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Mittelerde: Mordors Schatten

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Eine Mischung aus Stealth und Action gepaart mit Herr der Ringe, da kann doch nichts schief gehen. Das haben sich wohl auch die Entwickler von Mordors Schatten gedacht, dem ganzen noch ein innovatives Feature, genannt das Nemesis-System, hinzugefügt und ein Spiel auf den Markt gebracht, das sich deutlich von den bisherigen Herr der Ringe Titeln unterscheidet. Oder doch nicht?

Auf bekannte Gesichter stoßen wir in Mittelerde: Mordors Schatten nur wenige, denn das Spiel folgt weder der Trilogie, noch dem Abenteuer von Bilbo Beutlin. Die Story ist zwischen Der Hobbit und Herr der Ringe angesiedelt, greift aber auch auf Ereignisse zurück, die weit davor liegen. Vor allem Fans, die sowohl die Filme gesehen, als auch die Bücher gelesen haben, dürften sich über die Abwechslung gegenüber den bekannten Geschichten aus Mittelerde freuen. Ein komplett neues Kapitel schlägt das Spiel aber nicht auf und so können auch Kenner der Filme immer wieder einen Bezug zu den Ereignissen der Trilogie herstellen. Jedoch sollte inhaltlich nicht zu viel erwartet werden, denn das Hauptaugenmerk des Spiels liegt nicht auf der Geschichte, die es in größeren Abständen stückweise erzählt.

Im Lande Mordor

Wie der Name schon sagt, geht es10419421_10154768301910694_974273649275309354_n hauptsächlich um das schwarze Land Mordor, das wir als eines von zwei umfangreichen Gebieten im Spiel bereisen können. Wir reisen aber nicht allein durch das dunkle Land, denn der Geist des Elbs Celebrimbor, der seine ganz eigene Geschichte zu erzählen hat, ist unser ständiger Begleiter und bringt so manche brauchbare Fähigkeit mit sich, unter anderem können wir nicht wirklich sterben. Bei bestimmten Fähigkeiten übernimmt dieser Geist auch unsere Gestalt, zum Beispiel, wenn wir auf einem der Türme stehen oder mit dem Bogen schießen, ansonsten laufen wir in Gestalt von Talion durch die Welt. Nach einem schnellen Start können wir auch schon das gesamte Gebiet erkunden, Neben- und Hauptmissionen annehmen und Orks abschlachten. Denn von denen mangelt es in Mordor keineswegs. An jeder Ecke stoßen wir auf Gruppen unterschiedlicher Anzahl von Gegnern, die jedoch nur in großer Zahl bzw. im späteren Spielverlauf gefährlich werden. Zu entdecken gibt es dabei auch jede Menge, denn neben Heilkräutern und Pfeilen warten jede Menge Geheimnisse darauf entdeckt zu werden. Da diese auf der Karte eingezeichnet sind gestaltet sich die Suche allerdings wenig herausfordernd.

Die Vergleiche zu Assassins Creed, von denen schon im Vorfeld oft die Rede war, sind natürlich nicht unbegründet. Sowohl die Steuerung, als auch diverse Spielelemente erinnern sehr stark an die Abenteuer, in denen wir als Assassine durch die Epochen geschlichen sind. Obwohl vieles bekannt erscheint, passt es jedoch hervorragend zu Mordors Schatten und wirkt nicht, wie befürchtet, wie eine billige Assassins Creed Kopie. Auch der Umfang und die Spielzeit wirken alles andere als billig, immerhin lassen sich gute 12 Stunden oder mehr mit den Hauptmissionen verbringen und selbst nach den Kredits verleitet das Spiel noch zu einer Entdeckungstour durch die beiden Gebiete. Ein neuer Durchgang hingegen lohnt sich kaum, da es keine Schwierigkeitsgrad oder andere Neuerungen gibt.

Dich kenn‘ ich doch

Bei unseren Streifzügen durch die triste Landschaft Mordors treffen wir, gewollt oder zufällig, immer wieder auf Hauptmänner der Uruks. Diese können gezielt gesucht werden, indem wir gefangene Orks befragen und dann in das angegebene Gebiet wandern. In der Regel begegnen wir allerdings mehr Hauptmännern als uns lieb ist, denn die individuellen Stärken und Schwächen der Gegner können einen Kampf sehr anstrengend gestalten, vor allem wenn sich gleich mehrere Hauptmänner plus versammelter Mannschaft zum Kampf stellen. Mit unzureichenden Informationen, aber auch Fähigkeiten, sehen wir uns recht bald einer unbezwingbaren Herausforderung gegenüber. Da bleibt nur noch die Flucht, die sich durch die etwas unpräzise Steuerung oft nicht einfach gestaltet. Zum Glück lässt sich leicht Abhilfe schaffen. Während normale Uruks lediglich den ungefähren Standort der Hauptmänner verraten, wissen sogenannte Würmer auch über die Stärken und Schwäche der hohen Tiere bestens Bescheid und helfen uns damit, gut vorbereitet in den Kampf zu gehen. Auf der anderen Seite gibt den Fähigkeitenbaum, den wir mit Erfahrungspunkten und Vorankommen in der Story weiterentwickeln. Erfahrungspunkte lassen sich leicht verdienen, da wir für nahe zu jede Aktion auch entsprechend belohnt werden. Mit voranschreitendem 10408977_10154768314465694_3451118037309545135_nLevel wächst allerdings auch die benötigte Anzahl, wodurch sich die Aneignung neuer Kräfte etwas in die Länge zieht. Neben dem Fähigkeitenbaum lassen sich auch noch Attribute erforschen, die wir durch sogenannte M-Punkte freischalten. Das Finden von Geheimnissen, Freischalten neuer Türme oder Abschließen von Missionen wird, neben Erfahrungspunkten, noch mit diesen Punkten belohnt.

Stimmt die Vorbereitung für den Kampf bleibt auch meist der Erfolg nicht aus und wir können, nachdem wir den Hauptmann ausgeschaltet haben, eine Rune für eine unserer drei Waffen, das Schwert, den Bogen oder den Dolch, aufklauben. Durch das Ausrüsten der Waffen mit Runen erleichtern uns verschiedenste Spezialisierungen den Kampf. Scheitern wir hingegen in einer Auseinandersetzung, egal ob gegen normale Uruks oder Hauptmänner, so werden diese Befördert und erinnern sich auch an uns. Auf diese Weise ist es möglich einen unbedeutenden Uruk sogar zum Häuptling, also zur höchste Stufe in der Rangordnung, zu erheben, er muss nur oft genug gegen uns oder andere Hauptmänner bestehen.

Das Töten von Hauptmännern im 10690008_10154768310190694_6085940410027854068_ndirekten Nahkampf kann mit der Zeit etwas eintönig werden. Zum Glück bekriegen sich die Orks auch untereinander oder stellen ihre Macht bei verschiedensten Events zur Schau, die perfekte Gelegenheit etwas mitzumischen. Aus sicherer Entfernung lässt sich mit dem Bogen jede Art von Machtkampf zum eigenen Vorteil nutzen und durch bedachtes Vorgehen kann selbst ein mächtiger Hauptmann zu Fall gebracht werden. Auch bei einem Festmahl lohnt es sich vorbeizuschauen und den ein oder anderen Krug zu vergiften, sodass wir unentdeckt wieder von dannen ziehen können. Diese Nebenmissionen ermöglichen es uns etwas in die Reihen der Hauptmänner einzugreifen und unsere Fähigkeiten zu erweitern, dennoch werden die Anführer der Orks schnell nachbesetzt und so sollten wir uns nach gegebener Zeit wieder den Hauptmissionen zuwenden. Leider bietet das Spiel neben dem Metzeln von Orks und dem Suchen von Gegenständen nur wenig Abwechslung, daher sind Spielpausen nicht zu vermeiden. Umso mehr Spaß macht es aber sich nach kurzer Auszeit wieder ins Kampfgetümmel zu stürzen.

Mittelerde: Mordors Schatten
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  • Wertung der Redaktion:
  • Publisher: 4WB Entertainmaent
  • Getestet auf: PS4
  • Preis: 55,99 €
  • Reviewed von: Niels Cimpa

Am 21. Oktober 2014

+Nemesis-System Wenig Abwechslung-
+Große Umgebung -Keine Schwierigkeitsgrade,
+Gute Spielzeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit:

[rating itemreviewed=“MITTELERDE: MORDORS SCHATTEN“ rating=“8″ reviewer=“Niels Cimpa“ dtreviewed=“21.10.2014″ best=“10″ worst=“0″]
Für Fans des Herr der Ringe Universums und Assassins Creed dürfte Mordors Schatten eine interessante Mischung darstellen, die auf jeden Fall einen Blick wert ist. Der Titel richtet sich aber genauso an ein breiteres Publikum, vor allem wenn etwas Abwechslung zu linearen Spielen gewünscht ist. Durch das Nemesis-System und die zwei weitläufigen Gebiete bietet sich dem Spieler, neben der Suche nach Geheimnissen, die Möglichkeit sich in die Rangordnung der Ork-Hauptmänner einzumischen, dort ein wenig Unruhe zu stiften und sogar den Orks seiner Wahl zum Häutling zu pushen. Leider dreht sich sehr viel um dieses Nemesis-System und so bleiben andere Spielelemente auf der Strecke. Zwar können wir Nebenmissionen annehmen, in denen wir unsere Vorgangsweise relativ frei wählen können, insgesamt kommt es jedoch auf das Töten und die Nachfolge der Hauptmänner zurück. Die Spielzeit, auch nach dem Durchspielen, kann sich aber sehen lassen. Gute 12 Stunden oder mehr dürften die meisten Spieler auf jeden Fall beschäftigt sein, darüber hinaus lässt sich noch eine gute Zeit in Mordor verbringen.[/rating]

Street Fighter Alpha 2

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Die turbulente Street Fighter Reihe gehört vermutlich zu den beliebtesten Spieleserien aus dem Hause Capcom. Die Alpha-Reihe erschien erstmals 1995, ist die Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Street Fighter Teil, und beinhaltet nicht nur populäre Charaktere von Street Fighter, sondern ebenso von Final Fight. Street Fighter Alpha 2 hat mittlerweile achtzehn Jahre auf dem Buckel, doch wie schlägt es sich in der heutigen Zeit? Ob sich der Download des Kampfspiels für euch lohnt, könnt ihr in unserem Review erfahren und selbst beurteilen.

street_fighter_alpha_2_1Was wäre ein Kampfspiel ohne einem anständigen Sortiment an Kämpfern? Street Fighter Alpha 2 beinhaltet 18 spielbare Charaktere, darunter sind alle 13 Kämpfer aus dem Vorgänger Street Fighter Alpha. Insgesamt ist der Roster eine gute Mischung aus bekannten Gesichtern anderer Teile des gemeinsamen Universums, wie unter anderem Ken Masters, Ryu, und Sagat aus Street Fighter, oder Akuma, Chun-Li, und Zangief aus Street Fighter II. Die Final Fight Serie wird durch Guy, Katana (Sodom in der europäischen und japanischen Variante) und Rolento vertreten, und auch eine völlig neue Charakterin namens Sakura, die im Stil von Ryu kämpft, ist zum ersten Mal dabei. Die Auswahl von Street Fighter Alpha 2 ist vielseitig, und obwohl ein paar populäre Charaktere wie Blanka, Cammy oder Guile fehlen, ist die Anzahl der Kämpfer beachtlich und für einen Retro-Titel in diesem Alter sehr zufriedenstellend.

Time to ‘Fight!’

street_fighter_alpha_2_2Gesteuert wird Street Fighter Alpha 2 wie die bisherigen Teile der Serie. Mit insgesamt sechs Buttons, inklusive der Schultertaste, werden schwache, mittlere und starke Angriffe mit den Armen oder Beinen ausgeteilt. Besonders starke Spezialangriffe können in Kombination mit dem Steuerkreuz entstehen, wobei jeder Kämpfer eigene Attacken besitzt. Da bei einem Download-Titel natürlich das klassische Handbuch fehlt, empfiehlt es sich hierbei einen schnellen Blick in die digitale Anleitung des Spiels zu werfen, um mit den individuellen Techniken vertraut zu werden. Abgesehen von den normalen Angriffen, existiert in Street Fighter Alpha 2 am unteren Bildschirmrand jedes Kämpfers eine Combo-Leiste, die bist zu drei Stufen aufgeladen werden kann. Mit ihr können Super-Combos, Alpha Counter, und Custom Combos ausgeführt werden. Jeder Kämpfer besitzt zwischen zwei und vier Super-Combos. Dies sind besonders starke Spezialangriffe, die entweder über eine komplizierte Folge von Befehlen, oder, wenn der Steuerungstyp AUTO vor dem Kampf ausgewählt wurde, über eine simple Tastenkombination aktiviert werden können. Mit einem Alpha Counter blockt man gegnerische Angriffe um anschließend selbst mit einer Attacke zu kontern.

Spaßige Custom Combos, geringe Mode-Auswahl

street_fighter_alpha_2_5Custom Combos wurden in Street Fighter Alpha 2 neu eingeführt und haben im Spiel eine besondere Stellung: Bei der Ausführung wird die Zeit verlangsamt und eine Zeitleiste erscheint über der Combo-Anzeige. Bis die Zeit verstrichen ist, hat man nun die Möglichkeit eine Angriffswelle aus normalen Angriffen und/oder Spezialangriffen auszuführen, um den Gegner zum Beispiel in die Luft zu schicken, und besonders viel Schaden zu verursachen. Das Gameplay von Street Fighter Alpha 2 fühlt sich insgesamt flüssig an, wie man es von einem Spiel der Street Fighter Reihe gewohnt ist. Street Fighter Alpha 2 bietet jedoch nur zwei Modi an, Arcade und Versus. Im Arcade Modus kämpft man hintereinander gegen acht vom Computer gesteuerte Charaktere und erhält bei Erfolg eine simple Abschlussequenz als Belohnung, die bei jedem Kämpfer anders ausfällt. Im Arcade Modus erhält man außerdem begrenzt Informationen zu der eigentlichen Geschichte des Spiels und Hintergründe zu den jeweiligen Charakteren. Darüber hinaus habt ihr die Möglichkeit unter bestimmten Bedingungen gegen den anspruchsvolleren Shin Akuma zu kämpfen. Beim Versus Mode kann man klassisch gegen einen anderen Spieler eins gegen eins antreten. Andere Modi, wie zum Beispiel ein Trainingsmodus, existieren in Street Fighter Alpha 2 nicht. Virtual Console Funktionen wie automatische Fortsetzungspunkte, die Möglichkeit Speicherpunkte zu erstellen oder die Steuerung anzupassen, sind selbstverständlich ebenso im Spiel vorhanden.

