Evolve

Lange ersehnt und heiß erwartet ist Evolve endlich erschienen. Das 4vs1 Genre scheint momentan sehr populär zu sein, doch kann ein Spiel, welches ausschließlich dieses Spielprinzip vertritt, sich wirklich durchsetzen?

 

Nachdem die Menschheit expandierte und mehrere Kolonien im Universum erschlossen hat, scheint die wichtigste von ihnen von einer übermächtigen Gefahr bedroht zu werden. Die Fauna hat sich verändert und haushohe Monster greifen die Siedlungen an. Jede Hoffnung ist verloren, weshalb 12 Jäger mit einzigartigen Fähigkeiten gerufen werden, um bei der Evakuierung des gesamten Planetens zu helfen. Bis auf die Zähne bewaffnet machen sich die Männer und Frauen in vierer Teams auf den Weg, um Monster zu töten und die Siedler zu beschützen.

 

Kenne deinen Feind

2015-02-14_00119Vier verschiedene Klassen stehen zur Auswahl, wobei jede im Team vertreten werden muss. Jede Klasse hat dabei drei Charaktere, welche durch Erfahrungen frei geschaltet werden können, wobei jeder von ihnen zwar eigene Ausrüstung besitzt, aber alle eine gemeinsame Fähigkeit haben:

Der Assault ist der Schadensdealer. Er leitet den direkten Angriff und kann einen Schild aufbauen, welchen ihn für eine gewisse Zeit unverwundbar macht.

Der Medic ist für die Heilung zuständig. Dafür kann er eine Heil-Salve loslassen, welche allen Mitstreitern in der Nähe einen sofortigen Regenerationsbonus geben.

Der Trapper ist für das Aufspüren und Einsperren des Monsters verantwortlich. Mit einem Energieschild kann er eine Arena erzeugen, welche das Monster in einem begrenzten Bereich einsperrt und dadurch zum Kampf zwingt.

Der Support unterstützt die Mitstreiter so gut es geht. Dabei kann er ein Tarnfeld erzeugen, was ihn und seine Kollegen unsichtbar macht, um sich an zu schleichen, oder unbemerkt zu flüchten.

2015-02-14_00065Nur wenn alle an einem Strang ziehen und zusammen bleiben, können sie es schaffen, die übermächtigen Monster zu besiegen. Wer jedoch auch einmal die andere Seite sehen will, kann in die Rolle des Monsters schlüpfen. Dabei können 3 verschiedene Charaktere freigeschaltet und gespielt werden:

Der Goliath ist zu Fuß unterwegs, besitzt eine Harte Außenhaut und teilt Schaden mit seiner Muskelkraft aus, indem er sich auf seine Feinde stürzt, Steine Wirft, oder Feuer spuckt.

Der Kraken ist im Vergleich dazu schon etwas mystischer. Mit Blitzschlägen, Banshee-Minen und Vortexrückstößen, teilt dieses Monster Schaden aus und schleudert die Jäger durch die Gegend.

Der Ghost macht seinen Namen alle Ehre. Er teleportiert sich zu seinen Gegner und verursacht schnelle, tödliche Schläge, löst eine Explosion aus, oder reißt einen der Jäger aus der Gruppe, um sich auf ihn zu stürzen.

 

Evakuierung!

2015-02-14_00061Ihr könnt sowohl im Multiplayer, als auch im Singleplayer-Modus antreten, wobei freie Charaktere von Bots übernommen werden. Startet ein schnelles Spiel, wo ihr in ein zufälligen Spielmodus, auf einer zufälligen Karte kommt. Jagd, Rettung, Nest und Verteidigung sind die verschiedenen Spielmodi, wo ihr bestimmte Aufgaben erfüllen müsst. Als Jäger heißt dies meist, dass ihr entweder das Monster töten, Siedler evakuieren, Eier zerstören, oder bestimmte beschützen müsst. Als Monster habt ihr die Aufgabe dies alles zu vereiteln. Dafür lauft ihr über die Karte, tötet die dort lebenden Tiere, fresst deren Kadaver und erhöht dadurch eure Stärke und tankt euer Leben und eure Rüstung wieder auf.

2015-02-14_00145Wer rund eine Stunde Zeit hat, sollte sich aber eher an den Modus Evakuierung wagen. Dort spielt ihr 5 Karten in Folge, erfüllt eure Aufgaben und bekommt am Ende einen ordentlichen Erfahrungsschub. Nach jeder Runde erhalten beide Seiten einen Bonus: Während der Verlierer mehr Schaden verursacht, bekommt der Gewinner Unterstützung in Form von mehr Nahrung für das Monster, automatische Geschütze für die Jäger, Orbitallaser, mehr fleischfressende Pflanzen und ähnliches. Dies bringt Abwechslung in das Spiel, was echt Spaß macht und immer fordernd ist.

Und trotz der Unterschiede zwischen Jäger und Monster, müssen wir echt lobend erwähnen, dass das Gleichgewicht im Kampf wirklich sehr, sehr gut ausbalanciert ist.

