem und die Stunden fliegen nur so dahin, wenn man einmal angefangen hat zu spielen.

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Ys VIII – Lacrimosa of DANA
Wertung der Redaktion:

81/100

  • Publisher: NIS America
  • Getestet auf: PS4
  • auch für: PS Vita, PC
  • Preis: 55€

 

 

22/30 Technik + Hübsche Grafik…
+ Angenehmer Soundtrack…
+ Flüssiges Gameplay
+ Schnelle Ladezeiten
- … für PS Vita-Verhältnisse
- … der manchmal nicht passt 
28/30 Umfang + Große & abwechlsungsreiche Spielwelt
+ Sidequests die zum Geschehen passen
+ Sehr viel zu erkunden und einzusammeln
+ Ca. 45 Stunden Hauptstory
- Points of no Return
23/30 Gameplay + Mehrere Schwierigkeitsgrade
+ Forderndes Kampfsystem
+ Funktionaler Ausbau der Siedlung
+ Interceptions
 
- Seltsame Button-Belegung
- Kein vernünftiger Autosave
- Kleine Monster zu einfach
8/10 Spezifisch + Ein Spiel für Explorer & Completionists
+ Nette Story
- Seltsame Outfitwahl

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[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Ys VIII – Lacrimosa of Dana“ rating=“81″ reviewer=“Nina van Aken“ dtreviewed=“16.09.2017″ best=“100″ worst=“0″]

Ys VIII Lacrimosa of DANA ist insgesamt ein sehr kurzweiliges Action-RPG. Die Passagiere des Schiffs Lombardia stranden auf der verwunschenen Insel Seiren. Hauptcharakter Adol Christin und seine neuen Gefährten Laxia und Sahad helfen ihm dabei die Insel zu erkunden, nach weiteren Schiffbrüchigen zu suchen und eine kleine Siedlung aufzubauen. Ihr schnätzelt standardmäßig Monster nieder und begebt euch in vielseitige Dungeons um nach und nach das Geheimnis der Insel und der Priesterin Dana zu lösen. Neben dem Entdecken der Insel baut ihr nach und nach die Siedlung aus und freundet euch mit den anderen Schiffbrüchtigen an. Passende Sidequests die euch nicht allzusehr von der Hauptstory ablenken und die sogenannten Interceptions sorgen für ein wenig Abwechslung. Ys VIII ist zwar kein überragender Geheimtipp, aber dafür ein durchwegs gutes RPG, welches euch definitiv ein paar Dutzend gute Spielstunden gewähren wird.

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So testen Wir

 

Metroid: Samus Returns

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Samus Aran geht wieder auf die Jagd! Doch diesmal kehren wir zu den Ursprüngen ihrer Abenteuer zurück. Die überarbeitete Neuauflage Samus Returns für die Handhelds der 3DS-Familie hat nicht nur optisch zugelegt, sondern auch inhaltlich mit neuen Gameplay-Elementen. Doch reicht das aus, um alte und neue Fans zu überzeugen?

 

Die Metroid-Spielereihe hat mittlerweile Kultstatus erreicht und erfreut sich großer Beliebtheit. Die ersten Abenteuer von Samus sind jedoch nur den alten Hasen bekannt, welche auf dem Game Boy ihre Kämpfe ausgetragen haben. Mit Samus Returns will Nintendo in einer umfassend überarbeiteten Neuauflage die Begeisterung wiederaufleben lassen.

Bevor es richtig losgeht, fasst die Opening-Sequenz die Handlungen des ersten Titels zusammen und erklärt, was unsere neue Aufgabe ist: die Metroids sind eine gefährliche Lebensform und müssen ausgelöscht werden. Diese Aufgabe fällt uns, Kopfgeldjägerin Samus Aran, zu. Also fliegen wir auf den Planeten SR388 und machen uns ans Werk! Das Spielprinzip bleibt im Vergleich zum Vorgänger gleich: besiegt eine festgelegte Anzahl an Metroids, um weitere Gebiete freizuschalten. Sammelt neue Ausrüstung, um weitere Räume zu erreichen und um die übrigen Metroids auszuschalten. So simpel wie es klingt, in der Überarbeitung funktioniert das richtig gut.