‚Perfect!!‘? – Ambivalente Technik

street_fighter_alpha_2_4Street Fighter Alpha 2 ist graphisch gesehen wunderbar gealtert: Die Animationen sind relativ flüssig, die Farben kräftig und auch die Hintergründe der Stages sind detail- und abwechslungsreich. Die Sounds und Stimmen sind in Ordnung, wenn auch nicht hervorragend, und die Musikqualität ist gut, potentielle Ohrwürmer sind allerdings eher rar. In Sachen Technik ist Street Fighter Alpha 2 ebenso nicht perfekt: Wie viele andere Games des Fighting-Genres war das Spiel zuerst auf Arcade-Automaten spielbar, später erschienen Portierungen für unterschiedliche Konsolen: Die Hardware der SNES-Version gelang hierbei 1996 an ihre Grenzen. Die Re-Releases von Street Fighter Alpha 2 für die Virtual Console der Wii und jetzt gleichfalls für die Wii U basieren auf dieser SNES Version, und kämpfen dadurch mit denselben Problemen wie das Original. Dies macht sich kurz vor Beginn jedes einzelnen Kampfes bemerkbar, denn bevor die schnelle Prügelei starten kann, friert der Bildschirm nach dem Ausruf “Fight!” für ein bis zwei Sekunden ein. Der damals verwendete Chip benötigte diese Zeit ursprünglich um die Sprites vor dem Kampf zu dekomprimieren, sehr schade dass für die Virtual Console keine andere Version verwendet wurde und das Problem geblieben ist. Diese Wartezeit ist deutlich spürbar und man hat eher den Eindruck, dass ein Fehler vorliegt, als dass es sich um eine simple Ladezeit handelt.

Street Fighter Alpha 2
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  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: Capcom
  • Getestet auf: Wii U
  • Preis: 7.99 €
  • Reviewed von: Florian Nichtawitz

Am 19. Oktober 2014

+solides Gameplay
Ladezeiten vor jedem Kampf-
+schöne Optik wenig Spielmodi-
+spaßige Custom Combos fehlender Wiederspielwert-
+vielfältige Charaktere

Fazit:

[rating itemreviewed=“Street Fighter Alpha 2″ rating=“7.0″ reviewer=“Florian Nichtawitz“ dtreviewed=“19.10.2014″ best=“10″ worst=“0″]Als Wii U Besitzer hat man dank Capcom die Qual der Wahl im Fighting-Genre. Sowohl Street Fighter II: The World Warrior, Street Fighter II Turbo: Hyper Fighting, Super Street Fighter II: The New Challengers und jetzt auch Street Fighter Alpha 2 sind in der Virtual Console erhältlich, und die Frage, die sich sicherlich viele stellen: Welches ist das richtige für mich? Street Fighter Alpha 2 hat viele positive Aspekte: visuell ist es schön gealtert, es beinhaltet eine große und interessante Charakterauswahl, und das bereits flüssige Gameplay wird zusätzlich durch Custom Combos erweitert. Negativ sind die Ladezeiten vor jedem Kampf, die geringe Auswahl an Spielmodi, und der daraus resultierende geringe Wiederspielwert. Wer die Wahl hat, sollte zumindest Super Street Fighter II: The New Challengers als Alternative in Betracht ziehen, denn dieses hat weniger technische Mängel, eine ähnliche grafische Qualität, mehr Spielmodi, und beinhaltet zumindest für manche ein paar bekanntere Charaktere. Allerdings fehlt bei diesem Titel die Comboleiste, dementsprechend auch Super oder Custom Combos, und auch die Liste der Spezialattacken ist eingeschränkter. Insgesamt ist Street Fighter Alpha 2 trotz Kritikpunkte ein toller Street Fighter Teil und bietet genug Gründe für einen Kauf.[/rating]

Disney Magical World

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Mit Disney Magical World kommt ein äußerst vielfältiges Spiel auf den 3DS, das nicht nur Disney-Fans begeistern wird. Sammler und Jäger haben viel zu tun, denn es gibt unzählige Items die hergestellt werden wollen und Quests, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Im eigenen Café bestimmt man selbst, welche Möbel und Gerichte den Gästen vorgesetzt werden.

Die Welt von Disney Magical World erinnert sofort an den beliebten Freizeitpark. Rund um den Hauptplatz und das Schloss gibt es jede Menge zu entdecken. Beliebte und bekannte Disney Figuren sind dabei deine Begleiter. Mit einem eigens erstellten Charakter (wahlweise kann man auch einfach sein Mii importieren) beginnt das Abenteuer in der Disney Welt. Um nicht von der Fülle an Aktivitäten erschlagen zu werden, gibt es ein äußerst gut gelungenes Tutorial. Dieser Prolog dauert zwar seine Zeit, wird aber zu keinem Augenblick langweilig, da er zum einen von Micky, Donald und Co begleitet wird und zum anderen auch in sämtliche Möglichkeiten des Spiels einführt.

70_3DS_DMW_Screenshot_donald_talk01Animal Crossing meets Fantasy Life
Was kommt dabei raus, wenn man Spielelemente wie Angeln, Einrichten von einem eigenen Haus, Ankleiden des Charakters und Freunden helfen von Animal Crossing nimmt, und mit Monster besiegen, Materialien sammeln und Gegenstände herstellen von Fantasy Life kreuzt? Disney Magical World! Vom Hauptplatz aus, findet man sämtliche Aktivitäten und wichtige Gebäude. Bei Ducks kann man einkaufen gehen, in Dasies Boutique werden Kleidungsstücke hergestellt, Chip und Chap sorgen für Möbel und der Zauberer aus Fantasia versorgt dich mit neuen Waffen. Außerdem kommt man von hier in die vier verschiedenen Gebiete, in denen Quests erledigt werden und die zudem noch ihre ganz speziellen Eigenheiten haben.
32_3DS_DMW_Screenshot_Chard_002Um die Fülle an Möglichkeiten irgendwie übersichtlich zu machen, wurden die Happy-Sticker eingeführt. Sie sind eine Art von Achievement-System und regulieren gleichzeitig den Spielverlauf. Für erfüllte Aufgaben, wie zum Beispiel das Herstellen fünf verschiedener Kleidungsstücke oder das Erledigen einer bestimmten Quest, gibt es Sticker geschenkt. Je mehr Sticker man hat, desto mehr wird freigeschaltet. Möchte man also ein neues Gebiet oder neue Rezepte freischalten, muss man zuerst fleißig Sticker sammeln. Zu sammeln gibt es übrigens jede Menge in diesem Spiel. Erwähnenswert wären da die Sammelkarten, die man von Disney Charakteren geschenkt bekommt. Zwei mal täglich kann man sämtliche Berühmtheiten aufsuchen und durch eine Begrüßung eine Sammelkarte abstauben. Gesammelt werden auch Materialien wie Holz, Mineralien, Tücher und Blätter, Essen und Blumen. Und hier kommt nun tatsächlich die Hauptaufgabe von Disney Magical World ins Spiel: Sammeln und Herstellen!

134_3DS_DisneyMW_CreatingFurniture_2_DEWorld of Disney-Craft
Überall in der Welt kann man Materialien finden. Diese werden auch dringend gebraucht, um zwei Arten von Gegenständen herzustellen: Möbel und Kleidung. Die Bewohner der Magical World sind sehr modebewusst und erwarten dies auch von dir. In Daisies Boutique kann man aus den Materialien Anziehsachen herstellen. Es geht von Kleidern, Hosen und Oberteilen über Schuhe, Hüte und Ohren bis hin zu kompletten Kostümen von Disney Charakteren. Passen alle Kleidungsstücke zueinander, trägt man ein Ass-Ensemble, mit dem man sich von den Bewohnern Schönpunkte abholen kann. Schönpunkte schalten später Power-Ups für Quests und fürs Materialien sammeln frei. Neue Rezepte für Kleider bekommt man auch von Cinderella, wenn man ihre Tanz-Minispiele löst. Möbel stellt man bei Chip und Chap her und werden für die Einrichtung des eigenen Cafés verwendet.
87_3DS_DMW_Screenshot_dance (1)Da es eine scheinbar unendliche Anzahl von Rezepten für Kleidung und Möbel gibt, hat man sich eine sehr praktische Funktion ausgedacht: Rezepte können gespeichert werden. Es wird angezeigt, welche Materialien man benötigt und wenn man sie zusammengesammelt hat, wird man automatisch darüber unterrichtet. Auch die Bedingungen, unter welchen man das Material findet, werden aufgezeigt. Gegenstände findet man auch nicht bloß irgendwo, sondern muss meistens auch etwas dafür tun. Manches bekommt man nur, wenn man Fische angelt. Anderes findet man nur in einem der vier Gebiete. Diese sind Cinderellas Welt, Alices Wunderland, Aladins Welt und der 100 Morgen Wald. So werden in Agrabah mit Abschließen bestimmter Quests Marktstände freigeschaltet, die besondere Waren anbieten. Wieder andere Materialien müssen selbst angebaut werden. Im 100 Morgen Wald gibt es dafür ein Feld, das bewirtschaftet werden kann. Pflanzt man Samen an, müssen sie gegossen und gepflegt werden. Bis eine Pflanze herangewachsen ist und geerntet werden kann, vergehen abhängig von der Pflanzenart, zwischen 3 Minuten und mehr als 2 Stunden. Wieder andere Materialien findet man nur in bestimmten Quests.

13_3DS_DMW_Screenshot_Bossbattle_001 (4)Von Geistern und Magie
Auch in der Welt von Disney ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, denn Geister führen ihr Unwesen. In den Quests rund um Aladin, Cinderella und Alice schwingt man hauptsächlich den Zauberstab um die Schabernack treibenden Geister zu verjagen. Ausgerüstet mit spezieller Quest-Ausrüstung, einem Zauberstab und passendem Gewand, wird mit Fernangriffen auf die Geister losgegangen. So wie die Zauberstäbe unterschiedliche Spezialangriffe haben, so unterscheiden sich auch die Geister und ihre Angriffsweise. Wer denkt, dass die Bösewichte leicht zu besiegen sind, hat sich jedoch getäuscht! Bosse und harte Brocken machen es tatsächlich unter Umständen sehr schwer die Quest zu meistern. Und außerdem will man ja auch noch Materialien sammeln, die nur in bestimmten Missionen zu bekommen sind. Mit 15 bis 30 Minuten pro Quest darf man rechnen.

5_N3DS_DMW_Screenshot_002Dein eigenes Café
Das eigene Café ist ein weiteres großes Element in Disney Magical World und auch die größte Geldeinnahmequelle. Mit Hilfe von Rezepten können Snacks, Süßigkeiten und Getränke hergestellt werden, die dann im Café verkauft werden. Nach einer gewissen Anzahl an Verkäufen, kann man eine große Party schmeißen, zu denen auch der ein oder andere Disney Charakter kommt. Wie bereits erwähnt, kann man das Café selbst einrichten. Dabei gibt es verschiedene Stile. Für passende Themen-Kombinationen gibt es in der Gesamtwertung am Ende der Party mehr Punkte. Passen also Tapete und Teppich, Stühle, Tische und Deko zusammen, kann man sich auf einen großen Bonus freuen. Aber nicht nur die Möbel tragen zur Wertung bei. Auch das Outfit der Mitarbeiter und die angebotenen Speisen sollten zum Gesamtbild passen. Erfüllt man Café-spezifische Aufgaben, kann man mehrere und teurere Lebensmittel herstellen und einen größeren Gewinn machen. In den Quests rund um Alice bekommt man auch neue und spezielle Rezepte geschenkt.

55_3DS_DMW_Screenshot_Alice Battle (8)Nicht ganz so Magisch
Obwohl Disney Magical World sehr viel zu bieten hat, gibt es auch die ein oder anderen Kritikpunkte. Das Spiel ist zwar in schöner 3D-Optik, zeigt aber trotzdem einige unschöne Texturen und pixelige Ränder, die man mit wenig Mühe hätte ausbügeln können. Was aber am meisten stört, ist das subtile aber ständige ruckeln. Ganz flüssig läuft es nämlich nicht! Man gewöhnt sich mit der Zeit daran, doch der fade Beigeschmack kommt immer wieder, sobald der Ladebildschirm auftaucht. Nichtmal die kleine Ladeanimation schafft es, flüssig zu laufen. Das ist doch sehr schade. Zusätzlich dazu sind die Quests im 100 Morgen Wald recht langweilig. Während man in den anderen Gebieten gegen Geister kämpft, rennt man hier zum wiederholten Male einmal zu jedem Waldbewohner und spricht mit ihnen über belanglose Dinge. Nicht nur Winnie Puh und seine Freunde sind sehr einseitig in ihrer Ausdrucksweise, auch sämtliche NPCs und Disney-Figuren wiederholen sich immer wieder und zeigen keinerlei Charakter. Schnell geht man dazu über, die Konversationen zu überspringen und nicht mehr mitzulesen. Vielleicht ist das auch gar nicht mal so schlecht, denn die Gespräche vermitteln teilweise sehr fragliche Moralvorstellungen. „Wusstest du, dass alle immer auf dein Aussehen achten?“ oder „Du musst immer perfekt aussehen!“ sind nur einige Beispiele. Immerhin kann man als männlicher Charakter auch Kleider tragen! Welche Message Disney da jetzt rüberbringen möchte, ist allerdings immernoch recht unklar.

Disney Magical World
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  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: 3DS
  • Preis: 39,99 €
  • Reviewed von: Nina van Aken

Am 18. Oktober 2014

+Extrem Viel zu tun Subtiles Ruckeln-
+Herausfordernde Quests
-Fragliche Moralvermitterlung
+Super Tutorial
-100 Morgen Wald Quest recht langweilig
+Große Langzeitmotivation
Charakterlose NPCs-
 

Fazit:

[rating itemreviewed=“Disney Magical World“ rating=“7″ reviewer=“Nina van Aken“ dtreviewed=“18.10.2014″ best=“10″ worst=“0″]Freunde des Sammeln und Herstellens werden ihren Spaß mit Disney Magical World haben. Es gibt unzählige Materialien mit denen man Kleidung und Möbelstücke für das eigene Café herstellen kann. Dabei gilt es stets, die passende Kombination aus Disney-Elementen zu finden. Durch die praktischen Rezepte wird man jederzeit informiert, welche Materialien man braucht. Diese findet man beim Angeln, in der Welt von Alice, Winnie Puh, Aladin und Cinderella, man pflanzt sie selbst an oder erbeutet sie in Quests. In den Quests besiegt man mit Fernangriffen und Spezialangriffen lästige Geister und muss sich das ein oder andere mal auch ganz schön anstrengen. Alles in allem gibt es einfach so viel zu tun, dass es nie langweilig wird und man immer ein neues Ziel vor Augen hat. Schade nur, dass das subtile Ruckeln und die vollkommen belanglosen Konversationen dem Spiel ein wenig seinen Zauber nehmen.[/rating]

 

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The Vanishing of Ethan Carter

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Mit The Vanishing of Ethan Carter zeigt der Indie-Entwickler The Astronauts, was grafisch eigentlich heutzutage so machbar ist. Zu der wunderschönee Spielewelt, welche sich mystisch präsentiert und mit vielen Geheimnissen auf die Spieler wartet, gesellen sich durchdachte Rätsel und eine griffige Story.
Das erste, was bei The Vanishing of Ethan Carter sofort ins Auge springt, wird wohl die Grafik sein. Ohne übermäßig die Leistung des PC’s in Beschlag zu nehmen, schafft es das Spiel wirklich vom ersten Moment an eine idyllische Landschaft zu gestalten, mit vielen Details und faszinierend schönem Horizont.

Ich muss gestehen, dass ich jedesmal, wenn ich das Spiel gestartet habe, erstmal einen Moment innegehalten und die Landschaft begutachtet habe. Egal ob die detailgetreuen Bäume und Sträucher in der Nähe, oder die Berge und Seen, welche sich in der Ferne erstrecken, alles übt eine Faszination aus.

