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Fantasy Life

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Im bezaubernden Land von Reveria könnt ihr euch in ein Abenteuer stürzen oder einfach euer Leben genießen. Die Mischung aus Rollenspiel mit Echtzeitkämpfen und Simulation bereitet Vergnügen und kann einen für einige Stunden an den Nintendo 3DS fesseln.

Mit Schwert in der Hand und Mut im Herzen stürzen sich furchtlose Helden verschiedenster Rollenspiele oft in gefährliche Abenteuer, teilweise um ihre Lieben zu beschützen oder womöglich sogar um die gesamte Welt zu retten. Allerdings sollte man auch die tapferen Bewohner normaler Städte nicht vergessen, die trotz drohender Gefahr ihren Alltag kontinuierlich fortsetzen und nicht in Panik verfallen. Gastwirte. Schmiede. Händler. Genau diese und ähnliche Einwohner sorgen nämlich unter anderem dafür, dass die Helden ein gute Verpflegung bekommen, mit scharfen Waffen ausgestattet sind, ausreichend Tränke in der Tasche haben, und nicht ohne Kleidung durch die Welt wandern müssen.

Mehr Berufung als Beruf

HNI_0092Die Entwickler von Level-5 widmen sich mit Fantasy Life genau diesen Personen und verzichten hierbei vermutlich absichtlich auf die üblichen Bezeichnungen wie Klasse oder Beruf. Denn in Fantasy Life ist die Wahl des nächsten Lebensabschnitts weniger Beruf, sondern viel mehr Berufung: Aus diesem Grund werden im Spiel die Entscheidungen des kommenden Arbeitsplatzes vermutlich auch Leben genannt. In Fantasy Life habt ihr die Möglichkeit aus zwölf verschiedenen Lebensklassen zu wählen, darunter einige kämpferische Klassen wie Paladin, Söldner oder Magier, allerdings ebenfalls Jobs wie Koch, Schmied, Schreiner, Jäger, Holzfäller, Schürfer, Schneider, Alchemist oder Angler, die nicht primär für den Kampf gedacht sind. Ein Wechsel zu einem anderen Leben ist jederzeit möglich, ohne vorher erworbenen Fähigkeiten zu verlieren, dafür müsst ihr aber eine Lebensgilde in einer Stadt besuchen. Nachdem ihr einmal das Leben eines Schürfers geführt habt, könnt ihr später als Schmied bei Bedarf trotzdem noch immer verschiedene Erze abbauen. HNI_0093 Doch zu Beginn des Spiels müsst ihr einen Avatar erstellen, bei dem ihr dank zahlreicher Auswahlmöglichkeiten verschiedenste Freiheiten besitzt und so über Details des Kopfes und des Körpers bestimmen könnt. Nachdem ihr die Wahl getroffen und eurem Avatar einen Namen gegeben habt, könnt ihr auch schon entscheiden, mit welchem Leben ihr beginnen wollt. Es startet eine kleine Einführungsmission, die sich bei jeder Lebensklasse etwas unterscheidet, und in der es vor allem darum geht eure Umgebung, den Beruf und euren Meister kennen zu lernen. Genau diese erste Quest könnt ihr angenehmerweise bei einem zukünftigen Jobwechsel überspringen. Euer primäres Ziel in jedem Leben ist es Erfahrung zu gewinnen und Aufgaben zu erfüllen, um schlussendlich selbst Meister zu werden. Es ist nicht unbedingt notwendig eure Leben regelmäßig zu ändern, allerdings ist es praktisch, wenn man zum Beispiel als Schürfer Erze abbaut, sodass man diese dann mit der Fähigkeit eines Schmieds zu etwas Neuem verarbeiten kann, oder als Holzfäller Materialien sammelt, damit man diese dann als Schreiner verwenden kann, um Möbelstücke anzufertigen. Da man in Fantasy Life auch seine eigenen vier Wände nach eigenen Wünschen gestalten kann, ist die Herstellung von neuer Ausstattung ebenso ein angenehmer Zeitvertreib. Gerade die Lust, das ein oder andere Leben zu meistern, ist oft größer, als die durchwachsene Geschichte des Spiels zu beenden.

Eine Vielzahl an Aufgaben

HNI_0002Das Leben in Fantasy Life könnte so schön ruhig und behaglich sein, doch wie in vielen anderen Rollenspielen ist euch ein beschauliches Leben nicht vorherbestimmt. Das Reich Reveria wird von geheimnisvollen dunklen Meteoren in Gefahr gebracht, und eurem Avatar begegnet einen kleinen frechen Schmetterling namens Flatterling: Dieser will natürlich gleich mit euch reisen um die Welt zu entdecken und spielt auch eine essentielle Rolle in der Geschichte. Nachdem ihr das Vertrauen des Königs gewonnen habt, solltet ihr darüber hinaus noch in andere Gebiete des Landes reisen um mit Diplomatie die kommende Bedrohung abzuwenden. Hierbei trefft ihr auf zahlreiche Verbündete, die euch im Spiel unterstützen und mit euch kämpfen können. Abseits der Story, könnt ihr zahlreiche Nebenaufgaben erfüllen, die euch die meist freundlichen Bewohner von Reveria stellen. Eine Liste mit allen Missionen, egal ob es sich nun um welche zu eurem Leben, zur Story, oder es sich nur um Sidequest handelt, findet ihr schön übersichtlich im Spielmenü aufgelistet. Auch Flatterling versorgt euch mit Aufgaben, durch deren Erfüllung ihr nette Boni bekommt, wie die Möglichkeit auf manchen Lebewesen zu reiten, oder das Sortiment von Läden in Städten zu erweitern. Man kann Stunden damit verbringen verschiedenste Aufgaben zu erledigen: Dies kann unter anderem das Sammeln von Beute, das Bekämpfen einer bestimmten Anzahl an Kreaturen oder das Finden bestimmter Objekte oder Schätze sein. Natürlich wollen auch andere Bewohner von euren Fähigkeiten profitieren und bitten euch regelmäßig bestimmte Gegenstände wie Rüstungen, Waffen, Möbel, oder ähnliches herzustellen. Als Belohnung gibt es hierfür meistens Gold, Erfahrung, und auch das ein oder andere Item. Man wird durchgehend mit neuen Aufgaben konfrontiert, die bei einigen das Sammelfieber wecken könnten. Am meisten Freude hat Fantasy Life gemacht, wenn man für sich die richtige Mischung aus Side- und Storyquests gefunden hat.

Simples Kampfsystem

HNI_0021Kämpfe in Fantasy Life geschehen in Echtzeit, wobei ihr nicht nur im Nahkampf brillieren, sondern mit der richtigen Lizenz ebenso Fernangriffe nutzen könnt um verschiedene Lebewesen anzugreifen. Das Kampfsystem ist einfach, macht Spaß, und vor allem könnt, ihr, egal welches Leben ihr gewählt habt, – zum Beispiel sogar als Schmied, Angler oder Schreiner – in das Abenteuer und in den Kampf ziehen. Obwohl das Kampfsystem Spaß macht, wäre trotzdem etwas mehr Komplexität wünschenswert gewesen. Im Spiel begleiten euch regelmäßig NPCs, aber ihr müsst nicht unbedingt ohne eure Freunde Monster besiegen, denn Fantasy Life bietet euch einen Mehrspieler-Modus an, um mit insgesamt drei Spielern lokal oder online fiese Monster zu besiegen und zusammen Beute einzusammeln. Das Austauschen von Nachrichten innerhalb des Spiels ermöglicht eine ganz passable Kommunikation. Fantasy Life präsentiert sich insgesamt solide: Die Optik von Fantasy Life ist simpel, farbenfroh und liebevoll, vor allem spiegelt sich die Gestaltung im Gesamteindruck wieder und wirkt genauso wie die Musik sehr stimmig. Man hat auf dem 3DS schon eindrucksvollere Grafiken gesehen, doch die Atmosphäre des Spiels ist insgesamt sehr harmonisch und der Sound der jeweiligen Situation angemessen.

 

Fantasy Life
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  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: Level-5/Nintendo
  • Getestet auf: Nintendo 3DS
  • Preis: 39.99 €
  • Reviewed von: Florian Nichtawitz

Am 17. September 2014

+viel Abwechslung und Freiheit
belanglose Geschichte-
+solider Gesamteindruck grafische Präsentation mit Luft nach oben-
+niedliche Optik
+gute Akkustik
+tolle Atmosphäre

 
Fazit:

[rating itemreviewed=“Fantasy Life“ rating=“9.0″ reviewer=“Florian Nichtawitz“ dtreviewed=“17.09.2014″ best=“10″ worst=“0″]Level-5 ist mit Fantasy Life ein farbenfrohes Rollenspiel gelungen, das Spaß macht und einen für viele Stunden fesseln kann. Durch die Auswahl der zwölf verschiedenen Lebensklassen, und die unzähligen Missionen auch abseits der Hauptstory, gibt es Abwechslung ohne Ende. Ganz besonders spürt man aber die Freiheit, die man als Spieler hat, denn wenn man mal keine Lust auf Kämpfe hat, gibt es unterschiedlichste Optionen sich in den diversen Lebensklassen abzulenken: Durch die Welt reisen um die Seele beim Angeln baumeln zu lassen, Höhlen erforschen um seltene Erze zu entdecken, die eigenen vier Wände mit selbstgebauten Möbeln einrichten, oder köstliche Speisen als Koch zubereiten. Und das sind nur einige Beispiele der Möglichkeiten in Fantasy Life. Bei der Optik hat man am Nintendo 3DS schon schönere Spiele gesehen, doch gerade der Gesamteindruck ist, dank dem liebevollen Grafikstil, der stimmungsvolle Musik und den mannigfaltigen Gameplay, überzeugend. Es gibt ausreichend Gründe Fantasy Life eine Chance zu geben und sich ins Abenteuer zu stürzen.[/rating]

Hyrule Warriors

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Die große Schlacht um Hyrule hat begonnen und Link, Zelda und Ganondorf sind mittendrin! Hyrule Warriors hat Einzug auf die heimische WiiU gefunden und lässt uns nun fröhlich Monster zu Rubinen verarbeiten.

Vornweg: Hyrule Warriors ist nicht DAS große, neue Zelda, was sich die Fans erwarten. Es ist immernoch ein Dynasty Warriors, nur eben mit Zelda-Charakteren. Ebenso wie im großen Bruder, geht es in Hyrule Warriors darum, Schlachten zu schlagen. Als einzelner Charakter metzelt man sich durch unzählige Monsterhorden, erobert Festungen und muss sich den ständig ändernden Bedingungen schnellstmöglich anpassen. Dabei steht natürlich die große Welt um The Legend of Zelda im Vordergrund. Man kann seine Lieblingscharaktere in wohlbekannten Gegenden gegen Horden von Monstern antreten lassen. So einfach das auch klingen mag, ein wenig mehr steckt doch dahinter.

10_16_Ghirahim_02Aus Überforderung wird Routine

Das Gameplay ist wahrlich gewöhnungsbedürftig! Wer noch nie ein Dynasty Warriors gespielt hat, wird auch hier anfänglich überfordert sein. Neben dem eigentlichen Kampfgeschehen ploppen Gespräche und neue Ziele auf, die Karte immer mit beweglichen roten Punkten und blinkenden Objekten gefüllt. Trotz netter Einführung dauert es erst einmal ein paar Schlachten, bevor man überhaupt versteht, was abgeht. Das Grundkonzept ist trotzdem recht einfach: Mit zwei Buttons kann man angreifen, Kombos ausführen und somit die Gegner-Zahlen dezimieren. Hat man genug besiegt, kann man auch einen Spezialangriff ausführen, der eine größere Reichweite hat und mehrere Gegner auf einmal einschließt. Theoretisch sind extrem viele, coole Kombo-Möglichkeiten gegeben, aber Button-Smashing reicht trotzdem vollkommen aus, um reguläre Gegner und Zwischenbosse zu besiegen. Die Bokblins und Knochengänger sind für gewöhnlich keine Gefahr. Meist stehen sie in Horden vor dem Spieler und wippen auf und ab. Selten schlägt mal einer zu, nur um die Lebensleiste um ein viertel Herz zu erleichtern. Und obwohl das Kanonenfutter fleißig über das Schlachtfeld wimmelt und sich mit den eigenen Truppen vermeintliche Gefechte liefert, passiert in Wahrheit doch nicht viel. Selten kann man mal beobachten, dass sich zwei Einheiten tatsächlich bekämpfen. Da geht es schneller, wenn man selbst einmal kurz das Schwert schwingt.