 

Denn überarbeiteMetroid: Samus Returns - Test, Review, Kaufberatungt wurde der Titel umfassend! Optisch sieht das Spiel super aus und beeindruckt mit scharfen Darstellungen, knalligen Effekten und flüssiger Framerate. Gewürzt ist das Ganze mit Zwischensequenzen, die ebenfalls schön anzuschauen sind. Lediglich bei einer mehrfach verwendeten Aufzug-Sequenz hätte man mehr Liebe investieren können. Die Soundeffekte und musikalische Untermalung überzeugen dafür auf ganzer Linie. Die Aktionen von Samus und ihren Gegnern sind optimal vertont, die Hintergrundmusik klingt stets passend zur Atmosphäre und wird actionreich lauter bei mächtigen Konfrontationen. Abgerundet wird das Ganze von den typischen Metroid-Soundeffekten beim Einsammeln von Upgrades und Ausrüstungsgegenständen. Nostalgiker werden sich hier schnell wohl fühlen! Die Spielwelt ist dabei nicht spektakulär abwechslungsreich, doch sieht sie richtig gut aus und auch der Hintergrund weiß mit tollen Animationen zu überzeugen. Der 3D-Effekt ist ordentlich umgesetzt, doch muss der Blickwinkel wirklich perfekt passen, damit er zur Geltung kommt.

Frisch hinzu kommen angenehme Orientierungshilfen. Ein neues Feature des Titels sind nämlich die sogenannten Aeion-Kräfte, vier an der Zahl und jede mit einem spezifischen Zweck. Gleich zu Beginn habt ihr einen Sonar, welcher einen begrenzten Raum um euch herum auf der Karte aufdeckt. So könnt ihr Speicherstationen, Teleporter, Power-Ups, Lebensstationen und andere wichtige Punkte leichter finden und euch besser orientieren. Zusätzlich könnt ihr individuelle Marker über das Touchpad setzen. Die anderen Aeion-Kräfte sind dabei nicht nur für den Fortschritt wichtig, sondern sind auch eine richtige Kampfhilfe. Mit einem zustätzlichen Schild oder einem besonders starken Feuermodus waren wir besser für Gefechte gewappnet. Mit dem Phasensprung, welcher für unsere Umgebung die Zeit verlangsamt, konnten wir vor allem besonders knifflige Upgrades einheimsen und Gebiete sicher erreichen.

Metroid: Samus Returns - Test, Review, Kaufberatung
 

Damit ihr im Spiel nicht verloren geht, gibt es ebenfalls kleine Wegweiserhilfen. Von besiegten Metroids sammelt ihr DNA, welche ihr zur Freischaltung des nächsten Gebietes braucht. Habt ihr beispielsweise nur 3 von 7 geforderten Metroids erledigt, könnt ihr deren DNA dennoch am dafür vorgesehenen Ort abgeben, woraufhin euch der grobe Aufenhaltsort des nächsten Metroids auf der Karte angezeigt wird. Etwas Erkundung und eigenständiges Suchen gehören aber dennoch dazu! Jedes neue Ausrüstungsstück eröffnet euch dabei mehr Möglichkeiten die Spielwelt zu erforschen und neue Gebiete zu erreichen. Das Level-Design ist dabei exzellent konzipiert, sodass jedes neue Upgrades seinen spezifischen Zweck perfekt zum Voranschreiten erfüllt. Zwar sammelt ihr Upgrades, welche andere scheinbar überflüssig machen, doch bis zum Schluss sind spezifische Gadgets für manche Rätsel von Nöten, sodass sie immer wichtig bleiben. Eure amiibos liefern dabei kleinere Unterstützung in Form von zusätzlichen Upgrades.