Ein Männlein steht im Walde…

AstronautsGame-Win64-Shipping 2014-10-01 20-52-16-45Aber worum geht es überhaupt? Das ist eine schwierige Frage, deren Beantwortung noch schwieriger ist, ohne zu viel von der Story zu verraten. Starten tun wir in einem Eisenbahntunnel, welcher in einem Wald endet. Der innere Monolog unseres Charakters verrät aber schon ein paar Details: Etwas mystisches und paranormales hat uns hier her getrieben. Wir heißen Paul Prospero, sind Detektiv und sind wegen des Briefes eines Jungen namens Ethan Carter hier. Viel mehr Informationen bekommen wir aber nicht.

An dieser Stelle möchte ich mich gleich einmal an Verneiner des Horror-Genres wenden: Es kann bei genauerer Untersuchung der Umgebung zum Start zu Schreckmomenten kommen. Lasst euch aber bitte nicht irritieren, das Spiel ist eher mystisch und hat neben dem etwas… rustikalen Start nur noch eine spätere, mögliche Schocksituation, welche aber mehr oder weniger schriftlich abgekündigt wird.

 

Der Schläfer

AstronautsGame-Win64-Shipping 2014-10-05 12-10-26-67Das eigentliche Spielprinzip zeigt sich erst nach dem Überqueren der Eisenbahnbrücke, welche übrigens auch einen sagenhaften Ausblick liefert. Hier stoßen wir erst auf abgetrennte Beine und danach auf den Rest eines Körpers. Ohne große Erklärung wissen wir, dass wir etwas machen müssen. Wir fangen an, die Umgebung zu erkunden, Objekte zu verschieben und so den Tatort in den Ausgangszustand zurückzuversetzen. Als paranormaler Detektiv können wir danach so etwas wie „die Geister der Vergangenheit“ hervorholen. Aus dem Toten steigen mehrere blaue Lichter auf, welche an verschiedenen Positionen landen. Bei Annäherung geben die Lichter die Umrisse von Personen preis, welche wir dann in der richtigen Reihenfolge markieren müssen. Ist dies geschafft, wird die Geschichte des Mordes verraten und ein Hinweis für den weiteren Geschichtsverlauf gezeigt. Machen wir einen Fehler, bricht der Rückblick des Mordes einfach ab und wir müssen die Erscheinungen neu nummerieren.

AstronautsGame-Win64-Shipping 2014-10-05 12-26-46-28So lösen wir nach und nach weitere Morde, welche uns in der kleinen, offenen Welt fast schon automatisch über den Weg laufen und erfahren so langsam mehr Hintergründe zu den Geschehnissen und zu dem Jungen Ethan Carter. Dabei erkunden wir einen Friedhof, eine Miene, ein Haus dessen Türen in wechselnde Räume führen und die Wälder der kleinen Insel. Trotz der belebt wirkenden Umgebung treffen wir aber nie auf andere Menschen oder Tiere. Generell wirkt die Welt zwar sehr belebt, aber gleichzeitig auch recht statisch. So gibt es nur wenige Gegenstände, die bewegt werden können, dafür ist jeder davon immer besonders wichtig. Neben den geisterhaften Rückblenden finden wir auch immer wieder Schriftstücke, die von verschiedenen Personen verfasst wurden. Wirklich hilfreich sind diese zwar meist nicht, sie geben aber einen schönen Zusatz zur Stimmung des Spiels.
AstronautsGame-Win64-Shipping 2014-10-05 12-23-05-13Neben den Leichen gibt es mehrere Nebengeschichten. Das dabei sogar ein Astronaut auftaucht, könnte eine Anspielung an den Entwicklernamen „The Astronauts“ sein. Haben wir bis zum Ende der Geschichte nicht alle Körper gefunden, können wir dies am Ende problemlos nachholen.

 

Ein Teil nach dem anderen

AstronautsGame-Win64-Shipping 2014-10-01 21-30-26-55Schritt für Schritt erkunden wir die (wie bereits erwähnt) faszinierend schöne Welt und setzen die Geschichte Puzzleteil für Puzzleteil zusammen. Nach etwa 4 Stunden ist der Spuk dann auch schon wieder vorbei und betrübt, aber auch fasziniert von dem Ende verlassen wir das Spiel. Es bleibt ein leichtes Gefühl zurück, welches uns zurück in dieser traumhaften Welt haben möchte. Wir haben erfahren, was mit Ethan geschehen ist und decken auch offene Fragen über uns selbst auf. Hat es sich gelohnt? Ohja! Ist der Einstieg in das Spiel geschafft, will man mehr. Und trotz dem etwas kurzen Spielspaß hat man nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

The Vanishing of Ethan Carter
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  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: The Astronauts
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 18,99€ (Steam)
  • Reviewed von: Roman Völkel

Am 5. Oktober 2014

+Überraschend hohe Detailvielfalt -Etwas kurze Spielzeit
+Gute Rätsel -Etwas wenig Spielumfang
+Solide, mystische Geschichte
+Passender Soundtrack

 

Fazit:

[rating itemreviewed=“The Vanishing of Ethan Carter“ rating=“8″ reviewer=“Roman Völkel“ dtreviewed=“5.10.2014″ best=“10″ worst=“0″]

The Vanishing of Ethan Carter ist ein sehr gutes Spiel, welches vor allem für jene Spieler geeignet ist, die sich was aus guter Grafik und einer soliden Geschichte machen. Action ist hier eher nebensächlich, doch reizt es einen die Story bis zum Ende zu erkunden. Die idyllische Landschaft wirkt so schön und feindetailiert gestaltet, dass sie fast schon ablenkend ist. Oft möchte man diese wunderschöne Insel einfach nur bestaunen und am liebsten seinen Ferienwohnsitz hierher verlegen.

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Bayonetta 2

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Wertung

„Did you miss me?“ – Aber natürlich Bayonetta! Lange mussten wir warten und zwischenzeitlich sogar um ihre Existenz bangen. Nun aber ist unsere Lieblingshexe Bayonetta mit einer brandneuen Story und bekanntem Gameplay zurück.

Gewohnt stilvoll und mit dem unverwechselbaren aber etwas freizügigen Humor beginnt die Geschichte des zweiten Teils von Bayonetta. Weihnachtseinkäufe mit der besten Freundin Jeanne und Packesel Enzo. Es dauert aber selbstverständlich nicht lange, bis sich die ersten Engel einmischen und Bayonetta mit Händen und Füßen um sich schießt. Wer lässt sich denn auch schon gerne den Shopping-Trip verderben? Wie gewohnt gibt es ein Tutorial, welches das elementare Gameplay vorstellt. Wie gewohnt findet dieses auf einem brennenden Flugzeug statt, dass viel zu nah am Boden durch die Stadt rast. Irgendwo her kennen wir das doch, oder?

Neue Frisur, neue Story
Bayonetta mag für viele anfänglich ein wenig überfordernd sein. Die schnelle Action und ein Humor, der sämtliche Klischees metertief durch den Dreck zieht und in allen Punkten übertreibt, ist für manche ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Nichts desto trotz steckt dahinter ein durchaus ernstes und wohlüberlegtes Spiel. Bayonetta und ihre Freundin Jeanne sind die letzten Überlebenden des alten Stammes der Umbra-Hexen. Ihre Fähigkeiten erlauben es ihnen nicht nur, die Zeit zu einem gewissen Maß zu manipulieren, sondern auch mit Engeln und Dämonen in Kontakt treten zu können. Im Universum von Bayonetta gibt es drei Welten: Paradiso, das Reich der Engel, Inferno, das Reich der Dämonen und das Chaos, welches Unsereins als normale Welt sieht, aber von Engeln und Dämonen hart umkämpft wird. Um ein wenig Frieden im Chaos herzustellen, tritt Bayonetta gegen die Engel an und hat einen Pakt mit den Dämonen geschlossen, um sie sich zu Nutze zu machen. Für Gewöhnlich klappt das ganz gut, doch auf einmal halten sich die Dämonen nicht mehr an die Abmachung und es kommt zu einem erschreckenden Ereignis: Ein Dämon stiehlt Jeannes Seele und zieht sie mit in die Hölle. Die richtige Hölle! Die Zeit drängt und Bayonetta muss das Tor zur Hölle finden (das Richtige, nicht bloß Rodins Waffenladen). Ihre Reise führt sie in das verschneite Städtchen Noatun am Fuße des Fimbulvinters. Auf ihrer Reise trifft Bayonetta nicht nur alte Bekannte, wie den Journalisten Luka, sondern auch neue Verbündete, wie den geheimnisvollen Jungen Loki. Loki, der mit Verlaub ein wenig an Yu-Gi-Oh! erinnern lässt, teilt mit Bayonetta das selbe Ziel: Die Spitze des Berges erreichen. Aber warum er dabei ständig Zielscheibe von wütenden Engeln wird, ist eine der großen Fragen die sich Bayonetta zu stellen hat.

Insgesamt bietet Bayonetta 2 wieder eine extrem ausgereifte Geschichte an, die aber im Gegensatz zu der vom ersten Teil auf Anhieb gut zu verstehen ist und gut erklärt wird. Spielen kann man den zweiten Teil auch ohne den ersten gespielt zu haben, aber wer die Story in vollen Zügen genießen will, dem empfehle ich, den Ersten nachzuholen. Und was hat es jetzt mit der neuen Frisur auf sich? Nachdem Bayonetta nun Kurzhaar trägt, mag man doch fast meinen, dass sie ein wenig erwachsener geworden ist. Das bestätigt sich durchaus, denn der aufmerksame Spieler und Hexen-Liebhaber wird nicht verpassen, dass Bayonetta ihre Reize nicht mehr ganz so charmelos, sondern eher gekonnt einsetzt. Außerdem zeigt die taffe Hexe, dass sie auch eine weiche Seite hat. Die leidenschaftliche Suche nach Jeannes Seele und die fast mütterlichen Ratschläge an ihren neuen Begleiter Loki, geben Bayonettas Charakter noch mehr Tiefe. Erzähltechnisch hat sich Platinum Games mit Bayonetta 2 definitiv selbst übertroffen.

Es ist Hexenzeit!
Beim grundlegenden Gameplay des Hack ’n‘ Slays hat sich nicht viel verändert. Tritte und Schläge werden ausgeteilt, Kombos ausgeführt, Engel (und sogar Dämonen) verprügelt und verspottet. Gezieltes Ausweichen führt zur Hexenzeit, in der die Zeit für wenige Sekunden langsamer vergeht, sodass Bayonetta ihren Vorteil ausnutzen kann, um ihren Feinden noch den ein oder anderen Extraschlag rein zu würgen. Wer gut spielt, wird mit Magiepunkten besiegt, die neuerdings nicht nur für gezielte Folgerangriffe eingesetzt werden können, sondern auch für den Umbra-Klimax. Der Umbra-Klimax ist eine der Neuerungen im Gameplay. Löst man ihn aus, verwandeln sich alle normalen Angriffe für kurze Zeit in mächtige Hexenflecht-Angriffe und machen einen enormen Schaden. Ansonsten wurden auch einige kleinere Änderungen und Neuerungen vorgenommen. Den inneren Panther, mit dem man schnell durch die Level laufen kann, schaltet man recht schnell frei. Auch kann Bayonetta jetzt mit Schmetterlingsflügeln schweben, sich in eine Wasserschlange verwandeln und mit Rabenfedern in der Luft kämpfen. Das verleiht dem Spiel einiges an Abwechslung.

Zu bemängeln ist allerdings die Schwierigkeit des Spiels. Man muss zugeben, dass Bayonetta wirklich zu den härteren Brocken des Genres gehört, aber im Vergleich zum ersten Teil ist der Zweite einfacher geworden. Dazu zählt nicht nur die allgemeine Kampfschwierigkeit, sondern auch Kleinigkeiten. Buttonsmashing bei Folterangriffen und Gigatonnen und die Muspelheim-Herausforderungen (Muspelheim ist quasi das neue Alfheim) sind weniger Anspruchsvoll. Es gibt keine nervigen Quicktime-Events mehr und Benutzte Items geben bei der Gesamtwertung jetzt nur noch einen Abzug an Heiligenscheinen, der Währung in Bayonetta. Die letzten beiden Punkte nehmen zwar etwas an Schwierigkeit, sind trotzdem aber positiv anzurechnen, da sie im ersten Teil eher gestört haben. Items findet man übrigens auch in den schwierigeren Stufen recht häufig. Oft tauchen sie in den letzten Ruhestätten der Umbras auf, Truhen, in denen sich Items und Upgrades finden lassen. Eine neue Art von Ruhestätten wurde auch eingeführt. Findet man eine der halb durchsichtigen Truhen, muss man erst einmal in einer gewissen Zeit alle Teile der Truhe einsammeln, um an ihren Inhalt zu kommen. Alles in allem wurde sich definitiv Mühe gegeben, neue Gameplay-Elemente einzubringen und alte zu verbessern. Schade ist es nur um das Minispiel „Angel Attack“. In Bayonetta 1 konnte man während der Level Kugeln finden, die am Ende in einem Minispiel im Arcade-Style verballert werden konnten, um Items zu bekommen. Das Spiel fällt nun leider aus unersichtlichen Gründen komplett weg.

 

Technisch alles beim Alten
Technisch hat sich bei Bayonetta 2 nicht viel verändert. Grafisch ist alles bei der alten Technik geblieben, was nicht bedeuten soll, dass die Level nicht gut aussehen. Ganz im Gegenteil: Atmosphärisch sind die Level neu und gut gebaut. Viele Grafiken und Soundeffekte wurden übernommen, manche ausgewechselt. Lediglich das Kapitel-Menü wirkt extrem langweilig. Da hätte man sich schon ein wenig mehr Mühe geben können. Die Ladezeiten sind generell in Ordnung, außer wenn man das Tor zur Hölle oder Muspelheim betritt. Da fühlt man sich ein wenig in die Zeit zurückversetzt, in der es noch kein Update für Bayonetta 1 auf der PS3 gab. Außerdem gibt es einen Bug in Kapitel 5. Wer die Anfangssequenz überspringen will, endet schnell mit einem eingefrorenen Spiel. Musikalisch kann Bayonetta sich aber wieder die volle Punktzahl abholen. Der gigantische Soundtrack ist ein Gemisch aus Jazz, epischen Chören und Pop. Für jede Situation ist ein passendes Lied mit dabei. „Fly Me To The Moon“ wird nun durch das Stück „Moon River“ ersetzt und auch das zweite Thema „Tomorrow Is Mine“ ist ein würdiger Nachfolger mit Ohrwurmcharakter.

Dezent Episch
Wie bereits angemerkt, hat sich Platinum Games mit der Geschichte von Bayonetta 2 anscheinend besonders viel Mühe gegeben. Nicht nur die Charaktere sind gut durchdacht, sondern auch der komplette Spielaufbau. Im ersten Teil war es oft vorhersehbar, wann ein Endgegner auftaucht und wer überhaupt ein Endgegner ist. Jetzt sind die großen Kämpfe aber so gut in die Story eingebracht, dass man meisten nicht ahnt, dass etwas passiert. Kleinere und größere Endgegner tauchen passend zum Verlauf der Geschichte auf. Auch sind sie so eingebracht, dass ein Level nicht unbedingt ein reines Bosslevel sein muss, sondern sich Kampf- und Lauflevel gut miteinander mischen. Das macht die Spielabschnitte sehr umfangreich und interessant.