 

66_Hyrule Warriors_gamescom_link_and_zeldaKleinvieh macht auch Mist

Trotz den immer gleichen Niederstrecken der Feinde, darf man das große Bild nicht außer Acht lassen. Die Karte ist ein wesentliches Instrument, dass für alle Schlachten wichtig ist. Taktik gehört zu Hyrule Warriors genauso dazu, wie das pure Hack ’n‘ Slay. Die Karte zeigt ganz regulär welche Wege, Festungen und Vorposten auf dem Schlachtfeld zu sehen sind. Viele Ziele ranken sich darum, eine Festung zu erobern. Das geht ganz einfach, indem man in ihnen so viele Gegner verprügelt, bis ein Hauptmann auftritt, den man besiegen muss, um die Festung einzunehmen. Wichtig ist aber auch, dass man Vorposten einnimmt, die sich überall auf der Karte befinden, denn von ihnen werden neue gegnerische Truppen ausgesandt. Es bringt also recht wenig, eine Festung einzunehmen und dann zu glauben, man würde sie für immer kontrollieren. Das Schlachtfeld ist dynamisch und lebt, weshalb man immer einen Blick auf die sich bewegenden roten Punkte auf der Karte haben sollte. Und obwohl auf dem Gamepad immer die aktuellen Ziele vermerkt werden, diese auf der Karte blinken und zwischendurch wichtige Charaktere meinen, ein Gespräch anfangen zu müssen (hier wäre ein S37_48_Movie_04prachausgabe wirklich hilfreich gewesen!) um weitere Infos über den Schlachtverlauf zu bringen, ist es keine Schande auch mal kurz zu Pausieren und sich im Menü in Ruhe anzuschauen, was denn grade so Sache ist. Das Spielgeschehen kann wirklich manchmal leicht überfordern. Das Menü gibt nicht nur vor der Schlacht wichtige Infos über das Gelände und die Bedingungen für Sieg und Niederlage, sondern auch während des Kampfes über die neusten Veränderungen im Bilde zu sein. So kompliziert das auch klingen mag, nach ein paar Schlachten ist man bereits routiniert und kann flexibel reagieren, was gleichzeitig aber auch bedeutet, dass das Gameplay nach einiger Zeit recht monoton wird. Alles in allem kann man circa 20 bis 30 Minuten für eine neue Schlacht einplanen.

 

21_32_Link_va_Wizzro_03Jäger und Sammler

Neben bekannten Endgegnern wie Dodongo, Ghoma und Konsorten, gibt es auch noch die Anführer der gegnerischen Truppen, wie zum Beispiel Zanto oder Girahim. Hinzu kommen Zwischengegner die sich nicht so leicht abschlachten lassen. Die großen Feinde sollten vermeintlich schwieriger sein, denkt man. In der Tat sind sie nicht so einfach niederzustrecken wie die Fußtruppen, aber um sie zu bezwingen genügt es, das Schema herauszufinden. Nach einem starken Angriff, entblößen die Gegner ihren Schwachpunkt. Ideal um ordentlich Schaden zu machen. Große Endgegner muss man zuerst mit Items wie Bogen, Bomben, Bumerang oder Enterhaken treffen, ganz im Zelda-Stil. Diese Items kann man übrigens im Basar verbessern. Mit Hilfe von Materialien, die man von besiegten Kontrahenten einsammeln kann, werden Medaillen geschmiedet. Diese verbessern auch den Angriff und die Verteidigung. Jeder Charakter braucht aber anderes Material um entsprechende Upgrades herzustellen. Man sollte also nicht vergessen, seinen Lohn auf dem Schlachtfeld einzusammeln. Rubine muss man zum Glück nicht eigenständig einsammeln. Das wäre zu viel des Guten! Abseits der M49_60_Adventure_Mode_04edaillen kann man im Basar noch seine Waffen managen, die man auf dem Schlachtfeld in Truhen finden kann. Da man mit vielen Charakteren ausgestattet ist und sie nicht immer gleich aufleveln kann, gibt es die Möglichkeit sie gegen Rubine im Level aufsteigen zu lassen. Nette Sache! Und im Trankladen kann man kleine Upgrades kaufen, die während der nächsten Schlacht aktiv sind. Allerdings muss man dafür oft auch wertvolle Materialien abgeben. Die Skulltulas die einmal pro Kampf auf dem Schlachtfeld auftauchen haben übrigens nicht nur den Zweck, Bilder freizuschalten, sondern verbessern auch den Shop. Also fleißig sammeln!

 

43_54_Movie_10Eine neue epische Geschichte?

Als Zelda-Fan ist man natürlich stets an der neusten Story-Entwicklung interessiert. Schlachten schlagen, schön und gut, aber taugt die Geschichte auch etwas? Wer die Welt von Zelda nicht kennt, wird auch hier wieder ein paar Schwierigkeiten haben, sich in die Story einzufinden, da viele Charaktere eher ohne Einführung auftauchen. Innerhalb der Schlachten passiert nicht viel, aber davor und danach gibt es schöne Cutscenes und nachvollziehbare und vertonte Erzählungen der Geschehnisse. Die Magierin Cia hat ein ganz besonderes Interesse: Link! In ihrer Besessenheit nistet sich ein großes Übel in ihr ein, mit dem Hintergedanken das Triforce zu erlangen! Cia lässt nun Seelenportale öffnen, die in verschiedene Zeiten führen. Skyward Sword, Twilight Princess und Ocarina of Time. Zusammen mit der Lichtmagierin Lana versuchen nun Link, Zelda, Impa und zeitweise auch Shiek die Seelenportale zu schließen. In ihrem Versuch bekommen sie Hilfe von bekannten und beliebten Charakteren wie Darunia, Phai, Ruto, Agnetha und Midna. Zeitweise darf man auch mal das Böse selbst spielen: Ganondorf, Girahim und Zanto sind als spielbare Charaktere nämlich auch mit von der Partie. Die insgesamt 13 verschiedenen Figuren spielen sich erfreulicherweise alle unterschiedlich. So ist Impa mit ihrem Großschwert eher langsam, hat aber erstaunliche Durchschlagskraft und Phai, leicht wie nur der Geist eines Schwertes sein kann, schlägt die Massen von Gegnern in schnellen Wirbeln.

56_67_Temple_of_Souls_01Grafisch hat Hyrule Warriors auch einiges zu bieten und zeigt, welches Potential in der WiiU steckt. Nicht nur die Figuren und ihre Animationen sind gut gemacht, sondern auch die Schlachtfelder an sich. Orientiert an den Originalschauplätzen aber mit einem Gefühl von Weite und sehr viel Atmosphäre können sie den Spieler in Zelda-Stimmung versetzen. Und obwohl man im Kampf eigentlich wenig Zeit hat, sich genauer umzusehen, sollte man doch ab und zu einen Blick riskieren. Auch die Musik ist nicht von schlechten Eltern. Die beliebtesten Stücke des Zelda-Universums wurden so angepasst, dass sie die Schlachten mit rockigen Beats anheizen. Großes Manko ist aber die Geräuschkulisse. Da es keine Sprachausgabe gibt, neigen die Charaktere in den Schlachten dazu, äußerst schrille und übertriebene Geräusche zu machen, um den Spieler auf neue Geschehnisse aufmerksam zu machen. Das kann nach einer Weile schon ziemlich auf die Nerven gehen. Auch der neue Charakter Lana passt nicht ganz zum Rest. Ihr Verhalten und Aussehen ist sehr Anime-lastig, was definitiv nicht zu The Legend of Zelda passt. Trotzdem ist sie ein interessanter neuer Charakter, den man doch gernhaben muss.

 

52_63_Adventure_Mode_07Verschiedene Spielmodi sorgen für Abwechslung

Im Gegensatz zu den Dynasty Warriors-Teilen kann man in Hyrule Warriors pro Schlacht immer nur einen Charakter spielen. Das nimmt dem Ganzen eine große Portion von sowohl Schnelligkeit, als auch taktischer Finesse. Ein Ersatz dafür, bietet die Möglichkeit Hyrule Warriors gemeinsam zu spielen. Leider kann man den Story-Modus nicht sofort zu Zweit bezwingen. Erst nachdem im Einspieler-Modus eine Schlacht beendet wurde, kann sie mit einem Partner geschlagen werden. Warum man den Story-Modus nicht gleich zu Zweit spielen kann, weiß niemand… Der zweite Spieler kann mit einem Pro-Controller einsteigen oder Wii-Fernbedienung und Nunchuck zur Hand nehmen. Letzteres ist allerdings doch eher nervig, da man zum Schlagen die Fernbedienung schwingen muss.

60_71_Gerudo_Desert_02Hat man nach 20 Spielstunden endlich die Hauptstory durch oder bloß Lust auf eine kleine Abwechslung, kann man sich den Abenteuer-Modus genauer anschauen. Auf einer 8-Bit-Karte im Zelda 1 Stil gibt es verschiedene Herausforderungen. Mal müssen drei Dodongos besiegt werden, mal 300 Gegner in 10 Minuten, mal spielt man eine große Schlacht oder darf nur mit Darunia kämpfen. Die Abwechslung ist hier tatsächlich mehr als gegeben. Hat man die ein oder andere Herausforderung geschafft, schaltet man weitere Felder auf der Karte frei, und damit neue Missionen. Manchmal gewinnt man auch 8-Bit Items, wie Bomben und Kerzen, mit denen man Events auf der Karte auslösen kann und somit wieder Neues freischaltet. Trotz Tutorial und Erklärung ist dies aber nicht wirklich klar zu durchschauen. Wofür der Abenteuer-Modus aber gut ist, ist ganz klar: Upgrades! Man kann neue Charaktere, Waffen, Herzteile und Skulltulas freischalten. Alles wichtige Dinge die man in Hyrule Warriors braucht!

Das erste Update, welches beim Release vorhanden ist, enthält drei Dinge: Einmal ein 8-Bit Holzschwert für Link, den Herausforderungs-Modus, in dem verschiedene Aufgaben innerhalb einer Schlacht gemeistert werden müssen und die Musikauswahl. Mit der Musikauswahl kann man selbst entscheiden, welche Musik während der Schlacht laufen soll. Ein sehr nettes Feature!