Manche Upgrades sind auch für den Kampf nützlich, sodass das Erforschen immer leichter wird. Dies umfasst nicht nur zusätzliche Lebensenergie, Aeion und Raketen! Hatten wir zu Beginn richtig Mühe uns durch die Gegnerhorden in den Räumen zu Metroid: Samus Returns - Test, Review, Kaufberatungschlagen, war es mit der dreifachen Plasmakanone, dem Space-Jump und einer stärkeren Rüstung am Ende kinderleicht. Eure vielfältigen Gegner hinterlassen stets Lebenskraft, Munition und Aeion, sodass geschickte Spieler trotz aller Gefahren am Leben bleiben. Einsteiger werden jedoch womöglich verwirrt von dem ganzen sein…

Erlärungen liefert das Spiel nämlich nicht. Warum auf diesem Planeten so viele nützliche Gegenstände für Samus liegen, welche scheinbar für sie maßgeschneidert sind und was es mit den vogelähnlichen Statuen auf sich hat, wird nicht einmal angeschnitten. Veterane werden die Hintergrundgeschichte zwischen den Chozo, Weltraumpiraten, den Metroids und Samus kennen, doch für Neueinsteiger wird sich hier ein gewaltiges Fragezeichen breit machen. Schade, hier wird viel narratives Potential vergeudet. Wenige Sätze hätten bereits ausgereicht, um den Zusammenhang zu erklären und damit auch Anfänger der Serie in die übergreifende Geschichte einzubinden. Ein Glossar hätte es auch getan, doch leider bietet der Titel nichts in diese Richtung. So werden Neueinsteiger während des Spielens womöglich an Motivation verlieren, da der übergreifende Sinn und Zweck ihrer Handlungen nicht spannend genug ist.

Der Fokus liegt klar auf dem Gameplay. Gesteuert hat sich die Jägerin angenehm flüssig. Ihre Bewegungen und dazugehörigen Animationen passen fanatastisch zusammen, die Eingaben werden ohne Verzögerung umgesetzt und die Jump n‘ Run Einlagen gingen flott von der Hand. Etwas Gewöhnungszeit bedarf es dennoch, um die Kombination aus Bewegung und Waffe ausrichten mit demselben Stick ordentlich anzuwenden. Auch die Morphball-Steuerung treibt gelegentlich Schabernack und der Grapple-Beam ist im Sprung für präzises Greifen weniger angenehm. Auch beim Wechsel zwischen den verschiedenen Waffen via Touchscreen gab es manchmal Unstimmigkeiten; ein kräftiger Druck ist erforderlich, sonst reagiert das Spiel nicht. Im ganzen tut dies dem Titel jedoch nichts an und ist ein kleiner Makel.

Dafür haben die neuen Funktionen des 360°-Zielens und der Nahkampfkonter exzellent funktioniert. Haltet ihr die linke Schultertaste gedrückt, bleibt Samus an ihrer Position stehen und ihr könnt mit dem Stick in alle Richtungen zielen. Zwar ist die schnelle und präzise Anwendung der Schultertasten für die jeweiligen Aktionen gewöhnungsbedürftig, aber nach einer Weile hatten selbst wir als Handheld-Einsteiger das drauf. Mit dem Konter könnt ihr spezifische Nahkampfattacken von kleinen und richtig großen Gegnern parieren und zu einem vernichtenden Gegenschlag ansetzen. Bis zum Schluss haben diese Konterattacken sich beim Erfolg herrlich angefühlt. Besonders schön waren sie bei den Bosskämpfen, da hier zusätzliche Animationen verwendet wurden, um eure verheerende Gegenattacke darzustellen.