Abwechslungsreich sind auch die Spielelemente an sich: Reiten auf Höllendämonen, Faustkämpfe zwischen Engeln und Dämonen, Flug- und Unterwassereinlagen, Ausflüge nach Paradiso und Inferno und ein weiteres und allseits beliebtes Space Harrier Level sind mit dabei. Leider ist die Vielfalt der Level dann aber doch nicht so umfangreich. Viele Level bestehen aus Backtracking und obwohl sie optisch leicht verändert sind, wünscht man sich dann doch etwas mehr Abwechslung. Je nach eigenem Fähigkeitslevel hat man Bayonetta 2 nach kurzen 10 bis 15 Stunden durchgespielt. Danach ist aber natürlich noch nicht Schluss. Weitere Schwierigkeitsgrade und jede Menge freischaltbare Gegenstände warten auf den Spieler. Wiederspielwert ist also mehr als gegeben. Allein die Anzahl der Kostüme ist gigantisch. Jeder spielbare Charakter hat seine eigenen Kostüme die freigekauft werden müssen, darunter auch lustige Nintendo-Outfits. Zerbrochene Schallplatten sorgen auch hier wieder für neue Waffen. Schwerter, Peitschen und Sensen erweitern unter anderem Bayonettas Waffenrepertoire und altbekannte Ausrüstungsgegenstände wie der Mond von Mahakala oder der Rosenkranz des Bösen wollen gekauft und verwendet werden.

Der Hexen-Klimax
Damit man irgendwie sämtliche Heiligenscheine zum Freikaufen der Items bekommt, gibt es einen neuen Mehrspieler-Modus, den man aber auch problemlos alleine spielen kann: Den Hexen-Klimax. Im Verlauf der Hauptstory kann man Verskarten finden. Diese repräsentieren einen bestimmten Gegner im Spiel und sind für den Hexen-Klimax notwendig. Egal ob man nun mit einem anderen Spieler oder gegen die CPU spielt, man kämpft immer gegen die Engel und Dämonen der Verskarten. Jeder Spieler darf sich eine Verskarte aussuchen und muss so viele Punkte wie möglich im Kampf gegen die Gegner gewinnen. Punkte gewinnt man durch Kombos, wenig Schaden und viele besiegte Gegner. Das prikelige an der Sache ist, dass man einen Wetteinsatz an Heiligenscheinen mit ins Spiel bringt. Investiert man eine gewisse Anzahl an Heiligenscheinen und gewinnt dann den Kampf um die Verskarte, multipliziert sich der Gewinn um eine vorher festgesetzte Zahl. So kann man leicht viel Gewinnen, oder auch schnell einiges verlieren. Der Hexen-Klimax ist also eine ideale Angelegenheit, um sich Heiligenscheine für Kostüme oder Items zu besorgen.

Mittlerweile ist Bayonetta 2 auch als Nintendo Switch-Fassung erschienen. Deshalb haben wir unsere Wertung angepasst. Wenn ihr im Detail nachlesen wollt, was sich geändert hat, dann könnt ihr das in unserem Test zu Bayonetta 1 & 2 für Switch machen.

Bayonetta 2
Fazit
Bayonetta 2 hat alles zu bieten, was sich ein Fan von Hack 'n' Slay wünschen kann: Knallharte Action, Witz und Herausforderungen, auch wenn sich der zweite Teil im Vergleich zum ersten als ein wenig leichter herausstellt. Technisch hat sich nicht viel geändert, was aber auch bedeutet, dass die Qualität gewohnt gut ist. Trotz einigen Backtracking-Elementen ist das Level-Design ausgesprochen gut ausgefallen. Die Schauplätze sind ansprechend und die Durchmischung von Bosskampf und Lauf-Einlagen angenehm und passen zum Verlauf der Story. Diese ist im Vergleich zum Vorgänger sehr nachvollziehbar und beleuchtet Bayonetta auch mal von ihrer weichen Seite. Das soll aber nicht bedeuten, dass unsere Hexe nicht genauso humorvoll, trocken und stilvoll sein kann, wie wir sie kennen. Das halbe Spiel ist immer noch eine reine Parodie des Videospiel-Business. Beim Gameplay hat man sich einige Neuerungen einfallen lassen aber auch Dinge wie Angel Attack weggestrichen. Trotz kurzer Spielzeit gibt es viele Items und Kostüme, die freigeschaltet werden wollen. Um die notwendigen Heiligenscheine dafür zu sammeln, kann man den neuen Mehrspieler-Modus, den Hexen-Klimax, verwenden.
Technik
93
Umfang
97
Gameplay
90
Spezifisch
70
Leserwertung0 Bewertungen
0
Positiv
Scharfe Grafik
Stabile 60 FPS
Epischer Soundtrack
Gute Sprachausgabe
Hoher Wiederspielwert
Viele Collectibles
Mehrere Schwierigkeitsgrade
Multiplayer-Modus (auch lokal)
Präzises Gameplay
Prinzip der Hexenzeit
Umbran Klimax
Touch-Steuerung für Einsteiger
Umfangreicher Amiibo-Support
Zusatzkostüme
Negativ
Technisch nicht viel neues
Einiges an Backtracking
Schwierigkeitsgrad manchmal zu leicht
Durch Amiibos zu schnell den Laden leerkaufen
Angel Attack gestrichen
91
Wertung

DRIVECLUB

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Sieben Jahre nach Motorstorm steht nach verlängerter Wartezeit endlich der PS4 exklusive Titel DRIVECLUB in den Verkaufsregalen. Entwickler Evolution Studios beweisen bei ihrem neuen Rennspiel viel Liebe zum Detail, doch reicht das aus um DRIVECLUB das gewisse Etwas zu verleihen? Oder bleibt es lediglich ein Rennspiel von vielen?

Das Erste, das augenblicklich auffällt ist die ausgesprochen schöne Grafik, die das Spiel zweifellos zu bieten hat. Ganz gleich bei welchem Wetter man auf den Straßen unterwegs ist, die Landschaft sieht einfach jedes Mal wieder umwerfend aus. Zudem kommen schön gesetzte Lichteffekte in Tunneln und am Straßenrand, die man vor allem bei Nacht bewundern kann, denn Nachtruhe gibt’s bei DRIVECLUB keine. Das Auto steht jederzeit bereit um über den Asphalt zu rasen.

Screenshot_04Dabei wirkt sich nicht nur die Tageszeit auf die Schwierigkeit der Strecke aus – zusätzlich kommen verschiedenste Wettereffekte hinzu. Hier haben die Entwickler sehr darauf geachtet, nach Möglichkeit alle Witterungen der Realität ins Spiel zu bringen, und das ist auch gelungen. Einen besonderen Touch bekommt dieser Mix zusätzlich durch die fortschreitende Zeit während der Rennen. Startet man noch in der Nacht, so kann es durchaus sein, dass man während dem Rennen einen prächtigen Sonnenaufgang erlebt. Da würde man gerne mal anhalten und einfach nur die Szenerie bewundern. Nicht ganz so toll wie der Rest sehen die Häuser aus. Die wirken von den Texturen her sehr steril und abgespeckt und ein hin und wieder auch ein wenig störend in der sonst gut gelungenen Umgebung.

Screenshot_06Ebenso schön wie die Landschaft und das Wetter sehen auch die Autos selbst aus. Hier wurde besonders viel Wert auf Detailreichtum gelegt, egal ob Armaturen, Scheinwerfer, oder Türen. Es handelt sich bei jedem Fahrzeug um ein top modelliertes Original-Modell. 50 Autos stehen dem Spieler zur Auswahl, und jedes davon hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Aber nicht für jede Strecke ist jedes Auto zu haben und wie gewohnt muss man auch erst eines nach dem anderen freischalten. Das Spiel bietet zum Beispiel eigene VW oder Audi-Strecken, um jetzt nur zwei der vielen Automarken beim Namen zu nennen.
Der Sound der Motoren steht der Grafik um nichts nach. Selbst mit ungeübtem Gehör für Motoren fällt auf, wie klar die Motorgeräusche aufgezeichnet und wiedergegeben werden. Da gibt man umso lieber noch ein wenig mehr Gas. Die Autos anderer Videospiel-Genres klingen ganz schnell ziemlich dumpf und blass wenn man den Sound von DRIVECLUB gewöhnt ist. Da war schon mal der erste Gedanke: ‚Ist meine Sound-Anlage kaputt?’ Nein, die Sounds von DRIVECLUB klingen einfach nur um Längen besser. Wer lieber noch etwas Musikuntermalung während seiner Rennen hören möchte, kann dies im Menü einstellen, vom Standard her sind jedoch nur die Geräuschkulisse der Autos und der Umgebung aktiviert.

Einmal um die Welt

Mit jedem Rennen sammelt man Erfahrungspunkte. Screenshot_02Dabei steigt nicht nur das eigentliche Level des Spielers, sondern auch das Level vieler Unterkategorien, wie etwa für gewisse Länder, Automarken, Fahrstile und so weiter. Im Single-Player Modus stehen eine ganze Reihe von Herausforderungen bereit. Dabei kann man entscheiden ob man lieber eine Tour fahren, ein Rennen absolvieren oder sich lieber mit verschiedenen Trials beschäftigen möchte. Auswahl gibt es jedenfalls genug. Der Tour-Sektor ist unterteilt nach Schwierigkeiten, derer insgesamt fünf vorhanden sind: Rookie, Amateur, Semi-Pro, Professional, und Legend. Zu jedem sind dauern etwas länger und sind anspruchsvoller, andere sind kurz und schnell zu absolvieren. Zu beginn ist nur die Auswahl des Rookie-Sektors verfügbar, alle weiteren Herausforderungen müssen erst freigespielt werden. Bei DRIVECLUB fährt man mit seinem Auto, welches man übrigens mit einer Vielzahl grafischer Elemente und Stilmittel individuell und je nach Belieben gestalten und nummerieren kann, quer um die Welt. Jedes der 5 wählbaren Länder hat dabei 11 Strecken aus denen man wählen kann. Die Auswahl reicht von kalten norwegischen vereisten Landschaften zu heißen indischen Strecken. Bislang sind das jedoch alles Faktoren, die man von einem Rennspiel der Next-Gen Konsole auch erwarten kann.

Komm in meinen Club!

Was DRIVECLUB nun besonders macht ist das Mulitplayerprinzip der Clubs. Jeder Spieler kann seinen eigenen Club erstellen, und selbstverständlich wieder mit eigenem Logo und Design versehen, denn auch hier ist die Auswahl der Stilelemente groß. Freunde können eingeladen werden oder auch selbstständig dem Club beitreten, sofern es die Online-Enstellung des Clubs erlaubt. Das Schöne und auch Spannende an diesen Clubs ist, dass man Herausforderungen anderer Spieler und Clubs gemeinsam bewältigen kann. Für eine Online Herausforderung kann jeder Faktor vorgegeben werden; vom Wetter angefangen bis hin mit welchem Auto die Herausforderung abzuschließen ist.  Herausforderungen sind nach Lust und Laune selbst individuell anpassen und an andere Spiele oder auch an die eigenen Clubmitglieder schicken, um sein Können und das der anderen unter Beweis zu stellen. Dabei kann man auch entscheiden mit welchem Fahrzeug die Herausforderung bewältigt werden muss, wenn man möchte.

Screenshot_03

Da kann es schon einmal passieren kann, dass man selbst bei einer dieser Herausforderungen zurück bleibt, doch ein anderes Clubmitglied kann immer noch den Sieg für den Club davon tragen. Dafür erntet man selbst vielleicht mehr Punkte im Driften, um so den Club aufzuleveln und voran zu treiben. DRIVECLUB gibt dem Spieler so das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein und nicht nur für sich selbst zu fahren und es verleiht dem Multiplayer-Modus einen eigenen Touch. Gleichzeitig geht auch das Konkurrenz-Gefühl innerhalb eines Clubs nicht verloren, denn auch die eigenen Clubmitglieder können High-Scores auf verschiedene Strecken in verschiedenen Kategorien setzen, die man selbst versuchen kann zu übertreffen. So levelt man selbst, und auch der Club weiter auf. DRIVECLUB hält die Clubmitglieder eines Clubs stets über die Erfolge der anderen Mitglieder am Laufenden. Nachrichten teilen regelmäßig mit, wer dem Club Punkte eingebracht, Rennen gewonnen oder Herausforderungen gemeistert hat. Man weiß zwar immer über alles bescheid, allerdings können zu viele Nachrichten am Stück auch mit der Zeit ein wenig anstrengend zu verfolgen werden. Aber Hauptsache, der Club steigt im Level auf – und man selbst natürlich auch, man möchte schließlich auch die anderen tollen Autos probieren! Dabei sagt das Level des Spielers nicht unbedingt etwas über dessen Können aus. Mit jedem abgeschlossenen Rennen, egal welcher Kategorie, bekommt man Punkte, selbst wenn man als Letzter abschließt und steigt doch recht schnell immer weiter im Level auf ohne dabei zwangsweise seine Skills verbessert zu haben. Für unerfahrene Spieler ist das eine Sache der Übung. Manche Strecken, Autos, und Herausforderungen sind erst ab einem gewissen Level zugänglich. Im Multiplayer-Modus gibt es zwar die Möglichkeit, sich Autos zu ‚leihen’ um in einer Session mitfahren zu können, dafür gibt es dann aber leider keine Fame-Punkte. Die fehlen dann vor allem dem Club.

Let’s drive

Generell ist zu sagen, dass der Multiplayer Modus ungemein mehr Spaß macht als im Single-Player Modus zu fahren. Die KI der vom Computer gesteuerten Fahrzeuge wirkt doch irgendwie sehr genau und einheitlich, Abwechslung gibt es da wenig, was den Fahrspaß etwas dämpft. Viel lustiger ist es, mit anderen Spielern zu fahren, denn so bekommen die Rennen von DRIVECLUB erst ihre Dynamik da jeder seinen eigenen Fahrstil hat. Ein kritischer Punkt an dieser Stelle ist außerdem der Mangel an Bau- und Bastelmöglichkeiten am Auto. Spielereien wie Tuning sind nicht möglich. Somit bleiben die Autos stets genau so wie man sie vom Spiel vorgeschrieben bekommt. Schade.

Ein richtig großes Manko hat DRIVECLUB allerdings auch, und das sticht auch sofort ins Auge wenn man öfter mal geschwindigkeitsbasierte Spiele zockt. Vielleicht ahnt man schon worum es sich handelt: Die Bildwiederholungsrate. Man sollte eigentlich meinen, dass gerade für diese Art von Spiele, wo es vor allem auf Schnelligkeit und genaues timen seiner Aktionen ankommt, eine Bildwiederholungsrate von 60fps (frames per second) angemessen wäre. Die Entwickler von DRIVECLUB scheinen da anderer Meinung gewesen zu sein, denn hier spielt man mit 30fps, was sehr schade ist, denn bei schnellen Kamerawechsel oder höherer Geschwindigkeit das Bild schnell Bewegungsunschärfe aufweist, die nicht unbedingt hätte sein müssen. Insegesamt sechs Kameraperspektiven sind bei DRIVECLUB wählbar, dabei kann man entscheiden ob man lieber nur die Ego-Perspektive, oder doch lieber noch ein bisschen Motorhaube haben möchte, oder ob die Kamera hinten über dem Auto verankert werden soll. Dazwischen gibt es selbstverständlich weitere Kamerastufen. Von der Steuerung der Kamera mit dem rechten Stick lässt man aber lieber die Finger.