 

Hyrule Warriors
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  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: Nintendo
  • Getestet auf: WiiU
  • Preis: 49,99 €
  • Reviewed von: Nina van Aken

Am 17. September 2014

+Schöne Grafik und Musik…
… nervige Geräuschkulisse-
+Definitives Zelda-Feeling
-Ist aber kein richtiges Zelda!
+Viele Missionen und viel zu Entdecken
-Immer das gleiche Gameplay
+Nett erzählte Story
-Anfänglich sehr unübersichtlich
+Sehr Abwechslungsreich

Fazit: [rating itemreviewed=“Hyrule Warriors“ rating=“7″ reviewer=“Nina van Aken“ dtreviewed=“17.09.2014″ best=“10″ worst=“0″]Hyrule Warriors ist kein neues Zelda, obwohl man bekannte und beliebte Charaktere und sogar Bösewichte spielen kann. Die Welt in ihrer Gesamtheit ist auf jeden Fall aber The Legend of Zelda nachempfunden. Grafik, Musik, Gegner und Items sind allesamt passend designt und lassen Stimmung aufkommen. Die großen Schlachten verwirren anfänglich etwas, da sehr viel auf einmal passiert. Festungen müssen erobert, kleine Feinde besiegt, Große geschlagen und neue Ziele entgegen genommen werden. Daran gewöhnt man sich aber mit der Zeit. Dann wird das Gameplay allerdings auch etwas zu routiniert und schon fast ein bisschen langweilig. Dass man taktisch ein bisschen mitdenken muss, liegt in der Natur der Sache, denn nach wie vor ist Hyrule Warriors ein Spiel, welches Dynasty Warriors nachempfunden ist. Auch die großen Gegner können nach einem Schema abgearbeitet werden, sodass kaum große Herausforderungen entstehen. Trotzdem ist die Geschichte interessant und gut erzählt, wenn auch Lana als neuer Charakter etwas heraussticht. Jeder der 13 Charaktere spielt sich anders und kann Abseits des Kampfes im Basar ausgerüstet werden. Nachdem die Schlachten in der Hauptstory geschlagen wurden, kann man sie auch noch einmal zu Zweit spielen. Außerdem gibt es noch einen Abenteuer-Modus, in dem man auf einer 8-Bit-Karte verschiedenste Missionen annehmen kann um neue Inhalte freizuschalten. Es gibt also genug zu tun in Hyrule Warriors![/rating]

Train Fever

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Das Crowdfunding manchmal auch richtig gute Produkte fördern kann, wird immer mehr Leuten bewusst. Wer davon noch nicht überzeugt ist, sollte sich Train Fever einmal zu Gemüte führen. Die Wirtschaftssimualtion wird als inoffizieller Nachfolger von Transport Tycoon gehandhabt, welches seit 1994 seinen verdienten Ruhestand entgegenfiebert.

 

 

 

Langsam schiebt sich der schwere Zug, Modell Class 75.4 Baden VI c, die Steigung hinauf, während die Passagiere die Aussicht übers Tal genießen. Unaufhaltsam wird sich ein Weg entlang der Schienen den Berg hinauf gebahnt, um dann in einem Tunnel zu verschwinden, eine Brücke zu überqueren und dann die Talfahrt wieder anzutreten. Auf dem Nebengleis, vor dem Haltesignal, steht gemütlich ein Güterzug und wartet darauf die Strecke nutzen zu können. Nach kurzer Weiterfahrt fährt der Baden VI c in den Bahnhof ein und lässt die Fahrgäste Ein- und Aussteigen.

Was wie der Anfang eines Liebesromans klingt ist in Wirklichkeit ein Einblick in das Spiel Train Fever. Vom schweizerischen, vierköpfigen Indie-Studios Urban Games entwickelt, soll Train Fever DAS Spiel für Simulatoren-Fans und Modelleisenbahn-Liebhaber sein.

Worum geht es überhaupt?

Für diejenigen, die nie in den Genuss von Transport Tycoon kamen, ist es schwer nachzuvollziehen, woher diese Euphorie kommt. Der Klassiker war geprägt von einem simplen, aber fordernden Spielprinzip: Baue eine Logistikgesellschaft auf, Transportiere Güter und Menschen, und verdiene Geld. Dies wird auch von Train Fever verlangt. Dabei darf der Spieler bauen, wie es ihm beliebt, er muss also keine Aufgaben erfüllen, sondern wird rein vom Spaß am Spielen voran getrieben. Dies ist ein schwieriges Unterfangen, gerade für einen Shooter-Liebhaber, welcher das actionreiche, blitzschnelle Spielen liebt. Anders in dieser Wirtschaftssimulation: Zurücklehnen, zuschauen, genießen – Das ist der Weg zum Glück.

screen_01_11Wir bauen also unsere erste Zugverbindung zwischen 2 Städten. Da wir im Jahr 1850 starten, steht uns zunächst nur die kleine Dampflok Norris D 1/3 zur Verfügung, welche mit gemütlichen 40 km/h durch die Landschaft tuckert. Die Bewohner der beiden Städte sind es bisher gewohnt, nur in ihrer eigenen Stadt zu arbeiten und einzukaufen, da Automobile noch nicht der breiten Masse zugänglich sind. Dank meiner neuen Strecke können sie dies nun auch in der Nachbarstadt tun und das nutzen sie auch. Somit bekommen wir Geld in die Kasse und legen den Grundstein für unser Unternehmen. Eine „Personen-Transportroute“ (ich nenne dies extra so, denn „Busstrecke“ kann man aufgrund der fehlenden Busse in dieser Zeit noch nicht sagen) im Inneren der Städte erleichtert es den Menschen zum Bahnhof zu kommen, doch sind die Pferdekutschen teilweise noch recht langsam unterwegs.

Die Jahre ziehen ins Land und wir schreiben das Jahr 1895. Die Pferdekutschen wurden durch den Landauer, einer motorisierten Kutsche, getauscht. Das haben wir getan, weil diese mehr Passagiere befördern kann und schneller unterwegs ist. Außerdem waren die Unterhaltskosten der alten Kutschen bereits höher, als wir durch die Fahrten Umsatz machten, denn: Desto älter die Fahrzeuge, desto höher auch die Wartungskosten. Klingt doch logisch, oder?

horse_transporterUnsere Zugverbindung haben wir auch ausgebaut. Eine dritte Stadt wurde dem Gleissystem zugefügt und da immer mehr Personen die Züge nutzen wollen, haben wir ein zweites Gleis inklusive Schienensignale gebaut und lassen nun 2 Züge mit mehr Waggons die Strecke befahren. Bei einem benachbarten Ölfeld haben wir eine Strecke eingerichtet, um die Raffinerie zu beliefern, welche sich auf der anderen Seite der Stadt befindet. Bisher lief dies von alleine, allerdings zahlen sie auch gerne dafür unsere schnelleren Pferdekutschen (bis dato gibt es noch keine LKWs) zu nutzen. Die Güter, welche in der Raffinerie produziert werden, lassen wir wiederum an unsere Stadt liefern, wo sie in den Industrien einfließen.

Und das Ziel des Ganzen?

Der Transport von Personen und Gütern hat natürlich auch einen Effekt: Expansion! Die Städte werden größer und entwickeln sich weiter. Mehr Mensche wollen in den Städten wohnen, welche über Güter und Personenverkehr verfügen. Jene Ballungsräume, welche diesen Luxus nicht haben, stagnieren. Dasselbe gilt für die Industriegebäude, welche man beliefert und abtransportiert. Sie erhöhen oder verringern ihre Produktion, je nachdem wie gut die Logistik funktioniert. Hierbei tritt vor allem das Gesetz des Stärkeren in Kraft: Befindet sich eine Kohlemine zwischen 2 Städten und beliefert beide, so werden wesentlich mehr Waren zu jenem Handelsweg geschickt, welcher die Waren schneller transportieren kann. Klingt kompliziert, ist es aber nicht! Allerdings sollte man diese Situation am Besten versuchen zu vermeiden, weil man sich sonst ärgert, dass es nicht so funktioniert wie man möchte.

train_br_218_cargo_camera_1Ein paar Jahrzehnte später haben sich unsere ersten beiden verbundenen Städte von der Größe her bereits verdoppelt und die Nachfrage boomt. Neue Städte wurden auch schon unserem Netz hinzugefügt, außerdem haben wir einige Strecken mit einer Stromoberleitung nachgerüstet, damit auch die Elektrozüge fahren können. Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zieht sich quer durchs Land und der Re 6/6 (620) rast mit 140 km/h über die Brücken und durch die Tunnel dieser Strecke.

Wie kann man sich die Welt vorstellen?

Train Fever bietet also eine Menge an Bau- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Grafik kommt dabei nicht zu knapp. Die schöne, zufallsgenerierte Karte bietet Berge, Täler, Wälder, Seen und Flüsse. Eben alles, was das mitteleuropäische Herz begehrt. Und das auch noch in 3 verschiedenen Größen. Dabei bietet das Spiel genau das, was uns Sim City 5 versprochen hatte: Wir können jede Person und jede Ware genau verfolgen. Klicken wir eine Person an, sehen wir genau wo er wohnt, arbeitet, shoppt und seine Freizeit verbringt. Wir sehen wo er hin will und können verfolgen, ob er auch unsere Verkehrsverbindung nutzt, oder lieber zu Fuß geht. Wo am Anfang noch unsere Kutschen die Straßen beherrschten, kreuzen später die PKWs der Städter unsere Wege. Dabei wächst alles nicht nur in die Breite, sondern auch in die Höhe. Die kleinen Bauernhäuser sind Wolkenkratzern gewichen und die Industrie hat sich auch weiter entwickelt. Beim Brückenbau dürfen wir auch entscheiden, ob wir lieber eine Stein- oder Metallbrücke haben wollen und können so die Strecke nach unseren Wünschen anpassen. Entscheidungen, ob wir Straßen aufbessern wollen und dadurch mehr Spuren, oder gar eine eigene Busspur haben wollen, dürfen wir auch treffen. Und sollte eine Straße in der Stadt mal unseren Schienen im Weg stehen, kann auch diese abgerissen und umbaut werden. Endlich mal ein Spiel, wie wir es uns wünschen! Wahnsinn!

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Klingt doch alles gut. Gibt es auch Negatives?

Wo Licht, da auch Schatten. Wobei die Schatten eher klein, und nicht sehr dunkel sind. Was recht schnell auffällt ist, dass es nur wenig Abwechslung in der Industrie gibt. Man kann entweder Öl zur Raffinerie, Holz zur Holzverarbeitung, oder Eisen und Kohle zur Schmelze bringen. Alle 3 produzieren dann Güter. Klingt fade, hat aber auch einen Hintergrund: Modding. Immer mehr Entwickler setzen auf dieses Feature und bei Train Fever war dies auch von Anfang an gedacht. Im Forum der Homepage sind jetzt schon eine Vielzahl an Mods zu finden. Stark zu empfehlen ist dabei von Anfang an der „Cargo Mod (made by Gwinda)“. Dieser fügt 6 neue Waren und 5 neue Industrien hinzu. Trotzdem hätten wir uns dies von Anfang an schon gewünscht.

Und sonst? Es tut mir Leid, aber ich habe nichts weiter zu beklagen. Es gibt sicher Kleinigkeiten, welchen den einen oder anderen auffallen werden. Zum Beispiel, dass Kutschen oder Busse keinen Fahrer haben. Oder das der Bau von Brücken zunächst etwas kompliziert erscheint. Hierzu eine Anmerkung: wenn Ihr eine Brücke, oder einen Tunnel bauen wollt, müsst ihr zuerst die Anfangs-Steigung, bzw. das End-Gefälle mit dem Straßen/Schienen-Werkzeug bauen. Erst DANN könnt ihr beide Seiten problemlos miteinander verbinden. Dies hat mir zum Beginn viel Kopfzerbrechen bereitet.

 

Train Fever
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  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: Urban Games
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 24,99€ (Steam)
  • Reviewed von: Roman Völkel

Am 08. August 2014

+Einzigartige, dynamische Welt -Noch kein Multiplayer
+Angenehmer, passender Soundtrack - Wenige Industriewege (Ohne Mods)
+Liebevoll detailierte Fahrzeuge und Personen  
+Eingeplante Modding-Möglichkeit
+Geplanter Koop-Modus

Fazit:

[rating itemreviewed=“Train Fever“ rating=“9″ reviewer=“Roman Völkel“ dtreviewed=“08.09.2014″ best=“10″ worst=“0″]

Train Fever ist ein Wirtschaftssimulator der alten Schule und das gefällt mir gut. Wie schon mehrfach erwähnt, erinnert das Spiel stark an Transport Tycoon aus dem Jahr 1994 und gilt auch als dessen inoffizieller Nachfolger. Sowohl das Gameplay, als auch die Grafik sind für das Genre perfekt gewählt und lassen jedes Simulator-Fan-Herz höher schlagen. Die Anpassungsmöglichkeiten der Schienen und Straßen sind realistisch und umfangreich und die Fahrzeuge sind mit sehr viel Liebe gemacht. Es ist auf jedenfall einen Blick wert.