 

Kenne dich selbst

2015-02-13_00034Das Monster zu spielen erfordert am Anfang einige Übung. Schnelle Angriffe auf die Jäger, während die mobile Arena aktiviert ist und schnelle Rückzüge, sobald diese wieder zusammenbricht sind das A und O des Kampfes. Sammelt so schnell wie möglich Kadaver und fresst sie, um eure Entwicklung voran zu treiben, denn ihr wollt als schnell als möglich in die dritte und letzte Entwicklungsphase aufsteigen. In dieser Phase könnt ihr den meisten Schaden austeilen und versuchen das Elektrorelais zu zerstören.

2015-02-14_00039Als Jäger kommt es darauf an, welche Klasse ihr habt (wobei zu erwähnen ist, dass die Charakterklasse beim Matchmaking zwar gewünscht werden kann, man aber trotzdem nicht unbedingt diese Klasse bekommt. Wünschen sich 2 Spieler Trapper zu sein, wechseln sich beide unterschiedlich ab), welchen Charakter ihr wählt und welche Karte ihr habt. Jeder legt sich seine eigene Taktik zurecht. Für mich hat sich zum Beispiel herauskristallisiert, dass man bei der direkten Jagd nach dem Monster als Trapper lieber „Maggie“ nutzen sollte. Ihr Suchhund „Daisy“ läuft direkt zum Ungeheuer, was die Suche wesentlich erleichtert. Wenn ihr Supporter spielt und Siedler schützen sollt, nehmt am Besten Hank. Sein mobiles Schutzschild hält wesentlichen Schaden von den Zivilisten fern, sodass diese rechtzeitig zur Abholzone gelangen können.

 

Der Battlefield-Effekt

2015-02-19_00004Trotz des sich immer wieder wiederholenden Szenarios, wird Evolve trotzdem nicht schnell fade. Ähnlich wie bei Battlefield macht das gute Gleichgewicht auf beiden Seiten des Kampfes einen gewissen Reiz aus, es immer wieder zu versuchen, auch wenn man scheitert. Erfahrungen sammelt man schnell und neue Charaktere werden relativ schnell frei geschaltet, was einen Erfolgsmoment den anderen folgen lässt. Sammelt man zusätzliche Erfahrungen mit Waffen und Geräten, erhöht sich deren Schaden und Leistung, was es interessant macht, seinen Charakter weiter zu leveln.

2015-02-13_00041Einziger Wermutstropfen in Evolve ist das altbekannte und verhasste DLC-System, was eine Vielzahl an Skins und zukünftig wahrscheinlich auch neue Charaktere und Monster bietet. Warum das schlecht ist? Es existiert zwar ein Seasonpass, welchen man sich kaufen kann, dieser wird aber laut eigener Aussage des Publishers nicht alle DLC´s abdecken. Irgendwie enttäuschend und irgendwie zerstört es den Sinn des Seasonpass.

 

Evolve
evolve-cover Wertung der Redaktion:

85/100

  • Publisher: 2K Games
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 49,99€
  • Reviewed von: Roman Völkel

 

Am 22. Februar 2015

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17/20 Technik + Unterschiedliche Fauna auf Maps
+ Detaillierte Jäger
+ Detaillierte Monster
+ Nette, lustige Synchro
+ Gut inszenierte Zwischensequenzen
+ Zerstörbare Umgebung
+ Gute Effekte
- Etwas unspektakulärer Soundtrack
- Begrenzte Grafikoptionen
- Mauszeiger buggt manchmal
19/20 Umfang + Große Spielewelten
+ 12 einzigartige Charaktere
+ Mehrere Skins
+ Jeder Charakter hat eigene Waffen
+ Jeder Charakter hat eigene Skills
+ 16 Maps
+ Viele Freischaltungen
- Viele kostenpflichtige DLC´s
19/20 Gameplay + Gute Fairness
+ Gute Steuerung am PC
+ Gute Steuerung mit Controller
+ Dialoge helfen im Game
+ Spielprinzip geht sehr gut auf
+ Balanceausgleich bei Evakuierung
+ Gutes Tutorial
+ Dynamische Fauna
+ Hoher Wiederspielwert
- Maps sehen sich teils recht ähnlich
30/40 Spezifisch + Gutes 4vs1 Spiel (+10)
+ Viele nutzbare Items (+5)
+ Gute Steuerung (+5)
+ Große Auswahl an Ausrüstung und Waffen (+5)
+ Einzigartiges Spielprinzip (+5)
- Kostenpflichtige DLC´s werden von Seasonpass nicht gedeckt (-10)

 

Fazit:

[rating itemreviewed=“Evolve“ rating=“85″ reviewer=“Roman Völkel“ dtreviewed=“22.02.2015″ best=“100″ worst=“0″]

Evolve ist ein Spiel, was überraschend viel Spaß macht. Am Anfang war ich recht skeptisch, ob das Spielprinzip wirklich aufgeht, aber überraschender Weise tut es das echt gut und bereitet vor allem mit Freunden ziemlich viel Freude. Auch wenn sich am Spielprinzip nie viel ändert, so bereiten vor allem beim Evakuierungsmodus die Bonus-Effekte etwas Abwechslung. Auch das Kennenlernen aller Klassen und Charaktere sowie deren Vor- und Nachteile halten mich bei der Stange. Zu dem perfekten Spiel reicht es nicht, aber mit 85 Punkten schneidet es bei uns recht gut ab und das auch verdient! Wer auf actionreiche Shooter steht, der ist hier genau richtig. Schnappt euch eine Waffe, wetzt die Zähne und tötet euren Gegner!

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