DRIVECLUB legt vor allem Wert auf Spielspaß. Demnach soll jede Handlung des Spielers auch eine Auswirkung haben, ohne dabei Frust zu erzeugen. Donnert man etwa wiederholt gegen andere Fahrzeuge oder in die Umgebung, so weißt das Auto sehr schnell unzählige Kratzer und Dellen auf, was jedoch rein optische Auswirkungen hat. Die Leistung des Autos wird dadurch in keiner Weise eingeschränkt. Dadurch kann man das Auto auch nicht komplett zu Schrott fahren. So büßt das Spiel leider ein wenig Realitätsnähe ein. Landet man im Grünen so setzt einen das Spiel beinahe augenblicklich wieder auf die Straße zurück, um Verzögerungen während dem Rennen zu vermeiden. So geht es immer schön flott dahin. Für Fehler wie etwa Kollisionen mit anderen Fahrzeugen oder der Umwelt, oder aber auch das Abkommen von der Straße bestraft das Spiel allerdings auch mit Punkte-Abzug. Für Neueinsteiger ins Genre vielleicht anfangs etwas frustrierend, allerdings bringt es auch die notwendige Motivation um zum Beispiel seinen Drift wirklich zu perfektionieren und das Timing richtig hin zu bekommen. Um das zu üben bieten sich vor allem Endlos-Strecken an. Die kann man so oft wiederholt in Folge fahren, bis man keine Lust mehr hat. Zum Üben eine super Sache. Somit ist DRIVECLUB auch für Einsteiger ins Genre keine verkehrte Wahl. Für PlayStation+ Mitglieder gibt’s eine abgespeckte Version sogar gratis. Zudem sollen bis Juni 2015 monatlich kostenlose DLCs erscheinen.

DRIVECLUB
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  • Wertung der Redaktion: 
  • Publisher: 4Sony Computer Entertainment
  • Getestet auf: PS4
  • Preis: 69,90 €
  • Reviewed von: Anna Weixelbaum

Am 8. Oktober 2014

+Grafik Bildwiederholungsrate-
+Sounds -Schäden nur optisch
+Streckenauswahl -wenig Einstellmöglichkeiten
+Auswahlmöglichkeiten  
 

Fazit:

[rating itemreviewed=“DRIVECLUB“ rating=“7″ reviewer=“Anna Weixelbaum“ dtreviewed=“27.04.2014″ best=“10″ worst=“0″]
DRIVECLUB sieht super aus, hat detailgetreue originale Automodelle, und ein neues Online-Multiplayer System. ist für Fans des Genres sicher keine schlechte Wahl. Spielspaß steht und das Miteinander-Fahren steht im Zentrum des Titels. Leider lassen die bildtechnischen Details etwas zu wünschen übrig, denn eine Framerate von 30fps ist für ein Spiel dieser Art ganz eindeutig die falsche Wahl.[/rating]

Die Sims 4

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Mit mehr als 175 Millionen verkauften Spielen und Addons gehört Die Sims zweifellos zu einer der erfolgreichsten Spielereihen überhaupt.
Eine riesen Fan-Community hat sich im Laufe der Jahre entwickelt, welche jede Generation, jedes Erweiterungspack und jeden Bonus-Inhalt mit offenen Armen empfangen und mal mit mehr, mal mit weniger Begeisterung gespielt hat. Doch gerade diese treue Gemeinde scheint mit Die Sims 4 wohl die herbste Enttäuschung überhaupt einstecken zu müssen und viele der alt Eingesessenen treten in einen Kauf-Streik. Inwiefern dieser berechtigt ist, beziehungsweise was einen bei genauerer Betrachtung von Die Sims 4 wirklich erwartet, könnt ihr hier nachlesen.

Die Installation

Man möchte meinen, dass es über die Installation eines Spieles nichts Interessantes zu berichten gibt, jedoch habe ich mich bei diversen Sims Addons oder Basis Spielen schon derartig viel ärgern müssen, dass ich die einfache und unkomplizierte Installation von Die Sims 4 wirklich hervorheben möchte. Mit nur einem CD-Wechsel blieb einem ein Laufwerk-Tanz und CD Jonglier-Akt erspart und auch die Dauer der Installation hielt sich im Rahmen. Nach einer einmaligen Anmeldung bei Origin darf man das Spiel sogar im offline-Modus genießen und startet somit gut gelaunt ins Spiel, wo man von lustigen Intros begrüßt wird.

Der „Create-A-Sim“ Modus (CAS)

Die erste große Neuerung dürfen wir gleich im CAS Modus kennen lernen. Vermutlich kommt man als jüngerer/neuerer Sims Spieler besser mit der überarbeiteten Steuerung zurecht, denn zumindest ich habe ein Zeiterl gebraucht, um all die Möglichkeiten des neuen Editors zu finden und korrekt anwenden zu können. Nach einem Jahrzehnt Regler herumschieben bin ich nicht nur einmal vor meinem Sim gesessen und habe den Button für die Haare gesucht, obwohl’s doch so einfach geht. Du möchtest etwas am Kopf ändern (ob Form oder Augenfarbe, ganz egal), dann klick doch einfach drauf. Daraufhin poppen mehrere Möglichkeiten auf, mit denen du easy zu Kopfbedeckungen, Make-Up etc. kommst.

sims 4 erstellung body
 

Sobald man also mit der ungewohnten Steuerung warm geworden ist, erschließt sich geradezu ein El-Dorado an Möglichkeiten seinen Sim zu verunst.. ähm, zu gestalten.
Ich persönliche finde, dass zum ersten Mal überhaupt in einem Basis-Spiel viele brauchbare (!) Frisuren vorhanden sind und auch an Gewand ist nicht gespart worden. Einziges Manko hier: Der Create-A-Style Modus wurde zugunsten der Engine ausgebaut und bleibt laut Entwicklern auch draußen. Damit hat sich EA wohl schon den ersten riesen Minus Punkt bei vielen Spieler geholt, mir persönlich geht der CASt Modus nicht wirklich ab, nachdem auf eine wirklich abwechslungsreiche Garderobe geachtet wurde.
Was besonders hervorzuheben ist, ist die Möglichkeit endlich Sims verschiedenster ethnischer Herkunft realistisch gestalten zu können, bravo!
Auch die Muskeldefinition sowie die Veränderungen des Körpers im Alter begeistern, wobei diese zwischen jungen Erwachsenen und Erwachsenen dafür kaum bemerkbar sind. Auch im Spiel selbst fehlen beispielsweise Pickel bei Teenagern komplett.

sims 4 erstellung
 

Nicht ganz so kreative Spieler, oder jene, die sich nicht mit stundenlangem Herumzupfen an Körperpartien aufhalten möchten, können auf zufällig erstellte Sims, eine Palette an vorgefertigten Styles und Genetik-Experimente zurückgreifen. Außerdem dürfen wir uns alle möglichen Inhalte aus der Community holen, egal ob Sims, einzelne Zimmer oder ganze Häuser. Was dabei wirklich begeistert ist die nicht vorhandene Ladezeit im Menü, wenn man durch tausende Community-Sims scrollt. Im allgemeinen geschieht die Übernahme von Veränderungen im CAS Modus nahtlos und es gibt absolut kein Ruckeln wenn man sich durch die Gewänder klickt!

Natürlich dürfen wir unseren Sims auch wieder die verschiedensten Lebenswünsche und Charaktereigenschaften zuordnen, sogar die Gangart kann nun festgelegt werden. Einzig die Körpergröße ist immer noch nicht individualisierbar, eigentlich schade.
Untermalt wird der CAS Modus von netter Musik und bis auf den Wermutstropfen CASt, vermisse ich hier gar nichts.

Der Baumodus

Der Baumodus hat ebenso wie der CAS Modus eine Generalüberholung spendiert bekommen und erstrahlt in neuem Design. Das Bauen und Einrichten von Häusern funktioniert genauso gut, teilweise sogar besser als in den Vorgängern. Einzelne Zimmer lassen sich im Ganzen verschieben, verkleinern, vergrößern, löschen etc. und die Einrichtung passt sich den Veränderungen an. Auch hier gibt es nun die Möglichkeit auf Vorlagen zurückzugreifen und sich ein fix und fertig durchgestyltes Zimmer zu kaufen. Die ist zu Beginn vor allem aufgrund mangelnden Budgets nicht sonderlich ratsam, aber immerhin möglich. Die Community Inhalte stehen natürlich auch noch zur Auswahl.
Nicht nur am Eigenheim darf gebastelt werden, sondern an jedem Grundstück, das die beiden Städtchen zu bieten haben – und das ohne Geldlimit.
Großer Kritik Punkt der Community hier: die fehlenden Pools und keine Möglichkeit einer Unterkellerung. Auch Garagen und Autos kann man lange suchen, genauso wie Geschirrspüler und Wickelkommoden – es gibt sie einfach nicht mehr. Zwar dürfen immerhin die Pools bald erwartet werden, wie es jedoch mit anderen Objekten und Features aussieht, die in den Vorgängern eigentlich schon Standard waren, weiß man nicht so genau.

sims 4 Baumpdus
 

Die Städte

Eigentlich muss man sie ja eher Dörfer nennen, denn die spielbaren Städte sind winzig! Sowohl in Oasis Springs, einem Wüstendorf, als auch in Willow Creek einem typischen Südstaaten-Städtchen gibt es gerade mal vier leere Grundstücke. Auch größentechnisch gibt es Einschränkungen, zählten die größten Grundstücke bisher immer 64×64 Felder, so muss man sich jetzt mit maximal 50×50 Feldern begnügen. Die beiden Ortschaften sind ident aufgebaut: es gibt jeweils einen Park, ein Wohnviertel und ein Viertel mit Gemeinschaftszentren, wie z.B. einem Fitnesscenter und einem Nachtclub.

Einer der größten Rückschritte in Die Sims 4 hat mit dieser mickrigen Nachbarschaft zu tun, über die ich ja gar nicht meckern würde, wenn man sich zumindest vernünftig in ihr bewegen könnte. Leider nein: es wurde auf eine offene Welt verzichtet und man darf stattdessen circa 20 Sekunden auf einen Ladebildschirm starren, egal wohin man geht. Ja, ganz egal, auch das Nachbarhaus auf der anderen Straßenseite muss „bereist“ werden und das nicht mal per Auto, Taxi oder Fahrrad sondern scheinbar per Dematerialisierung. Die Sims lösen sich beim Verlassen eines Grundstückes, wenn sie zum Beispiel zur Arbeit fahren, nämlich in Luft auf. Ich muss zugeben, als ich von der geschlossenen Nachbarschaft und den 20sekündigen Ladebildschirmen das erste Mal gehört habe, war ich noch nicht sonderlich enttäuscht. Schließlich konnte man das vor Die Sims 3 auch nicht und 20 Sekunden sind ja eigentlich nicht lang. Leider musste ich schon nach wenigen Spielstunden feststellen: es nervt! Und zwar gewaltig. Die Ladebildschirme reißen einen jedes Mal aus dem Spielgeschehen heraus und das gesamte Spiel verliert durch die geschlossene Nachbarschaft an Atmosphäre und Realismus.

Gameplay

Auch beim Spielen mit den Sims hat sich einiges verändert. Da die Sims der vierten Generation vor allem durch neue Emotionen glänzen, nimmt die Anzeige derselben am linken Bildschirmrand einen prominenten Platz ein. Die Bedürfnisanzeige muss man hingegen erst „ausklappen“, was zeitweise etwas mühsam ist. Überhaupt sind einige der Menüs sehr verschachtelt und auch bei den Interaktionsmöglichkeiten gibt es tausend Wege um zu klicken. Da ist es nicht immer einfach, schnell den richtigen Ausdruck zu finden. Begeistern die Emotionen zu Beginn vor allem durch die detailreiche Mimik der Sims, sowie durch Boni, die es zum Beispiel bei inspiriertem Malen gibt, muss leider gesagt werden, dass zumindest bei mir diese Begeisterung nicht sehr lange angehalten hat. Die Launen der Sims sind nach ein paar Spielstunden absolut vorhersehbar, man hat schnell den Dreh raus was man tun muss, um einen vor Wut rasenden Sim glücklich zu stimmen, denn das geht innerhalb von Sekunden. So entzückend die Gesichtsausdrücke sind, wenn auch teilweise stark überzeichnet, so nervtötend ist die Musik die einen Stimmungswechsel begleitet. Diese Töne gehen mir mittlerweile gewaltig auf den Wecker und da die Sims ihre Stimmungen zeitweise recht häufig ändern, kann man sich denken warum. Natürlich hat jede Stimmung ihren eigenen Ton, was denn sonst.

sims 4 creepy face
 

Gesellige Tischgespräche
Was positiv auffällt ist, dass unsere Sims endlich Multi-Tasking fähig sind und TV-Geräte nicht mehr abrupt abgeschaltet werden, wenn der Sim mal hunger hat. Auch Tischgespräche oder Gespräche über die Hausaufgaben hinweg sind nun möglich, was die Tagesplanung doch sehr erleichtert. Erstaunlich ist auch zu welchen „Plauderrunden“ die Sims jetzt fähig sind. Da ergeben sich tatsächlich komplexe Gespräche mit mehr als 4 Leuten!

Was beim ersten Mal ebenfalls überraschend sein mag ist, dass Reisen (ja, auch die zum Nachbarn) sofort geschehen. Nein, dein Sim wird nicht noch fertig duschen, er geht SOFORT. Gewöhnungsbedürftig, aber man lernt damit umzugehen.

Womit ich allerdings gar nicht umzugehen lernen mag ist, dass man den Zeitpunkt zu dem SchülerInnen oder arbeitende Sims das Haus verlassen nicht mehr bis zur letzten Minute ausreizen kann. Die Option „zur Schule gehen“ drängt sich zwar wie gewohnt zwischen die anderen Tätigkeiten in der Warteschlange, jedoch poppt beim Versuch diese abzubrechen ein Fenster auf, das vor dem Fernbleiben warnt. Selbst wenn man die Aktion unterbricht um nur noch schnell aufs Klo zu gehen, kommt der Sim zu spät in Schule oder Job.

Babys als Möbelstücke
Wenn wir schon beim Thema Kinder sind: könnt ihr euch noch an den ersten Teil der Die Sims Reihe erinnern? Vage? Dunkel? Ich helfe euch mal kurz auf die Sprünge: da stand bei der Geburt eines Babys plötzlich eine Wiege im Raum, aus der manchmal ein Baby herausgeschrien hat. Dieses Wiegen-Baby konnte zwar gefüttert und gesäubert werden, auch soziale Interkation war möglich, aber das wars dann schon. Bis es dann nach drei Tagen zum Schulkind wurde. Was, das kommt euch bekannt vor? Tatsache, auch in Die Sims 4 haben Babys den Stellenwert eines Möbelstücks und entwickeln sich nahtlos zum Schulkind. Die Lebensphase der Kleinkinder wurde komplett gestrichen und somit eine ganze Etappe in der Entwicklung unserer Sims. Wie wenig begeistert ich von diesem Rückschritt bin, brauche ich nicht extra zu betonen, oder?

Die traurige Wahrheit…

Leider können in puncto Spielvergnügen nun nur noch Dinge aufgezählt werden die fehlen und rausgenommen wurden. Es mag lächerlich klingen, doch Features wie Feuerwehr, Polizei, Einbrecher, Babysitter, Taxis, Geschirrspüler uuuund so weiter (die Liste umfasst tatsächlich 89 Features, welche es in vorangegangenen Generationen schon gab!) fehlen einem im Sims-Alltag.
Mit Die Sims 3 wurde ein derart hoher Standard an Spielerleben erreicht, den man jetzt umso bitterer vermisst.