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Divinity: Original Sin

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In einigen RPGs geht es um das gute Gefühl, wenn man großen Gegnern den Kopf abschlägt. In Divinity: Original Sin geht es um das Gefühl, wie man seine Umgebung erlebt, verändert und nutzt. Dabei werden überraschend gut eingebaute Innovationen genutzt um das Spiel voran zu treiben.

Zunächst: Einsteigen und loslegen ist nicht! Bis man sich in das Spiel eingelebt hat vergehen schon mal einige Stunden. Persönlich habe ich zunächst mehrfach neu gestartet um die neuen Erkenntnisse für den Beginn neu nutzen zu können. Zum Beispiel steht man einige Minuten nach dem Start vor einem brennenden Schiff. Keiner Ruft um Hilfe, alle Hafenarbeiter sind voll damit beschäftigt das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Beim ersten Mal konnte ich gar nichts machen. Aber beim zweiten Start war ich schon etwas klüger: Mein Magier hat zufällig eine Zauberrolle aufgesammelt, mit welcher er es schafft, einen Regensturz herbei zu zaubern. Doch soll ich den Spruch wirklich dafür vergeuden? Ich entscheide mich dafür und tatsächlich: Das Feuer auf dem Schiff geht aus.

Unbenannt-6So etwa kann man auch Zauber und Fähigkeiten mit der Umgebung bei Kämpfen benutzen. Nehmen wir eines der vielen Ölfässer in der Welt her: Eine Figur, welche das Öl durchqueren möchte, nachdem das Fass zerbrochen wurde, bewegt sich langsamer darüber hinweg. Mit Feuer wird die Fläche dann auch noch zur tödlichen Falle. Diese Kombination erlaubt es den Spielern die Spielmechanik vollkommen auszunutzen und zu erleben. Die Entdeckung der komplexen Stücke, deren Auswirkungen zueinander und das Fähigkeiten-System vereinfachen das Fortschreiten der unglaublich 60-stündigen Story und Quests.

Kommunikation und Schere, Stein, Papier

Anders, als wir es bereits gewohnt sind, werden Dialoge so gut wie nie gesprochen, oder in Filmsequenzen gezeigt, sondern müssen mühsam von uns gelesen werden. Mühsam ist es nicht etwa, weil mir lesen zu retro wäre. Mühsam ist es deshalb, weil viele Figuren das Gleiche sagen, wenn sich auch der Wortlaut ab und zu ändert.

Eine schöne Idee ist dabei die Innovationen beim Multiplayer-Part. Man kann zu zweit in die Welt ziehen und so das RPG gemeinsam erkunden. Eventuelle Entscheidungen, welche die Spieler während Unterhaltungen treffen müssen, werden dann im Schere-Stein-Papier-Verfahren ausgeknobelt – im wahrsten Worte! Ein Beispiel: Ein Soldat hat einen Liebestrank getrunken und sich in eine Ork-Dame verliebt. Der Kollege sieht dies mit Argwohn an und bittet uns um Hilfe. Wir haben nun die Möglichkeit die Dame zu töten und so den Soldaten von dem Zauber zu lösen, oder wir können sie am Leben lassen. Wenn sich beide Spieler einig sind, die Lady am Leben zu lassen, passiert genau dies. Sollte sich einer der beiden Spieler allerdings entscheiden, der Ork ihres Lebens zu berauben, so wird mit vorgefertigten Texten darüber diskutiert und argumentiert. Sollte sich keine eindeutige Entscheidung entwickeln, so beginnt das Schere-Stein-Papier-Spiel. Die Entscheidung des Siegers wird dann wohl oder übel angewendet. Dieses Verfahren erlaubt es die ganzen Entscheidungen im Spiel (und es sind etliche) auf faire Weise zu lösen.

Taktischer Stellungswechsel

Die Entscheidungen bei Kämpfen trifft jeder Charakter dabei für sich alleine und das nacheinander. Wer wann eine Aktion ausführt, entscheidet die Schnelligkeit. Angriff, Bewegung und Zauber darf man dann beliebig kombinieren, und je mehr Aktionspunkte einem Kämpfer zur Verfügung stehen, desto mehr kann er tun. Nicht verbrauchte Punkte spart er für die nächste Runde. Sichtlinien beeinflussen die Erreichbarkeit von Zielen. All diese Punkte machen die Kämpfe ebenso abwechslungsreich wie fordernd und besonders durch die vielseitige Physik motivierend.

Rüstungen, Waffen und andere Items können gewohnt nach einem Kampf aufgesammelt werden. Zu Beginn ist das Vergleichen von Ausrüstungen noch nervig, allerdings weiß man schon bald, worauf man achten muss, was Euphorie darüber auslöst, wenn man die Leichen der Gegner plündern darf und etwas Brauchbares findet.

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Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald

Die riesige Welt ist von Anfang an frei begehbar. Dies ist sowohl Vor- als auch Nachteil. Wenn man zu schnell voraus läuft, verendet man genauso schnell an zu starken Gegnern. Mit Logik und Taktik sich langsam voran zu kämpfen und Erfahrung sammeln ist wesentlich geschickter. Die Wesen, welche ihr im Laufe der Story begegnet, sind dabei schräg und einfallsreich. Von zum Leben erweckten Schneemännern, über sprechende Eiserne Jungfrauen, bis hin zu Roboterhühnern steht alles im Repertoire. Apropos Hühner: Tiere sind nicht nur Dekoration, sondern wichtige Charaktere! Ihr bekommt hilfreiche Tipps, man wird in die Richtung von geheimen Eingängen geschubst und sie helfen beim Erfüllen von Aufgaben.

aasdWie ihr seht bringt Divinity: Original Sin sehr viele ausgefallener Ideen mit. Diese sind zwar lustig, aber manchmal genauso nervig, weil es einfach manchmal schon ZU viel ist. Nach der tausendsten Innovation, ist die tausendundeinste einfach vorhersehbar… Zwar nicht was kommt, aber DAS es kommt. Man möchte sich die Zeit nehmen alles zu erkunden und keinen Witz zu verpassen, bleibt damit aber schnell in der Story stecken. Genau dieser Zwiespalt bringt einen ins Ungleichgewicht und man weiß nicht worauf man sich konzentrieren soll. Das Spiel bietet Unmengen an Umfang, Infos und Inhalt, was Gelegenheitsspieler sicher überwältigen wird. Nur als „echter RPG-Fan“ wird man sich durch das Spiel durchkämpfen können.

 

Divinity: Original Sin
Divinity Original Sin
  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: Larian Studios
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 39,99€ (Steam)
  • Reviewed von: Roman Völkel

Am 07. August 2014

+Stimmungsvolle Welt   - Sehr viel „Trial and Error“
+Dynamische Spielmechanik - Unpraktisches Quest-Handbuch
+Unmengen an Quests  
+Einzigartige Innovationen
+Gelungener Koop-Modus

Fazit:

[rating itemreviewed=“Divinity: Original Sin“ rating=“9″ reviewer=“Roman Völkel“ dtreviewed=“06.09.2014″ best=“10″ worst=“0″]

Divinity: Original Sin überzeugt mit einer großen Welt und viel Umfang und Inhalt. Die Quests sind umfangreich und bieten Abwechslung. Abseits der Hauptstory gibt es viel zu entdecken: Bücher, NPCs, neue Mitstreiter, verrückte Charaktere, Unmengen an Ausrüstungen und Items. Erst nach etwa 60 Stunden hat man das Meiste gesehen und erlebt. Dieser Umfang kann aber auch zum Frust werden, wenn man sich nicht darauf einstellen kann. Man merkt also, dass das RPG nichts für Gelegenheitsspieler ist, sondern viel Geduld erfordert. Wem empfehle ich dieses Spiel also? Spielern, die wissen was sie tun. Spielern, welche das Genre RPG kennen und wissen, dass sie es wirklich mögen. Ausserdem sollte man viel Text lesen wollen, denn die vielen Gespräche und die unzähligen Bücher werden nicht vorgelesen, oder in Filmsequenzen gezeigt, sondern müssen selbst gelesen werden. Ich persönlich bin begeistert von dem Spiel, auch wenn es einige Frustmomente gab und das öftere „Trial and Error“ mir dann doch auf die Nerven ging, so überzeugt das Spiel einfach mit seinen Möglichkeiten und Innovationen. Wer also RPGs mag und Geduld mitbringen kann, den lege ich dieses Spiel auf jeden Fall ans Herz.

[/rating]

The Last of Us: Remastered

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Die Serie von Next-Gen Neuauflagen scheint kein Ende zu nehmen. Das hochgelobte und viel ausgezeichnete Spiel The Last of Us von Guerilla Games ist nun auch als Remastered Edition für PS4 zu haben. Neben einer verbesserten Optik sind noch das DLC Left Behind und diverse Mappacks für den Multiplayer mit dabei. Doch Besitzer der PS3-Version werden sich fragen, ob eine Neuanschaffung zum Vollpreis sich wirklich auszahlt. Wir haben die PS3-Version mit der NextGen Variante verglichen und können euch sagen, wann sich ein Kauf lohnt.

Um eines von Anfang an klar zustellen: an der Story selbst ändert sich in The Last of Us Remastered rein gar nichts. Und das ist auch gut so, schließlich handelt es sich bei The Last of Us um einen der größten Titel der letzten Konsolengeneration. Man hat also bewusst auf Zusätze im Hauptspiel verzichtet. Die einzige Singleplayer-Erweiterung zum Originalspiel wäre das Left Behind DLC, das bei der Remastered Edition gleich mit dabei ist. Dieses bietet einen kleinen Zusatz zur Hauptstory, sofern man es noch nicht gespielt hat. Ansonsten gibt es für Spieler, die die Story schon einmal beendet haben, inhaltlich keinerlei Neuerungen. Für alle, die sich gewünscht haben mehr über die Welt von The Last of Us zu erfahren dürfte das zwar eine Enttäuschung sein, aber immerhin handelt es sich bei dem Spiel auch im eine Neuauflage für PS4 und nicht um eine Erweiterung oder gar Fortsetzung. Der größte Unterschied zur LastGen-Version dürfte die verbesserte Optik des Titels sein. Es steht wohl außer Frage, dass das Spiel auf der PS3 schon beeindrucken ausgesehen hat, dennoch macht die PS4-Version, dank schärferer Texturen und Full HD 140928-thelastofus2visuell noch mehr her. Auch die Lichteffekte fallen auf der NextGen deutlich besser aus, was die Atmosphäre in dunklen Räumen noch bedrohlicher und fesselnder macht. Insgesamt hält sich die optische Aufbesserung allerdings in den Grenzen einer aufpolierten Neuauflage, weshalb Spieler der PS3-Version nicht zu viel erwarten sollten.

Es dürfte relativ klar sein, dass sich The Last of Us: Remastered eher an Spieler richtet, die noch nicht mit Joel und Elli durch die Ruinen der modernen Zivilisation gewandet sind und dieses Abenteuer gern nachholen wollen. Und das ist der Kauf allemal wert, solange man keine Abneigung gegen Third-Person-Shooter oder postapokalyptische Szenarien hat. In den guten 12 Stunden Spielzeit, zumindest beim ersten Durchlauf, bietet sich dem Spieler eine spannende Reise durch das zerstörte Amerika mit Charakteren, die man so schnell nicht mehr vergisst. Als kleinen Zusatz, der erst gespielt werden sollte, nachdem die Hauptstory beendete wurde, haben Guerillia Games auch noch das DLC Left Behind auf die Disc gepackt. Dieses gliedert sich in zwei Handlungsstränge, von denen einer vor und der andere während der Ereignisse der Hauptstory spielt und diese ergänzt. Auf jeden Fall einen Blick wert, auch wenn es vom Umfang her keinen Neukauf rechtfertigt, dafür ist der Umfang zu gering. Damit aber auch schon genug von der Story, schließlich lebt das Spiel vor allem von der Geschichte die es erzählt. Neben Waffen und 140918-thelastofus3Ausrüstungsgegenständen, die man unterwegs findet, lassen sich auch die Fähigkeiten mit er Zeit erweitern. Des weiteren können Bauteile gesammelt und Gegenstände hergestellt werden. Da diese, genau wie Munition, aber zeitweise knapp werden, lohnt es sich die Stealth-Mechaniken des Spiels zu nutzen und die Gegner unbemerkt auszuschalten, oder sogar an ihnen vorbeizuschleichen. All das macht The Last of Us zu mehr als einem reinen Shooter. Die fünf Schwierigkeitsgrade dürften außerdem für jeden Spieler die passende Herausforderung bieten und zu einem weiteren Durchgang motiovieren.