Und Bosskämpfe gibt es einige! Auf dem Display wird euch nicht nur die übersichtliche Karte mit den verschiedenen Interessenspunkten angezeigt, sondern auch die Anzahl an Metroids, welche es zu eliminieren gilt. Leider hat es eine ganze Weile gedauert, bis es Abwechslung bei den Bosskämpfen gab. Bis zur Mitte des Spiels werdet ihr mit denselben Metroid-Bosskämpfen konfrontiert, welche nur bedingt schwer sind. Sie haben alle dasselbe Muster und lassen sich nach dem gleichen Schema besiegen, doch wenn sie euch doch mal erwischen, schlagen sie ein wie eine Bombe. In der Regel habt ihr wenige Treffer bevor der Game Over-Schirm erscheint. Wir hätten uns früher abwechslungsreiche Kämpfe gewünscht, welche eine spezifische Strategie erfordern. Die späteren Bosskämpfe haben das fantastisch umgesetzt und waren ein wirklicher Genuss. Nach knackigen 12 Spielstunden und vielen Game Overs war dann das Ende mit 88% erreicht. Perfektionisten können die 100% Achievementrate anstreben, um die komplette Gallerie freizuschalten und für Masochisten gibt es den Hard-Mode. Doch keine Sorge, segnet ihr mal das zeitliche, müsst ihr in der Regel nie mehr als fünf Minuten erneut spielen. Die Checkpoints sind fair gesetzt und lediglich zum Ausschalten des Handhelds müsst ihr zur Speicherstation. Doch bietet der Titel neben dem Storymodus keine Spielinhalte mehr, ein Boss-Rush oder Time Attack-Modus wären noch feine Ergänzungen gewesen.

Metroid: Samus Returns
Wertung der Redaktion: 

86/100

  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: Nintendo 3DS
  • auch für: Nintendo 2DS
  • Preis: 39,99€

 

 

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28/30 Technik + knallige Grafik bei flüssiger Framerate
+ tolle und detaillierte Animationen
+ guter Soundtrack und Vertonung
- einzelne Sequenzen sind mit weniger Liebe animiert 
24/30 Umfang + ordentliche Spieldauer von 12 Stunden
+ mehrere Schwierigkeitsgrade
+ Gallerien,  Artworks  und mehr zum freispielen

+ viele, abwechslungsreiche Waffen und Gadgets
- ausschließlich der Story-Modus, keine zusätzlichen Spielmodi wie Bossrush
- kaum Storyelemente
27/30 Gameplay + klassisches Metroid-Feeling mit neuer Optik und Inhalten
+ Gute Fairness
+ vielfältige Gegner (später auch Bosse)
+ fantastische Kombination aus Sammeln, Erforschen und Kämpfen
- teilweise gewöhnungsbedürftige Steuerung
- einzelne Spielmechaniken treiben gelegentlich Unfug
7/10 Spezifisch + tolles Leveldesign, welches Entdecker- und Sammlerherzen höher schlagen lässt
+ treue Orientierung an den Wurzeln der Serie
- viel vergeudetes Storypotential

[wptouch target=“mobile“]Die Wertung kann nur auf einem PC oder Tablet gelesen werden.
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Fazit:

[rating itemreviewed=“Metroid: Samus Returns“ rating=“86″ reviewer=“Martin“ dtreviewed=“12.09.2017″ best=“100″ worst=“0″]

Samus Returns ist ein gelungenes Remake, welches mit einer fantastischen Optik und neuen Spielelementen das bekannte Spielprinzip von Exploration und Kampf umsetzt. Das Gameplay ist schnell, actionreich und macht richtig Spaß, während die Erforschung der Spielwelt in einem guten Tempo vorangeht. Kenner werden mit dem Titel eher ihre Freude haben, da er storytechnisch sehr einsteigerfeindlich ist. Mehr narrative Elemente werden vermisst! Vom Spielprinzip her bietet der Titel dennoch eine tolle Erfahrung, um mit der Serie vertraut zu werden. Vereinzelte Makel bei der Steuerung und Optik gehen unter dem ansonsten hochqualitativen Gameplay, Grafik und Vertonung unter. Eine gute Spielschwierigkeit, faire Checkpoints und Weghilfen runden die Spielerfahrung von ca. 12 Stunden positiv ab.

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 ►So testen Wir

 

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