 

Die Sims 4
Sims 4 packshot
  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: Microsoft
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 59,99 €
  • Reviewed von: Mira

Am 7. Oktober 2014

+Neuer, ausgeklügelter Create-A-Sim Modus
-Babys gleichen einem Möbelstück
+Vereinfachter und effektiverer Baumodus -Fehlender Entwicklungsabschnitt „Kleinkind“
+Neue Spielerfahrung durch Emotionen und Mimik -geschlossene Nachbarschaft, KEINE Open-World wie in den Vorgängern
+Reibungsloser Zugriff auf Community Inhalte -Ladebildschirm, Ladebildschirm, oh du schöner Ladebildschirm
+Sims können multi-tasken

Fazit:

[rating itemreviewed=“Die Sims 4″ rating=“6″ reviewer=“Mira“ dtreviewed=“07.10.2014″ best=“10″ worst=“0″]Wie lässt sich ein Review über Die Sims 4 schlussendlich zusammenfassen?
Vermutlich so: Spieler, welche die Vorgänger der Spielereihe nicht kennen, haben vermutlich viel Spaß an der bunten lustigen Simulation und verfallen der Sims-Sucht. Alle anderen können jedoch gar nicht anders, als den vierten Teil mit allen davor zu vergleichen und die vorhandenen Möglichkeiten im Spiel, mit den schon dagewesenen abzugleichen.
Und genau das ist der Knackpunkt: Die Sims 3 ist das größte Problem des neuen Teils! Gäbe es die Die Sims 3 nicht, wäre Die Sims 4 ein wirklich gutes Spiel. Leider ist dem aber nicht so und man wird bei jedem zehnten Klick daran erinnert, dass man früher ein ganz anderes Spielerlebnis genießen konnte. [/rating]

Stronghold Crusader 2

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Heiße Winde, große Armeen, und sehr viel Wüstensand. So präsentiert sich Stronghold Crusader 2. Der Indie-Entwickler Firefly versucht alles um den Flaire der bereits 13 Jahre alten Stronghold-Reihe wieder aufzugreifen. Dabei setzt er auf die Stärken des Spiels und legt den Fokus wie gewohnt auf den Aufbau der Burgen und die militärischen Kämpfe.

 

Obwohl die Crowdfunding-Kampagne von dem Indie-Entwicklerstudio Firefly gescheitert ist, ließ man es sich nicht nehmen, den voraussichtlich letzten Teil der Stronghold Crusader Reihe zu entwickeln. Leider war der Weg aber gar nicht so einfach, so gab es kurz nach Release einige schwere Bugs und Kaufwarnungen. Die Fehler wurden aber bereits behoben und das Spiel spielt sich nun flüssig. Aber kann der neue Teil als Erbe von Stronghold durchgehen?

 

Willkommen im Orient

Str 1Der Spielstart erfolgt langsam. Das Tutorial ist zwar detailliert und übersichtlich gestaltet, doch besteht es aus vielen kleinen Sequenzen, was vor allem für geübte Spieler eher ziemlich langatmig ist. Für Erstspieler des Genres ist dies aber überaus hilfreich und verspricht einen guten Einstieg…

Die Kampagne selbst ist „nett“. Sie erfüllt ihren Zweck und spielt sich angenehm. In über 20 Einzelmissionen müssen einer oder mehrere Gegner geschlagen werden. Dabei müsst ihr auch die Bedürfnisse eurer Einwohner im Auge behalten, Nahrung und Rohstoffe produzieren und natürlich Gebäude und dadurch auch Waffen erstellen, um Armeen auszurüsten.

Str 5Das A und O der Kämpfe sind dabei die Karten. Diese sind in Felder aufgeteilt, wobei jeder Spieler sein eigenes Feld hat, in dem er seine Burgen, Mauern, Türme und Kasernen bauen kann. Die Ressourcen dafür bekommt man allerdings nur auf den neutralen Flächen, zwischen den Startfeldern. Dies macht den Kampf um Steine und Eisen unumgänglich, denn nur, wer auch diese Güter beherrscht, kann auch große Armeen erschaffen und die Gegner in die Knie zwingen. Wer allerdings die Vorherrschaft verloren hat, kann sich mit Münzen auch Krieger aus dem Orient kaufen. Geld bekommen wir aus Steuern, welche wir erhöhen können, indem wir die Bevölkerung mit Essen, Glauben und Bier glücklicher machen.

 

Erschaffe dein Reich

Str 3Die zweite Stärke von Stronghold, neben dem Kämpfen, war schon immer der Aufbau der eigenen Burg. Die Scharmützel starten immer mit dem Burgfried. Welche Mengen Gold und Ressourcen euch dabei zur Verfügung stehen, könnt ihr selbst bei der Kartenauswahl einstellen. Nach dem Platzieren der Lagerräume und Unterkünfte, baut ihr die Ressourcenketten auf. Diese sind dabei recht einfach gestrickt: Der Holzfäller fällt Bäume und zerhackt diese zu Holz, welches dann zum Ausbau der Burg genutzt werden kann. Eisen und Stein sind wichtig für die Waffenproduktion und zum Bauen von Mauern.

Mauern sind besonders wichtig um feindliche Einheiten davon abzuhalten, einfach ins Reich einzumarschieren. Mit Katapulten ausgerüstet und mit Fallen bestückt, sind diese Barrikaden in Kombination mit Fernkampfeinheiten tödlich und effektiv.

Str 5Allerdings könnt ihr innerhalb der selbst definierten Scharmützel auch die Verteidigung ganz sein lassen, wenn ihr einfach die Gegner ausschaltet und alleine startet. Dadurch könnt ihr euch rein auf den Ausbau der Burg konzentrieren. Leider gibt es dabei ein kleines Limit, denn die Nutzfläche der Oasen, auf welchen ihr Lebensmittel anbauen müsst, sind begrenzt. Und auch die Gebäudeauswahl fällt eher knapp aus, wodurch es doch sinnvoller ist zumindest mit einem KI Gegner etwas Stimmung in die Spielesitzung zu bringen.

 

Die Achillesferse

Stronghold Crusader 2 bietet zwar viel was die Vorgänger auch hatten, dennoch schleichen sich Fehler ein, was den Wind aus den Segeln nimmt. Als Beispiel werden die Stärken der Einheiten nicht angezeigt. Man weiß zwar, dass ein Bogenschütze ein Fernkämpfer ist, aber ob jetzt eine Einheit mit einem Schwert mehr Schaden macht, oder doch der Kämpfer mit der Streitaxt, wird nicht genau angezeigt oder erklärt. Auch die KI weist Schwächen auf. So rennt diese auf stark bewachte Mauer zu und lässt sich seitlich von Katapulten beschießen, ohne auch nur auf die Idee zu kommen, sich einen anderen, schlechter verbarrikadierten Eingang zu suchen.

Dazu kommt eine veraltete Spieltechnik, was sowohl die Grafik, als auch die Programmierung betrifft. Zwar können auch ältere Rechner ruckelfrei große Armeen über die Bildschirme huschen lassen, aber man erwartet sich heutzutage vielleicht doch etwas mehr.

Stronghold Crusader 2
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  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: Firefly
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 34,99€ (Steam)
  • Reviewed von: Roman Völkel

Am 5. Oktober 2014

+Fortführung der Stronghold Reihe -Eher schmächtige KI
+Große Armeen -Veraltete Technik
+Gute Auswahl an Einheiten -Kleine Karten
+Gute Balance aus Aufbau und Kampf

Fazit:

[rating itemreviewed=“Stronghold Crusader 2″ rating=“6″ reviewer=“Roman Völkel“ dtreviewed=“5.10.2014″ best=“10″ worst=“0″]

Stronghold Crusader 2 will den alten Charme der Stronghold-Reihe wieder aufgreifen. Dies schafft es auch recht gut und bietet eine gelungene Balance aus Aufbau und Kampf. Die Einheiten sind zahlreich und die Kämpfe müssen stets taktisch geplant werden, um nicht den Kürzeren zu ziehen. Leider versucht der Entwickler Firefly sich vielleicht etwas zu stark darauf zu konzentrieren, dem Original nachzueifern und verpasst es daher Innovationen hinzuzufügen, um das Spiel an den heutigen Stand anzupassen. Es spielt sich gut, trotz einiger kleiner Fehler, macht auch Spaß, aber man will einfach mehr als das, was man bereits kennt. Wer sich an dem klassischem Stronghold noch nicht sattgespielt hat, für den ist Stronghold Crusader 2 genau das Richtige.

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inFAMOUS – First Light

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Einige Monate nach dem Hauptspiel inFAMOUS Second Son bringen Produktionsfirma Sucker Punch Productions und Vertreiber Sony nun mehr auf den Markt. Bunte Farben und helle Lichter definieren den inFAMOUS DLC Titel First Light, in dem man die junge Protagonistin durch Straßen, über Hauswände und Dächer flitzen lässt. Was die junge Punk-Lady so in ihrem Action-Adventure-Leben anstellt und wie viel Leuchtkraft hinter First Light steckt wollen wir aber einmal sehen. Vorhang auf und Licht an für Fetch!

Für Fetch aka Abigail Walker und ihren Bruder Brent sieht das Leben schon zu Beginn nicht gerade rosig aus. Als sich vor Jahren heraus stellte, dass das Mädchen ein Conduit – oder auch Bioterrorist genannt – ist, flieht sie zusammen mit ihrem Bruder von zuhause, um der Auslieferung an die D.U.P. zu entgehen. Seitdem leben die beiden auf der Straße und erledigen Jobs für allerhand mehr oder weniger gutwillige Leute um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Der große Bruder übernimmt dabei die Rolle des Beschützers für seine Schwester mit den pinken Haaren und versucht so gut es geht zu Verhindern, dass Fetch ihre Kräfte nutzt, um auch weiterhin vor der D.U.P. verborgen zu bleiben.

Es werde Neon!

Doch das Spiel wäre ja langweilig wenn alles glatt verlaufen würde, und so geht gleicht der Einsteiger-Auftrag schief und Brent wird von einer Gruppe russischer Verbrecher als Geisel mitgenommen.

Ohne Brent, der ihr Halt und Sicherheit gibt, beginnt für Fetch die Welt langsam zu zerbröckeln. Auf der Suche nach ihm stößt sie auf Shane, der nicht unbedingt so nett ist wie er tut, wie sich bald heraus stellt. Was er allerdings nicht wissen dürfte: Es ist keine gute Idee, sich mit Fetch anzulegen, vor allem nicht wenn sie ihrem leuchtenden Zorn freien Lauf lässt und dabei ihre Neon-Spuren in der Stadt hinterlässt. Das Wiedersehen mit ihrem Bruder steht dabei allerdings leider nicht unter einem leuchtenden Stern und am Ende landet Fetch trotz allem in den Armen der D.U.P. In einem derer Trainingszentren wird von Augustine persönlich betreut und in trainiert indem sie ihre Fähigkeiten an Hologrammen austesten darf. Tja so kann sich das Blatt wenden.

First Light spielt sich auf zwei Zeitebenen ab: Gegenwärtig befindet sich Fetch in einem D.U.P. Trainingszentrum und erzählt Augustine von ihrer Vergangenheit, welche durch die zweite Zeitebene definiert ist und wesentlich spannender und interessanter zu spielen ist als die kleinen Arena-Missionen zwischendurch.

Einmal Platinum bitte!

Sonst ist das Prinzip immer noch das Selbe und auch an der Steuerung hat sich nichts geändert. Passend zur entsprechenden Superkraft gibt es auf der Map schön markierte Aufladespots in der Stadt verteilt. In diesem Fall handelt es sich bei Fetchs Superkraft um Neon. Was das kann? Zum Beispiel die Zeit verlangsamen um gezielt Angriffe auszuführen, oder blitzschnell durch die Stadt flitzen, das lässt unsere herkömmlichen Kletterfreunde  richtig alt aussehen. Auch die Angriffspower ist um Längen effektiver als die Anfangskräfte von Delsin aus dem Hauptspiel. Mit den Neon-Kräften sollten Spieler des Haupttitels allerdings vertraut sein.
Um die Power noch zusätzlich mit Upgrades zu versehen sammelt man rote Leuchtkügelchen ein oder jagt ihnen blitzschnell hinterher um sie einzufangen. Dafür gibt es Erfahrungspunkte. Um die Erfahrungspunkte-Beschaffung bunter zu gestalten hat man natürlich noch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten um an diese heranzukommen. Zivilisten retten, Herausforderungen in der Arena absolvieren und anschließend seinen erzielten High-Score mit dem anderer Spieler vergleichen, Gegner ausschalten oder Drohnen zerstören und eine Person mithilfe von Kamerafeeds verfolgen. Da hat wohl wer Aiden Pearces Handbuch zum Hacken gefunden. Ja, hin und wieder erinnert First Light ein klein wenig an den großen Ubisoft Titel aus dem Frühling dieses Jahres.

Neben besiegten Gegnern und Neonspuren kann man auch immer noch Kunstwerke der besonderen Art in der Stadt hinterlassen. Man bedient sich diesmal allerdings nicht herkömmlichem Graffiti, sondern seiner Neon Kräfte um leuchtend pink-blaue Bilder an die Wände zu zaubern. Ja, auch dafür gibt es Erfahrungspunkte und eine Trophäe am Ende. Wo wir gerade von Trophäen sprechen, Trophy-Hunter aufgepasst! First Light kommt mit seiner ganz eigenen Platinum Trophäe auf den Markt. Dabei kann man das Spiel an sich locker in fünf Stunden durchspielen, für alle Trophäen dauert es klarer Weise etwas länger. Wer auch hier nach einer kleiner Herausforderung strebt kann aus einem von drei möglichen Schwierigkeitsgraden (Leicht, Normal, Schwer) den höchsten auswählen.

Muss das sein?

Sonderlich fesselnd ist der DLC Titel leider nicht, auch wenn er in der kurzen Zeit nicht langweilig wird. Die Handlung ist jedoch relativ vorhersehbar und hält kaum Überraschungen bereit. Die kleine Reise durch verschneites Gebirge zu Ende macht noch einmal richtig Laune und knüpft anschließend nach abgeschlossener Mission direkt an den Beginn des Hauptspiels an, was mir persönlich sehr gefallen hat.

Was sehr schade ist, ist die Tatsache dass man keinerlei Entscheidungen treffen kann und auch das Prinzip des Karma wegfällt. Das Spiel schreibt vor was zu tun ist und man hat keine Wahl als dem zu folgen. Durchaus schade, denn das nimmt dem Spieler doch die von inFAMOUS gewohnte Entscheidungsfreiheit aus der Hand.