Ein Punkt, der The Last of Us: Remastered auch für Kenner des Spiels interessant machen könnte, ist der Multiplayer. Dieser mag auf der PS3-Version etwas untergegangen sein, dafür kann man den Online-Kämpfen auf der PS4 umso mehr Aufmerksamkeit schenken. Alle bisher verfügbaren Mappacks werden auf der PS4 gleich mitgeliefert, leider gilt das nicht für die Waffen-, Fähigkeiten und Outfit-DLCs. Deren Umfang ist jedoch kaum der Rede wert und kann daher verkraftet werden. Optisch, wie spielerisch, präsentiert sich der Multiplayer wirklich gut, selbst wenn man kein Fan von Third-Person-Shootern im Onlinegefecht ist. Die einzelnen Runden gestalten sich, trotz der geringen Anzahl an Spielmodi sehr abwechslungsreich. Durch das Sammeln von Bauteilen können Gegenstände hergestellt und durch das Verdienen von Punkten Verbesserungen gekauft werden, die nur für die jeweilige Runde gelten. Dauerhaft lassen sich dafür Waffen, Fähigkeiten und Outfits freischalten, die im Klasseneditor ausgerüstet werden können und verschiedene Spielstile unterstützen. So können Klassen neben Fern- und Nahkämpfern auch auf das Herstellen von Objekten oder das Heilen von Verbündeten spezialisiert werden. In den Runden selbst gilt es dann möglichst viele Punkte pro Runde zu erreichen, denn diese versorgen unseren Klan, der jedoch nur als Zahl im Hauptmenü existiert. Je nach Spielmodus können Punkte auf verschiedene Weise ergattert werden, jedoch sollte man nicht zu oft mit leeren Händen nach Hause zurückkehren, da sonst Mitglieder sterben, was sich aber genaugenommen nur auf die Freischaltungen auswirkt. Zwischendurch bringen Bonusevents, bei denen wir ein Ziel (eine bestimmte Anzahl an A140928-thelastofus1bschüssen, Wiederbelebungen usw.) bestimmen können, etwas Spannung in die Sache. Sollte man sich anfangs nicht wirklich im Multiplayer zurechtfinden: nur Geduld, auch wenn sich das Spiel von den gängigen Online-Shootern unterscheidet ist es auf jeden Fall den Versuch wert und schon nach wenigen Runden dürften die meisten Spieler das Spielprinzip verinnerlicht haben.

The Last of Us: Remastered
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  • Wertung der Redaltion: 5
  • Publisher: Sony
  • Getestet auf: PS4
  • Preis: 49,99€
  • Reviewed von: Niels Cimpa

Am 6. September 2014

+Umfangreich
- Wenig Neues für Kenner
+Optische Verbesserung

 

Fazit:

[rating itemreviewed=“The Last of Us: Remastered“ rating=“9″ reviewer=“Niels Cimpa“ dtreviewed=“06.09.2014″ best=“10″ worst=“0″]Für Spieler, die The Last of Us verpasst haben, bietet sich mit der Remastered Edition eine gute Möglichkeit es nachzuholen. Mit dem Left Behind DLC und den Mappacks bekommt man inhaltlich fast die volle Ladung zu einem fairen Preis. Hinzukommt natürlich noch die optische Verbesserung, die die sonst schon dichte Atmosphäre noch fesselnder macht. Für Spieler der PS3-Version wartet allerdings nicht viel Neues. Die grafischen Neuerungen sind zu gering um einen Kauf zum Vollpreis zu rechtfertigen, da bleiben nur noch die DLCs. Sollten diese allerdings auch schon bekannt sein, bleibt nicht mehr viel, für das sich der Umstieg auf die PS4-Version lohnt.[/rating]

Enemy Front

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Mit Enemy Front vom Enticklerstudio CI Games kommt ein abitionierter Shooter mit Stealth Elementen, der aufgrund der zugrundeliegenden Cryengine auf ein prächtiges Schützenfest hoffen ließ. Leider hat sich im Test oft das Gegenteil gezeigt. 

Shooter aus dem zweiten Weltkrieg sind nach ihrem Boom in den letzten Jahren immer mehr von Zombie Survival Games vertrieben worden. Da ist es schon fast erfrischend sich nach dem vielem Zombie Gemetzel in der Zeit zurückzuversetzen und historische Schlachten nachzuspielen. Enemy Front erzählt dabei die Geschichte eines Kriegsjournalisten, der mehr oder weniger ungewollt zu einem Widerstandskämpfer wird. Dabei wird Robert Hawkins Quelle gefangen genommen, auf der Suche nach ihr wird er von den Einblicken des Krieges überwältigt und beschließt fortan Stift gegen Waffe zu tauschen und gegen die Nazis vorzugehen.

 

EnemyFront_SmokeStrunzdumme KI und mehr Action als Stealth

Die folgenden 16 Missionen bilden eine Mischung aus Action und Stealth, laden den Spieler dazu ein mit der Umgebung zu interagieren, sind aber leider zu geradlinig und die schlechte KI trübt das Spielerlebnis erheblich. Obwohl Enemy Front von sich behauptet ein Stealth Spiel zu sein, ist es leider über weite Strecken zu anstrengend, oder einfach nicht nötig leise zu sein und möglichst keine Aufmerksamkeit zu erregen. Außerdem ist wildes Herumgeballer ohnehin viel unterhaltsamer. Die Karten bieten in der Regeln genügend Deckung, der Spieler regeneriert sich rasch und selten fehlt es an ausreichend Munition. Dazu kommt die bereits oben erwähnte KI der gegnerischen NPCs. Regelmäßig spähen diese aus ihrer Deckung hervor, oder laufen unkoordiniert durch die Gegend. Spielt man das Spiel auf höchstem Schwierigkeitslevel, kommt noch eine ungemein hohe Trefferquote hinzu. Egal wie weit wir entfernt sind, haben uns die Gegner einmal entdeckt, treffen sie aus jeder Lage. Das wäre selbst bei einem Sturmgewehr aus heutiger Zeit kaum möglich.

Gameplay – im Westen (fast) nichts Neues

1402326015_5436Das Gameplay erweist sich über weite Teile als schnell und dynamisch. CI Games schaffen es neue Spielelemente einzubauen, die es so noch nicht gegeben hat und die ich mir auf jeden Fall in zukünftigen Shootern wünschen würde. Ich spreche hier beispielsweise von der Möglichkeit die Umgebungsgeräusche als Tarnung für das eigene Vorgehen zu nutzen. Fliegt ein Flugzeug über die Front hinweg, wird es schnell ziemlich laut. Da fällt es nicht auf, wenn wir unsere Waffen zücken und die ein oder andere Wache ausschalten. Praktisch auch, wenn sich in der Umgebung ein Schießplatz befindet, auf dem gerade fleißig geübt wird. Ein Schuss mehr oder weniger hört niemand und zack, der Weg ist frei.

Bewegen wir uns vorsichtiger durch das Gelände, zeigt uns eine Aufmerksamskeitsskala an, wann wir von den Gegnern entdeckt werden. Befinden wir uns dann in einem Gefecht, können wir mit der Umgebung interagieren. Oft sind schräg geparkte Fahrzeuge nicht ausreichend gesichert, da wäre es doch eine Schande uns die Gelegenheit entgehen zu lassen die Bremsen zu lösen und den Truck kurzerhand in den feindlichen Schützengraben zu schicken.

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Technik

Die Potentielle Macht der Cryengine wurde von den Entwicklern leider nicht ausreichend genutzt. Das Spiel blitzt zwar hin und wieder mit schönen Momenten auf, der überwiegende Teil ist jedoch matschig und plump. Die Animationen der Spieler wirken nicht sonderlich überzeugend und Detailtiefe vermisst man ebenso an vielen Orten. Das Element Sound wurde wie oben erwähnt gut ins Spiel eingebaut. Leider fehlt es vor allem bei den Waffen am richtigen Bums, viele fühlen sich gleich und kraftlos an.

 

Enemy Front
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  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: Kochmedia
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 36,99 €
  • Reviewed von: Gregor Lorbek

Am 25. August 2014

+Sound Elemente im Gameplay dumme KI-
+große Karten -Stealth lohnt sich nicht
+Action und Stealth möglich monotones Gameplay-
schwache Technik-

Fazit:

[rating itemreviewed=“Enemy Front“ rating=“5″ reviewer=“Gregor Lorbek“ dtreviewed=“25.08.2014″ best=“10″ worst=“0″]Zusammenfassend lässt sich sagen, Enemy Front ist ein Shooter der im Zweiten Weltkrieg spielt. Von denen gibt es aber auch weitaus bessere. Das Gameplay zeigt sich nicht abwechslungsreich, wenngleich es den Spieler dazu einlädt mit der Umgebung zu interagieren. Neue Elemente frischen das Genre etwas auf. So ist es möglich im Lärm vorbeifliegender Flugzeuge unerkannt Gegner auszuschalten. Es lohnt sich allerdings nicht wirklich lautlos zu bleiben. Die Maps bieten genügend Deckung und die dumme KI ist oft mit sich selbst überfordert. Auf der anderen Seite sind die Karten groß genug und bieten nicht nur einen geradlinigen, sondern meistens mehrere Wege zum Ziel an.   [/rating]

 

EA Sports UFC

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THQ ist Vergangenheit, die Rechte der UFC Reihe gingen an EA und mit EA Sports UFC kommt nun das erste Next-Gen Mixed Martial Arts Game, das Hoffnungen nach atemberaubender Grafik, sowie knackigem und spannendem Gameplay groß werden lässt.

Die Engine der nächsten Generation – EAs Ignite Engine – die auch schon bei anderen Sportspielen wie FIFA oder NFL zum Einsatz kam, zeigt auch bei UFC zu was sie fähig ist. Die Martial Arts Kämpfer strotzen nur so vor Details, vor allem deren Gesichter wirken dynamisch und verändern sich im Laufe des Kampfes. Heftige Treffer hinterlassen bleibende Spuren, Blutspritzer verteilen sich auf dem Boden des Oktagons und im Laufe eines Kampfes schmücken immer mehr blaue Flecken die Körper der Spieler.

Die Kampfdynamik von UFC lässt mich bei jedem Schlag beziehungsweise Tritt die Bewegungen der Muskeln unter der Haut der Kämpfer spüren. Wuchtige Treffer sorgen für Wellenbewegungen unter der Haut, Kommentatoren und Zuschauer schreien auf und der Gegner geht zu Boden. Dennoch bleibt ein merkwürdiges Gefühl zurück, hat sich der Kick doch so gar nicht angefühlt als hätte er die Wucht und Kraft einen gestandenen MMA Kämpfer in die Knie zu zwingen. Dynamik und schnelles Gameplay hin oder her, leider verpassen die Entwickler hier die Gelegenheit ein überzeugendes Kampfsystem ins Spiel einzubauen. Es fühlt sich viel mehr so an als würden sich die Fighter betätscheln.

ufc-4125-19924Das Spiel startet mit einem Tutorial. Die Steuerung von EA Sports UFC ist alles andere als eingängig und so kommt es gerade recht, dass man in 18 kleinen Missionen die Grundzüge der Steuerung kennenlernen kann. Im Striking tänzelt man leichtfüßig über den Boden und teilt kräftige Kicks und Tritte aus, die man mit den Schultertasten und dem linken Stick leicht verändern kann. Zieht man den Gegner an sich heran geht man in den so genannten Clinch. Hier muss man versuchen sich mit Stickbewegungen in eine bessere Position zu bringen als der Gegner. Auch im Bodenkampf ist die Position des Spielers ausschlaggebend. Ist man in der oberen Position und kann den Gegner unter sich festmachen, hat man sie Möglichkeit sehr effektive Schläge auszuteilen und so den Kampf für sich zu entscheiden. Außerdem kann man in der so genannten Submission versuchen den Gegner dazu zu bewegen abzuklatschen und aufzugeben. Die erfolgt über ein kleines Minigame in dem man den Stick in die gleiche Richtung bewegen muss wie der Gegner.

ea-sports-ufc1Die Grundlagen der Steuerung sind dank des Tutorials schnell gelernt, schwer wird es aber mit härteren Gegnern mithalten zu können, die Steuerung zu verinnerlichen und sämtliche Kombinationen auswendig und aus dem FF zu beherrschen. Ganz nach dem Motto easy to learn but hard to master.