Weniger denken, mehr tun

Zu den Charakteren an sich gibt es nicht sehr viel zu sagen. Fetch ist nach einem klaren Konzept aufgebaut, das brav eingehalten wird. Ihre Handlungen sind durchwegs nachvollziehbar und definieren sie eigentlich deutlich als Anti-Held. Sie strebt nach Vergeltung für das was ihr und ihrem Bruder widerfahren ist, ist dabei jedoch wild und stürmisch und ohne über ihre eigenen Handlungen nachzudenken stürzt sie sich ins Geschehen, zumindest was ihre Aktionen im DLC angeht. Ein junger Hitzkopf mit Superkräften eben.
Wie farbenfroh und neonleuchtend ihr Leben weitergeht erfährt man im Hauptspiel inFAMOUS Second Son.

inFAMOUS – First Light
packshot
  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher:
    Sony Computer Entertainment
  • Getestet auf: PS4
  • Preis: 14,99 €
  • Reviewed von: Anna Weixelbaum

Am 3. Oktober 2014

+Grafik eingeschränktes Gameplay-
+Spieldesign -Story
+Effekte  
+Platinum Trophäe  

 

Fazit:

[rating itemreviewed=“inFAMOUS First Light“ rating=“3.5″ reviewer=“Anna Weixelbaum“ dtreviewed=“3.10.2014″ best=“10″ worst=“0″]inFAMOUS First Light ist ein netter kleiner DLC Titel zum eben mal schnell durchspielen, Trophy Hunter können sogar sehr gern noch etwas mehr Zeit damit verbringen. Wem der 100% Spielerfolg nicht so wichtig ist, der wird nach spätestens fünf Stunden fertig sein. Potential den Titel mehr als einmal zu spielen ist allerdings nicht da, und auch die fehlenden Entscheidungsmöglichkeiten nehmen dem Spiel einiges an Spielcharakter und auch die Motivation, wirklich alles zu sammeln und zu erledigen hält sich in Grenzen.[/rating]

 

Endless Legend

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Der Entwickler AMPLITUDE Studios ist bereits durch das Spiel Endless Space bekannt. Nun wird noch eines drauf gesetzt: Mit Endless Legend soll das Genre auf den massiven Boden versetzt werden. Dabei werden bekannte Elemente mit neuartigen Features gemischt.

 

Endless Legend wartet mit allerhand Inhalten auf den Spieler. Zu Beginn dürfen wir ein kleines Tutorial spielen, welches für jeden zu empfehlen ist. Hier werden die Spieloberfläche erklärt und die wichtigsten Funktionen gezeigt. Bereits hier fällt schon auf, dass das Indie-Strategie-Spiel Ähnlichkeiten zu der Civilization-, oder Age of Wonders -Reihe aufweist. Ist es also nur ein billiger Abklatsch? Definitiv: Nein! Endless Legend erfreut sich eines ganz eigenen Universums, welches einem klassischen rundenbasierten Strategiespiel entspricht. Das Genre wird auch gern als 4X bezeichnet, was für eXplore, eXpand, eXploit, eXterminate (erkunden, expandieren, nutzen, ausrotten) steht. Und genau darum geht es auch: Erkunde die Welt, expandiere mit deinem Volk, nutze verfügbare Güter und rotte deine Gegner aus.

 

Die Welt und ihre Geschichte

Alle RassenDie wunderschön gestaltete Heimatwelt, welche den wohlklingenden Namen Auriga trägt, schaut nur auf den ersten Blick idyllisch aus. Acht verschiedene Rassen kämpfen um die Vorherrschaft, keine von ihnen möchte als Verlierer die Schlacht verlassen. Dabei hat jedes Volk seine eigene Geschichte und individuelle Einheiten. Wem die vorgefertigten Gruppen nicht gefallen, kann diese nach belieben ändern. Über 70 Eigenschaften aus den Bereichen Diplomatie, Wirtschaft, Militär, Starttechnologie, Technologie und Sonstiges stehen dabei zur Verfügung. Das ist dann aber eher was für erfahrene Spieler.

Zum Start hin dürfen wir uns erstmal aussuchen, wo wir unsere Heimatstadt bauen möchten. Die Spielwelt ist in viele Sechsecke unterteilt, wobei jedes Seckseck an ein anderes angrenzt. Jedes dieser Felder hat Eigenschaften, welche uns zu Gute kommen. Einige produzieren Nahrung, andere wiederum Dust (was man mit Gold gleichsetzen kann). Unsere Stadt sollte also auf einem ausgewogenen Platz gegründet werden. Wenn dieser gefunden ist, wächst unser Städtchen direkt aus der Erde heraus.

 

Grenzen ohne Grenzen!

Welt 1Durch das Drehen des Mausrades zoomen wir aus der Ansicht heraus und können erkundete Gebiete und  mehrere Grenzen  erkennen. Diese sind einmal die einzelnen Sechskant-Felder, die Stadtgrenze, die Regionsgrenze und die Inselgrenze.

Die Stadtgrenze zäunt das Gebiet der Stadt ein. Diese wächst allerdings nicht von alleine, sondern muss mit Hilfe von Bezirksstraßen ausgebaut werden. Die Felder rundherum gehören danach ebenso zum Städtchen, wodurch bis zu 3 Feldern auf einmal erschlossen werden können. Was gut erscheint ist gleichzeitig etwas nervig, immerhin wollen wir die Stadt und die Umgebung ausbauen. Dass sie nicht von alleine langsam expandiert, ist dabei irgendwie schade.

Weltkarte

Die Regionsgrenze ist eine nette Idee. Die Welt ist in kleine Regionen aufgebaut, welche es zu erobern gilt. Wird das Gebiet besiedelt, gehört es der Person vollständig. Man kann nun Förderanlagen und Extraktoren auf den einzelnen Gütervorkommen im Gebiet bauen und diese abbauen. Mit diesen Gütern können wir Einheiten, oder Gebäude bauen, aber auch handeln.

Inselgrenzen gibt es mal mehr und mal weniger. Je nachdem welches Terrain wir uns zum Start ausgesucht haben. Das Schöne dabei ist, dass wir eine große Auswahl haben: Kartengrößen auf denen 2 bis 8 Spieler Platz haben, die Anzahl der Kontinente oder Inseln, die Temperatur und die Beschaffenheit kann bestimmt und dann zufällig generiert werden. Insgesamt sind somit über 400 Möglichkeiten wählbar und selbst bei gleichen Einstellungen sehen diese jeweils anders aus, also eine unendliche Anzahl an Welten, welche es zu erobern gibt! Nochmals: Hui!

Dazu kommen 7 verschiedene Schwierigkeitsgrade bei der KI, ein Multiplayermodus und erweiterte Einstellungen für jene, denen unendlich nicht genug ist. Im Laufe des Spiels wechselt die Jahreszeit mehrmals. Dabei ändert sich nicht nur das Aussehen der Welt, sondern im Winter sinken so gut wie alle Produktionen wie Nahrung, Dust, etc. Auch die Einheiten sind weniger agil und können um 50% weniger Felder überqueren. Man merkt einfach, dass man sich sehr viele Gedanken gemacht hat, wie man uns Spieler glücklich machen kann.

 

Auf in die Schlacht

Welt 2Neben Erkunden, Expandieren und Politik, ist vor allem die Schlacht das Hauptelement des Spiels. Und auch hier darf individualisiert werden. Jede Einheit kann manuell durch Rüstungen, Waffen und Zubehör aufgewertet werden. Wem die Standardeinheiten der eigenen Fraktion nicht genug sind, muss sich keine Sorgen machen, denn durch die Assimilierung kleiner einzelner Staaten, können deren Krieger der eigenen Reserve hinzugefügt werden. Dies erreicht ihr zum Beispiel durch Quests, welche euch geben werden. Dadurch verdient ihr deren Vertrauen und macht die Bevölkerung in euren Städten der Region glücklich. Also eine Win-Win-Win-Situation!
BetrachtenDie Schlachten selbst können dann auf 3 verschiedene Arten geschlagen werden: manuell, als Zuschauer, oder automatisch. Bei manuellen Schlachten müsst ihr die Einheiten selbst bedienen. Dazu sucht ihr erst Startplätze für die Krieger aus und schickt sie einzeln in den Kampf. Jeder einzelne Krieger greift dann der Reihenfolge nach an, wobei sie je nach Gegner unterschiedlich großen Schaden verursachen. Bei kleinen Gruppen ist dies sehr nett, allerdings bei großen Schlachten, wo 60 Einheiten oder mehr kämpfen müssen, eher mühsam. Wer also zuschauen möchte, aber nicht selbst die Einheiten bedienen will, kann dies ebenso tun. Dabei verpasst man die Kämpfe nicht, kann sich aber zurücklehnen und mitfiebern. Wen das alles nicht interessiert, sondern nur das Ergebnis wissen möchte, der kann im automatischen Modus einfach nur den Ausgang der Schlacht anschauen.

 

Hui!

DiplomatieAlso sehr viel Umfang und sehr viel zu Lernen. Fühlt man sich dadurch überfordert? Nein. Meiner Meinung nach nicht. Selbst trotz schnellem Durch-klicken des Tutorials bin ich nie an einem Punkt angekommen, wo ich mich überfordert gefühlt habe. Es macht Spaß und bietet viele Anpassungsmöglichkeiten, allerdings muss man rundenbasierte Strategiespiele mögen. Andernfalls kann das Spiel trotz der Vielfalt eher langweilig wirken. Wer auf Action steht ist hier eindeutig falsch, wer hingegen früher gerne mal eine Runde das Brettspiel Risiko gespielt hat, der kommt ganz auf seine Kosten. Wichtig ist auch sich Zeit zu nehmen, denn selbst für ein Spiel auf einer nicht so großen Karte, auf der Schwierigkeitsstufe Leicht, kann es schon mal so 150 – 200 Runden dauern, bis man zum Sieg gelangt. Bei normalen Einstellungen sind dies etwa 4 – 5 Stunden. Zumindest war es bei mir so.

Endless Legend
Endless Legend
  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: AMPLITUDE Studios
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 29,99€ (Steam)
  • Reviewed von: Roman Völkel

Am 25. September 2014

+Wunderschöne Spielwelt -Minimale Monotonie
+Sehr viele Individualisierungen
+Detailiert animierte Einheiten  
+Einzigartige, detailierte Völker  
+Ausbalancierte Kämpfe

Fazit:

[rating itemreviewed=“Endless Legend“ rating=“8″ reviewer=“Roman Völkel“ dtreviewed=“25.09.2014″ best=“10″ worst=“0″]

Endless Legend ist, obwohl es ein Indie Game ist, ein echt liebevoll animiertes rundenbasiertes Strategiespiel mit viel Charme, Individualität und Anpassungsmöglichkeiten. Es kann mit den großen Mitbewerbern des Genres mithalten und bietet teilweise Funktionen und Möglichkeiten an, welche diese bisher verpasst haben einzuführen. Alles zusammen wird einem ein gutes Spiel zu einem guten Preis geboten, welchem aber irgendwie das i-Tüpfelchen fehlt. Allerdings erkent man nicht, was das genau ist. Wer das Genre mag und auch gern in die Fantasy-Welt eintaucht, für den ist das Spiel sehr zu empfehlen!

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Forza Horizon 2

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Eine zauberhafte Grafik, der Umfang und die vielen Möglichkeiten sich die Zeit zu vertreiben machen Forza Horizon 2 zu einem Vorzeigerennspiel der nächsten Generation und trösten sogar über die nicht vorhandene Story hinweg.

Den Aufhänger im neuen Forza liefert wie auch schon im Vorgänger ein Musikfestival. Dieses findet aber nicht wie noch im ersten Teil in Colorado statt, sondern kommt erstmals nach Europa. Genauer gesagt in den Süden Europas, nach Italien und Frankreich. Dies hat zwar einerseits den Nachteil, dass man auf Bergtouren mit unendlich erscheinendem Ausblick verzichten muss, andererseits liefern das Meer und der einzigartige Charme Südeuropas genügend Anreize, um die Spielwelt lebendig und wunderschön zu gestalten.

Am Weg zum großen Finale

Rund um das Horizon Festival gibt es viel zu tun. Insgesamt 168 Cups können mit über 200 Autos bestritten werden. Dabei ziehen die Teams von Ort zu Ort, um Meisterschaften bestehend aus jeweils drei Rennen auszutragen. Hat man 15 Meisterschaften für sich entschieden, steht man im großen Finale. Netter Nebeneffekt, die verschiedenen Arten an Meisterschaften richten sich nach der Klasse unseres Fahrzeugs. Die Vielfalt an Rennmodi hält sich jedoch in Grenzen. Meistens fahren wir Rundenrennen, hin und wieder auch Sprintrennen, entweder auf der Straße, oder von Checkpoint zu Checkpoint abseits der Piste. Das größte Highlight bilden die Schaurennen. Alle paar Meisterschaften geht es gegen besonders extravagante Gegner, wie beispielsweise einen Zug, oder einer Fliegerstaffel an den Start.

 

Nach Abgeschlossener Meisterschaft zieht das gesamte Team in den nächsten Ort. Die Map ist ca. zweieinhalb Mal so groß, wie die des Vorgängers. Die Fahrt zum nächsten Ort ist kein Rennen, obwohl man natürlich trotzdem nicht als letzter ankommen möchte, geht es in erster Linie darum, die malerische Landschaft zu genießen. Egal ob in Frankreich durch kleine verwinkelte Städte, oder entlang der Mittelmeerküste Italiens, die Dörfer und Städte sind wunderschön inszeniert und sprühen den südeuropäischen Charme aus jedem Pixel. Dazwischen liegen weite Straßen, die durch saftige Weingärten oder dichte Wälder führen. Zu fahren gilt es auf Schotterwegen, Landstraßen oder Autobahnen. Wer möchte kann sein Glück auch fernab der Routen versuchen, muss aber damit rechnen sich zu verfahren.

Dynamisches Wetter und schnelle Navigation

Nicht immer sind die Straßen schön und die Landschaften atemberaubend. Das dynamische Wetter sorgt des Öfteren für unerwünschten Regen. Der trübt nicht nur die Sicht, sondern hat auch spürbare Änderungen des Fahrverhaltens zur Folge. Vor allem während eines Meisterschaftsrennens erfordert eine plötzliche Wetteränderung höchste Konzentration.

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Um ein solches Rennen zu starten, muss man den Startpunkt auf der Karte erreichen und anschließend ‚A‘ drücken. Blöd nur, wenn man sich gerade auf der anderen Seite der Map befindet. Um nicht alle 2 Kreuzungen auf die Karte schauen zu müssen, kann man das Navigationssystem namens Anna zur Hilfe nehmen. Einfach auf der Karte den Zielpunkt auswählen und schon bekommt man auf der Minimap den schnellsten Weg angezeigt. Wer über eine Xbox One mit Kinect verfügt, kann auch einen Sprachbefehl verwenden.

Es gibt viel zu tun

Die wahre Vielfalt und die vielen Möglichkeiten von Forza Horizon 2 stecken aber nicht in den Meisterschaftsrennen, sondern abseits davon. Es gibt unglaublich viel zu tun. Immer wieder fahren wir an einer Radarbox vorbei, die uns blitzt – je schneller desto besser. Highscores können mit Freunden verglichen werden. Als KI setzt das Spiel übrigens auf Drivatare, also Abbilder echter Fahrer, deren Rennverhalten simuliert wird. Das führt vor allem in höheren Schwierigkeitsstufen zu echten Herausforderungen. Verschiedene Aufgaben, wie das Befahren aller Straßen, oder das Niederfahren aller Schnellreise-Schilder sorgen für den nötigen Suchtfaktor. Die Umgebung ist übrigens größtenteils zerstörbar, was ungeheuer viel Spaß macht! Außerdem gibt es ein optisches Schadensmodell, dazu aber weiter unten im Technikabschnitt.

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Als weitere Neuerung im Spiel ist die Fahrspaßliste zu nennen. Einige herrenlos in der Gegend herumstehende Fahrzeuge können durch das Bewältigen verschiedenster Aufgaben, wie beispielsweise besonders schnelles fahren, freigeschalten werden. Diese Aufgaben werden im weiteren Spielverlauf immer verzweigter und schwerer. Darüber hinaus stehen zehn legendäre Fahrzeuge in zehn abgelegenen Scheunen, irgendwo auf der Map versteckt, die es zu finden gilt. Als Belohnung winken unter anderem ein VW Bus oder ein Jeep. Das war zwar noch immer nicht alles, was es zu entdecken gibt, doch selbst wenn mal nichts ansteht, ist es einfach schön, über die offenen, einladenden Straßen zu jagen und nichts zu tun.

1 (4)Geld macht die Musik

Drei wichtige Dinge gibt es in Forza zu verdienen. Credits, Erfahrungspunkte und Fertigkeitenpunkte. Credits sind quasi die ingame Währung. Damit kann man sich neue Autos kaufen, Autos upgraden, umlackieren oder tunen. Erfahrungspunkte sorgen dafür, dass man im Rang aufsteigt. Alle 15 Rangaufstiege schaltet man ein neues Armbändchen frei und außerdem gibt’s bei jedem Aufstieg die Chance Credits in der Slotmachine zu gewinnen. Fertigkeitenpunkte verdient man sich durch rasante und riskante Manöver auf der Strecke. Damit kann man sich neue Boni kaufen. Diese sorgen für einen dauerhaften Rabatt beim Händler, oder mehr Erfahrungspunkte.

Wer zusätzlich noch auf ein paar Spielhilfen wie ABS oder die Lenkhilfe verzichtet, verdient ebenfalls mehr Erfahrungspunkte pro Rennen. Alles in allem funktioniert dieses System sehr gut. Die drei Komponenten sind gut aufeinander abgestimmt und ziehen uns in ihren Bann.

1 (2)Online

Der Wechsel zwischen Online- und Offlinemodus funktioniert ähnlich wie bei Watch Dogs. Durch einen Klick im Hauptmenü wechselt das Spiel automatisch den Modus, ohne echte Ladepausen und ohne die Position unseres Fahrzeugs zu verändern. Einmal im Onlinemodus kann man mit bis zu 11 weiteren Spielern an Autotouren teilnehmen und von einem Event zum nächsten fahren. Im freien Modus fährt man ganz ungezwungen durch die Landschaft und startet einzelne Events nach Lust und Laune.

Die Modi sind wie im Offlinemodus sehr schlicht gehalten. Dafür lockern ein paar Spaßmodi das Spiel weiter auf. Der König-Modus ist eine Art Fangen spielen mit Autos. Alle fangen den König, wer länger der König war hat gewonnen.

Technik

Technisch liegt Forza Horizon 2 ganz vorne, nicht nur wenn es um Rennspiele geht. 1080p bei sehr flüssigen 30fps, Licht- und Schattenspiele, Reflexionen in den Lackierungen der Autos, das dynamische Wetterdesign und hochauflösende Texturen machen das Spiel zu einem der schönsten Next-Gen Spiele.

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Das optische Schadensmodell ist überzeugend, auch wenn es uns um Herzen weh tut unser Fahrzeug nach einem rasanten Rennen mit dutzenden Schrammen und Dellen zu sehen. Im Menü gibt es außerdem noch die Möglichkeit Motorschäden zu simulieren.

Der Sound, bei einem Rennspiel ein durchaus wichtiger Punkt, bildet quasi die Kirsche auf der Käsesahne. Zum einen überzeugen die Motoren mit Kraft  und Ausdruck, der bei jedem Gas geben, durch die Boxen dröhnt, zum anderen sorgen die insgesamt sieben Musiksender (sechs davon elektronisch, einer mit klassischer Musik) für die passende Untermalung und machen den Rennspaß um das Horizon Festival zu einem stimmig abgerundeten, absolut eindrucksvollen Erlebnis.

 

Forza Horizon 2
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  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: Microsoft
  • Getestet auf: Xbox One
  • Preis: 69,99 €
  • Reviewed von: Gregor Lorbek

Am 25. September 2014

+bildhübsche Grafik selten ein Clipping Fehler-
+flüssiges Gameplay -kein offline Splitscreen
+etliche Möglichkeiten
+toller Sound  
+überzeugende Fahrdynamik  

Fazit:

[rating itemreviewed=“Forza Horizon 2″ rating=“9″ reviewer=“Gregor Lorbek“ dtreviewed=“25.09.2014″ best=“10″ worst=“0″]Forza Horizon 2 Überzeugt als Rennspiel der nächsten Generation auf ganzer Linie. Die Grafik ist atemberaubend schön, nicht nur Fahrzeuge, auch die Umgebung ist prall gefüllt mit Details. Stimmige Licht- und Schattenspiele sorgen für eine tolle Atmosphäre. Der Sound überzeugt sowohl was die Fahrzeuge angeht, als auch durch die musikalische untermalung im Hintergund über eines der sieben Radios à la GTA. Dutzende Möglichkeiten sich die Zeit zu vertreiben sorgen für locker über 100 Spielstunden und auch im Onlinemodus gibt es dank zusätzlicher Rennmodi noch einiges zu entdecken. Einziger Wermutstropfen, einen Splitscreen gibt es nicht. Forza Hprizon 2 ist für uns eine absolute Kaufempfehlung für jeden Rennsportliebhaber. [/rating]

 

Risen 3 Titan Lords

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Erkunden lohnt sich immer! So könnte man Risen 3 in einem Satz zusammenfassen. Hinter jede Ecke, in jeder Höhle, in jedem Wald und natürlich in jeder Stadt warten nicht nur haufenweise Quests, sondern versteckte Gegenstände, seltene Pflanzen und mächtige Spruchrollen. In alter Gothic Manier zieht uns Risen 3 in seinen Bann und lässt uns nicht mehr los. 

Das Spiel beginnt als harmlose Schatzsuche. Als namenloser Piratenheld kämpfen wir uns gemeinsam mit Schwester Patty, die erfahrenen Risen Spielern bereits bekannt ist, durch eine alte Höhle. Dort finden wir ein mysteriöses Kristallportal. Unser Held zögert nicht lange und aktiviert furchtlos und mit der Neugier eines wahren Abenteurers das Portal. Hervor tritt ein Schattenlord, direkt aus der Unterwelt. Der Kampf ist schnell vorbei, denn der Dämon saugt uns kurzerhand die Seele aus dem Leib, verschwindet so schnell er gekommen war und lässt uns wie einen nassen Sack Reis zu Boden gehen.

Seelenloser Held

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Drei Wochen nach dem Begräbnis  besucht Bones – ein Voodoo Schamane – das Grab unseres Helden, spricht ein paar magische Worte und lässt uns von den Toten wiederauferstehen. Die Seele ist zwar immer noch gefangen in der Unterwelt, unser Körper wandelt jedoch fortan wieder unter den Lebenden. Mit unserem neuen Leben sollten wir allerdings etwas vorsichtiger umgehen und böse Taten so gut es geht vermeiden, sonst werden sind wir ganz schnell wieder Gefangene der Dämonen. Das Karma unseres Helden wird in Form eines Seelenpunktekontos angezeigt. Das wohl sinnfreiste Element des Spiels. Nicht nur das weder ein stark negativer, noch stark positiver Wert irgendeinen Einfluss auf das Spiel hat, wir können mit gefundenem Seelenstaub unser Punktekonto ganz schnell und einfach wieder aufstocken.

Story durch Zufall

1Nach einem kurzen Tutorial, das die Steuerung erklärt, spazieren wir durch die Spielwelt mit dem Wissen keine Seele mehr zu haben. Dem namenlosen Piraten ist das aber herzlich egal. Viele, viele Stunden vergehen, bis wir von der Neugier eines Spieletesters getrieben herausfinden möchten, ob man sich auch im Schlaf regenerieren kann und uns schlafen legen. Während des Nickerchens werden wir in den Körper des Helden gezogen und befinden uns plötzlichen mitten in seinem Alptraum. Wir befinden uns in der Unterwelt, können uns bewegen und Seelenstaub einsammeln. Plötzlichen treffen wir auf einen Dämon, der Held wacht auf. Nach und nach ergänzen sich die Träume zu einer Hintergrundgeschichte und erklären zumindest ein ganz klein wenig die Rahmenbedingungen unserer Geschichte. Wären wir nicht schlafen gegangen hätten wir das vielleicht nie erfahren.

Offene Spielwelt von Anfang an

risen3pc_06Die Spielwelt in Risen 3 besteht aus Inseln. Diese sind von Beginn an frei begehbar. Neben den Inseln der jeweiligen Fraktionen – auf Calador leben Dämonenjäger, Kila beheimatet viele Ureinwohner und die Magier haben sich auf Taranis angesiedelt – finden Vorbesteller noch zwei zusätzliche Inseln, die Insel der Diebe und die Nebelinsel. Diese sind für die Story nur wenig von Bedeutung, spiegeln jedoch den urigen Charme und die typische Atmosphäre alter Gothic Spiele wider. Auf der Insel der Diebe leben beispielsweise dutzende kleine Gnome, deren Lebensziel es ist einen für jeden Gnom individuellen wertvollen Gegenstand zu finden (wenn nötig auch zu stehlen), um nicht ohne Hab und Gut ins Reich der Toten zu wandern.

Auf jeder Insel gibt es Teleportsteine zu finden, mit denen man Portale aktivieren kann, die ab diesem Zeitpunkt als fast travel Punkte auf der Karte markiert sind. Außerdem ist es jederzeit möglich zum Schiff zurück zu teleportieren. Der Held kann, anders als noch beim Vorgänger schwimmen und so lassen sich auch kleine Nebeninseln erkunden. Auf denen findet man oft einen vergrabenen Schatz, die Schatzkarte dafür ist Voraussetzung, sonst muss man durch Glück über die mit einem roten X markierte Stelle stolpern. Spielhilfen sind in Risen 3 optional. So kann man sich beispielsweise jede Quest markieren und auf der Minimap anzeigen lassen, so findet man nicht nur schnell das Ziel, sondern auch den Auftraggeber, um die verdiente Belohnung einzustreifen.

 

Es gibt viel zu tun

Risen3_piratenlageraufkilaHandwerksberufe kommen in Risen 3 nicht zu kurz. Ganz im Gegenteil, die Fähigkeit einen ordentlichen Schnaps zu brennen kann Leben retten. Schnäpse fungieren als Heiltränke und Stellen die Gesundheit wieder her. In schwereren Kämpfen muss man sich literweise Hochprozentiges hinter die Binde kippen. Neben Schnaps brennen kann man sich auch zum Schmied oder Alchemisten ausbilden lassen und so starke Waffen oder Schriftrollen herstellen.

Egal wie sorgfältig man die Welt erkundet, früher oder später muss man sich einer Fraktion anschließen. Hier liegt definitiv der Wiederspielwert von Risen 3 begraben. Jede der drei Fraktionen bringt eine eigene Karriereleiter mit sich, die es nach erfolgreicher Aufnahme zu erklimmen gilt. Außerdem warten in jeder Fraktion unterschiedliche mächtige Zauber und Fähigkeiten. Für die Aufnahme muss man sich zunächst die Gunst der jeweiligen Lager erarbeiten und wie könnte man das wohl am besten als über Quests.

9k0jKVxf3aADie Quests in Risen 3 bestehen zum Teil aus den klassischen ‚Bring mir das und töte den‘ Aufgaben, gehen aber immer mal wieder weiter in die Tiefe, verzweigen sich und enden anders, als man es erwartet hätte. Einen besonderen Reiz boten mir die Quests rund um die legendären Gegenstände. Von denen gibt es mehr als ein Dutzend, überall in der Welt von Risen 3 verteilt. Um zu wissen wo sie sich befinden muss man erst einen Hinweis in einem Buch finden. Anschließend kann man sich auf den Weg zur richtigen Insel machen und auf die Suche gehen. Als Belohnung gibt’s verbesserte Fähigkeiten.

Das Erlernen neuer Fähigkeiten erfordert nicht nur Gold, sondern Mindestwerte bei unterschiedlichen Attributen. Attribute steigert man mit Erfahrungspunkten, diese heißen in Risen 3 Ruhm und lassen sich durch abgeschlossenen Quests und im Kampf verdienen. Vor allem zu Beginn des Spiels scheitert es selten an mangelnden Ruhmpunkten, sondern vielmehr am fehlenden Gold. Jeder Taler ist wertvoll und muss bewusst eingesetzt werden.

Das Balancing funktioniert in Risen größtenteils sehr gut. Einzige Ausnahme bilden die Kämpfe. Das Kampfsystem fühlt sich runder und feiner an als noch beim Vorgänger. Reines hämmern auf die Maus bringt nur selten Erfolg. Ausweichen und blocken sind sehr wichtige Bestandteile jedes Kampfes. Außerdem ist die Zweitwaffe, beispielsweise eine Pistole, Gold wert. Eine Angriffskombo, dem generischen Konter ausweichen und die Pistole hinterher hat sich als effektive Taktik bewährt. Zu Beginn des Spiels sind die Kämpfe noch etwas schwer. Man hat aber zu jeder Zeit die Möglichkeit einen Gehilfen vom Schiff mit auf die Insel zu nehmen und an seiner Seite kämpfen zu lassen. Dadurch werden die Kämpfe wesentlich leichter, um nicht zu sagen zu leicht. Vor allem Bones erweist sich als übermächtiger Compadre.

Technisch gesehen ist Risen 3 nicht up2date. Dennoch gelingt es den Entwicklern eine bezaubernde Atmosphäre zu erschaffen. Vor allem die lebendige und mit haufenweise Gegenständen vollgestopfte Spielwelt verleitet den Spieler schnell zum eintauchen in die Piratenwelt rund um Risen 3. Nur noch die eine Quest abschließen, den einen Gegenstand finden und schnell noch mal nachfragen ob man schon bereit zur Aufnahme in die Gilde ist und schon wieder sind ein paar Spielstunden dahin. Nach 50 – 60 Stunden haben aber auch die langsameren Rollenspieler Risen 3 durchgespielt.

 

Risen 3 Titan Lords
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  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: Deep Silver
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 44,99 €
  • Reviewed von: Gregor Lorbek

Am 22. September 2014

+Macken vom Vorgänger ausgebügelt   schwache Story-
+Oldschool Gothic Feeling -veraltete Engine
+Wiederspielwert vorhanden zu einfach-
+Button Masher verlieren
+Erkunden lohnt sich immer!

Fazit:

[rating itemreviewed=“Risen 3 Titan Lords“ rating=“8″ reviewer=“Gregor Lorbek“ dtreviewed=“22.09.2014″ best=“10″ worst=“0″]Wer sich Risen 3 kauft weiß ganz genau auf was er sich einlässt. Ein vielseitiges Rollenspiel ganz im Stile eines großartigen Gothic. Wer was lernen will muss Trainer finden, wer craften, schmieden oder Schnaps brennen möchte muss eine Schmiede, Werkbank oder einen Kessel finden. Kämpfe gestalten sich unterhaltsam, wenn auch viel zu einfach. Vor allem die Tatsache, dass man jederzeit einen zweiten NPC mit in den Kampf nehmen kann vereinfacht das Spiel ungemein. Die Technik hinter Risen ist schon etwas in die Tage gekommen, dennoch zaubern die Entwickler eine stimmige und teilweise außerordentlich schöne Spielwelt auf den Bildschirm. Von uns eine Kaufempfehlung für alle Rollenspieler.  [/rating]

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