EA Sports UFC schafft es einen glaubwürdigen Realitätsbezug zu den Charakteren herzustellen. Kämpft man beispielsweise mit Bruce Lee, sollte man nach Möglichkeit nicht den Bodenkampf suchen, die Stärken der MMA Legende liegen im Austeilen mächtiger Kicks und Schläge. Die Stärken und Schwächen der Kämpfer sind an denen ihrer realen Pendants angelehnt. Das führt zu einer intensiven Einarbeitungszeit – man braucht relativ lange um die einzelnen Spieler kennen zu lernen – fühlt sich aber überzeugend dynamisch an.

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Im Karrieremodus, der an die gleichnamige The Ultimate Fighter Casting Show erinnert, muss man zuerst in die Charaktererstellung. Hier kann man vorgefertigte Sets wählen und weiter individualisieren, oder per Game Face seinen eigenen Kämpfer erstellen. Anschließend geht es darum, sich im Training mit dem Boxsack zu beweisen und Erfahrungspunkte zu sammeln, mit denen man seinen Kämpfer verbessern kann. In den Kämpfen die unter den Castinggruppen ausgetragen werden kann man den Grundstein für die Profikarriere legen, aber Achtung, diese Kämpfe sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Die offizielle UFC Lizenz kommt im Spiel voll zur Geltung. Der legendäre Bruce Buffer kündigt in MMA Manier jeden Kampf leidenschaftlich und emotional an. Außerdem kann man in offiziellen Stadien spielen, lizensierte Musik hören und Stimmen der Kommentatoren auswählen. Hier empfehlen sich englischsprachige Kommentatoren.

 

EA Sports UFC
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  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: EA
  • Getestet auf: Xbox One
  • Preis: 53,00 €
  • Reviewed von: Gregor Lorbek

Am 23. August 2014

+Realitätsbezogene Kämpfer Unintuitive Steuerung-
+Next Gen Grafik -kraftlose Schläge und Kicks
+Lizensierte Kämpfer, Sound und Stadien
+Unterhaltsame Karriere  

Fazit:

[rating itemreviewed=“EA Sports UFC“ rating=“8″ reviewer=“Gregor Lorbek“ dtreviewed=“23.08.2014″ best=“10″ worst=“0″]Für alteingesessene UFC Fans ist das neue Spiel von EA eine Umstellung zu den bisherigen Titeln. Leider ist es nicht gelungen das Kampfsystem so wuchtig darzustellen, wie das bei den Fight Club Titeln der Fall ist. Dennoch bietet der Karrieremodus, der an die Casting Show The Ultimate Fighter angelehnt ist, Potential für viele Stunden Spielspaß. Die Steuerung ist anfangs überfordernd, da man sehr viele Moves und Kombinationen lernen muss, das anfängliche Tutorial ist für das Lernen der grundlegenden Steuerung aber sehr hilfreich. Für Fans von MMA ist EA Sports UFC durchaus zu empfehlen. [/rating]

Hands-On: Ori and the Blind Forest

Am Gamescom-Donnerstag hatten wir die Möglichkeit Ori and the Blind Forest anzuspielen. Der 2D-Plattformer erscheint exklusiv auf der Xbox One und hat ein überraschend dynamisches und frisches Gameplay.

Ori and the Blind Forest zeigte bereits im Vorfeld seine ruhige, schöne, dennoch bedrohlich wirkende Atmosphäre und durfte von uns auf der Gamescom angespielt werden. Ori ist ein Waldgeist, der sich den drohenden Schatten entgegenstellt, die im Wald Einzug finden. Für einen 2D-Action-Plattformer soll das Spiel sehr storylastig werden. Zu viel wurde aber nicht verraten. Stattdessen durften wir selbst einmal ein Level anspielen.

In Ori sollen die urspünglichen Jump ’n‘ Run Elemente durch neue Ersetzt werden. Die Bash-Attacke ist das Kernelement. Mit ihr kann man von einem Objekt oder Gegner zum anderen springen, ohne einmal den Boden zu berühren. Werden zum Beispiel Projektile vom Gegner abgefeuert, kann man durch den Bash diese gezielt leiten und sich selbst in eine bestimmte Richtung katapultieren. Damit ist das System sehr dynamisch und fordert vom Spieler sowohl Vorausplanungsfähigkeiten als auch schnelles Reagieren. Durch das Umlenken der Projektile können neue Wege freigesprengt werden und Geheimnisse gefunden werden. Bossfights sind auch keine klassischen „3x auf die Schwachstelle hauen“ sondern fordern dem Spieler die Fähigkeiten ab, die er im Laufe des Spiels erlernt hat.

Auch das Speichersystem ist neu. Wo normalerweise Autosave vorherrscht, darf man sich selbst Speicherpunkte setzen, an denen man im Todesfall respawnen kann. Dafür ist aber Energie notwendig, die auch für Spezialattacken verwendet werden können. Neben der schnellen Plattform-Action sind auch Rollenspiel-Elemente eingebaut. In den Leveln kann man Spirit Lights finden. Sind genug gesammelt, kann man sie auf seine Fähigkeiten anwenden um sie aufzurüsten. Wer zu oft stirbt, kann die Spirit Lights für mehr Leben einsetzen oder um mehr Energie aufnehmen zu können.

Ori spielt sich ein wenig wie Guacamelee. Man gewöhnt sich nach und nach an das Gameplay und verbessert seine Fähigkeiten nicht hauptsächlich durch neue Upgrades, sondern durch die Übung die man durch das Spielen an sich bekommt.

Der Planer: Industrie-Imperium

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Mit der neuesten Simulation aus dem Hause Rondomedia, hat sich der Publisher diesmal leider selbst ein Bein gestellt. Der Planer: Industrie-Imperium konnte im Test leider nicht überzeugen und ist vielleicht eher etwas für trockene Simulations-Fanatiker.

Für einen solchen Fanatiker habe ich mich bisher auch immer gehalten. Ich liebe Simulationen über alles, aber sie müssen Spaß machen und ein gutes Gleichgewicht zwischen Grafik und Effektivität bieten. Bei Der Planer: Industrie-Imperium (DP:II) ist bereits der Einstieg schwierig. Die Grafik überzeugt nicht wirklich und die Spielmechanik ist sehr einseitig.

Trockenes Spielprinzip

Das Prinzip ist schnell erklärt: Produziere Ressourcen und liefere diese an einen Auftragsteller. Man kauft sich also ein Grundstück, welches man von der Form und Größe frei wählen kann03, baut Unterkünfte für die Mitarbeiter und versorgt sie mit Wasser und Strom. Dazu kommt ein Logistikzentrum, wo eure Transporter geparkt und gewartet werden und die erste Ressource. Diese ist zu Beginn z.B. eine Hühnerfarm, wo ihr (wer hätte das gedacht) Hühner „produziert“. Städte und Märkte in der Nähe fragen nach solchen Produkten und ihr könnt sie dorthin verkaufen. Dafür kauft ihr den passenden Transporter und schickt diesen, in einem eingestellten Rythmus, mit einer eingestellten Menge an Ressourcen, zu dem Auftragsteller. Durch den Verkauf bekommt ihr Geld und Erfahrungspunkte. Die gewonnene Erfahrung lässt euch in eurem Level aufsteigen und schaltet so neue Gebäude frei mit denen ihr neue Ressourcen erzeugen könnt.

So verbessert ihr sowohl euer Industrie-Imperium, als auch die umliegenden Städte.  Leider klingt dies besser, als es wirklich ist. Die Städte wachsen nur sehr langsam und nur schwer ersichtlich. Ein Gefühl wie „Hey, durch mein Wirken ist diese kleine Stadt gerade größer geworden“ tritt leider nie wirklich auf.

Grafik als Notwendigkeit

01Was das Spielprinzip nicht schafft, macht meistens die Grafik dafür wett. Man schaut gerne den kleinen Figürchen und Vehikelchen zu, wie sie sich ihren Weg zu ihren Zielorten bahnen, oder wie sie ihren Geschäften nachgehen. Aber auch dies fehlt bei Der Planer: Industrie-Imperium leider. Man sieht zwar, wie Züge und Transporter von A nach B gurken und auch wie PKWs von einer Stadt in die andere fahren, aber der Drang die Spielgeschwindigkeit hoch zu drehen, um schneller an Geld zu kommen und sich die generell verwaschen wirkende Grafik nicht genauer zu Gemüte zu führen, überwiegt einfach.

Während Objekte wie Produktionsstätten und Kraftwerke noch ganz nett anzusehen sind, so erfüllen Städte nur noch den Zweck, einer rein statistischen Bevölkerung ein Zuhause zu bieten. Generell wird die Welt eigentlich sowieso mehr durch Fenster mit Schaltflächen versteckt, welche man benötigt um seine Transporte zu organisieren.

Strategiespiel mit Bindungsangst

Für wen ist das Spiel gedacht? Eine gute Frage! Für mich leider nicht. Mir 04fehlt die Liebe zum Detail, das Gefühl etwas zu erreichen. Aber es findet sicher Anklang bei Spielern, welche sich nicht allzu viel erwarten. Wer gerne auf Schaltflächen klickt, jede Lieferung einzeln verwalten möchte und dabei die Spieloberfläche auf viele Fenster reduziert, für den ist dieses Spiel genau das Richtige. Die Simulation hat viel potenzial, macht aber leider auch vieles falsch, was schon nach kurzer Zeit ein Gefühl der Langeweile und Monotonie auslöst.

Das Szenario ist dabei nicht sehr viel hilfreicher. Dieses wirkt mehr wie ein weiterführendes Tutorial. Man löst Aufgaben, welche einem helfen die Spielewelt weiter zu verstehen. Bei vielen Spielen ist dies der Fall, aber selten fühlt sich das so gezwungen an. Man wird regelrecht darauf gedrillt dieses Problem zu lösen und vergisst dabei ganz die anderen Möglichkeiten, welche man hat. Im freiem Spiel läuft dies schon etwas flüssiger, aber auch dieses Gefühl von Freiheit schafft es nicht lange Spielfreude aufkommen zu lassen.

 

Der Planer: Industrie-Imperium
Der Planer: Industrie-Imperium
  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher: Rondomedia
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 29,99€
  • Reviewed von: Roman Völkel

Am 07. August 2014

+Akzeptable Musik
Grafik nur zweckerfüllend-

-Mangelhafter Spielspaß

Trockenes Spielprinzip-

Monotoner Ablauf-

Fazit:

[rating itemreviewed=“Der Planer: Industrie-Imperium“ rating=“3″ reviewer=“Roman Völkel“ dtreviewed=“07.08.2014″ best=“10″ worst=“0″]

Meiner Meinung nach hat Der Planer: Industrie-Imperium großes Potenzial, welches leider schlichtweg verschenkt wird. Es ist recht monoton und besteht zum Großteil nur aus Knöpfedrücken von Menüfenstern. Leider gibt es recht wenig, was mir gefallen hat und das finde ich wirklich sehr schade. Weder das Spielprinzip, noch die Spielegrafik konnten wirklich überzeugen. Aber vielleicht schafft es Rondomedia bald wieder, den alten Charme ihrer Spiele zu erreichen.

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Killzone Shadowfall: Intercept DLC

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Mit dem neuen Intercept-DLC für Killzone Shadowfall kommt nun etwas Abwechslung in den Multiplayer des Spiels. Ist der Inhalt erst mal heruntergeladen, finden wir auch schon einen neuen Punkt in unserem Menü: Den Koop-Modus. Dabei treten wir zu viert gegen eine Horde Helgast an, arbeiten als Team zusammen und verteidigen wichtige Punkte. Während Besitzer des Season-Pass den Inhalt gratis downloaden können, gilt für alle anderen der Preis von 9,99 Euro.

Ob man sich erst am Trainingsmodus versucht oder gleich in die Schlacht zieht sei jedem selbst überlassen, eine kurze Einführungsphase kann aber nicht schaden. Denn von den vier Teammitgliedern wählt jeder eine Klasse (Sturmsoldat, Scharfschütze, Sanitäter und Taktiker), von denen jede Vor- und Nachteile hat. Keine Klasse kann doppelt gewählt werden, was sowieso nicht sinnvoll wäre, da eine am Schlachtfeld nicht vertretene Klasse schnell vermisst wird. Zwar ist das Balancing der Klassen nicht optimal gelöst, dafür ist für jeden Spielstil etwas dabei.

Dank seiner Ausrüstung mit KILLZONE™ SHADOW FALL_20140626180329automatischen Gewehren, einer Angriffsdrohne und der Fähigkeit schneller zu sprinten ist der Sturmsoldat am besten für die Angriffe auf verlorengegangene Punkte geeignet. Bevorzugt man also einen schnellen Spielstil an vorderster Front, sollte man sich um diese Klasse bemühen. Der Scharfschütze bleibt, wenig überraschend, vorwiegend in der eigenen Basis und sucht nach hohen Positionen, von denen aus er die Punkte verteidigen kann. Mit seinen beiden Mienen, einem leichten und einem schweren Sniper ist er ideal für den Fernkampf geeignet. Wählt man hingegen den Sanitäter macht die leichte Bewaffnung sowohl Nah- als auch Fernkämpfe schwierig. Die Fähigkeit, sowohl Kameraden zu heilen und wiederzubeleben, als auch Munitionskisten zu werfen, macht ihn jedoch unersetzlich für das Team. Zu guter Letzt sei noch der Taktiker genannt, dessen Feuerkraft noch hinter der des Sanitäters zurückliegt, wenn man nur seine Handfeuerwaffe beachtet. Als Taktiker hat man die Aufgabe automatische Geschütztürme zu platzieren und kugelsichere Kraftfelder aufzubauen. Richtig gespielt wirkt der Taktiker den anderen Klassen jedoch etwas überlegen.

140720-intercept-review2Sind alle Klassen vertreten und halten sich auch an ihren Aufgabenbereich, können wir eine relativ entspannte Runde erwarten. Diese unterscheiden sich aber je nach gewählter Zielpunktezahl und Map. Die vier im DLC enthaltenen Karten umfassen sowohl Wald-, als auch Stadtgebiete und spielen sich hinsichtlich der Vorgehensweise der unterschiedlichen Klassen auch ein wenig anders. Auf jeder Map geht es aber darum drei Sendemasten zu halten und eine bestimmte Anzahl an Punkten zu erwerben. Diese Punkte bekommen wir durch das Töten von Gegnern, Zurückerobern von Sendemasten, des Heilen von Freunden usw. Diese müssen dann auf die Bank eingezahlt werden, indem wir uns in einen Kreis in unserer Basis stellen. Regelmäßiges Einzahlen hat aber seine Vor- und Nachteile, denn obwohl wir, wenn wir sterben, alle nicht eingezahlten Punkte verlieren und bei einem leeren Kontostand kein Respawn mehr möglich ist, lohnt es sich oftmals mit dem Einzahlen zu warten. Dafür sorgt der Multiplikator, der mit voranschreitender Lebensdauer immer höher wird.

Zahlen wir dann eine bestimmte Summe ein, erscheinen Kondensatoren auf der Map, die wir einsammeln und zu einer Maschine bringen können. Dies gibt uns die Möglichkeit, bestimmte Extras wie Mörserschläge, automatische Geschütze, Jetpacks und Miniguns freizuschalten. Sie machen nicht nur Spaß, sondern auch die Mission um einiges leichter. Außerdem bringen sie etwas Abwechslung in das sonst sehr einfache Spielprinzip. Bis auf hin und wieder erscheinende gegnerische Drohnen oder Endboss-artige Supergegner bleibt der Kampf auf eine Horde Soldaten beschränkt, die gegen die Sendetürme oder die Basis anrennen. Immerhin können wir noch allerhand Herausforderungen erfüllen und neue Waffen freischalten. Dennoch, in der ersten Stunde Spielzeit haben wir bereits alles gesehen und es gilt nur noch die eigenen Bestzeiten für das siegreiche Beenden einer Runde zu schlagen oder neue Herausforderungen zu erfüllen. Insgesamt eine willkommene Abwechslung zum Multiplayer, jedoch ist mit vier Maps der Inhalt zu wenig um auch über längere Zeit Unterhaltung zu bieten.

Killzone Shadowfall: Intercept  DLC
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  • Wertung der Redaltion: 5
  • Publisher: Sony
  • Getestet auf: PS4
  • Preis: 9,99€
  • Reviewed von: Niels Cimpa

Am 20. Juli 2014

+Gelungenes Klassensystem
- Nur vier Maps
+Viele Herausforderungen
-    Eintönig
+Jetpacks

 

Fazit:

[rating itemreviewed=“Killzone Shadowfall: Intercept DLC“ rating=“7″ reviewer=“Niels Cimpa“ dtreviewed=“02.04.2014″ best=“10″ worst=“0″]Nach einer kurzen Orientierungsphase hat man seine Klasse, oder auch Klassen, gefunden und es fehlt nur noch ein vollzähliges Team für eine spaßige Horde-Runde. Die Klassen sind recht gut auf einander abgestimmt, sodass keine fehlen sollte. Jetpacks, Miniguns und Herausforderungen bringen etwas Abwechslung in das sonst einfache Gameplay; leider reicht das auf lange Zeit nicht aus. Da man die vier Maps bald in- und auswendig kennt, bleibt einem noch das Spielen mit den anderen, weniger geliebten Klassen, um dem Koop-Modus nach mehreren Stunden Spielzeit vielleicht doch noch etwas abzugewinnen.[/rating]

Guacamelee! Super Turbo Championship Edition

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Super stark, super agil und super lustig! So sind die Luchadores heutzutage drauf! Im Action-Platformer Beat ‚em up „Guacamelee! Super Turbo Championship Edition“ gibt es jede Menge mexikanische Wrestler, gefährliche Skelette und natürlich Hühnchen.

Juan ist Agavenbauer, hat also den typischen Job eines werdenden Helden! Den Rest der Geschichte kann man sich denken: Schönes Mädchen aka El Presidente’s Tochter, böses untotes Skelett namens Calacha, teuflischer Plan! Natürlich gibt es eine Entführung und natürlich schafft es Juan hineingezogen zu werden und dann als echter Luchador herauszukommen! Die Story mag nicht besonders spektakulär sein, schafft es aber durch ihren Humor und die schlagfertigen Charaktere zu überzeugen. Begegnungen mit Leuten (manchmal auch toten Leuten) sind meistens frech und humorvoll. Selbst Calachas Schergen muss man irgendwie mögen, denn sie sind nicht bloß schwarz und weiß, sondern verfolgen ihre eigenen Ziele.

guacamelee4Viva los Pollos!

Guacamelee ist Open World Platformer und Beat ‚em up in einem. Während man durch mexikanische Prärien, Wälder, Vulkanlandschaften und Flüsse springt, trifft man immer und immer wieder auf Calachas Skelettkrieger und darf sie zu Knochenhaufen verarbeiten. Und das beste an der Sache ist: Das komplette Spiel kann im Zweispieler-Modus gespielt werden. Der Mitspieler schlüpft dabei in die Rolle von Juans Gefährtin Tostada. Als Wrestler hat man natürlich seinen eigenen Kampfstil. Neben geschickten Würfen und Kombos können nach und nach neue Fähigkeiten durch das Zerstören von Chozo-Statuen erlernt werden. Ja! Richtig gehört: Die Chozo-Statuen aus Metroid haben sich in Guacamelee eingenistet. Sie werden von einem seltsamen Ziegenmann bewacht, der die neuen Fähigkeiten erklärt und Juan antreibt, die Welt zu retten. Außerdem hat er ein sehr großes Interesse an Juans Mutter. Warum auch immer… Die Anspielung auf Metroid ist nicht das einzige Easteregg in Guacamelee. Ganz im Gegenteil: Man findet immer  wieder lustige Werbeplakate zum Beispiel mit den Super Mario Brothers oder dem Ziegensimulator. Auch Sätze wie „Deine Prinzessin ist in einem anderen Schloss“ können die Spieler zum Schmunzeln bringen.

guacamelee6Die Kampffähigkeiten sind aber nicht nur für Kämpfe gedacht. In Kombination mit Wand- und Doppelsprüngen müssen sie immer  wieder eingesetzt werden, um Rätsel und Sprungeinlagen lösen zu können. Die Rätsel haben es in sich und müssen oft durch viel Ausprobieren und vor allem das Ausreizen und Verbessern der eigenen Geschicklichkeit gelöst werden. Ein Sprung ins Leere ist aber in keinster Weise tragisch. Man kommt blitzschnell wieder zurück zum Anfang des Rätsels. Schafft man es doch mal zu sterben, kann man sich darauf verlassen, dass man recht nah am Geschehen wieder zu sich kommt. Die Speicherpunkte sind recht frequentiert gesetzt.

guacamelee1Das Wechselspiel zwischen Kämpfen und Geschicklichkeit-Passagen ist gut ausbalanciert. Hinzu kommen noch zwei ganz besondere Fähigkeiten: Mit der Pollo Power kann man sich in ein Hühnchen verwandeln und somit durch enge Lücken schlüpfen und geheime Gänge erkunden. Für zusätzlichen Pfiff sorgen die Dimensionswechsel zwischen Diesseits und Jenseits. Es ändern sich nicht nur Musik und Landschaft, sondern auch Gegner und NPCs. Die Dimensionswechsel sind eine gelungene Abwechslung und sind so konstruiert, dass man nicht panisch alle zwei Schritte wechseln muss, um auch ja nichts zu verpassen. Die Fähigkeiten des Spielers werden also immer wieder auf neue und krative Art ausgetestet.

Abseits der Hauptstory gibt es vieles zu entdecken: Es gilt Artefakte zu finden, um Ausdauer und Leben zu erweitern und mit angesammelten Geld Fähigkeiten auszubauen. Es gibt spezielle Herausforderungen, Kampfarenen und extrem schwere Jump ’n‘ Run Rätsel. Oft muss man auch einfach später nochmal an bestimmte Stellen zurückkehren, die nur mit speziellen Fähigkeiten gemeistert werden können.

Guacamelee! aber mehr davon!

guacamelee7Da Guacamelee bereits 2013 für die PS3 und Vita, sowie den PC erschienen ist, könnte man denken, das Spiel sei sowieso schon ein alter Hut. Falsch gedacht! Denn die Super Turbo Championship Edition bietet mehr Content. Mal davon abgesehen, dass grafische und musikalische Änderungen vorgenommen wurden, gibt es auch mehr Kostüme. Inhaltlich kamen zwei extra Level dazu und die Fähigkeit der Eierbomben, die gleichzeitig auch Zugang zu neuen Level-Abschnitten gewährt. Die ultimative Fähigkeit des Intenso ist auch nur in dieser Edition vorhanden. Wer das Intenso entfesselt wird für kurze Zeit sehr viel stärker und mächtiger und bekommt obendrein noch das Leben aufgefüllt.

guacamelee3Die Super Turbo Championship Edition gibt es als Download auf WiiU, PS4, Xbox One und Xbox 360. Da wir sie auf der WiiU getestet haben, gibt es noch ein paar spezifische Informationen für Gamepad-Spieler. Praktischerweise sind die Karten jederzeit auf dem Gamepad verfügbar, was umherswitchen zwischen Spiel und Karte vermeidet und das Spielen flüssig hält. Zudem unterstützt Guacamelee auch die Menüführung über die Touchscreen-Funktion und hat einen Gamepad-Only Modus. Leider wird ein WiiU Pro-Controller benötigt, wenn ein zweiter Spieler mitspielen möchte. Dies ist wohl auch gar nicht anders machbar, denn um Guacamelee gerecht zu werden, braucht man einfach die ganze Palette an Buttons.

Guacamelee! Super Turbo Championship Edition
GuacameleeSuperTurboChampionshipEdition
  • Wertung der Redaktion: 4.5
  • Publisher: Drinkbox Studios
  • Getestet auf: WiiU
  • Preis: 13,99 €
  • Reviewed von: Nina van Aken

Am 20. Juli 2014

+Schlagfertiger Humor und jede Menge Eastereggs
-WiiU: 2-Player nur mit Pro-Controller
+2-Player-Modus durch das gesamte Spiel
+Herausfordernde Jump ’n Run Parts
 
+Kämpfe für echte Luchadores
+Mexikanische Atmosphäre in gleich zwei Dimensionen

Fazit:

[rating itemreviewed=“Guacamelee! Super Turbo Championship Edition“ rating=“9″ reviewer=“Nina van Aken“ dtreviewed=“20.07.2014″ best=“10″ worst=“0″]

Guacamelee! Super Turbo Championship Edition ist ein extrem Abwechslungsreicher 2D Platformer mit jeder Menge Beat ‚em up Elementen. Das Spiel ist vollgepackt mit Eastereggs aus der Gameswelt und hat einen so lustigen und schlagfertigen Humor, dass man auch mit einer wenig komplexen Story zufrieden ist. Juan der Agavenbauer kann durch die gesamte Geschichte hindurch von einem zweiten Spieler begleitet werden, was es noch spaßiger macht, den teuflischen Plan von Calacha zu verhindern. Das Erlernen neuer Fähigkeiten ist nicht nur im Kampf von Vorteil, sie werden auch benötigt um die Jump ’n‘ Run Einlagen zu meistern. Dimensionswechsel und Verwandlungen in Hühnchen verleihen dem Spiel noch zusätzliche Vielseitigkeit. Auch abseits der Story kann man sich viele Herausforderungen erwarten. Mexikanisches Flavour, Humor und Action! Das ist Guacamelee!

[/rating]

Schein

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Mit Schein kommt seit langem mal wieder ein spannender und international konkurrenzfähiger oldschool Jump & Run Plattformer aus Österreich auf den Spielemarkt. In unserem Test bekommt ihr einen Einblick in die Story und Spielmechaniken, außerdem klären wir die Frage nach einer Kaufempfehlung. Schein oder nicht Schein, das ist hier die Frage.

Ein Vater, auf der verzweifelten Suche nach seinem Sohn, mitten in einem düsteren Sumpf. Die Welt wirkt alles andere als hoffnungsvoll. Es regnet. Grau in Grau erscheint die Umgebung. Tödliche Gefahren lauern hinter jeder Ecke. Das Ende des Weges – eine Sackgasse – ist das das Ende? Plötzlich wird es hell, ein grünes Licht. Blumen blühen in dessen Schein und kleine Schmetterlinge fliegen durch das Bild. Eine verborgene Welt erscheint. Was ist das für eine Stimme? Ich habe keine andere Wahl. Ich muss ihr tiefer in den Sumpf folgen. War das die richtige Entscheidung? Wo ist mein Sohn?

Schein besteht aus zwölf Welten, die sich quer durch einen großen Sumpf erstrecken. Mit Hilfe von Schnellreiseportalen hat man stets die Möglichkeit bereits besuchte Orte noch einmal zu bereisen, um so, zuvor im Verborgenen geblieben Geheimnisse, zu lüften oder alle zurückgelassenen Sammelobjekte zu finden. Von denen gibt es ebenfalls zwölf Stück, die aus jeweils fünf Teilen bestehen. Hat man alle Teile gefunden, hat der Spieler Zugriff auf kleine Hintergundgeschichten aus dem Sumpf.

 

Lichter und Rätsel spielen in Schein eine zentrale Rolle. Mit Hilfe der Lichter offenbaren sich dem Spieler verschiedene Sichtweisen. Jedes Licht eröffnet neue Blickwinkel und ermöglicht es Dinge zu sehen, die zuvor im Verborgenen lagen. Je nach Aufgabe und Problemstellung gilt es die Kombination der richtigen Lichter zu verwenden, um Gegenstände zu beleuchten, die aus der anderen Perspektive nicht zu erkennen sind. Zu Beginn steht man ganz ohne Licht da, kurz darauf trifft man auf einen mysteriösen Geist, Irrlicht, die es sich zur Aufgabe gemacht hat uns durch den Sumpf zu führen und bei der Suche nach unserem Sohn zu unterstützen. Von ihr erhalten wir das grüne Licht.

Screenshot-2014-07-19-11.34Mit Hilfe von immerleuchtenden Laternen kann man Zahnräder dauerhaft beleuchten und so das ein oder andere Rätsel lösen. Diese gestalten sich zu Beginn des Spiels noch recht einfach, doch ungefähr zur gleichen Zeit, dann wenn man so richtig in Spiellaune kommt, wird’s schwer – richtig schwer. Nicht selten musste ich das Spiel abbrechen und später neustarten, um das zu lösen unmöglich erscheinende Rätsel nochmal nüchtern zu betrachten und hinter den banalen, wie genialen Trick zu kommen. Das wirklich schöne an Schein ist die unglaubliche Vielfalt an Rätseln. Kein Rätsel gleicht dem anderen, ja nicht mal die Mechanik und Grundidee eines Rätsels findet man mehrmals im Spiel. Das macht es umso spannender, aber auch umso schwerer und führt nicht selten dazu, dass man seinen Spieler regelrecht opfern muss, um überhaupt erst mal die Gesamtheit eines Rätsels zu verstehen. Hinzu kommen dann auch noch die verschiedenen Lichter, die einen zusätzlichen Reiz darstellen.

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Alte Kreaturen lauern in den Tiefen des Sumpfs. Je weiter wir uns hinein bewegen desto gefährlich wird es. Nach dem ersten Bossfight – von denen es übrigens vier gibt – haben wir ein weiteres Licht in uns aufgenommen. Mit mehr Lichtern werden die Rätsel noch kniffliger. Timing wird immer wichtiger. Im Sprung gilt es vom grünen Licht, das die Plattform beleuchtet hat, auf der wir grade gestanden haben, zum Roten zu wechseln, um die Plattform zu beleuchten auf der wir hoffentlich gleich landen werden, um nicht in die Tiefe zu stürzen und zu sterben. Im Schein des roten Lichts, erstrahlt die Welt nicht in schönen sonnigen alles-wird-gut Farben, sondern erinnert vielmehr an loderndes Höllenfeuer. Ob es noch weitere Lichter gibt, wollen wir hier mal nicht verraten.

Tech-Check

Screenshot-2014-07-19-11.36HighEnd PC ist für Schein bei weitem kein Kriterium, technisch serviert uns der Titel eher leichte Kost. Das hat aber den Vorteil, dass man das Spiel auch unterwegs auf dem Notebook spielen kann. Auf der anderen Seite überzeugt, wenn nicht sogar begeistert, das Spiel mit der liebevollen Grafik. Etwas plump und nicht immer bis ins kleinste Detail, dafür stets verliebt und vielfältig, zeichnet Schein die Figuren und Umgebungen. Die Art und Weise wie sich Aussehen und Schatten des Spielers bei wechselndem Licht verändern sorgen für ein atmosphärisch stimmiges Bild.

Eingefangen, festgehalten und wunderbar wiedergegeben wird die düstere Stimmung durch einen melodisch gelungenen Soundtrack. Schein ist allerdings komplett auf Englisch vertont. Deutsche Tonspur gibt es keine. Die Synchronisation der Sprache ist einer meiner kleinen Kritikpunkte. Hin und wieder wirken die Sprecher zu künstlich und gezwungen aufgesetzt. Der Humor ist manchmal tatsächlich lustig, manchmal nur zum auf die Stirn greifen – der ist aber bekanntlich Geschmackssache.

3

Wie die Rätsel, gestaltet sich auch das Gameplay zu beginn noch recht einfach. Gesteuert wird, im Spiel wie im Menü ausschließlich per Tastatur. Man bewegt sich mit den Pfeiltasten nach vorne und hinten, springt nach oben und mit dem Pfeil nach unten kann man Laternen aufnehmen und wieder abstellen. Mit den Nummern Tasten aktiviert und deaktiviert man die Lichter. Je schwerer die Rätsel werden desto kniffliger wird auch das Gameplay. Man muss immer exaktere Bewegungen ausführen. Sprünge müssen auf den Zentimeter genau passen und der Wechsel zwischen den Lichtern muss blitzschnell gehen.

Was leider gänzlich fehlt, ist ein Multiplayer Modus, beziehungsweise irgendeine Art mit anderen Spieler zu kooperieren oder konkurrieren. Schein ist ein Singlepayer Spiel, dagegen ist erstmal auch nichts zu sagen. Dennoch wäre es schön gewesen, Statistiken online teilen zu können, sich über Bestenlisten mit anderen Messen, oder eine Art Koop-Modus mit Freunden spielen zu können. So hat Schein nach dem ersten Durschpielen nur wenig Wiederspielwert – auch das finden aller Sammelgegenstände hat mich nicht weiter motiviert, da außer einem kleinen Bild von dem Gegenstand und einem kurzen Text, keine wirkliche Belohnung winkt. Der kleine Presi von knapp sieben Euro rechtfertigt dies aber komplett.

 

Schein
Unbenannt-1  
  • Wertung der Redaktion: 5
  • Publisher:
  • Getestet auf: PC
  • Preis: 6,99 €
  • Reviewed von: Gregor Lorbek

Am 19. Juli 2014

+abwechslungsreiche Rätsel zeitweise aufgesetzte Synchronisation-
+herausfordernd -inhaltlich etwas mager
+toller Soundtrack
+     niedriger Preis

Fazit:

[rating itemreviewed=“Schein“ rating=“8″ reviewer=“Gregor Lorbek“ dtreviewed=“19.07.2014″ best=“10″ worst=“0″]Schein kommt aus Österreich. Von da kamen in letzter Zeit nicht viele nennenswerte Titel, paar mobile Games mal ausgenommen. Eventuell haben wir mit Schein und den dahinterstehenden Zeppelin Studios eine Geburtsstunde eines in Zukunft international erfolgreichen österreichischen Entwicklers miterlebt, die es obendrein schaffen könnten, neuen Schwung in den österreichischen Spielemarkt zu bringen.

Schein überzeugt vor allem durch die abwechslungsreichen und nicht zu letzt sau schweren Rätsel, einem tollen atmosphärisch stimmigen Sound und einer kreativen Story. Leider wirken die Stimmen meiner Meinung nach etwas aufgesetzt und abgehackt und inhaltlich ist Schein etwas mager. Auf der anderen Seite steht ein Preis von knapp sieben Euro, der dem reinen Singleplayer Plattformer mehr als gerecht wird. Ich persönlich hätte mir noch etwas mehr Inhalt, inklusive irgendeiner Form von Mehrspieler Einbindung gewünscht. Dafür darf es dann auch gern etwas mehr kosten.    [/rating]

 

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